Beiträge von Thorsten

    Wie immer hat man Angst, sich beim anfassen des Moduls die Finger ölig und kohlenstaubig zu machen ;-) Sehr schön, so soll es sein.


    Stimmt schon, der DKW mag in seiner derzeitigen "Bemalung" nicht so recht zur restlichen Gestaltung passen, aber wären Matador und Borgward nicht "viel zu modern"? Zum Vergleich steht der neuere Matador auf dem drittletzten Bild m.E. in einem zeitgemäß passenden Zustand dort (evtl. nur ein wenig benutzter, aber auch damals hat es neue Autos gegeben).
    In dem DKW-Zustand, auf Holzböckchen aufgebockt, dürfte höchstens ein dreirädriger Tempo Hanseat oder vielleicht noch ein früher Matador (mit der Gnubbelnase) in der Ecke stehen, oder? Wie lange wurden diese Transporter damal gefahren? So wie er dort abgestellt ist, steht er seit mindestens zehn Jahren in dieser Ecke.


    Aber wir wissen alle: mit Farbe geht viel. Mit der richtigen Patina steht der DKW vermutlich viel "besser" da. Oder wie wäre es mit Spinnweben? ;-)

    Ihr habt es vielleicht erahnt, die Betonbeiträge im Forum haben mich endlich inspiriert, meine Erfahrungen hier zu dokumentieren. Auch ich bin durch die neue Bibel des Nouallier inspiriert worden. Interessanterweise hatte ich die Platten schon länger verwendet, u.a. auch auf dem ersten Ziegelwiesenkai. Auf die Idee, die obere Papierschicht abzuziehen und das Material dann weiterzuverarbeiten bin ich aber nie gekommen.


    Nach langer Suche und viel probieren habe ich nun "meine" Betonoberfläche gefunden. Ich habe die Platten allerdings nicht einzeln verlegt, sondern größere Flächen verlegt und die Fugen dann "Platte für Platte" eingeritzt. Die dadurch entstehende Ungleichmäßigkeit empfinde ich bei meiner Kaifläche realistischer als eine ebenfalls getestete Einzelverlegung. Nach dem Fugenritzen wurde dann Heki Strassenfarbe Beton unverdünnt aufgetragen. Dadurch ist das ganze auch sehr stabil geworden. Trotzdem kann immer noch nachbearbeitet und Beschädigungen nachgebildet werden.
    Nächster Schritt ist das farbliche Nachbehandeln und das "einschlemmen" von Fugensand. Und dann noch weitere vier Segmente genauso behandeln :S


    Das (recht schlichte) Segment im Überblick:


    Und zwei Aufnahmen "von schräg". Auffallend sind aus der Vogelperspektive die unterschiedlichen Fugenbreiten. Aus der Nähe und "in Echt" betrachtet empfinde ich die schmalen Fugen als realistischer. Mal sehen, wie das nach dem Einfügen von Fugensand aussieht.



    Durch die Unterkonstruktion und mangelnde Unterfütterung sind an ein paar Stellen Absackungen aufgetreten. Das ist durchaus realsitisch, auch im echten Hafen senkt sich der Boden durch die hohe Belastung.Insbesondere dann, wenn der Boden aufgeschüttet ist, muss regelmäßig nachgebessert werden. Selbstverständlich ist das auf dem Segment so gewollt :whistling:
    Ich werde an den Stellen entsprechende Hinweise anbringen (Flatterband oder Hütchen).


    Der Prellboch stammt von Krüger-Modellbau. Dafür, dass das mein erstes gelötetes Blechmodell (0,1mm Neusiberblech) ist, bin ich sehr zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis.


    Zum Abschluß noch zweinmal "Beton". Einmal pur und einmal mit Fahrzeugen zum Größenvergleich. Bei diesem Licht kommt die Wirkung m.E. sehr gut rüber, ich bin immer noch Begeistert von dem bisherigen (Zwischen-) Ergebnis.



    Der Kohlenlaster ist ein Hanomag von Brekina, nach einem Vorbildfoto modifiziert (Schutzbleche hinten weg, doppelte Erhöhung der Bordwände.
    Die Feuerwehr ist das m.E. grandiose neue Modell von Heico, welches bei diesem tiefen Licht allerdings etwas durchscheinend ist ...


    Außerdem möchte ich mich bei Jürgen noch einmal für seine "Drecksarbeit" an den beiden Lokomotiven bedanken. Auf den Aufnahmen sprechen sie m.E. für sich.

    Angeregt durch das schöne sonnige Wetter hier im Süden Hamburgs und die aktuellen Beton-Beiträge bin ich heute mal mit der Kamera im Anschlag zum Ziegelwiesenkai gefahren. Ich hatte Glück: mit perfektem Licht konnte ich interessante Fahrzeuge ablichten. Aber seht selbst.


    Mir fällt sofort die bekannte DH500 auf, die wir bereits früher und an anderen Stellen gesehen haben. Momentan ist sie damit beschäftigt, ein paar rottige G10 auf den Kaigleisen zu verschieben.


    Später findet sich die Lok am Rawie wieder, die G10 am Haken.


    Die Wagen haben wirklich schon bessere Tage gesehen. Naja, wir haben Ende der 60er Jahre, da sind die Dinger schon ziemlich alt und der Bestand dezimiert. Viel Einsatzzeit werden diese beiden wohl nicht mehr vor sich haben.


    Natürlich nutze ich die Gelegenheit und mache ein paar Aufnahmen, vielleicht kann ich später einmal anhand der Fotos ein paar G10-Modelle nachbauen.


    Interessant: dieser hat noch die alte Beschriftung. Offensichtlich lohnt sich das Anbringen einer aktuellen Nummer nicht mehr. Irgendwie sieht er so aus, als wäre er gerade aus einem Wald geborgen worden.


    Die DH sieht einfach schick aus. Offensichtlich wird sie trotz des häufigen Einsatzes recht gut gepflegt.




    Etwas später spüre und höre ich ein tiefes Brummen. Welch Glück, eine V200.1 erscheint am Kai. Der Lokführer sieht mich mit der Kamera herumstehen und lässt seine Lok langsam bis an das Gleisende neben die Henschel rollen. Der Großdiesel steht im täglichen Betriebsdienst "ihren Mann", das ist ihr anzusehen.


    Wieder einige Rangiebewegungn später steht die DH erneut am Rawie, die G10 stehen auf dem Gleis dahinter. Der Sinn dieser Rangierbewegungen will sich mir nicht erschließen, vielleicht müssen die Achslager der alten Wagen mal bewegt werden?


    Der Prellbock ist offensichtlich noch nicht fertig. Sogar eine Motagelehre ist noch vorhanden. Außerdem ist er im unteren Bereich noch nicht richtig verschweißt. Außerdem fehlt noch Holz an der Pufferbohle.


    Ich nutze die Gelegenheit der leeren Kaifläche und nehme die 221 noch einmal in voller Breite auf.


    Einen Moment später betritt noch ein weiterer Akteur die Bühne: ein alter Kohlen-LKW, der statt Kohle zwei Sorten Öl in verschiedenen Gebinden geladen hat. Bei den Umladeversuchen stürzen einzelne Behälter zu Boden. zum Glück ist die Hafenfeuerwehr kurze Zeit später vor Ort und beginnt das verschüttete Öl aufzunehmen.


    Öl scheint danach keines mehr vorhanden zu sein, der Boden ist sauber.


    Oh, offensichtlich wurden doch noch Reste übersehen. Dem empfindlichen Saugrüssel dieses Ölsaugers scheint nichts zu entgehen.


    Nun muss ich aber los, die Fotos entwickeln.

    Hallo Rico,


    mein Flacker-Erklärungsversuch beginnt mit einer Frage: flackern die LED nur im Video?


    Wenn Du die LED an einem Trafo hängen hast, kann es sein, dass an der LED immer noch die 50 Hertz Schwingung der Netzspannung anliegen. Bei einem Gleichstromausgang können es durch das "umklappen" einer halben Schwingung 100 Hertz sein. Das bedeutet, das die LED 50 oder 100 Mal pro Sekunde aus ist. Mit einem Kondensator (Elko) kann der Effekt verringert werden, ist aber ggf. weiterhin "unsichtbar" vorhanden, da die LED unter einer bestimmten Spannung aus ist.


    Beim filmen werden n Bilder pro Sekunde gemacht und bei der Wiedergabe in der gleichen Geschwindigkeit bzw. Frequenz abgespielt.


    Im Video überlagern sich nun beide Frequenzen und es kann passieren, dass einzelne Bilder des Videos die LED im Dunkelzustand oder dunklerem Zustand zeigen. Beim Abspielen flackert es dann.
    Weitere Beispiele solcher Erscheinungen sind Röhrengeräte (z.B. Fernseher), die in Filmen einen horizontalen Balken zeigen, der vertikal über den Schirm des Röhrengerätes läuft oder die sich scheinbar rückwärts drehenden Räder einer Kutsche.


    Interessanterweise nehmen wir über das Auge auch nur einzelne Bilder war, die Lücken werden vom Gehirn dann einfach "aufgefüllt". Dadurch nehmen wir in der Regel einen vermeintlich kontinuierlichen Datenstrom ohne "Flackern" vom Auge entgegen.


    Viele Grüße
    Thorsten

    Hallo Ronald,


    ich finde es immer wieder faszinierend, auf welche Ideen Modellbahner kommen, um ihre kleinen und großen Probleme zu lösen. Naheliegend sind Gestaltungslösungen, bei denen manchmal abenteuerliche (nicht wertend gemeint!) Ideen umgesetzt werden. Aber auch bei den Prozessen der Anlagenerstellung und Arbeitsorganisation (wie bei Dir in diesem letzten Beitrag) oder auch - von mir immer wieder gern gesehen - bei der Logistik des Transports und Aufbaus mobiler Anlagen (z.B. beim FREMO). Das Problem "wie komme ich da ran" habe ich bei meinen kleinen Modulen dankenswerterweise überhaupt nicht. Aber auch Module allein garantieren nicht die Zugänglichkeit, da muss man sich nur die Dimensionen der großen (FREMO-) Modulbetriebsstellen ansehen.


    Bei Deinem Projekt finde ich u.a. die Dimensionen der Anlage immer wieder beeindruckend. Beim zählen der Schatten(bahnhofs)ebenen stellte sich mir eben eine Frage in den Vordergrund: hast Du eigentlich mal ausgerechnet, wie viel Gewicht Deine Anlage auf den Boden überträgt bzw. einmal übertragen wird?


    Viele Grüße
    Thorsten

    Gestern war ein seltsamer Tag. Mein treuer VW-Bus T4 musste wegen Startunwilligkeit in die Werkstatt, ein Abschlepptermin war vereinbart, den Schlüssel hatte ich der Werkstatt abends in den Briefkasten geschmissen. Vor dem Fußmarsch zur Werkstatt ist ein Stück eines meiner Zähne im Abendbrot steckengeblieben, so dass auch ich in die Werkstatt musste und den Freitag zum selbigen machte, in dem ich einen Tag "Urlaub" nahm. Der Bus litt unter Glühkerzenentzündung, bekam neue und steht seit heute Mittag gesund wieder daheim. Ich verbrachte einen Teil des Freitägigen Vormittags in der Warteschleife des Zahnarztes und bekam dort glücklicherweise nur eine neue Füllung verpasst. Was das nun mit Modellbahn und meinem Ziegelwiesenkai zu tun hat? Nun, kaum vom Zahnarzt repariert und wieder daheim, klingelt die Postbotin (einmal), im Arm ein ziemlich langes Paket. Kurz stand ein Fragezeichen in meinem Gesicht, dann war klar: das konnte nur vom Walter sein 8o Welch Glück im Unglück ich doch hatte. Im Paket enthalten war einer der beiden zentralen Ziegelwiesenkaibestandteile.


    Also flugs die gut abgehangenen Segmentkästen ausgerichtet und die Passbolzen verklebt. Wo aber kann ich nur auf eine perfekt ebene Fläche zur exakten Montage zweier Segmentverbindungen zurückgreifen? Wie schön, dass es in der Küchenabteilung eine ausreichend lange Arbeitsfläche gibt :D
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    Nebenbei Walters Werk auf Segment 4 von 5 ausgelegt. An dieser Verbindung werden sich nun alle Gleise des Kai-Neubaus ausrichten müssen. Etwas unwerwartet, im Nachhinein aber verständlich, rückten ratz fatz die Kollegen von der Hafenbahngesellschaft an und wollten Güter umschlagen. Sie warten schon sehr lange und es hat sich ein nicht unerheblicher Auftragsstau gebildet, ist der Ziegelwiesenkai doch nun schon recht lange ohne Gleisanschluss. Auch die lieben Kollegen, die die Einfahrweiche mal eben schnell schottern wollen, haben mir nichts dir nichts ihre Schotterwagensammlung auf die zukünftige Freiladefläche des Ziegelwiesenkais geschoben. Dass dann noch einer der Kranführer mit Hilfe seiner Kollegen einen der Kranböcke an seinen Platz schob verwunderte mich jetzt auch nicht weiter.


    Soviel zum unerwartet turbulenten Wochenendanfang. Aber hier noch mal im Detail Walters Kunstwerke: Oben die Einfahrweiche in Holzausführung, die Lötschwellen habe ich mit Furnier beklebt, patiniert mit Beize. Rechts und links der Weiche liegen Betonschwellen der Bauform B9/B91. Darunter ein Bild der neuen Rillenweichenverbindung.



    Jetzt habe ich keine weiteren Ausreden mehr. Los gehts zum Endspurt, die Eröffnungsfeier ist für Anfang Mai in Rendsburg geplant ...



    Hier nochmal die Bezugsquellen, falls an dieser Stelle erlaubt:
    Kranböcke: Lasersachen, entstanden aus EMail-Korrespondenz und Vorschlag von Herrn Hopp, den Bock gibt es m.W. mittlerweile als Standardbausatz
    Weichen: Weichen-Walter, nicht zuletzt bekannt aus diesem Forum
    Furnier, Beize: h0fine


    (Edit 8.3.15: Fotos neu verlinkt)

    Ich hatte in der Einfahrt des Ziegelwiesenkai die Peco-Doppelweiche vor Jahren gegen die Weller-Doppelweiche mit Tillig-Geometrie (Radius 1350mm?) getauscht. Die Peco war mir zu eng, die Wellerweiche wirkt wesentlich großzügiger.


    Es war meine erste Selbstbauweiche, sie hat bis zuletzt klaglos und unauffällig ihre Arbeit verrichtet und zahllose Rangierbewegungen zum Vergnügen gemacht. Beim Rückbau des Ziegelwiesenkai habe ich sie sorgfältig ausgebaut, falls ich wieder mal ne zweiseitige Doppelweiche benötige.


    Fazit: aus betrieblichen Gesichtspunkten eine klare Empfehlung zur Wellerweiche. Aus Spaßgesichtspunkten ebenso, mit etwas Sorgfalt und ordentlichen Feilen ist das keine Raketentechnik und mir hat es viel Spaß gemacht. Prinzipiell würde ich wieder eine Wellerweiche bauen, aus Gründen knappen Moba-Zeitbudgets habe ich mich aber jetzt zu Walters Weichen entschieden.


    Viele Grüße, Thorsten

    Es gibt noch sehr viel zu tun, am neuen Ziegelwiesenkai, aber die Motivation war bisher nicht ausreichend und bevor ich mangels dieser mehr zerstöre als erschaffe, mach ich lieber nix. Heute habe ich nach mindestens einer Ewigkeit mal wieder etwas anfassbares für das Modul getan.


    Der Ziegelwiesenkai dient dem Stückgutumschlag, beim Vorbild stehen hierfür zahlreichen Krane an der Kaikante. Ich musste bisher aber immer ohne diese Umschlaggeräte auskommen. Zum einen bot (und bietet) "die Industrie" keine maßstäblichen Krane der benötigten Größenordnung an, zum anderen scheiterte vor einigen Jahren ein Versuch, einen bekannten Laserbausatzhersteller mit Kopien von Originalzeichnungen typisch Hamburger Kampnagelkrane zur Konstruktion zu bewegen. Bis heute habe ich weder Kopien zurück noch Bausätze bekommen X( . Eine gute Gelegenheit innerhalb des FREMO an passende Krane zu kommen, musste ich kurzfristig aus finanziellen Gründen ausschlagen. Gar nicht so leicht dieses Thema, wenn man nicht selbst konstruieren kann. Dass auf einer der letzten Messen ähnliche Kampnägel von anderer Seite angekündigt wurden, kam für mich etwas zu spät, da ich zwischenzeitlich eine Lösung gefunden habe.


    Anfang diesen Jahres wurde ich durch eine Anzeige auf einen anderen bekannten "Laserer" aufmerksam und nach etwas Hin und Her habe ich meine Krane. Für ungefähr 4m Kaikante stehen mir nun fünf Krane zur Verfügung. Heute habe ich mit dem Bau der Fahrwerke begonnen, nachdem mich ich bereits vor einigen Wochen erfolgreich an der Montage der "Flaschen" (prinzipiell der Kranhaken) versucht habe.


    Es ist nicht mein erster Laserbausatz, aber die Präzision, mit der dieser Bausatz gefertigt ist, hat mich sehr positiv überrascht. Wenn man nicht selber die Rastnasen durch falsches Anfassen "vergniddelt", passt alles sehr exakt und hält oftmals auch ohne Kleben. natürlich wird dann trotzdem noch verleimt. Zum kleben verwende ich heutzutage verdünnten Weißleim, serviert in einer Nadelkanüle, in der früher mal "Plastikkleber" war. Früher habe ich gern mit UHU in stark verdünnter Form gearbeitet. Das funktionierte gut, aber eben nur in sehr gut belüfteten Umgebungen. Ob Weißleim ob der Wasserlöslichkeit Nachteile gegenüber der lösemittelhaltigen Variante hat, weiß ich noch nicht. Allerdings werde ich die fertigen Modelle vor dem lackieren mit lösemittelhaltigem Jäger-Tiefengrund behandeln.


    Ein paar Bilder habe ich auch gemacht:



    Leider kommen die Präzision der Bauteile und die wunderbar scharfen Kanten nicht so recht zur Geltung. Ich werde noch mal versuchen, etwas mit den Kontrasten der Aufnahmen zu spielen um das etwas deutlicher zu machen.




    Hier mal ein ganzes Fahrwerk in seinem jetzigen Zustand, noch ohne "Füße" (Hm, oder "Rollschuhe? ;) )




    Und hier noch mal die ganze "Batterie"


    Die Güterwagen sind schachtelneu; das macht aber nix, denn bis die Krane bereit für den ersten Umschlag sind, wird noch etwas Zeit vergehen, in der die Wagen dann in aller Ruhe altern können. Die Fahrwerke sind zwar der untere Teil eines Krans, trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, das deren Montage nur die Spitze des Gesamtfertigungseisbergs sind. Naja, vielleicht schaffe ich es mal, mich jeden Tag (naja, fast jeden) ein wenig weiter der Fertigstellung entgegen zu arbeiten.


    Viele Grüße
    Thorsten

    Super, vielen Dank für den Bericht. Ein weiteres (fernes) Projekt, welches hiermit seinen Weg in meinen Fahrzeugbauspeicher findet. "Für später". Bei der WZTE, also auch in "Tostedt West", fuhren drei Wismarer. Den T146 und/oder T147 könnte ich mir vornehmen. Beide wurden 1966 ausgemustert und 1972 zerlegt. Der älteste der drei, der T145, hat in der 1:1-Version beim "Museums-Eisenbahn Minden e.V." eine Bleibe gefunden, in 1:87 fährt er in Osterwede.

    Hallo Lutz, Du spürst offene Wunden auf, ein Schiff-Thread 8o Damit deckst Du schonungslos ein weiteres Bauvorhaben auf, das bei mir auf Reede - nein, hm, eigentlich ja mehr im Dock - liegt:


    Die "Lichtenfels", Namensgeberin der "Lichtenfels-Klasse" der Bremer Reederei DDG Hansa. Ein Schwergutschiff, mit dem sich z.B. auch Lokomotiven von Krauss Maffei oder Henschel in die USA transortieren ließen ...



    Am Ziegelwiesenkai war schon immer Bedarf an Seeschiffen. Da es Bausätze in 1:87 so gut wie gar nicht gibt, ist Selbstbau angesagt. Ich habe das Thema immer nur nebenbei verfolgt und es lief alles auf skalierte Papierbausätze hinaus. Aber wie ich den Rumpf in seine dreidimensionale Form bekommen soll, blieb mir verschlossen. Da der Ziegelwiesenkai auch bei "meinem" Hamburger Modellbahnhändler bekannt ist, konnte ich eines Tages unverhofft ein begonnenes Schiffprojekt eines anderen Kunden in 1:87 übernehmen. Der 160cm lange Rumpf war bereits sauber aus Holz gebaut, Basis ist ein skalierter Kartonmodellbaubogen.


    Da ich mit Holz keine besonders innige Beziehung pflege, habe ich die achterlichen Decksaufbauten per Scanner skaliert und die ausgedruckten Bauteile auf dünnes Polystyrol übertragen.


    Das ist jetzt schon eine Weile her und ich hoffe, dass der Neubau des Ziegelwiesenkai das Vorhaben in eine günstigere Strömung lenkt.


    @Lutz: Insbesondere die Moni L. und der Kümo-Neubau gefallen mir sehr gut. Sind das originale Bausätze? In 1:87? Falls es Dich mit einem Deiner Schiffe mal zu einem FREMO-Treffen treiben sollte, kannst Du gern mal am Ziegelwiesenkai anlegen. Die Einweihung der neuen Umschlagsanlagen ist für die FREMO-Jahrestagung 2014 in Rendburg geplant :). Aber mit Sicherheit noch ohne die (fertige) Lichtenfels :(


    Viele Grüße
    Thorsten

    Hallo Lutz,


    täuscht das Bild #7 etwas oder kippt der Kessel ein wenig nach links (in Fahrtrichtung)? Das Fahrwerk scheint sich auf diesem Bild hingegen in die entgegengesetzte Richtung zu neigen, was vermutlich an einer nicht ganz gerade ausgerichteten Kamera liegt. Den Eindruck des linkslastigen Kessels habe ich auch, wenn ich das Nummernschild(?) auf der Rauchkammertür zuhalte. Aber Fotos täuschen gern einmal, insbesondere im Nahbereich verschieben sich gern Proportionen und führen zu "interessanten" Effekten.
    Ansonsten hat der "Messingklotz" deutlich an Ausstrahlung gewonnen, gegenüber dem "Farbklotz".


    Viele Grüße
    Thorsten

    Hallo Lutz,


    Ich bin kein US-Bahner, kann und will mich aber nicht der Faszination dieser in vielen Dingen anderen Art "Eisenbahn zu betreiben" entziehen. Das gilt beim Vorbild, insbesondere aber bei der Modellbahn. Kombiniert mit den Einblicken in Deine Werkstatt ist es ein sehr spannendes Thema. Sehr lesenswert und Dank der Bilder auch sehr nachvollziehbar.


    Vielen Dank für diese Einblicke
    Thorsten

    Sehr schön, das gefällt mir. Das könnte in einem Hafen liegen, den die Schiffe vom Ziegelwiesenkai kommend anlaufen. Eine derartige arrangementübergreifende Spielweise haben wir auf FREMO-Treffen bereits erfolgreich praktiziert. Das ginge auch baugrößenunabhängig oder auf der Heimanlege, wenn die Wagen dann per Post anderen Anlage zugestellt werden. Ich meine, so eine Geschichte mal im Model Railroader gelesen zu haben. Klingt schon etwas schräg, aber irgendwie auch genial.
    Aber ich nehme auch etwas mit: das Betonplattenkugelfräserlineal werde ich in meinen Ideenspeicher ((c) Rainer) übernehmen und am Ziegelwiesenkai mal ausprobieren.


    Vielen Dank und viele Grüße
    Thorsten

    Polystyrol wär natürlich perfekt, da habe ich deutlich mehr Verarbeitungserfahrung. Die Teile sehen vielversprechend aus, insbesondere die Nietenbänder finde ich ob deren Filigranität sehr beachtenswert. Was heute so alles geht :thumbsup:

    Die BOEF habe ich am Donnerstag kennen gelernt. Haben einen ganz ordentlichen Packen Arbeit zu schultern, im schwach besiedelten Norden wächst der Nachwuchs nicht auf Bäumen (im Süden aber wohl auch nicht). Gnarrenburg wäre sicher spannend, nicht zuletzt wegen des Anschlusses an die Freunde der schmalen Schmalspur im örtlichen Humuswerk. Aber das ganze wäre ein Thema für einen ordentlichen Modellbahnkeller, das ist trotz Kleinbahn nicht ohne.


    Ich würde mich über einen T174 freuen und auf jeden Fall ein "Blech" abnehmen (oder sicherheitshalber zwei?). Ob Dir das bereits ausreicht weiss ich nicht, aber vielleicht gibt es weitere Interessenten? Was ich dann "untenrum" mache, muss ich schauen. Wegen der nötigen Übung in Blecharbeiten könnte ich mit einem Weinert PwgPr 14 beginnen, der hatte bei der WZTE als Pw931 ein Dreilicht-Spitzensignal, etwas andere Fenster und keine diagonalen Kastenverstrebungen.

    Mensch Joerg, jetzt hast Du Dein eigenes Rätsel verraten. Aber auf diesen Triebwagen wär ich nicht gekommen.


    Der Gedanke, WZTE-Fahrzeuge (oder auch welche der BOE) zu bauen, ist mir in der Tat nicht ganz neu. Für ein paar Fahrzeuge gibt es ja ordentliche Ausgangsbasen. So habe ich immer mit einem VT70 von Weinert oder Sachsenmodelle geliebäugelt, ohne das dieses Projekt bisher konkret wurde. Auch ne V36 stellt erst mal kein großes Problem dar.
    Der herrliche Altbau T174 würde mich aber auch ohne Tostedt West interessieren. Der könnte auch mal auf der Hafenbahn fahren - verliehen, Sonderfahrt oder was auch immer. Das Kommißbrot von Panier wird demnächst mit genau so einer weite hergeholten "Ausrede" herhalten müssen. Für den WZTE T174 war Paniers T157 der Niederweserbahn bisher die einzige mir bekannte Ausgangsbasis, aber ich habe mich nie ernsthaft damit auseinandergesetzt. Ob außer den abweichenden Wagenenden noch weitere Umbauten nötig wären, habe ich nie verfolgt, vermutlich ja.


    An den Fahrzeugbau "from scratch" habe ich mich noch nie herangetraut. Auch habe ich bisher keine Messingblech verarbeitet, nur das problemlos zu verarbeitende Weißmetall. Ob jetzt der T174 ein guter Start wäre? Interesse an diesem Fahrzeug besteht aber, definitiv.


    Die BOE hatte auch sehr interessante Triebwagen im Bestand, zB. VT170 (LHW), der hübsche VT164 (Talbot) oder die urigen von Graaff Elze stammenden VT162 und VT163 (etwas scrollen).

    Zum Düngemittelschuppen muss ich hinzufügen, dass dieser (zumindest in späteren Jahren) einem Händler aus dem Nachbarort gehörte. Vor diesem Hintergrund ist die Kombination EG mit angebautem Schuppen und dem kurzen Stumpfgleis verständlicher und auch wieder "normaler".


    Mir war beim Gleisplan eher das "falsch herum" angebundene Bw und das unnötig kurze Ausweichgleis durch die Lage zwischen den Weichen zum Ladestraßengleis aufgefallen. Als Modellbahner hätte ich versucht, die Nutzlängen zu optimieren, was hier ja problemlos möglich wäre.


    In der Länge gibt es beim Vorbild in südlicher Richtung (im Plan links) keine Beschränkung, da hätten es noch einige Meter mehr werden können. Bei der Breite oder Tiefe sieht es anders aus: östlich (im Plan unten) der Ladestraße liegen Siedlungsgrundstücke, auf der westlichen Gleisseite (im Plan oben) musste der Bahndamm aufgeschüttet werden. Weiter westlich des Bahndammes, 2-3m tiefer als der Bahndamm sind dann weitere Siedlungshäuser. Wie die Situation bei der Errichtung des Bahnhofs war, kann ich (noch) nicht sagen.


    Das Stumpfgleis am EG-Schuppen und das Ausweichgleis wurden irgendwann nach 1966 zurückgebaut. Bis auf den separaten Abort ist der Rest der Infrastruktur noch vorhanden, aber in Privatbesitz und durch hohe Zäune und wuchernde Vegetation kaum noch erreichbar.


    Viele Grüße
    Thorsten

    Eigentlich logisch. Dass ein kleiner Kleinbahnvirus in mir steckt, ist mir schon länger bekannt, nicht ohne Grund besuche ich auch regelmäßig den einschlägigen Blog eines Forenmitglieds aus dem nassen Dreieck. Wenn ich dann auch noch gemeinsam mit Modelleisenbahnern eine Tour auf genau der Kleinbahn unternehme, die in meinem Heimatort beginnt und die ich schon unzählige Male zu Fuß, per Rad, mit dem Auto und - deutlich seltener - per Schiene bereist habe, dann kann eigentlich nichts Gutes herauskommen. Als ich gestern zum x-ten Male in "Tostedt West" ankam (Luftlinie 1,5km von daheim), hatten wir bereits diverse kleinbahnige Gleispläne diskutiert. Als ich mich dann noch der Kiste mit 10° Roco-Line Weichen erinnerte, war es zu spät und ein weiteres mögliches Projekt geisterte im Kopf herum.
    Noch gestern Abend habe ich die passende Literatur neben das Sofa gelegt und begonnen zu recherchieren. Nach der Sichtung des Gleisplans von 1966 (mit der "größten" Gleisplanausdehnung *hüstel*) habe ich dann die Kiste mit den Weichen hervorgekramt. Es ist kaum zu glauben, aber für Tostedt West '66 sind genau die notwendigen 10°-Weichen vorhanden. Nicht eine zu wenig, alle in die richtige Richtung. Zufall?
    Eigentlich wollte ich ja nicht noch mehr Module oder gar eine "Heimanlage" bauen. Aber trotzdem habe ich heute Abend auf Google die Bahnhofsausdehnungen recherchiert. War ja klar, in 87-facher Verkleinerung kommt der Bahnhof auf ziemlich genau 5 x 0,5m. Nicht gerade kompakt, aber doch überschaubar und prinzipiell auch daheim unterzubringen. Er ließe sich auch sicherlich stimmig verkürzen. Also ein paar mehr Maße in der Online-Erde abgenommen und hanulllisiert, das AnyRail-Zeichenbrett hervorgekramt und einfach mal in RocoLine-Geometrie gleisgeplant, der Mindestradius im Bahnhof beträgt 2m.

    Rechts im Bild habe ich ein Schiebebühnen-Fiddle Yard angedeutet (das ist natürlich ohne Vorbild ;) ). Sehr interessant: der komplette Bahnhof liesse sich unter Einhaltung der Vorbildabmessungen mit meinen noch vorhandenen Weichen, Standardgeraden G1 und Radien R20 aufbauen. Tostedt West als Teppichbahn? Nein, das geht nicht, da ich keine Bettungsgleise habe. Aber über die nächsten Monate habe ich mit den Hafenmodulen, insbesondere dem Ziegelwiesenkai weitaus genug zu tun, so dass ich mir nicht wirklich neue Projekte suchen muss. Aber interessant wär es schon, Tostedt West noch einmal umzusetzen.
    Kurz zum Vorbild: Tostedt West ist ein Durchgangsbahnhof der Wilstedt - Zeven - Tostedter Eisenbahn (WZTE, 1981 mit der BOE in die EVB fusioniert). Die Strecke beginnt im DB-Bahnhof Tostedt, zweigt dort nach Norden ab und erreicht Tostedt West (im Plan Links Süden), weiter geht es dann u.a. über Heidenau und Sittensen nach Zeven. Die Fahrzeuge der WZTE waren bunt gemischt: u.a. ELNA 1 (die einzige je gebaute), verschiedene Dampf-Tenderloks (u.a. von der Hersfelder Kreisbahn); an Dieselfahrzeugen eine Henschel DH360 (noch erhalten), je einen MaK C- bzw. D-Kuppler, V36. Dann waren da noch drei Ameisenbären aus Wismar, zwei DB VT70 und ein Wumag-Triebwagen (mit den großen Lüftern auf dem Dach, ex. DB VT 66 903).



    Viele Grüße
    Thorsten