Beiträge von Bruno

    Hi Foristi,


    es geht weiter im Hafenwasser:


    Wie schon im letzten Beitrag angekündigt, habe ich beim Fachhandel die "richtige" Farbe erstanden; mit den modernen Mixstationen war das schnell erledigt.


    Die glänzende Farbe wird dünn aufgetragen, sie deckt sehr gut.


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    So sieht die "wogende" Wasserfläche dann aus:


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    Der nächste Schritt ist die Vorbereitung für die Spundwand aus Gipsgießlingen. Leider gibt es die Kunststoffplatte der Spundwand von BRAWA nicht mehr. Zum Glück hatte ich noch ein unversehrtes Exemplar sodass ich es nach dem Aufkleben auf eine 2 mm starke PS-Platte für die Erstellung einer Silikonform nutzen konnte. Ich hätte lieber die zähe PS-Platte statt der doch empfindlichen Gipsgießlinge weiter verwendet, aber irgendwann sind die Vorräte doch aufgebraucht, zumal es ja gleich 15 Platten sein müssen. Schitt häppens.


    Die Gipsgießlinge habe ich wie immer in CLOU -Schnellschleifgrund getränkt um besonders die Oberflächen zu verfestigen. Danach wurde die "Schauseite" mit dem Pinsel mit Revell-Acryl # 06 "Teerschwarz" gestrichen.


    Da in der Wandfläche die Köpfe der Einschlagmuttern hervorstehen, habe ich mit einer Lage 3 mm Kapa-Platten aufgefüttert; die Stellen der Muttern lassen sich leicht herausarbeiten. Wieder einmal bin ich mit Klebeproblemen konfrontiert worden: Meine Pattextube war leer und so versuchte ich es mit einem anderen Kleber auf Wasserbasis: Einschlagkrampen helfen über die Trocknungszeit und andere Unbilden hinweg.


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    Mit meinem geliebten Pattex flutscht es in meinem Sinne:


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    In der Zwischenzeit hat die Krone der Mauer eine Bedeckung aus passend zugeschnittenen und bemalten PS-Platten erhalten; ich verwende einzelne Platten, die Ungenauigkeiten beim Aufkleben bringen "Leben" in die Optik im Gegensatz zu einem "sterilen" glatten Einzelstreifen über die gesamten Längen.

    Außerdem bekam die Spundwand eine erste Alterung mittels meiner Tusche verpasst: Vornehmlich "gebrannte Umbra" (links im Bild) mit rostbraun und wenig schwarz und grau:


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    Nach dem Trocknen sieht das dann s o aus:


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    Vor dem finalen Aufbringen des "Wassers" habe ich noch den Algenbewuchs im "Tidehub" an der Wasseroberfläche angebracht: Ein auf der Fläche angebrachter Mix aus drei Revell-Acrylfarbenreicht mir für mein gewünschtes Ergebnis.


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    Nun zum "Wasser": Ich verwende dafür einen Bootslack von CLOU der sehr schnell auch in dickeren Schichten trocknet. Um die farbgebenden Trübungen im Wasser zu imitieren, rühre ich ein paar Tropfen der Universalabtönfarben hinein. Leider habe ich keinen Schimmer mehr, welche Farben ich vor Jahr und Tag in Wassernachbildung bei der Fischauktionshalle verwendet habe. So fällt das getrocknete Ergebnis doch sichtbar unterschiedlich zum Bestehenden aus. Nun ja, "tel aviv", wie der Latriner sagt.


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    Immerhin kann man die Arbeitsschritte nachvollziehen und sie ggf. für sich anwenden. Mehr soll dieser Trööt ja auch nicht bringen.


    Ich kann nur empfehlen: 1. Aufschreiben welche Farben man verwendet: Farbton, Mischmengen usw., 2. Hinreichend große Mengen ansetzen, vor allem wenn man später irgendwie weitermachen möchte. Und für sicher verschlossenen Gebinde sorgen, damit nix eintrocknet. 3. Dosen und Gläser beschriften damit man weis wofür man etwas aufbewahrt und es nicht zwischenzeitlich entsorgt.


    Was bleibt an Restarbeiten übrig? Typisch für Kaikanten sind neben den Pollern oben drauf zum Festmachen der Schiffe Leitern in regelmäßigen Abständen um "Schiffbrüchigen" das selbstständige Verlassen des feuchten Elements zu ermöglichen. Und im Wasser schwimmende "Reibhölzer" oder andere Abstandshalter, die verhindern, das sich Stahl auf Stahl reibt und die Korrosionsschutzanstriche an Schiff und Spundwand ruiniert wird.


    Schaun mer mal, welche Lösungen mir da einfallen.


    Bis denne.

    Hi Foristi,


    das Ende ist erreicht: Heute kam die Beschriftung, basierend auf Dateien vom Modellbahnfrokler. Das Schweinchen hat eine weite (virtuelle) Reise aus Neuseeland hinter sich: Dort ist es rosa geworden. Hauewwer, die Papierausdrucke wurden nach dem Ausschneiden und Kantenfärben mit CLOU Schnellschleifgrund konserviert und nach dem Trocknen mit Fixogum von Marabu aufgeklebt.


    Nun sieht das Werk s o aus:


    Hier geht es hinein:

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    Hier geht´s wieder raus:

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    Was noch getan werden muss ist die Begrünung der Einfriedung von außen; das erfolgt aber sinnvollerweise erst nach dem Einschottern der direkt benachbarten Gleise und ggf. weiteren farblichen Anpassungen.


    Das war´s. Hat Spaß gemacht.

    Hallo Foristi,


    es geht weiter, auch wenn es nur in Anlehnungen an die Ernährung der Eichhörnchens erfolgt.


    Es geht in die Zielgerade: Erste finale Durchgestaltungen sind erfolgt. Sehet daselbst:


    Der Arbeitsplatz des Platzwarts:



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    Schotter auf dem Flachdach


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    Zeugnisse der Arbeit


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    Das Ende ist greifbar


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    So, nun noch eine ordentliche Firmenbeschriftung, damit der Rangierende die Wagen auch zielgenau zustellen kann, das waren dann meine Arbeiten an der Dosenfabrik.


    Bis denne.

    Hallo Foristi,


    auch im "Wasserfaden" geht es weiter:


    Mittlerweile habe ich die Wasserflächen mir einem 3 cm breiten Pappelsperrholzstreifen an den Kanten aufgefüttert und eine Ecke abgeflacht.


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    Von unbändigem Tatendrang getrieben ist auch schon ein Teil des "Wassers" aufgebracht; zwar nicht im richtigen Farbton, aber mit dem wiedergefundenen Rest meiner damaligen Ausführungen; meine seinerzeitigen Testkanditaten habe ich nach intensiver Suche wiedergefunden (man soll ja nix wegwerfen, wer weis wofür man es später noch einmal gebrauchen kann). Auf jeden Fall kann es nun zur Darstellung meiner Wassermethode herhalten.


    Los geht´s: Basis meiner Wassernachbildung ist ein Alkydharzlack auf Lösemittelbasis. Die heute im Baumarkt erhältlichen Anstrichmittel basieren auf einer Wasserbasis mit Acryl als Bindemittel. Wer das Zeugs schon mal verarbeitet hat, wird erfahren haben, dass es "ewig" nicht durchtrocknet, nicht wirklich hart wird. Damit bringt so eine Acrylfarbe auch die gleichen Probleme mit, die meinen bisherigen Wassernachbildungen mittels Windowcolor o.Ä. anhängt: Sie bleiben sehr weich und "druckklebrig", was dazu führt, dass auf die Oberfläche gestellte Dinge, also Schiffsmodelle, nach einem Fremotreffen nur schwer wieder heruntergenommen werden können. Insbesondere die Barkassen aus Zinnguss oder Resin kleben gern s o fest, dass das "Wasser" mit abgerissen wird. Die ehemaligen Standardalkydfarben trocknen dagegen hart durch und verkleben Draufgestelltes nicht.


    Die Lackfarbe "an sich" soll eine möglichst glatte gleichmäßige Fläche bilden, also gut verlaufen. Ich möchte aber einen kleinen Wellenschlag einarbeiten. Dazu gebe ich eine größere Menge Gipspulver hinein bis sich eine "dicke Stampe" bildet, die dick am Spatel klebt:


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    Mit einem Pinsel trage ich diese Stampe nun auf die Fläche auf und modelliere gleich ein "plätscherndes" Wellenmuster hinein. Ja nach Füllmenge des Gips verläuft der Pinselstrich beim Trocknen noch zu mow flachen Wellen.


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    Nach dem Durchtrocknen, was in diesen dickeren Schichten schon ein paar Tage dauert, erhalten wir eine wellige matte Oberfläche, die nun noch der Nachbearbeitung bedarf um glänzendes Wasser zu suggerieren.


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    Ich muss jetzt erst einmal einen gutsortierten Malerfachbetrieb aufsuchen um neue oldschool Alkydharzfarben zu bekommen damit ich die restliche Hafenfläche weiter ausgestalten kann und um dem Ganzen einen typischeren Farbton zu verpassen. Auch den entsprechenden Farbrest habe ich wiedergefunden: Es wird wieder RAL 8014 Sepiabraun.


    Bis denne!

    Hi,


    ohne Dehnungsfugen wird es im Sommer krumm. Das geht schon bei 15 cm los; eigene Erfahrung bei festgelötetem Gleisübergang und festgelöteter Weiche dahinter.


    Wolfgang Deutschmann (+), als Dentist auf Präzision geeicht, hatte eine kleine Brücke (sic!) auf einem geraden Modul, bei der sich das Gleis darauf bei > 30° nach oben ausdehnte. Der drüberfahrende Zug drückte die Beule nach unten und der letzte Wagen machte dann einen kleinen Luftsprung bei der schnappenden Rückausdehnung. War lustig ;-)


    Bei nicht ganz so präzisen Bauweise wird sich das Gleis ohne Dehnungsfuge auf der Brücke verwerfen oder sogar dieses Plastikmodell sprengen (je nach verwendeten Klebern bei Gleis und/oder Brücke).


    Irgendwie geartete math.-techn. Bessertheoretisierei können wir uns hier schenken, das ist schon in anderen Foren zB. HO-Forum ausgelabert worden.


    Also: Einfach 1 mm Dehnungsfuge auf der Brücke und alles wird gut.


    LG + PX - bob -

    Hallo Foristi,


    bei meinem Bilderdienstleister abload.de befindet sich schon seit ein paar Jahren eine Galerie mit Bildern zum Umgang mit dem Kapa-Schaum. Irgendwie war nie der richtige Zeitpunkt, bzw. der richtige Anlass darüber explizit zu berichten. Mit diesem, nun eigenen Faden zum Thema, stelle ich meine damaligen "Werke" mal vor. Ich wollte die "Basics" des Streichens und colorieren des PU-Schaum-Materials an einem Beispiel vorführen. Letzlich ist es dann doch im Abfalleimer gelandet, da ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden war: Die mit einem Bleistift eingravierten Linien waren mir viel zu dick geraten; in späteren Werken gelang mir das wesentlich feiner.


    Wie auch immer, als Basis für die Farbgebung mag es genügen.


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    Hier der noch nasse erste Anstrich mit Humbrol 28; deutlich sind die dicken Gravierungen mit einem Bleistift zu sehen.


    Nach meinem Vorbild E. Nouallier ist die Basis der Bearbeitung des freiliegenden PU-Schaums ein zweimaliger Anstrich mit einem "Enamel", einem Kunstharzlack, zB. von Humbrol oder Revell oder . . . . Damit wird der offenporige Schaum an der Oberfläche geschlossen und gleichzeitig in der gewünschten Farbe angelegt. Für rohen Beton oder Putz empfiehlt E. N. den Farbton 28 von Humbrol, einem hellen Beige. Natürlich geht auch das dunklere 75 von Revell. Für getünchte Wände steht natürlich jeder andere Farbton bereit.


    Warum 2 x streichen? Wenn ich die eingearbeiteten Risse und Fugen dunkel anlegen will, sollte die Fläche weitgehend geschlossen sein damit hier keine dunkle Farbe eindringt. An einem Beispielstück habe ich das einmal dargestellt:


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    Unten ohne Plaka, links nur 1 x gestrichen, rechts 2 x mit einem Zwischenschliff. Deutlich ist die wesentlich bessere Oberflächenversiegelung zu erkennen.


    Meine Wisch-Methode, bei der zunächst die gesamte Fläche mit Plaka-Farbe von Pelikan eingestrichen wird um sie nach Trocknen mit einem stark verdünnten Salmiakwasser wieder herunterzuwischen, ist bei mir zu einem Standardverfahren geworden, auch bei normalen Plastikbausätzen. Ob auch eine andere Materialwahl zu einem ähnlichen oder gar besseren Ergebnis führt, kann ich nicht beantworten, da müsst ihr selbst mal dran herumdoktern.


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    Nach mehr oder weniger intensivem Abwischen der Fläche bleibt die "Fugenfarbe" nun weitgehend in den Fugen stehen, nur in der matten Oberfläche der Farbe befindet sich noch ein (gewünschter) Grauschleier.


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    In meinem Musterstück wollte ich die Farbgebung des Betons noch weitertreiben um einen ölgetränkten und anderweitig verschmutzten Industrieboden darzustellen. Das mache ich mit Wasserfarben aus dem Tuschkasten. Je nach Qualität gibt es hier (preiswerte) relativ grobkörnige Pigmentierungen oder extrem feine aus den Künstlerprogrammen der Aquarellfarben. Davon brauche ich auch nur eine kleine Grundausstattung: Schwarz, Grau, Rostbraun und Erdbraun. Exotischere Verschmutzungen wie sie vielleicht in einer Farbenfabrik auftreten können, sind hierbei erstmal nicht berücksichtigt.


    Diese Wasserfarben nehme ich mit dem Pinsel auf, Wasser mit Spülmittelzusatz ist das Malmittel. Bevor ich die Farbe auf den Untergrund bringe, nässe ich den erst mit dem beschriebenen Spüliwasser ein. So ergeben sich gleich verlaufende Übergänge. Der Untergrund soll nicht "schwimmen", nur feucht sein. Dann kann ich auch "dicke" Farbe mit dem Pinsel pointiert aufbringen.


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    Die erste Schmutzschicht nur mit schwarzer Tusche


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    Jetzt kommt Farbe ins Spiel. "Nass in "feucht".


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    Und so sieht es trocken aus.


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    So soll es sein.


    Zum Schluss darf natürlich das Fabrikgebäude nicht im Neubauglanz bleiben: Auch an den Wänden habe ich mit Wasserfarben Schmutz angebracht, das Kran-

    gerüst braucht auch noch eine Behandlung.


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    Für mein Demostück musste ein Lasergebäude von MKB herhalten. Es hat später seinen endgültigen Platz auf einem Modul beim Bahnhof "Brebeck" bekommen:

    Link zum Brebeckbeitrag


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    Hier sind die Betonflächen dezenter verschmutzt.


    Das soll es für heute gewesen sein. Mit Beispielen für feinere Linien melde ich mich demnächst wieder.

    Hallo Foristi,


    da hat der Axel ja schön ´was angerichtet. Recht hat er ja wegen der Texturen. Versuch macht bekanntlich kluch, und so habe ich die Messerklingen geschwungen. Der erste Tag endete mit Selbstverstümmelung: Mehrere Fingerkuppen machten mit der Klinge Bekanntschaft, mein Blut besudeltete die Arbeitsunterlage und das Material. Aber: So schnell gibt man nicht auf, Optimierungen waren angesagt.


    Ich habe aus einer 3 mm Kapa-Platte Streifen mit 13 mm breite geschnitten und eine Kartonoberfläche abgezogen. An beide Seiten dieses Streifens habe ich dann ebenfalls Streifen aus 1,5 starkem PS gelegt über die ich dann eine Messerklinge wollte. Diese drei Streifen nun vor der Klinge mit den Fingern herunterzudrücken brachte neben den oben beschriebenen Verletzungen auch ein bescheidenes Ergebnis: Der resultierende Streifen hatte keine gleichmäßige Dicke. Abhilfe brachte der Einsatz von beidseitigem Klebeband zum Fixieren des Kapa-Streifens. Jetzt konnte ich eine weitgehend gleichdicke Oberfläche erzielen.


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    Das nächste Problem brachte die sehr gute Klebkraft des Klebestreifens mit sich: Von der Holzunterlage lies er sich lösen, vom Kapa-Streifen nicht. Also habe ich einen entsprechend breiten Papierstreifen aufgeklebt um den Streifen weiter bearbeiten zu können.


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    Jetzt konnte ich mit dem Bleistift Fugen und Risse einbringen, die beiden Streifen 2 x mit Humbrol 28 Enamel streichen und mit Plaka verschmutzen.


    Nun galt es, den fertigen Streifen auf das Schwellenrost des Gleises zu kleben. Dazu musste ich erstmal den Papierstreifen wieder entfernen der nicht gleichmäßig am Streifen haftete: Ein mit Waschbenzin getränkter Lappen löst den Klebstoff des Klebestreifen an, der Papierstreifen lässt sich abziehen. Noch mehr Benzin einzusetzen um auch den Klebestreifen vom Kapa zu lösen, habe ich mich nicht getraut. Daher habe ich den Streifen mit Pattex in der klassischen Anwendung (beide Seiten einsteichen, nach dem Antrocknen fest andrücken) auf das Schwellenrost geklebt. Da der Klebestreifenkleber und Pattex chemisch "Wesensverwandt" sind, habe ich keine Bedenken wegen der Haltbarkeit der Klebeverbindung.


    S o sieht das Ganze nun aus:


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    Der nächste Schritt wird nun die Herstellung einer Einfriedung des Werksgeländes sein.


    Davon demnächst. LG + PX

    Kapa-Schaum nach E. Nouallier

    In seinem bei der VGBahn erschienen Buch "Perfekt bis ins Detail" hat der Autor auch eine Methode der Gravur in Hartschaum vorgestellt, die mich besonders überzeugt hat und die ich in einigen Fällen mit für mich überzeugenden Ergebnissen angewendet habe. Hier in Deutschland ist es der beidseitig kartonkaschierte PU-Hartschaum, der unter dem Namen "Kapaplatten" vertrieben wird, der dem von Nouallier verwendeten Material entspricht.

    Kapaplatten gibt es in den Stärken 3, 5 und 10 mm, der Schaumkern aus PU ist lösungsmittelfest und lässt sich mit UHU oder Pattex verkleben, mit Lackfarben (Enamels) von Humbrol oder Revell oder auch "normalen Lackfarben anstreichen. Soweit zu den "Basics".


    In meinem Fall, dem Hof der Sheddachfabrik, habe ich das 5 mm starke Material verwendet: Nach Abzug (strippen) der beiden Kartonschichten, bleibt ein Schaumkern von ca 4,2 mm übrig, der sehr gut mit der Gleishöhe auf dem Modul harmoniert.


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    Die verbleibende Schaumoberfläche ist extrem feinporig und lässt sich z.B. mit einem Bleistift, einer Messerklinge gravieren bzw. einritzen:


    Besonders für die Nachbildung von Straßen und Gehwegen lässt sich diese Eigenschaft nutzen. Ich habe für den Werkhof Betonplatten mit Fugen und Rissen vorgesehen.


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    Nun muss der offenporige Schaum noch abgedichtet und im gewünschten Farbton angelegt werden: Ich habe mich für den Farbton Humbrol 28, einem hallen Beige, entschieden, der dem hellen Beton recht nahekommt. Wie meist beim Anstrich auf saugenden Untergründen bleibt die Oberfläche nach dem ersten Anstrich recht rauh: hier hilft ein leichtes Überschleifen mit einem 240er Papier. Der offenporige Schaum "säuft" die Farbe des ersten Anstrichs regelrecht auf, hier ist mit einem verstärkten Verbrauch zu rechnen, der bei der Beschaffung der kleinen Humbroldöschen zu berücksichtigen ist. Eventuell könnte man beim Erstanstrich auf "normale" Malerlackfarben auf Lösemittelbasis, die es in größeren Gebinden gibt, zurückgreifen.


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    Die Teile der Betonflächen nach zweimaligem Anstrich; in diesem Zustand werden die Platten aufgeklebt.


    Der Verbrauch des zweiten Anstrichs hält sich dann wieder in bekannten Grenzen. Durch die beiden Anstriche wird die Oberfläche des Schaumes recht druckfest.

    Die gut durchgetrockneten Oberflächen behandle ich nun nach meiner PLAKA-Methode: Ich streiche die gesamte Oberfläche mit einem verdünnten dunklen Farbton aus Plakafarbe ein und lasse alles wieder gut durchtrocknen.


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    Plaka ist auf Kasein-Basis (ein Milcheiweiß) und ist im getrockneten Zustand wasser- und lösemittelfest. Fügt man dem Wasser eine Lauge hinzu, löst sich das Plaka wieder auf und kann abgewischt werden. Ich verwende hierfür weiche, nicht fusselnde Läppchen, bevorzugt aus alter Baumwollunterwäsche. Als Lauge verwende ich verdünnte Salmiakgeistlösung; müffelt ein wenig streng, hinterlässt aber keine Rückstände auf der Oberfläche.


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    Das Ergebnis sieht dann so aus:


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    Da die fertige "Betonplatte" an das vorhandene Gleis geklebt werden soll, habe ich noch eine Stufe an den entsprechenden Kanten geschnitten:


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    Ein 1,5 mm starker PS-Streifen dient der Messerklinge als Abstandshalter, am Lineal führe ich "gefühlvoll" die Klinge von oben.

    Diese Stufe (und auch die restlichen Flächen) klebe ich mit Pattex an das Gleis (die überstehenden Schwellen habe ich abgetrennt, Kleineisen bleiben stehen).


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    Ich bin dem Ergebnis trotz kleiner Macken sehr zufrieden. Die Inlays im Gleis werde ich aus passenden PS-Platten anfertigen, die Schaumschicht der 3 mm Kapaplatte wäre zu dick für das Profil.


    Der nächste Arbeitsschritt wird die Einfriedung des Firmengeländes sein.


    Davon demnächst. LG + PX

    Hallo Foristi,


    "kannst Du mir nicht ein schickes Gebäude für meinen neuen Anschließer bauen?" so lautete die unverfängliche Anfrage eines Modulbaukumpels. Nach gemeinsamem Studium diverser Luftaufnahmen kristallisierte sich ein Entwurf heraus, den ich in ganz ähnlicher Form schon einmal auf einem meiner Geesthaven-Segmente aufgebaut habe:


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    Für mehr Informationen hier der Link auf den damaligen Beitrag. Edit: Link geht fehl! Ich finde meinen passenden Beitrag nicht wieder :-( Hilfe!!!


    Natürlich kommt das Sheddachbauwerk in diesem Fall in einen anderen Zusammenhang und wird im Detail anders ausgeführt. Die Grundelemente sind die gleichen wie schon gehabt, schließlich kann man da auf den Dateienbestand zurückgreifen (sofern er denn auf der Platte wiederzufinden ist ;-)). Coronabedingt (Schließung des Fablab) bin ich wieder auf gefräste PS-Teile zurückgefallen. Von Horst von der Mükubahn kamen mit der erstaunlich schnellen Schneckenpost die folgenden Teile:


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    mit ein paar selbstgeschnitzten PS-Teilen habe ich dann mit Butylazetat als Kleber den Baukörper zusammengepappt:


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    Das Bogendach brauchte dann ein "leichtes Pressing" um über Nacht durchzutrocknen:


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    Im Gegensatz zum ersten Gebäude in Geesthaven, wo nur die Rückseite zu sehen war, müssen hier "ordentliche" Tore her. Vom Gedanken an Schiebetore bin ich zugunsten modernerer Rolltore gekommen. V-Groove-Platten und ein paar Profile von Evergreen waren hier das Material der Wahl.


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    Details wie Türklinen etc sind noch nicht angeklebt.


    Eingebettet wird das Gebäude in eine Betonplattennachbildung im Kapa-Schaum; hier hat Nouallier mit seinen Werken für mich Türen geöffnet.


    Davon in einem nächsten Beitrag mehr.


    LG + PX

    Hallo Foristi,


    Restarbeiten stehen in Geesthaven-Fisch noch an: Die Wasserflächen vor dem Kühlhaus und dem Getreidesilo.

    Lange von mir hergeschoben, habe ich endlich den Hundekampf gewonnen (gegen den inneren Schweinehund). Der Baumarkt meines Vertrauens hat mir die Holzteile aus 8 mm Pappelsperrholz sehr präzise zugesägt, nach dem 3. Vermessen nach dem Aufbau des betreffenden Fischhafensegments und dem direkten Nachbarsegment. Nun gibt es keinen Grund mehr für eine monatelange Rumdrückerei.


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    Die Holzarbeiten passen schon einmal.


    Nun geht es an die Anpassarbeiten zum Nachbarsegment: Kaimauer und Wassergestaltung. Schlussendlich soll es SO aussehen:


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    In den nächsten Tagen werde ich darüber berichten, Insbesondere über meine Herstellung von "ruhigem Hafenwasser".


    So Long und PX (pleibts gsund) in dieser Zeit!

    Hallo Thomas,


    ich lege Dir das B-Profil nahe. Da kann man auch ein wenig in die dritte Dimension gestalten. Insbesondere mit der Brücke suggeriert das mehr ein stimmiges Umfeld. Die platten Module würden hier imA deplatziert wirken. Wo gibt es eine solche Brücke über einen so tiefen Einschnitt im platten Land?


    Ok, irgendwer wird von irgendwo einen Bildnachweis auftreiben. Aber müssen wir immer die Exotensituationen darstellen? Lass mich FJ zitieren: " jswem".


    LGzN - bob -

    Hallo Thomas,


    schönes Projekt, sowas wird im Arrangement immer eingesetzt werden können.


    Ich stolpere nur ein wenig über eine Blockstelle an eingleisiger Strecke. Da muss schon richtig viel in einer Richtung los sein, damit die Strecke zwischen zwei Betriebsstellen auch noch in Blöcke unterteilt werden muss. Gegenverkehr ist ja eher nicht möglich.


    Sicherlich wird sich dafür irgendwo ein passendes Beispiel finden lassen.


    Um Friedrich zu bemühen: "Jeder so . . . "


    LG - bob -

    Hallo Thomas, hallo Axel,


    Einspruch Euer Ehren!

    ich kann das Verhalten des Pappelsperrholzes absolut NICHT bestätigen. Meine Industriemodule bestehen flächig aus dem 6 mm Material und sind einseitig auf der Oberfläche mit wässrigem Tiefgrund, der mit Volltonfarbe abgetönt ist, satt getränkt. Da hat sich nichts verzogen oder gewellt. Die Innenseiten der Module behandle ich auch nicht.


    Nicht nur im FREMO wird viel theoretisiert und praxisfern geschwafelt. (Sorry, Thomas)


    Birke oder Buche machen das Modul nur unnötig schwer.


    Meine Module werden in einer trockenen Garage bei ca 50 - 70 % Luftfeuchte gelagert und haben teilweise schon mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel.


    LG Bruno - bob -

    Etwas kleines zum Schluss

    Hallo Foristi,

    nun ist auch die letzte Sperrholzfläche in Geesthaven-Fisch bebaut: Im Eingangsmodul soll an einem Stumpfgleis der fischverarbeitende Betrieb Heinrich Baumgarten sein Domizil finden. Der Firmenname geht zurück auf ein G10 ähnliches Kühlwagenmodell von Fleischmann.

    Im Gegensatz zu meinen bisherigen "Creationen" sollen die Gebäude klein und unspektakulär sein. Wieder eine 30 cm lange Fassade widerstrebte mir aber und so habe ich den Baukörper in drei Teile aufgeteilt mit unterschiedlichen Abmessungen und Ausgestaltungen. Da es profane Wirtschaftsgebäude sind, ist auch nur eine sehr sparsame Ausgestaltung angeraten: Wenige Fenster, nur jeweils Schiebetore und sonst nix.

    So sieht das Ensemble nun aus: Unspektakulär.


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    Und so sind auch nur wenige Bilder zur Dokumentation möglich. Sicherlich kann man nun noch die eine oder andere Palette sinnvoll fallenlassen, ein Fass oder was auch immer. Aber jetzt bin ich mit 99% zufrieden. Ach ja, Stellböcke für die Weichen: Ich habe mich aus praktischen Gründen für keine entschieden: Nach meinen Erfahrungen werden sie doch über kurzoderlang beim Rangieren abgehobelt: So ist das Fremoleben.


    Ich erkläre hiermit: Das Projekt "Geesthaven" ist damit abgeschlossen.



    Achtundneunzig Prozent - Feddich!


    Hallo Foristi,


    "Ich habe fertig", um mal Trappatoni zu zitieren. Mein letztes Modul in der Geesthafen-Fisch-Zone, mein erstes, bei dem sämtliche Baulichkeiten ausschließlich auf "eigenem Mist" gewachsen und mit dem Laserblade zurechtgestutzt sind.


    Hier mal Überblicke über das gesamte Modul von 1400 x 830 mm:


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    Den Firmenhof der Mopsrollerei "Harengo" haben wir ja schon im letzten bebilderten Beitrag "abgegrast"; wenden wir uns der Firma "Fritz Fischer" zu, deren Name auf die Wiking-Fahrzeuge mit entsprechendem Aufdruck zurückzuführen ist. Hier ist auf dem Firmenhof ein wenig von der Betriebsamkeit zu spüren, die der Arbeit mit frischen, leichtverderblichen Seefischen anhaftet. Die von der Auktionshalle herbeigeschafften Fische werden hier zerlegt und für die Empfänger konfektioniert. Am frühen Nachmittag werden dann die einzelnen Chargen zum Fischbahnhof gebracht, wo sie in die Fischkühlwagen mit passendem Ziel verfrachtet werden. Eis spielt hier natürlich auch wieder eine dominierende Rolle.


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    Das "Modell" von Wiking passt von der gesamten Ausführung eigentlich nicht mehr in die heutige Zeit; das kann Brekina überzeugender.



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    Auf der Fischhafenerschließungsstraße herrscht reger Betrieb, der vom langsam fahrenden Eistransport von der Eisfabrik ausgebremst wird. Welches Ziel mag der Transport haben? Eine der zahlreichen fischverarbeitenden Betriebe in den Nebenstraßen oder die Auktionshalle?


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    Ein Blick vom hohen Siloturm des Getreideumschlags zeigt uns das automobile Gewusel, garniert mit zahlreichen Radfahrenden w / m / d:


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    Hier nochmal die beiden fischverarbeitenden Betriebe in der Straßenansicht:


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    Beim Getreideumschlag wird auch einiges mit LKW abgefahren. In den Plane/Pritsche-Gefährten sind innen Planen aufgehängt, die das Herausrieseln der Körner verhindern. Beladen werden die Fahrzeuge mittels Förderbändern, die gegen Regen mit Wellblechen abgedeckt sind. (Fallrohre vom großen Silogebäude zum Beladen habe ich nicht nachgebildet, da die Oberteile zum Transport der Module abgenommen werden und beim Transport stören würden. Das gilt auch für die Rück- /See-Seite. wo noch Kai und Wasserfläche zum Anschrauben gebaut werden müssen.)dscn9187nfj3p.jpg


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    Der "König der Landstraße" verlässt den Hof in Richtung Autobahn


    Wenn die anzuschraubenden Hafenwasserbretter fertig sind, ist das Modulensemble "Geesthaven" für mich abgeschlossen. Es gibt noch zahlreiche Kleinigkeiten die umsetzbar wären aber die letzten 2 % verschlingen einen ähnlich hohen Zeitaufwand die bereits investierten 98%. Und irgendwann bin ich mit dem Thema "durch". Jetzt reizt es mich ein passendes Schiff für die Szenerie zu bauen. Davon zu gegebener Zeit mehr an dieser Stelle.


    Geesthaven ist im Ganzen, mit vorbeiführender zweigleisiger Strecke oder in Einzelteilen aufbaubar:


    Strecke allein mit nur wenigen Anschließern,

    "Schatten"bahnhof mit Bw oder

    Fischhafen.


    Der erste Solo-Einsatz des Fischhafens soll Anfang Februar in Oeynhausen sein. Schaunmermal wie´s wird.

    Hallo Thomas,


    nö, gibt keine Risse. Dafür sind die Teile viel zu dünn und flächig, da kann das Wasser überall hin weg. Viele "Märchen" kommen von den Dentalfacharbeitern, bei denen gibt es sicherlich sinnvolle Prozedere damit die künstlichen Knabberleisten später nicht klemmen.


    Backpapier würde ich nicht für das Formentrennen nehmen: Da ist auch Silikon als Trennmittel drauf und das hat eine starke Affinität zu unserm Silikon in den Formen (Gleiches löst sich in Gleichem). Wie gesagt: Pappzuschnitte sind das Mittel der Wahl, Spörle hat auch immer so geliefert.


    Kühlschrank muss nicht sein.


    Erfolgreiche ausgegossene Feiertage! LG - bob -