Beiträge von Holger R

    Hallo Andreas,


    Koblenz-Mayen war eine ganz normale Nebenbahn mit ebensolchen Betrieb. Metternich sah - bis auf die bereits reduzierten Gütergleise - zur Ep III auch so aus. Hier war einfach eine Schnittstelle verschiedener Sicherungsstaddards. Richtung Koblenz (=Ausfahrsignalseite) ging es in die Hauptbahn wogegen Richtung Mayen die folgenden Bahnhöfe nur noch Esigs hatten. Warum das aber so gelöst wurde, kann ich dir nicht sagen.
    Auf Treffen müsste man vermutlich immer den Erklärbär machen, warum nur auf einer Seite usw.
    Wollte damit eher nur zeigen,was es alles gab und sich für alles meist auch eine glaubwürdige Erklärung findet.
    Schüttbahnsteige schließen keine Kreuzungen aus - selbst die Übergänge können zugefahren werden, wenn der Fahrgastwechsel bei Zug 1 bereits abgeschlossen ist. Über allem wacht der örtliche Beamte. Nachdem dein EG ja am Bahnsteigende angesiedelt ist, kann zumindest der dortige Überweg sogar planmäßig (=mit H-Tafel) frei bleiben.


    Viele Grüße
    Holger


    P.S: Wie wärs mit einem ersten Laimburghärtetest dieses Jahr in Mammendorf?

    Hallo Andreas,


    vermutlich hätte so ein Bahnhof keine Asigs gehabt - ich würde dennoch Asigs aufstellen (und ggf. sogar Sh-Signale) - allein aus dem Grund, damit es für den Fdl durch Schalten und Walten mehr zu tun gibt. Ferner fahren viele Zugmannschaften auch lieber auf "Signal".
    Für Exotenliebhaber: es gab auch Bahnhöfe, die hatten nur auf einer Seite Bahnhofsblock und damit auch Signale. z.B. Metternich Ri Koblenz
    http://www.rbd-erfurt.de/Kilom…nich-1983-06-24-km3,0.jpg
    noch besser sieht man es hier:
    http://abload.de/img/kbs603_0317_050954y4u6j.jpg
    (ein Esig auf Mayener Seite gab es natürlich schon - man sieht schön den Drahtzug)


    Beim Bahnsteig wundert mich das es kein einseitiger Schüttbahnsteig wird - oder schnippelst du da noch rum? Ausstieg bei Gleis 2 wäre auf der EG-Seite deutlich ungefährlicher -> siehe auch Metternich! ;)
    Der Gleisverlauf von 1+2 wäre noch etwas eleganter, wenn du nicht bei der Modulkante wieder auf Parrallelmodus sein müsstest. Ggf. könnte da sogar noch etwas mehr Bahnsteig für Gl. 3 rausspringen...aber dann müsstest du nochmal rumschnippeln. Man sieht: man kann nicht lang genug rumplanen und drüber schlafen!


    Viele Grüße
    Holger

    Hallo Andreas,


    aber auch in Selbitz ist der Bahnsteig nicht auf der Hangseite angelegt...also ein Gleis weniger zu queren! Unfälle gab es trotzdem genug...


    Servus
    Holger

    Hallo Andreas,


    wie kommen die Reisenden vom Mauerbahnsteig zum EG? Da steht ja dann der Zug dazwischen und sie müssen ein Gleis mehr überqueren. Das wäre beim Vorbild alles unfallträchtig und wird nach Möglichkeit vermieden.


    Vorbildlicher wäre es vermutlich mit dem Gleis 3 näher an die Mauer ran und dann jeweils zwei einseitige Schüttbahnsteige für Gleis 2 und 3. Dann wären auch P-Kreuzungen möglich - was ich für so einen (Umsteige-)Bahnhof schon als wichtig erachte.


    Dafür brauchts nicht viel - schau mal hier (Bild 1+4) und achte nur auf die Bahnsteige:


    https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8557820


    Das Güterschuppengleis würde dann im Bereich des EG ebenerdig eingesandet.


    Viele Grüße
    Holger

    "Ich denke, dass so eine Bilderflut den Rahmen dieses Forums sprengen würde"


    Die Bilderflut hält sich bislang wahrlich in Grenzen. Interessieren würde mich z.B. der Modulbauwettbewerb - so er denn überhaupt stattgefunden hat!?


    Viele Grüße aus dem Süden!
    Holger

    Hallo Michael,
    die Parallelwege sind zu 98 % kein Bahngrund und gehören bzw. dienen den Landwirten. Nicht nur wir Fernmelder haben die gerne praktischerweise mitbenutzt. Manchmal gab es auch Stress mit unentspannten Bauern obwohl es tw. verbriefte Nutzungsrechte aus Länderbahnzeiten geben soll.


    Eine Modulnorm macht da keinen Sinn - besser und schöner anzuschauen sind jedoch zusammenhängende Modulgruppen mit einem Landschaftsthema über 2+x Meter. Vor allem weitläufiges Gelände kommt da sehr gut rüber. Siehe deine Bilder...100m sind da nix. Die Microfelder auf vielen Modulen entsprechen selbst bei West-Vorbildern in ihrer Ausdehnung längst nicht der Realität.
    Wir haben im Süden inzwischen mehrere solcher sehr schön anzusehender Gruppen und nein - der Arrangementplaner wird dadurch nicht "unflexibler" - vielleicht nur ein wenig, aber das ist es wert.


    Beispiele:


    http://www.fremo-sued.de/spurh…osenheim12h0/DSCN5524.jpg
    http://www.fremo-sued.de/spurh…senheim12ah0/IMG_1433.JPG


    Viele Grüße aus Mammendorf
    Holger

    Hallo Martin,


    hier ist nicht die Ra 10 - Tafel das Problem, sondern das Esig ist im Prinzip zu nah an der ersten Weiche. Aber dank Watti kann das ja auch mal weiter raus wandern...dies jetzt schon kabelmäßig mitdenken!
    Ich finde die Rangierhalttafel in dieser Situation ebenfalls vor der Brücke besser plaziert. Im Bedarfsfall kann natürlich auf "Befehl" über die RA10 hinausrangiert werden.


    Was mir definitiv nicht gefällt ist das flaschengrüne Wasser. Mag die schöne Wiesent noch so ein klares Gewässer sein - so Bäche kommen doch eher Umbrafarben / Natooliv rüber.
    Ich würde schon den Aufwand betreiben, und den Gewäsergrund gestalten. Feinste Originalsande kannst du direkt vor Ort schürfen und durch einen Nylonstrumpf sieben. Partiell feines Turf für Wasserpflanzen und dann mehrere Schichten Bootslack bis nichts mehr rausschaut. Einzelne Bootslackschichten kannst du auch mit etwas grünbraun abtönen bis es dir gefällt. Mit transparentem Windowcolor am Schluss Fließ- und Wasserbewegungen modellieren und gf. nochmal letztmalig Bootslack drüber. An so exponierter Stelle lohnt sich der Aufwand auf jeden Fall. Das Ganze trägt vielleicht 1-1,5mm auf - wirkt aber tief...
    Der Ufergestaltung z.B. mit Abbrüchen oder Wasserbausteinen auch etwas mehr Aufmerksamkeit schenken.


    Erfolgreiches Weiterbasteln!


    Holger

    Hallo Axel,


    man kann auch ganz viel mit Farbe machen und damit das Auge täuschen. Simpel gesagt: Holz leicht verspachteln, damit die Holzstruktur verschwindet.
    Im gewünschten Grundfarbton anmalen und dann eine Papierschablone basteln, über die du dünne weiße Streifen (=Schalungsbretter) mit immer wieder leichten Abtönungen auf die Wand tupfen kannst.
    Dazu dann noch Kalk, Rost und Moose...


    Einfach mal probieren - du machst ja erstmal nichts kaputt und kannst immer wieder übermalen. Und in den nächsten Tagen Augen auf bei Betonmauern. Grau wäre da oft die falsche Farbe....


    Daumen hoch für die Brücke im nicht90Gradwinkel...
    Gruß
    Holger

    > Doch Weinert mein Gleis das nächste Mal ?


    Jein - die Erkenntniss sollte eher lauten: beim Gleisbau künftig jeder Weiche eine ordentliche / seperate Einspeisung spendieren - incl. der Zungen.
    Zusammen mit dem Herzstück macht das fünf Drähte pro Weiche. Dieser Mehraufwand ist vernachlässigbar - erspart aber eine Menge späteren Ärger.
    Die punktgeschweißten Drahtbrücken der Weinertweichen sind nachweislich auch nicht wirklich elektrisch betriebssicher.


    Viele Grüße
    Holger

    Hallo Friedrich,


    das ist schon großes Kino.
    Allerdings bleiben meine Augen immer an den Mauern hängen, bei denen die Decksteine fehlen. Abgesehen davon das Decksteine als Regen- / Frostschutz bei fast jeder Mauer eigentlich ein "must have" ist, suggerieren sie ja auch eine gewisse Mauerdicke. Im Moment ist klar erkennbar, das deine Mauern nur eine Steinreihe dick sind.
    Ob der Statiker da fuchtig bleibt...?


    Schönes Wochenende


    Holger

    Hallo Axel,


    abgesehen davon, das ich die wirkliche Notwendigkeit dieser Zwischenverbindungen etwas hinterfrage, wundert mich das du die Weichenverbindung "unten" bei den längsten Gleisen vorgesehen hast. Diese dienen erfahrungsgemäß immer dem Güterverkehr und der braucht lange Gleise.
    Außerdem ist das stets möglichst freibleibende Lokumfahrgleis das obere - eine Umfahrverbindung sollte doch besser dort bestehen!?
    Ich würde das ernsthaft nochmal durchdenken und ggf. ändern...



    Ansteuerung: Wie du es auch machst - es ist falsch.
    Ortsgestellt ist praktisch, weil die Personale dort sowieso am kupppeln sind.
    Auch der Verkabelungsaufwand über Module hinweg wird natürlich geringer sein.
    Bei Einfahrten in diese Gleise sollten die Weichen aber in Grundstellung stehen. Da das zurückstellen in 80 % der Fälle vergessen wird, sollte am Stelltisch / Display zumindest die Weichenstellung dieser Verbindungen angezeigt werden. Von einer freien Sichtachse zur optischen Prüfung darfst du nicht ausgehen.
    Daher meine Empfehlung: Ortsgestellt mit Anzeige am Stelltisch - wenn das mit der Anzeige nicht möglich ist: alles auf ein Pult.


    Gruß
    Holger

    Hallo Martin,


    im Prinzip dürfte da nichts passieren und ich habe von derartigen Schäden noch nichts mitbekommen. Die Schienen kurzzuschließen halte ich aber für eine adäquate Vorsichtsmaßnahme - zumal sich die Masse verbreitert ;-).
    Ich verbinde die Masse auch immer mit den Schienen - muss aber sagen, das beim Fremo keine Decoder am Gleis hängen.
    Auf irgendeiner Vorführung wurde die Masse gar nicht mit dem Modul verbunden, sondern mit einem Pfannenspritzschutzgitter einfach darunter auf den Boden gelegt. Ging auch super.


    Viel Erfolg
    Holger

    Hallo Axel,


    Gratuliere zur geglückten Operation - Patient hat überlebt!
    Ich nehme an, dein Testwagen passiert die Stelle ohne spürbare Beeinträchtigungen.


    Schön ist tatsächlich was anderes - du verwendest wohl gerne ordentlich Lötzinn und auch die hemdsärmelige Elektrik hätte für meinen Geschmack etwas "dezenter" ausgeführt werden können.
    Ich bin schnell davon abgekommen, die Gleisbefestigungslötstellen auch für die Elektrik zu benutzen. Wenn man da wegen einer Sache (Lage oder Strom) noch mal dran muss - geht immer beides auf und es versaust einem die Lötstelle vollends.
    Ich speise daher inzwischen seperat mit möglichst viel Abstand zur Gleisschraube ein.
    Was mir gefällt ist der Verzicht auf Schienenverbinder. Mechanisch nicht notwendig, optisch kein Gewinn und elektrisch fehleranfällig. Also gleich weglassen.
    Allerdings ist der geringe Abstand der Isolierlücke bei den beiden Herzstückschienen vermutlich viel zu klein - die solltest du vergrößern und mit Stabilit sichern (füllen). Ein warmer Tag und der Spalt geht zu -> Kurzschluss.
    Vielleicht nochmal mit der Trennscheibe in den Schnitt reinfahren - aber Vorsicht, da reißts dann gerne die Schienen aus...




    Viele Grüße
    Holger

    > Würde Gl. 3 eigentlich mit Gleissperrsignalen gesichert werden?


    Ein Sperrsignal würde wieder signaltechnische Abhänigkeiten verlangen. Diesen Aufwand / Kosten halte ich für ziemlich unwahrscheinlich bei so einem kleinen Bahnhof - zumal auf Nebenbahnen der Faktor Zeit (für Rangierabsprachen) eine untergeordnete Rolle spielt.


    Gruß
    Holger

    Hallo Andreas!


    Ich würde nur Einfahrsignale und ggf. Gleissperren verwenden - alles andere ist oversized.
    Denk an Krumbach - da gabs vor dem Umbau auch nicht mehr.


    Spannend wäre noch die Siganlisierung der Trambahn. Reicht eine Trapeztafel?


    Ausfahrsignale knapsen dir nochmal Nutzlänge weg und man kann ohne Bauchschwerzen bis zu den Grenzzeichen auffüllen. H-Tafeln brauchts imho hier auch nicht.
    Rangieren unter HP-Ru wäre zwar mal was neues - aber so einfach ist das auch nicht. Es besagt ja nur, das der Zugverkehr in diesem Gleis ruht und ist noch lange kein Freibrief zum munteren rumrangieren. Setzt also auch schon wieder mehr oder weniger Spezialwissen voraus...
    Weichen würde ich vor Ort stellen (Stangerlantrieb oder Schalter in der Modulfront) - es reicht, wenn die Weichen mit Zugfahrten ferngestellt sind.
    Damit hält sich auch der Kabelsalat deutlich in Grenzen.


    Gruß
    Holger


    P.S. ich will die Planung ja nicht gänzlich umschmeißen, aber schonmal daran gedacht, den Ansatz des Trambahnmoduls ein Modul nach links zu schieben? Es steht dann nicht mehr im rechten Winkel ab was meiner Meinung nach verschiedene Vorzüge hätte...vom optischen ganz zu schweigen.

    Hallo Axel,


    der mobile Halter vom Olaf ist ziemlich cool - er lasert dir sicher ein paar davon. Ich wiederhole wenn ich sage: dort wo immer Freds abgelegt werden müssen, darf sowas auch gerne fest im Modulkasten installiert sein - genau wie z.B. die LN Boxen.
    Wir haben sowieso schon genug Kleinkram zu schleppen und jede gesparte Minute Auf- und Abbauzeit ist ein Gewinn.
    Daher sollten solche Dinge beim Rohbau gleich mitgedacht werden.


    Zersägte Weichen: in meinem 0-Bahnhof seit 19 Jahren laufen 3 zersägte Peco-Weichen problemlos - in Forsting haben zwei Weintertweichen einen Schnitt - auch hier: null Problemo!
    Die Profile wurden auf Messingschrauben gelötet und dann getrennt (Diamantscheibe oder Rocosäge, da dünner).
    Wo soll das Problem sein - du zerscheidest vier statt zwei Schienen und lötest auf Pertinax...nur die Herzstückpolarisierung musst du ggf. aufs andere Modul schleifen.


    Viele Grüße
    Holger

    Hallo Andreas,


    Ich finde generell, das dem Personenverkehr hier noch zuwenig Beachtung geschenkt wird.


    Das mit der umsteigefeindlichen Straßenbahnhaltestelle ist mir auch aufgefallen. Vielleicht lässt sich doch irgendwie eine Verbindung zum Bahnhofsvorplatz schaffen - fände ich megacool.
    Die Tram lässt auf Ballungsraum schließen - entsprechend zum Güterverkehr ist demnach auch mit umfangreichen Personen- Arbeiter- + Umsteigeverker zu rechnen.


    Wenn der Bahnhof schon mit Personal besetzt sein soll, dann ist er ggf. der einzigste besetzte Bahnhof in der Nebenbahn ( und Zugleiter => noch ein Job mehr!). Dann sollte er auch "vernünftige" Personenzugkreuzungen" können. D.h. zwei ordentliche Bahnsteige oder zumindest ein Mittelbahnsteig sollten vorhanden sein.
    Ich halte hier nichts von dem Verfahren: Zug 1 fährt auf die Seite und lässt Zug 2 vorbei....dafür ist der Bahnhof nicht pfiffelig genug. (von der erforderlichen Signalisierung und Sicherungstechnik ganz zu schweigen).


    Um mehr Nutzlänge zu bekommen, würde ich in die Bogenmodule gehen und den Bahnhof links und rechts nach außen ziehen. Die RA10-Tafels stehen viel zu knapp - in der Praxis bräuchtest du hier vsl. bei 85 % der Rangierbewegungen einen Befehl zum drüberfahren. Die Einfahrsignale müssen nicht wirklich noch auf deinen Modulen dargestellt werden - dafür gibts inzwischen ausreichend Wattis. Das schafft dir auch nochmal Luft nach links und nach rechts.
    Last but not least: Ziehgleise nach links und/oder rechts machen Laimburg durchlässiger.


    Soviel aus Mammendorf


    Holger

    Hallo Axel,


    mich wundert, das du jetzt doch die Gleise auf den dunlen Untergrund verlegst - aber seis drum...


    Von dem Pseudogebäude halte ich auch nichts. Wieder ein Trumm mehr, das irgendwie seperat mitgeschleppt werden muss.
    Die Drehscheibensteuerung sollte stes beidseitig möglich sein - ich hab aber keine Ahnung, was in der Roco-Steuerung alles drin ist - bzw. ob man die auch mit zwei parallelen SChaltern betreiben kann.
    Es kann ja durchaus sein, das Bediener und Fahrpersonal auf verschiedenen Seiten operieren.
    Entweder in die Frontseiten entsprechende Bedienmulden einbauen oder wenn du Angst hast, das es mal zu einer gleichzeitigen "Gegenpoligen" Auslösung kommt - jeweils oben neben die Scheibe ins Trassenbrett. Dann sieht man, was der "Gegenüber" gerade macht.
    Fredablagemulden: da ist jetzt schon wenig Platz. Vielleicht für jeweils 2 Freds dort wo der Cutter und Klebebandrolle liegt. Dasselbe auch auf der anderen Seite - dann sind 8 Freds schonmal aufgeräumt.



    Viele Grüße
    Holger

    ... aber damals war doch alles schwarz / weiß? Oder doch eher heute? ;)


    Für einen Modellbahner, der sich thematisch bis max. in den 70ern / 80er des verg. Jahrunderts bewegt, können die heutigen Bahnanlagen nur noch wenig Vorbild sein. Siehe z.B. das Luftbild von Kiel (Seite 16). Dort wo rechts vom Bahnhof jetzt das Einkaufszentrum steht, war bis vor 15 Jahren auch noch ganz viel (Güter-) Eisenbahn.
    Und auch die Farben waren andere. Dampflokgleise waren per se dreckiger. Scheiben- und E-Bremse hinterlassen heute deutlich weniger Spuren im Gleis (z.B. in Bremsabschnitten vor Signalen) wie auch die geschlossenen Toiletten. Tägliches entwässern des Hauptluftbehälters mittels Öl-Luft-Gesabber direkt ins Gleis - heute undenkbar!
    Aber auch Vegetation und die heute aufs nötigste reduzierte Vegetationskontrolle ist nicht vergleichbar. Goldrute und Springkraut suche ich auf meinen 80ern Bildern vergeblich. Noch weiter früher wird man feststellen, das Raps und Mais in der Landwirtschaft nicht existent waren und es auch z.T. deutlich weniger! Waldflächen gab. Qualitativ gute Farbbildbände ab den 50ern führen alle Verlage - abgesehen von den unzähligen Fotobeiträgen im Netz (DSO etc.)
    Ich schätze Heiko Focken als DSO-Autor sehr - bei allen Bildern der heutigen Bahn sollte man aber immer kritisch hinterfragen: war das vor 20 40 60 Jahren auch schon so?
    Eins hat sich aber meist nicht verändert - zumindest die alten Strecken sind weitgehend harmonisch in die Landschaft eingebettet. Und das gilt es auch im Modell hinzubekommen.
    Viel Spaß beim Nachbau des Hambugrer Abstellbahnhofs in Ep VI.


    Holger

    Luftbildbücher sind offenbar gerade "In"...
    Das Buch von Heiko Focken zeigt überwiegend die heutige "Lärmschutzwandbahn" mit maximal optimierter Infrastruktur.


    Zwei weitere tolle Bücher beleuchten die Nachkriegszeit mit (für mich) noch viel interessanteren Aufnahmen:


    http://www.eisenbahn-kurier.de…e-bundesbahn-im-vogelflug


    https://verlagshaus24.de/techn…-im-wirtschaftswunderland



    Viele Grüße
    Holger