Beiträge von Bruno

    Hallo Thomas et al,


    Aceton verdunstet viel zu schnell im Spritznebel und sorgt durch die Verdunstungskälte für Wassereinschlüsse, zumindest bei hoher Luftfeuchtigkeit und macht sich auch durch "Spinnfäden" aus der Düse bemerkbar. Deshalb ist wohl mow ein langsamer verdunstendes Keton, das MEK (Methyletylketon) enthalten (bekommt man bei Kremer-Pigmente).


    Bevor ihr euch ein eigenes Chemielabor einrichtet, bleibt doch bei den empfohlenen Verdünnern, das ist für Laien zielführender. Zumindest für "Exoten".


    LG Bruno - bob -

    "Immer der Nase nach" . . .


    als von der Pike auf gelernter Lacklaborant reicht meine Nase immer noch aus, grob die "Familie" der eingesetzten Lösungsmittel in den Farben zu bestimmen. Nun habe ich keine AK-Farben, da ich mit meinen seit Jahrzehnten verwendeten Enamels (Lackfarben auf Alkydharzbasis) von Humbrol, Revell und modell master bestens klarkomme. Ich verwende zum Spritzen ganz normale "Nitro-Verdünnung" aus dem Baumarkt und habe noch nicht erlebt, dass damit das Polystyrol der Plastik-Bausätze angegriffen wird.


    Die wasserverdünnbaren Acylfarben zB. von Revell verwende ich nur für kleine Teile mit dem Pinsel. Hier schätze ich die schnelle Trocknung und die identischen Farbtöne des Enamel-Systems. Das Spritzen mit wasser- oder IPA-Verdünnung gelingt mir nicht. Also: "Schuster bleib bei deinen Leisten" !


    Wie das mit den werkseitig auf Airbrush-Anwendung eingestellten Farben zB. von AK funktioniert, habe ich nicht getestet. Ich möchte mir auch kein weiteres System ins Haus holen (wohin damit auch noch?).


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    Mein "Schnellzugriff" auf die Döschen, rechts Musteraufstriche auf PS-Abfallstreifen: The real color!


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    Die Vorräte; nix ist nerviger als wegen Materialmangel nicht vorwärtszukommen!


    Zum "Weathern" nehme ich geschmirgelte Pastellkreiden und harte Pinsel um die Stäube in die Ecken der Profile zu reiben, für glatte Flächen Künstler-Ölfarben aus der Tube, die ich mit Waschbenzin verziehe oder mit weichen Läppchen (Schießer Tausendsassa) wische. Für Bauwerke tut es bei mir der ganz normale Tuschkasten mit Spüli-Wasser auf schon feuchtem Untergrund. Ach ja: Alles bekommt einen Grauschleier mit "Pinselwaschwasser"


    Meine Ergebnisse finden sich in allen meinen hier im Forum eingestellten Aufnahmen wieder.


    Man muss schon selbst Erfahrung sammeln, welche Systeme "einem liegen". Ich bin immer noch am Experimentieren und häufig auch mit einem nicht ganz 100%igem Ergebnis zufrieden. 98% sind auch ganz nett.


    Nicht verzagen! ÜmdM Bruno - bob -


    PS: Wenn du mit dem "hoch verträglichen Verdünner" klar kommst, bleib dabei. Das Lackierergebnis wird sich mit dem vorgesehenen "Goldwasser" (wg.Preis) kaum bessern, Da hast du mit deiner Spritztechnik mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

    Hi,


    was lernt mich das? Nur die geplanten Decalstellen mit Glanz zu behandeln und danach das Decalprozedere durchführen, funktioniert nicht. Für ein anschließend gleichmäßiges Mattbild muss ich schon das gesamt Modell glänzend lackieren und zum Schluss wieder komplett mit Mattlack überziehen. (Das führen die Gurus der Plastikszene auch so aus). Dass danach der ursprüngliche Mattgrad nicht wieder erreicht wird, liegt in der Natur der Sache: Warum erscheint eine Oberfläche matt? Da Du von einer besonders guten Ergiebigkeit der matten Farbe geschrieben hast, vermute ich, dass Du nur dünn aufgenebelt hast ( zu weit weg vom Objekt) und die Farbe gar keinen geschlossenen Film (sieht zunächst glänzend aus und wird beim Trocknen matt) aufgetragen hast. Dann verändert sich das Mattbild nach Auftragen einer weiteren Schicht, wie zu sehen, grundlegend.


    Abhilfe: Auch wenns schwerfällt, den gesamten Wagenkasten gleich mit Elita glänzend im gewünschten RAL-Ton spritzen, Decals aufbringen nach den Regeln der Kunst und dann mit einem Mattlack drüber. Der Matteffekt wird den RAL-Ton optisch verändern; In der Fabrik wird zum Farbtoneinstellen die Oberfläche (z.B. mit Spucke) wieder zum glänzen gebracht. Nach Abtrocknung stellt sich der Glanzgrad wieder ein.


    Wenn Du vor dem Modellbahnen Plastikmodellbau betrieben hast, solltest Du die Probleme doch kennen; oder?


    LGzN Bruno - bob -

    Hallo Foristi,


    auch im MoFo bei DSO gibt es gelegentlich sehenswertes. Mir ist heute dieser Beitrag sehr positiv aufgefallen: Zwei wunderschöne Bahngebäude in verschiedenen Baustadien vorgestellt, dazu ein Video mit interessanter Maltechnik.


    Vielleicht könnt ihr ja auch "Honig saugen".


    Bruno - bob -

    Moin Thomas und Mitleser,


    das Glyzerin dient als "Weichmacher"; es bleibt viele Jahre im Strunk zurück und hält ihn elastisch.

    Zum Konservieren geht etwas aus dem Schwimmbadbedarf oder ein Desinfektionsmittel aus dem Klinikbereich (Quarternäre Ammoniumverbindung). Ich habe Salizylsäure aus der Apotheke eingerührt.


    Hoffe geholfen zu haben. - bob -

    Hi,

    da war wohl die Mowi-Mischung zu dick. Träufel doch erst mal Spiritus drauf damit sich das Mowi wieder auflöst. Und dann noch mal mit verdünntem Mowi tränken. Es ist schießlich nix anderes als ein "Putzverfestiger".

    Abkratzen (den Belag) kann man immer noch.


    Versuch macht kluch.


    LG + px Bruno - bob -

    Hi Foristi,


    ein wunderschönes Beispiel für ein Getreidefeld auf dem Modul findet sich hier bei DSO.


    Keine rasierte Fußmatte, bewegte Oberfläche, Buschgruppe am Gleis; Modulbauer, was willst du mehr!


    Das Teddyfell aus dem Textilhaus ist nicht tot.


    px pleibts xund!

    Hallo Foristi,


    beim Stöbern im öffentlich nicht einsehbaren Nachbarforum fand ich im Faden über Möglichkeiten des 3D-Drucks einen Link auf eine Firma, die Figuren "on demand" herstellt: "Germania Figuren"


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    Der Firmenname klingt zunächst mal martialisch und das Figurenportfolio weist auch zum größten Teil Soldaten aller Kriege des letzten Jahrhunderts und zahlreicher Combattandenstaaten auf. Zum Glück gibt es auch Zivilisten aus dieser Zeit und davon habe ich mir einige Figurensätze bestellt.


    Zum einen handelt es sich Zivilisten, die am Ende der Liste 2. Weltkrieg zu finden sind, zum anderen Werftarbeiter aus der Sammlung WK I.


    Ich habe Vorkasse geleistet und nach ca 2 Wochen (innerhalb der im Prospekt genannten Zeit) lieferte mir die Christel von der Post den Umschlag.


    Die Figurensätze kommen in einer speziellen Blisterverpackung mit Schaumstoffeinsätzen in der jede Figur einen eigenen Platz hat.


    An den Figuren sind noch die drucktechnischen Supporter vorhanden:


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    Diese Supporter befinden sich an unkritischen Stellen der Figur und lassen sich mit einer spitzen Klinge problemlos entfernen ohne dass Details mitgenommen werden. Ich habe nach Möglichkeit einige Supps stehengelassen, das erleichtert das Bemalen ungemein.


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    Ich habe die Figuren zuerst mit einem hellen Grau "über alles" mit Revell Aqua Acryl gestrichen um die Details sichtbar zu machen. Im nächsten Schritt bekamen alle Hautpartien ihre Hautfarbe:


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    Anschließend (nach Trocknung) habe ich die Arbeiter weiter koloriert mit gedeckten Farbtönen:


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    Den Schnurrbart des älteren Anstreichers habe ich erst in der starken Vergrößerung entdeckt. Mir reicht das gezeigte Bemalungsniveau aus; bin kein Figurensammler.


    Zwei weitere Figurensetz habe ich auch schon unter dem Pinsel:


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    Hier ist noch ein Abend Malerei notwendig:


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    Die Figurensätze mit jeweils 6 Figuren kosten knapp 8 € und liegen damit im üblichen Rahmen für bemalte Püppchen.


    Ich bin von der Qualität und den dargestellten Posen der Figuren überzeugt und werde mir auch den Rest der Zivilisten bestellen.

    Hi,


    MOWI mag kein Wasser. Meist ist das Lösungsmittel schon mit Wasser verdünnt (billiger) aber das löst dann nicht: Glibber.


    Auch nicht die Flächen mit Wasser vornässen. Die Lösung fliesst von allein überall hin.


    px

    Hallo Thomas,


    MOWI ist die Abkürzung des Produktnamen MOWITAL, ein Polvinylbutyral. Es ist alkohollöslich, greift daher den PS-Untergrund nicht an. Weichmacherfrei, zähelastisch, gilbungsresistent usw. Wird z.B. bei Lebensmittelverpackungen auf die Alufolie aufgetragen zum Verschweißen der Folie mit den Töpfchen. Oder als Haftgrundierung auf verschiedenen Metallen. Kannst du auch zum Verfestigen von sandenden Mörteln verwenden (ist aber fin. Luxus).


    Im Fremo bietet Mike Floreth das in modellbahngerechten Dosen, genau für 1 Liter Alkohol, Spiritus 94%, Isopropanol (besser) an.


    Probier´s mal aus.

    Hallo Foristi,


    in diesen daungelockten Tagen rückt die eigene Festplatte in den Fokus der Interessen: Da gibt es doch einiges zu entdecken was sich für die Forengemeinschaft eventuell "lohnt".


    Mir gerieten heute Bilder vom Fremotreffen 2017 in Rastede (Oldenburg) auf den Bildschirm, die meine bescheidenen Werke aus bisher nicht bekannten Blickwinkeln zeigen:


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    Der größte Teil des H0RE -Arrangements mit Blick auf "Brema"


    Da ist zum einen die Straßenseite meiner Kokerei "Brema", die wegen der notwendigen Acrylsicherungsplatten gegen Wänste und Schultern keine vernünftigen Bilder zuließen. Auf diesem Treffen hatte ich die Gelegenheit, diese Schutzplatten abzuschrauben und endlich Bilder davon zu knipsen.


    Hier die Straßenseite der Koksofenbatterie:


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    Die Ausdrückmaschine, damals mein Einstieg bei Projekte.Lokbahnhof


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    Die Gaskühlerbatterie, dahinter die Wäscher


    Auch Geesthaven mit seinem Fischbahnhof konnte von der Galerie aufgenommen werden mit überraschenden Perspektiven:


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    Geesthaven komplett. Im vorderen Modulast Friedrichs Zeche "Unser Otto".


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    Das letzte Modul war noch eine Holzwüste


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    Hier kommt die Schifffahrt überzeugend zur Geltung.

    Interessant der Größenvergleich des Nachkriegsdampfers aus den frühen 50ern, dahinter ein früher Heckfänger aus dem Anfang der 60er.


    Es ist noch Platz an den Kaimauern, der bald mit weiteren Fischdampfern belegt werden kann. Neue Schiffsmodelle sind in Arbeit:


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    Hinten wartet der erste deutsche Heckfänger "Carl Kaempf" auf trockenes Wetter um draußen vor der Tür mit dem Luftpinsel behandelt zu werden,

    vorn der klassische Seitentrawler der letzten Generation wartet noch auf Decals. Wenn sie fertig sind, gebe ich bebilderten "Laut".


    Hier noch nicht mehr mögliche Einblicke in die Fischauktionshallen:


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    (Beide Aufnahmen von Horst Müller-Kuntzer) Da hat das Photostacking leider nicht geklappt.



    Wann haben wir wieder eine Gelegenheit zum gemeinsamen Spielen auf einem Arrangement?

    Hallo Johannes,


    in den Heimatmuseen sind solche Bekleidungen aus der Zeit an Puppen dargestellt. Das gilt auch für diverse Eisenbahnmuseen, zb. habe ich sowas in Utrecht gesehen.


    Im Wesentlichen werden verwaschene graue, braune und blaue Töne sein bei der Oberbekleidung. Auf ein sauber gebleichtes Leinenhemd legten die Ehefrauen schon damals Wert "wie du wieder rumläufst; was sollen die Nachbarn (von mir) denken". In Norddeutschland west/ost waren wohl auch die blauen Hemden mit Kreidestrich üblich. Aber: Alles keine leuchtende Farben, da war der "Gilb" immer dabei. Und Alltagsschmutz sowieso bei den Arbeitern.


    Unsere "Kunst" besteht nun darin, das im Kleinen umzusetzen ohne dass es allzu schmuddelig rüberkommt. Meine Gebäudealterungen spalten die Betrachter auch in zwei Lager. Wichtig: Mir gefällt´s!


    LG + px - Bruno -

    Hallo,


    ich frage mich, wie ich selbst dutzende Modulkästen (auch "krumme" und Bögen) weitgehend verwindungssteif mit baumarktgesägten Plattenstreifen aus 6 und 8 mm Pappelsperrholz (Stirnseiten aus 16 mm TiPla) nur durch Verschrauben mittels 2,5 x 25 Spax hinbekommen habe, wie wohl einige tausend Modulkästen im Fremo ohne diesen ganzen Aufwand erstellt wurden.


    Muss das Rad wieder einmal neu erfunden werden? Bleibt doch bitte auf dem Teppich, s o werden nur Neulinge verschreckt.


    Ein schlichter Modulkasten ist an einem Wochenende im Rohbau zu erstellen und dann kommt die schöne Zeit der Gleisverlegung und dem Landschaftsbau. D a s kann dann gern auch länger dauern / Spaß machen.


    Mal wieder kopfschüttelnde Grüße. Pleibts xund (px) Bruno

    Hallo Foristi,


    in den endlosen Weiten der Sicherungsfestplatten gibt es verborgene Welten. Vor einiger Zeit habe ich einige meiner Negativfilme eingescannt (und wieder vergessen, oder verdrängt wegen der grottigen Qualität). Nun, ich ekle mich vor nix, stelle ich einige "Perlen" hier mal vor, zumal sie in das "Vintage"-Thema passen. Aufgenommen während der Jahrestagung in Hammelburg (?). Wann mag die gewesen sein?


    Der Schwenkschattenbahnhof "Ostende" mal von der anderen Seite; unser bekannter Friedrich als Akteur:


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    Wie schon im Eingangsbeitrag ausgeführt, geht es in den Bahnhof "Mönchshof" mit seinem Kalkwerk:


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    Das "Werk" mit Bahnhof. An der Modulvorderseite die Z-Schaltung mit den Fahrstrom"farben"


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    Der Kalkstein kommt mit einer Seilbahn ins Werk, für den notwendigen Koks gibt es Bansen für die OOt


    Der Bahnhofsname ist angelehnt an den realexistierenden "Münchehof" am Westrand des Harzes. Ein bunter Beitrag in Merker´s "Eisenbahn-Journal" hat mich fasziniert. Ein Besuch dort hat bei mir im Kopf "klick" gemacht und so nahm die Modellumsetzung seinen Lauf: Einkondensiert auf das Wesentliche mit hohem Wiedererkennungswert und großem Spielspaß. Hauewwer: Der FREMO war damals noch nicht so weit. Hier mal ein Beispiel für einen der verpönten Ganzzüge:


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    Seinerzeit war die Fahrelektrik noch von einer Ringleitung mit Z-Schaltung geprägt: Maximal 4 "Farben" standen auf dem gesamte Arrangement zu Verfügung. In den Bahnhöfen gab es noch die "Ortsfarbe" Weiß für die internen Rangierloks. Zwischen Ostende und Mönchshof hatte ich noch eine weitere "Farbe" installiert, so das auf diesem Teilstück reger, das normale Fahrstromnetz nicht tangierender Betrieb stattfinden konnte.


    Von Mönchshof ging es weiter in die Fremo-Welt: Meine Waldkurve schloss sich an:


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    Rudolf Ossig weilt schon lange nicht mehr unter uns


    Und sogar mein "Frühwerk" der Abzweig "Raybachtal" war angeschlossen:


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    Kinners, waren das Zeiten

    Tja,

    man könnte sagen: "Module sind wie Menschen": Auch hier ist zu beobachten, dass die ursprüngliche Saftigkeit und der Fluff der ersten Jahre dem staubigen Zahn der Zeit Tribut zu zahlen hat. Die Flocken fallen durch die Transportbewegungen ab und die dünnen Gummilitzen der Telegrafenleitung sind nicht alterungsbeständig. Die gezeigten Bilder zeigt einen ca 10 Jahre alten Zustand der Module. Eigentlich müssten die Module regelmäßig gepflegt, aufgepeppt werden. Aber die wesentlich spannenderen Neubauten lassen solchem Ansinnen weder Zeit noch Platz. Ich find´s trotzdem gut.


    LG - bob -

    Hallo Foristi,


    es begab sich zu der Zeit, dass ich jüngst mal wieder in den Tiefen meiner Sicherheitsfestplatten eintauchte. Uns siehe da: Längst verschollen geglaubte Bilder meiner ehemaligen Module tauchten wieder auf. Es handelt sich um "Streckenbilder" meines nun bald 30 Jahre alten Schattenbahnhofs "Ostende".


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    Angesichts der seinerzeit nur kleinen "Hallen" in denen ein Fremo-Betriebstreffen stattfand, war die Raumausnutzung ein Gebot der Stunde. Meist waren es die "Festsäle" der Gasthöfe, die zugleich die Unterkunft für die Fremohikaner bereit stellten und da kamen meist nur ca. 200 Meter im Quadrat zusammen. Jahrestreffen waren da schon etwas großzügiger im Platzangebot; es waren ja mehrere Nutzungsinteressenten zugegen und entsprechend eng ging es beim Treffen zu. Legendär ist das Jahresreffen in einem Hotel in Minden, wo das US-Arrangement unter den H0- Modulen aufgebaut wurden (die US-Bahner hatten sich für die komfortable Höhe von 106 cm entschieden um im Sitzen Betrieb zu machen).

    Trotz der kleinen Räume, die selten das Maß von Einfeldturnhallen übertrafen, wurde vollumfänglich Fahrplanbetrieb nach Fremovorstellungen durchgeführt. Die zahlreichen Treffen in der Aula der Schule "Im Spieth" in Norden sind mir noch gut in Erinnerung.


    Mit dem Raumproblem im Kopf, habe ich meine Module und Betriebsstellen geplant und ausgeführt. Die relativ langen geraden "Stäbe" der Schattenbahnhöfe waren schon damals typische "Steh-im-wege" und so habe ich mit meinem Schattenbahnhof "Ostende" versucht, zumindest eine lange Seite mit einer durchgestalteten Strecke auszustatten. Die lange Weichenstraße ersetzte ich durch eine Schwenkbühne mit den Aufstellgleisen. Es hat funktioniert. Am Ende der Strecke führte ein 60 cm-Radius durch einen Tunnel in den nicht durchgestalteten Schattenbahnhof. 60 cm Radius, das war damals das Maß der Dinge auch für Kleinserienmodelle. Heute dagegen . . . Ach die Ansprüche an die Zuglängen waren damals moderat: 240 -270 cm sollten reichen zumal auch die Bahnhöfe kaum längere, eher kürzere Gleislängen aufwiesen.


    Ich möchte hier einfach ein paar Bilder der "Umgehungsstrecke" vorstellen. Die Materialien und die Ausführung der Landschaft waren mein damaliger "state of the art". Die Aufnahmen sind erst Jahre später entstanden als ich meine erste Elektroknipse erstanden habe. Die Bilder auf Film mit Blitz sind grottig und nicht des Scannens würdig. Nun ja.


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    Ein Streckenüberblick in Richtung Sbf-Einfahrt


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    Und so sieht es in der Gegenrichtung aus.


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    Die Ausfahrt aus dem Tunnel. Da das Gleis recht nahe an der Modulkante vorbei führt, ist Plexiglas angeschraubt.


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    Über dem Tunnel hat ein Bauernhof Platz gefunden. Rechts des Einfahrsignal des Sbf.


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    Eine hofnahe Obstwiese gehört dazu


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    Etwas weiter unterquert eine Landstraße die Strecke


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    Kornfelder säumen den weiteren Verlauf der Strecke, das Einfahrsignal der benachbarten Betriebsstelle zeigt Hp2.


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    Der Zug ist durch. Sicherheit!


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    Im weiteren Verlauf steigt die Landschaft wieder an, Wald hat sich angesiedelt.


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    Auf der anderen Seite der Strecke wird es zu steil für die Landwirtschaft, ein Abhang führt zu einem Gewässer


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    Sommerliches Strandleben nutzt die Gunst des Ortes.


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    Die Strecke schmiegt sich an den Fels. Gipsschnitzerei nach OOK


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    Der Wald direkt an der Kulisse; "Tiefe" wird durch Bemalung der Rückwand angedeutet.


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    Eine Brücke führt die Strecke im Bogen über ein ruhiges Gewässer


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    Ein R4 bringt die Angler direkt ans Ufer.


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    Das Vorsignal des Sbf.


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    Aus dem Sbf fährt ein geschobener Personenzug ab.


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    . . . und muss am Einfahrsignal halten.


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    Endlich geht es weiter!


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    Kaum ist die Strecke frei, eilt ein Ng mit eiligem Vieh über die Strecke.


    In die Bauphase von Ostende ist auch die erste Ausführung meines Bahnhofs "Mönchhof" einzuordnen. In Kombination mit Ostende ergab sich eine rechtwinklige Kurve, die nach meinem Dafürhalten besonders Platzsparend sein sollte. Irgend wie traf das Konzept und meine Umsetzung damals nicht den "Nerv der Zeit" und so gab es viel Kritik so das ich beide Konstrukte an verschiedene Interessenten abgab.


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    Der Fremo hat sich weiterentwickelt: Größere Radien, längere Betriebsgleise usw. Das war eine Koevolution der letzten Jahrzehnte: Parallel zu den betrieblichen Ansprüchen wurden auch größere (Turn-)Hallen verfügbar. 600 - 1300 m² sollten es schon sein bei den schon "klassischen" überregionalen Treffen.


    Vielleicht hat ja der eine oder andere Mitleser Bildmaterial von der anderen Seite des Sbf und kann es hier einstellen.


    Schaun mer mal, wie es weitergeht.

    Hallo Thomas,


    die ersten Aufnahmen entstanden Mitte September, also bin ich etwa 3 Monate daran am Werkeln. Bei einem anderen ähnlich großen Projekt habe ich die Stunden gezählt und bin auf über 200 Std. gekommen. Wie schon geschrieben: Das Projekt "verfolgt" mich seit mehr als 40 Jahren und ist immer zugunsten anderer schönen Dinge zurückgestellt worden.

    Die "Planlage" bei meinen von mir gebauten Schiffsmodellen ist recht "umsetzungsfreundlich": Die große Konstruktionsarbeit, das Entwerfen und Zeichnen von "Schnittmustern" ist schon von den Autoren der Modellbaubögen geleistet worden. Meine Arbeit besteht im Vergrößern auf meinen Maßstab 1:87 und der geeigneten, oder besser: der mir und meinen Fähigkeiten am nächsten kommenden Materialwahl. Da haben Andere durchaus abweichende Vorstellungen und Fähigkeiten.

    Ich bin mit dem Ergebnis meiner Arbeit voll zufrieden, mehr kann eine Freizeitbeschäftigung nicht geben. Wer Macken sucht, wird sie auch finden. Und kann mir dann am eigenen Konstrukt zeigen, wie er es besser machen kann.


    Auf zu neuen Taten!

    Hallo Foristi,


    irgendwie haben sich meine Bauaktivitäten derzeit in Richtung Modellschiffbau verschoben. Dabei achte ich auf den Maßstab 1:87 und eine Kompatibiltät zum Fremo-Güterverkehr. Und das ich mir gleich noch einige lange vor mir hergeschobene Wünsche erfülle, macht die Arbeit bzw den Bastelspaß noch viel erquickender.


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    Vor mehr als 40 Jahren, noch vor der Gründung des FREMO, habe ich mir ein Wilhelmshavener Kartonmodell auf den H0-Maßstab "aufblasen" lassen. Damals war das noch ein schwieriges Unterfangen und nur durch Kontakte zu einem Presseunternehmen möglich, dessen Profikameras dazu in der Lage waren. Heute geht das mit dem Scanner und einem Bildbearbeitungsprogramm problemlos. In diesem Sommer, nach weitgehender Fertigstellung meiner im anderen Faden vorgestellten Frachtschiffe, habe ich mich an die im Abstellraum lagernden Filme und Papierkopien erinnert und einen Tanker, der mir optisch sehr gut gefällt, hervorgezogen: Das TMS "ROBERT JUNG", ein kleiner Produktentanker der Benzin und Heizöl von einer Raffinerie zu einem Hafen an der Küste bringt, zB aus England oder Rotterdam.


    Der Tanker ist im Vorbild 102 Meter lang und trägt ca 5000 m³ Ladung. in 1:87 sind das ca 117,25 cm. Mein Modell ist 117,5 cm lang geworden. Das ist noch ein Fremo-kompatibles Maß.


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    Da die großen Flächen in diesem Maßstab, im Gegensatz zum ursprünglichen 1:250, aus dem dort normalerweise verwendeten 160 gr Karton, nur schwerlich stabile Konstrukte werden können, habe ich einen Materialmix aus verschieden starken Polystyrolplatten (PS) für den Rumpf gewählt. Die Aufbauten entstanden dagegen wegen der zahleichen "Rundizitäten" aus stabilem Karton von 250+ Gramm, der geht noch durch den Tintenstrahler. Karton lässt sich besser in einfache Kurven biegen als das immer unter Spannung stehende PS. Verschiedene Evergreen-Profile sind schon selbstverständlich, die Relings und andere Kleinteile stammen aus dem Ätzteileprogramm von Saemann. Auch die Lieferanten für den "normalen" Modellschiffbau, Krick und Graupner, liefern viele Kleinteile zu.


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    Den Rumpf habe ich nicht nur wegen der Stabilität aus PS erstellt sondern der Kunststoff lässt sich im Gegensatz zu Karton schleifen und spachteln was besonders an den Rundungen beim Heck wichtig wird. Damit sich das dünne 0,5 PS nicht ständig beim Schleifen verformt, habe ich diese Bereich von innen mit einer Schicht aus Stabilit-express versehen. Damit ist der Bereich hart und schleifbar.


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    Alle (fast alle) Flächen und Teile sind Spritzlackiert mit Humbrol- bzw Revell-Enamels (Lackfarben). Die Kartonteile habe ich vorher mit CLOU-Schellschleifgrund "abgesperrt". Bullaugen und Fenster habe ich ausgestichelt bzw mit einer Lochzange ausgestanzt. Die Durchbrüche sind alle mit PS bzw Karton hinterklebt und nach dem Lackieren mit einem silbernen Edding ausgemalt. Mir genügt das.


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    Namen und Schornsteinlogo stammen aus dem Hause Nothaft.


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    Hier nun noch ein paar Aufnahmen vom fertigen Tanker:


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    Da wir hier ein Modellbahnforum sind, habe ich den Bau des Schiffsmodell nicht weiter breitgetreten. Die beim Bau entstandenen Aufnahmen sind in einer Galerie einsehbar. Rückfragen etc bitte nicht hier im Forum sondern als PN.


    Gerade ist ein Vitrinenbausatz von SORA eigetrudelt. Er bekommt einen Tragegriff für den Einsatz des Tankers bei Modultreffen.