Beiträge von Bruno

    Hallo Axel,


    das schöne an den Modularrangements ist, dass (fast immer) die Module frei im Raum stehen. Also im Zweifelsfall kann man immer noch unterdurchtauchen. Und die zwei Meter Weg, um um deine Fabrik herumzugehen , sind doch wirklich nicht der Rede wert.


    Auch die "falsche" Seite der Betriebe spiel keine Rolle, erstaunlicherweise macht das beim Spielen kaum Probleme weil man 1. über die Dächer hinübergreifen kann und 2. nach einem Tauchgang wieder alles im Griff hat. Wenn Du Dir die Bilder von Patrik über Brebeck anschaust, findest Du dort zahlreiche, auch sehr hohe Gebäude, auf der "falschen Seite" an die man wegen der fast 1 m tiefen Modulkästen nicht wirklich hinübergreifen kann. Trotzdem hat es kaum ernst gemeinte Klagen wegen "Unbespielbarkeit" gegeben.


    Bevor Du Diene Vorstellungen von anderen potentiellen Mitspielern in "deiner Gegend" zerreden lässt (da könnten sie doch hier schon einreden, oder Du stellst das ganze Thema als Beitrag in das von Rainer und mir "im Werden" begriffene DigiHp1 ein), Bau einfach drauflos, verwirkliche Deine Vorstellungen, Deine Träume! Das schöne am Modulgedanken ist doch, dass die Module universell einsetzbar sind! Und: Alles wird gebraucht!


    Das Stauraumproblem haben wir in mehr oder weniger evidenter Form alle. Warum soll man die Module nicht einfach mal unter die Decke hängen? Es muss ja nicht direkt über der Lustwiese sein. Im Ernst: Auf vielen Schränken, im "Luftraum " der Treppen oder Kellerregalen lässt sich meist ein Lagerort für die fertigen Module schaffen (vielleicht mal das eine oder andere Herumstehende dem Recyclingkreislauf übergeben?)


    Die entscheidende Begrenzung sind die Transportmöglichkeiten, aber ein Anhänger kostet, für ein Wochenende gemietet, wirklich nicht die Welt. (Gibt es für einen Ferrari eigentlich eine Anhängerkupplung?)


    Wie hat es Phillip Masmeier in der Hp1-Diskussion so schön formuliert: Wer etwas will, findet Wege; wer etwas nicht will, findet Gründe! Such´ Deinen Weg!


    Einen aktiven Restsonntag wünscht Bruno - bob -

    Hallo Axel,


    jau, dat ward wat!


    Ich würde die drei Gleise der Wüst nicht parallel zum Streckengleis führen, das sieht so starr aus, als wenn es der Composter gezeichnet hätte ;-))


    Wenn die Gleise schon im leichten Bogen wegschwenken (macht beim Kuppeln kein Problem), wird die anschließende Kurve nicht so eng, vielleicht hättest Du am ende des Ansatzdreiecks schon die von DIr gewünschte Breite von 40 cm?


    Dein 50 cm breites Bachmodul würde ich an die weiterführende Strecke anschließen, dann reicht vielleicht schon ein weiteres Brückenmodul im Anschluss, vielleicht ebenfalls im leichten Bogen, um den Bacheindruck zu vertiefen und mit der Industrie ein wenig Abstand von der Strecke zu bekommen-


    Es bietet sich an, in den resultierenden "Zwickel" den Bahnsteig des Haltepunktes zu platzieren, vielleicht mit einem Bahnübergang und einem Weg parallel zum Anschlussgleis in die Fabrik. Zu weit weg würde ich das Werk nicht planen.


    Ein paar cm gerade zwischen Weiche und DKW würden dem ganzen gut tun, auch ohne die unnötige Gleissperre, vor allem dem Bahnsteig.


    Ein weiterer Gedanke: Warum soll sich Werk nicht auch auf den Wüst-Modulen ausdehnen? Wenn die Stecke ebenfalls im leichten Bogen (> 5 m) geführt wäre, (macht zwar beim Bau der Kästen ein wenig mehr Mühe, sieht aber viel eleganter aus), ergibt sich auf den Kästen in der Bogeninnenseite mehr Platz für weitere Halbreliefgebäude incl. eigenem Gleis. Das Streckengleis braucht auch nicht in Modulmitte der Wüst liegen, gerade bei "gebogenen" Kästen kann da der Gleisverlauf "expandiert" werden.


    Die Baumärkte haben wieder geöffnet: Wann geht's los?


    LG Bruno - bob -

    Hallo Axel et al,


    warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah; zumindest für Axel.


    Statt der riesigen Tortoises verwende ich über 100 x den Feather-Antrieb, problemlos in der Schweiz zu erhalten (siehe Aufkleber auf den Motoren).


    Die Wirkungsweise ist die gleiche wie die Torten: Ein hoch untersetzter Motor drückt dauernd den Stelldraht in den Anschlag und zieht dabei nur 20 mA.


    Beim Tortoise ist noch ein Schwenkarm eingebaut, der auch einen Umschalter für die Herzstückpolarisierung betätigt. Die Bauform ist mit über 10 cm aber besonders hoch und bedingt recht hohe Modulkästen. Der rund Feather baut nur 5 cm auf. Der schweitzer Händler packt neben dem Vorwiderstand gleich noch einen Befestigungsbügel dazu sowie eine gut durchdachte Halterung für den Stelldraht. Ein Umschalter für die Herzstückpolarisierung ist zwar nicht dabei, aber da der Antrieb (wie auch die Torte) einen Polwender zum Umschalten braucht, kann ein 3- oder gar 4-poliger Umschalter die Aufgabe gleich mit verrichten.


    Die Torte macht dann wieder Probleme bei der "Kraftübertragung", wenn sie waagerecht unter die Grundplatte gebaut werden soll; der abgeknickte Stelldraht hat da so seine eigenen Richtungsvorstellungen.





    Auch den Feather-Aantrieb gibt es ohne Zubehör in Amiland bei Torquemaster.


    Es gibt viel zu tun!


    LG Bruno - bob -

    Hallo Axel, hallo Lutz et al,


    wohl wahr, die DKW von Tillig muss präzise verlegt werden, die kreuzenden Gleise dürfen nicht "auseinandergedrückt" werden um z.B. um noch einen letzten kleinen Winkel "herauszuholen". (Hab ich auch hinter mir).


    Da bei allen DKW immer zwei Zungenpaare gemeinsam gestellt werden, kann das dazu führen, dass ein Paar nicht richtig anliegt. Auch brauchen die Zungenpaare richtig Dauerdruck, also schlappe clic-clac Antriebe scheiden schon aus, motorische Antriebe sollen es sein.


    Alterativen: Die Peco DKW ist wegen des indiskutablen Radius außen vor. (Gilt natürlich auch für die kleine Tillig-DKW) Die große Roco-DKW macht stellmechanisch keine Probleme, ist aber wegen der "luftigen" Fahrwege nicht mehr "state of the art" in Fremokreisen.


    Eigentlich bleiben da nur noch die Kleinserienhersteller, z.B. unser Weichen-Walter. Da es sich bei Deinem Projekt ja eher um ein Einzelstück, bzw. eine zweite ggf. In der Wüst, solltest Du Dir so ein "Schätzchen" gönnen.


    Die Weichenalternative ist naturgemäß ein Platzfresser und verkürzt die Gleislängen um ca. 30 cm. Außerdem halte ich DKW in engen Werkanlagen für einfach "typischer". Da hier kaum mit hohen Geschwindigkeiten gefahren wird, spielen auch (beim Vorbild) Verschleiß und Fahrkomfort nur marginalste Rollen.


    Auch wenn´s die Fremo-Welt gruselt: Ich verwende weiterhin die Roco DKW, das gelegentliche Einsinken der RP25-Radsätze in den luftigen Herzstücken interpretiere ich als "Verneigung vor meinem Werk"!


    LG BRuno - bob -

    Hallo Robert, hallo alle anderen,


    ich hatte das Glück, Anfang Dezember auf 3SAT eine spezielle Sendung zum Thema anzuschauen. Das dort Gezeigte ging weit über unseren Hobby-Anspruch hinaus und zeigte mir, dass das Verfahren in der dort gezeigten Qualität wohl nichts für den Hobby-Hausgebrauch ist, gleichwohl durchaus in der Lage sein wird, angesichts sinkender Stückzahlen, den herkömmliche Spritzgussformenbau im Kunststoff- wie auch im Metallbereich zu ersetzen. Das was in der Sendung gezeigt wurde, nämlich in einem großen "Pulverkasten" viele Werkstücke parallel "im Nutzen" zu fertigen, kann, kaufmännisch betrachtet, Modellbahnhersteller mit "jungen Geistern" überzeugen. Hohe, bankrelevante Investitionen in neue Maschinen müssten auch nicht sein, junge start-up-Unternehmen werden gern ihren (geförderten) Maschinenpark anbieten und konstruktive Intelligenz einbringen.


    Auch das Schmelzspritzverfahren wird sicherlich perfektioniert werden. Warum soll das Schmelzgut nur auf eine ebene Unterlage aufgebracht werden? Ich stelle mir vor, dass als Untergrund auch eine rechnergesteuerte drehbare "Welle" herhalten kann. damit wäre dann auch das "Stufenproblem bei runden Objekten lösbar. Vielleicht nicht gerade für 600 € am Küchentisch!


    Think positive!


    LG Bruno


    P.S.: "Glück", weil ich normalerweise um 20:15 noch kein Fernsehen gucke. Bastelzeit! Beim Studium der Programmzeitung, 3Sat ist klein versteckt, konnte ich meinen Recorder aktivieren. Und Zeit zum Anschauen habe ich mir dann auch genommen.

    Holla Thomas,


    sooo viele Wagen wird die Industrie gar nicht generieren: Schwere Maschinen, wie von Axel beschrieben, laufen nicht vom Band! Da wird es eher nur gelegentlich ein Tieflader Uiuiui oder Samms gebraucht. Und gelegentlich ein wenig Blech, ein paar Profile, eine Ladung Heizöl "schwer", etwas Stauholz.


    Und die erste Weiche kann auch bis an den Modulanfang gelegt werden das bringt auch nochmal 20 - 30 cm.


    Auf den Güterschuppen würde ich verzichten, hier wäre das Eingangslager incl. Heizöltank oder eine Kraftstation mit Kohlefeuerung sinnvoller. Kohleganzzüge braucht die auch nicht.


    Mein Fazit: Auch wenn der Entwurf an die im Amiland so beliebten "Timesaver"-Puzzels erinnert, lässt sich doch ein vernünftiger Anschließer daraus bauen. Vielleicht entwirfst Du eine stimmig dazu passende Wüst? Die könnte dann auch für andere Anschließer nutzbar sein.


    Es gibt viel zu planen! Und zu bauen!!


    LG Bruno - bob -

    Hallo Foristi,


    der jüngste Beitrag von Axel, "Kleiner Industrieabzweiger", bringt mich auf die Idee, in meinem Bildarchiv zu stöbern. Auf meinem Bahnhof Brebeck hatte ich Industriegebäude im Anschnitt erstellt, so wie Axel es bei seinem Projekt auch beabsichtigt.


    Der auf meinen Modulen dafür zur Verfügung stehende Platz lies eigentlich nicht mehr als die Verladesituation über dem Hallengleis zu, ähnlich wird es bei Axel auch werden. Leider kein Platz für Modelle von großen Metallbearbeitungsmaschinen. Braucht es eigentlich auch nicht, wenn die Eisenbahn bzw. das Rangierspiel im Fokus steht. Bei einer realistischen Nachbildung der Fertigungsprozesse kann man sich schnell im Unendlichen verlieren, mit der Bahn geht es dann nicht mehr weiter.


    Nur ein paar Eindrücke meiner Modellmaschinenfabrik OSMERS:


    Auf ca. 1 m Modulkantenlänge habe ich drei Bereiche nachgebildet: Ein hohes Industriegebäude:



    Die Inneneinrichtung besteht im Wesentlichen aus einem Gleis unter der Kranbahn, die ich bisher nicht fertiggebaut habe: (Tja, wenn man nicht dran bleibt . . . )



    Das Gebäude entstand aus einer Doppelschicht der dünnen Slaters-Platten. Beim Stahlskelettbau werden die tragenden Stahlprofile lediglich mit einem halben Stein ausgemauert, mehr ist nicht notwendig für den Windschutz; deshalb erscheinen die Wände im Anschnitt auch sehr dünn. Ok, ein wenig mehr (-0,5 oder 0,75 mm Polystyrol hätten es schon sein können). Das Stahlfachwerk habe ich durch aufgeklebte Streifen von schwarzer Selbstklebefolie dargestellt, die Fenster entstanden aus bedruckter OHP-Folie. Die konstruktiven Stützträger im Inneren, die die Kranbahn tragen sollen, sind von Plastrukt.


    Die Wände würden sicherlich noch paar Sicherheitshinweise wie "Vorsicht Kran!" usw. vertragen. Im Vordergrund, vor dem Gleis wäre noch Platz für schwere zu transportierende Bauteile.



    Das zweite Gebäude ist niedriger gehalten:



    Es entstand aus Resten eines Vollmer-Lokschuppens, der zur Aufnahme einer Kranbahn im Inneren um ca. 5 cm aufgestockt wurde. Das zurückspringende Gebäudeteil weist die originale Schuppenhöhe auf.




    Im Inneren sieht es so aus:






    Auch hier würden Warnanschriften die Wandgestaltung beleben.
    Und eine Nachbildung der Laufkräne wäre auch nicht schlecht.


    Der dritte Teil des Firmengeländes stellt einen Teil des Stofflagers der Fa. dar:




    Vielleicht können ja meine 20 Jahre alten Werke ein wenig inspirieren?

    Hallo Axel,


    rangieren tue ich auch gerne und so ein Werkhof braucht dann zum sinnvollen Mitspielen natürlich noch einen Anschluss an die Fremo-Strecke, möglichst als Wüst.


    So einen "Abzweig" möglichst nicht im resultierenden rechten Winkel zur Strecke, das wird ein Steh-im-Weg und Grusel aller Arrangementplaner!


    Selbstgemachte Leiden: Das dunkle Fabrikgebäude im Zentrum Deines Entwurfs, das über einen halben "Hosenträger" angebunden ist, wird nur über die zweite Werkhalle rechts erreicht. Mittels einer einfachen Weiche an das längere Gleis darüber angebunden, würde es betrieblich sinnvoller sein. (Macht auch weniger elektrische Probleme wg. Kurzschluss bei gleichzeitig auf Abzweig stehenden Weichen.)


    Die PECO-DKW ist im Fremo nicht mehr gern gesehen, da ihr 35 cm Effektivradius bei den kurzgekuppelten Wagen Entgleisungen generiert. Vielleicht doch auf ein Tillig -Produkt ausweichen?



    Trotzdem: Weiter so!


    Meint Bruno - bob -

    Hallo Axel,


    bei so kleinen Modulen sind beim Fremo keine Beine nötig, diese Module werden problemlos zwischen die benachbarten Module platziert.


    Die Verstärkungsecken würde ich auf jeden Fall einbauen, in diesem Fall am besten dicht unter die zukünftige Geländehaut. Um die Eckverklebungen zu verstärken, würde auch jeweils ein Stück Rechteckleiste 30x30 reichen, das verstärkt die Klebefuge auf der gesamten Länge und stört nicht den Handlungsraum bei den Verbindungsschrauben. Also . . .


    Viel Spaß beim Weiterbauen!


    LG Bruno - bob -

    Hallo Axel,


    wenn die Schienenprofile an beiden Modulkanten fest verlötet werden, ist auf jeden Fall eine Dehnungsfuge erforderlich, sonst drückt es Dir das Profil an der schwächsten Stelle, nämlich auf der Brücke in eine unschöne Beule. Hab ich selbst schon gehabt.


    Ich empfehle wirklich den CLOU, er ist dünnflüssig und lässt sich richtig saftig in den Karton reinkrabbeln, ruhig mehrere male wiederholen, er trocknet ja sehr schnell!
    Tiefgrund? Wässrig? würde ich bei Karton nicht empfehlen. Und der auf TB-Basis müffelt so lange ;=).


    Ich habe es mir angewöhnt, die Laserpappen vor dem Zersäbeln satt mit dem Schnellschleifgrund allseits zu "tränken". Dann machen nachher beim "Altern" auch Wasserfarben nix mehr aus. Und bei etwas festerem "Zupacken" beim Bauen oder Lackieren macht der Karton nicht so schnell die "Grätsche". Ach ja, ich klebe mit bewährtem UHU-Alleskleber (schwarz-gelbe Flasche/Tube) auf Lösemittelbasis oder mit Tesa-Alleskleber, der verliert seine unangenehme "Klebrigkeit" m.E. schneller als UHU. Über Nacht sind aber beide durchgetrocknet und fest. Falls etwas schiefgeht, kannst Du das ganze Modell einfach in Azeton werfen; der Alleskleber löst sich nach kurzer zeit wieder auf und Du kannst neu starten. Dem Karton passiert nichts. Bei Ponal und anderen Dispersionsklebern geht das nicht.
    Der seidenmatte Sprühlack ist natürlich ideal für den allseitigen "Original"-Anstrich vor dem Weathern.


    Viel Erfolg! Bruno - bob -

    Hallo Axel,


    ich wünsch´ Dir viel Erfolg mit dem Einsteigerprojekt, gute Vorbilder hast Du Dir ja herausgesucht.


    Wie willst Du die Schienenprofile am Modulrand befestigen? Eventuell eine Dehnungsfuge (ca. 1 mm) vorsehen!


    Noch eine Empfehlung: Die ganze Kartonbrücke, zumindest das filigrane Geländer, intensiv mit dünnflüssiger Grundierung, z.B. Schnellschleifgrund von CLOU, tränken, der Karton neigt zum "Spliss".



    "Arbeitsreiche" Feiertage wünscht Dir Bruno - bob -

    Hallo Stefan,


    ich habe erst ´mal eine Nacht drüber geschlafen.


    An welcher Fremo-Norm hast Du dich orientiert? Meine essentiellen Normen sind: Rechtwinkliger (Durchgangs-)Gleisübergang (letztendlich egal wo!), 12 mm Befestigungsloch zentral in 70 mm Abstand von SOK darunter, Aufbauhöhe 130 cm üF. Und wenn es zweigleisig werden soll auf der Strecke: 46 mm Gleisabstand. Ach ja, Zweileiter ohne Noppen, aber das braucht man ja nicht wirklich zu erwähnen.


    Allerdings kenne (und praktiziere) ich nur HO-Regelspur, bei den Modulsystemen der "Oberliga" kenne ich mich nicht aus. Vielleicht seht dort etwas von 61,x mm Gleisabstand?


    Alles andere bestimmst D U !


    Hinsichtlich Deines Konzepts kann ich mich nur meinen nächtlichen Vorschreibern anschließen.


    Stelle uns doch einmal die Maße zur Verfügung, die Dein Transportvolumen, die häuslichen Aufstellmöglichkeiten oder die Aufbewahrungsmöglichkeiten bestimmen. Da werden wir Dir sicher stimmigere Vorschläge unterbreiten können. Vor allem: Warum so starr und gerade? Die Weichen von Tillig und Weinert lassen doch gefällige Kurven auch im Bahnhof zu.



    Die kommenden freien Tage, die Du hoffentlich mit Deinem Beruf auch hast, kann man prima zum Planen verwenden. Und danach haben die Baumärkte und Fachhändler wieder geöffnet! Und dann geht´s loohos!



    Viele (immer noch vorweihnachtliche) Grüße



    Bruno - bob -

    Hallo Detlef,


    tja, da wird es philosophisch . . . Häuser direkt am Anlagenrand.


    Unsere Bauweise, die senkrechte Anlagen - oder Modulkante, suggerieren den großen Spaten, mit der die Anlagenteile aus der umgebenden Natur herausgestochen wurden (so grassodenartig). Diesen Eindruck, dass die Welt an der Anlagenkante nicht aufhört, wird durch ein ebenfalls "durchstochenes" Haus noch verstärkt. Deshalb würde ich das Haus im "Halb"-Relief aufstellen. Aber nicht genau am First halbiert, sondern am Holzständer rechts zwischen Fenster und Wandende. Mit einer Polystyrolplatte sauber verschlossen und später in gleicher Farbe lackiert wie die Anlagenvorderkante, vermittelt es dem Auge, besser: Dem Gehirn dahinter: Hier geht es weiter!


    So bleibt auch noch ein wenig mehr Platz bis zum Bahnkörper. In den Bildern des Beitrags entsteht jetzt der Eindruck eines Bahngebäudes, der große Dachüberstand suggeriert eine Rampe oder Bahnsteig.


    Das Halbrelief bringt mehr Abstand, der Eindruck eines bahnunabhängigen Anwesens wird durch eine Mauer zum Bahnkörper noch unterstützt. Platz für schöne Nutzgartenpartien. Scheitholzlager, Schrottautoabstellplatz usw.


    An der schmalsten Stelle zwischen Straße und Grundstück würde ich die Zuwegung anlegen, gesichert mit Schildern und LP-Tafeln an Bahn und Straße.


    Durchstrukturierte Hausfassaden direkt am Anlagenrand vermitteln mir immer den Eindruck eines gleich passierenden Absturzes, zumindest der Preiserlein, die gleich aus dem Haus treten. Und das wollen wir doch nicht, oder?


    Liebe vorweihnachtliche Grüße


    Bruno - bob -

    Hallo Michael,


    vor diesem Transportdilemma stand ich auch -- In der Realität!


    Hier in Bremen gibt es ein Hafenbecken mit dem bezeichnenden Namen "Kohlehafen". Auf der einen Kaiseite wurde Exportkohle aus Ganzzügen, damals noch O-Wagen, in Seeschiffe verladen, auf der anderen Kaiseite lagen genau die gleiche Seeschifftypen und brachten Importkohle für das dort angesiedelte Kraftwerk.


    Später lernte ich: "Logistik hat mit Logik nichts zu tun!"


    Aber im Ernst: Angelandet im Kraftwerk wurde (und wird) billige Kohle aus Polen und Kolumbien (Tagebau!), exportiert wurde zu der Zeit Hüttenkoks für die aufstrebende Stahlindustrie in Fernost.


    Bei mir in Geesthaven mag es ähnlich sein, die Kübel auf den Okm 58 sind für Koks, die angelandete Kohle wird mit Omm oder OOt abgefahren.


    Wirklich wichtig war mir, den schön anzusehenden Ganzzügen, die ich aus meiner Kindheit noch in Erinnerung habe, ein nett anzusehendes Ziel beim Spielen im Arrangement zu geben; es muss nicht immer Schattenbahnhof sein.


    Apropos: Wenn´s um (Spiel-)Geld geht, nein, nicht Sparkasse, meine Kräne verladen auch Erz, Kies und Sand. Pekunia non olet!


    Liebe, vorweihnachtliche Grüsse


    Bruno - bob -

    Hallo Foristi,


    das Modellbahnerleben geht weiter, aber alles braucht seine Zeit: Nervig besonders die Trockenzeiten von Klebern und Farben.



    Die Kohlenumschlagsanlage des letzten Beitrags erfuhr so eine funktionelle Erweiterung: Neben der B e ladung von O-Wagen soll auch eine E n t ladung von Kübelwagen Ok stattfinden können. Dazu bedarf es eines speziellen Bügelsystems um die klappbaren Kübel zielgenau zu entleeren.



    Im Internet, besonders auf den DSO Hifo-Seiten, gibt es immer mal wieder derartige Verladeanlagen zu sehen. Ein Bild habe ich mir als Planungsgrundlage daungeloodet:



    Zufälligerweise entsprach mein Ausdruck ziemlich genau den Maßen der Kübel vom ROCO-Wagen, so dass ich die Maße mit dem Lineal bestimmen konnte:



    Eine Skizze reicht mir zum Bauen:



    Aus entsprechenden Evergreen-Profilen war ein Handmuster schnell gefertigt:




    Hier ein Größenvergleich zu den "normalen" Greifern:




    Der erste Prototyp machte noch funktionale Probleme: Der Tragbügel war zu lang, der Spreitzbügel zu kurz. Letzterer war aus dem Bild nicht abzugreifen.




    Die passenden Bügel habe ich dann gleich "in Serie" hergestellt:




    Aufhängungsmöglichkeiten klebte ich aus Ätzteilen von Saemann ein:



    Nach dem Kolorieren und Anbringen der Seile erfolgte ein erster Funktionstest:




    Es funktioniert!





    Nun noch der Entladevorgang in ein Binnenschiff:






    Wer nun denkt, das ganze wird ein Funktionsmodul, irrt! Es ist nur schöner Schein! Aber die Bügel werden an einem Teil der Kranausleger anstatt der vorgesehenen Greifer angebracht.



    Bei der Gelegenheit: Alle Bilder, die mir zur Verfügung stehen, suggerieren einen automatischen Ablauf; Menschen sind nicht zu sehen. Vom Prinzip her müsste aber beim Einhängen der Bügel und beim Wiederaufsetzen der Kübel Hand angelegt werden!


    Wer kann mit professionellen Kenntnissen dienen?


    Fragt Euch Bruno - bob -

    Hallo Axel,


    Code 75.


    Ich habe erst vor kurzem erfahren, dass es auch Code 83 von Peco gibt, zumindest das Flexgleis.


    Im Fremo ist (fast) alles erlaubt, da kann jeder sein Pläsierchen ausleben solange es betrieblich keine Probleme bereitet und nicht die Augen irreversibel "schädigt".


    LG Bruno - bob -

    Hallo Andreas,


    die Mauern sehen in der Tat durch ihre dominante weiße Farbe "erdrückend" aus. Pinsele, pardon, coloriere sie doch erst mal in einer angenehmen Steinfarbe, setze die Fugen ab usw. . Dann beurteilen wir erneut. Ach ja, stelle doch mal einen Zug davor, dann werden die Proportionen ins rechte Verhältnis gerückt.


    Treppen, warum eigentlich nicht? Die Trassen sind doch üppig breit, so dass eine vorgesetzte Treppe den lichten Raum nicht tangiert. So ein halber Fußgängerüberweg, von Kibri oder sonst wem, wäre eine Möglichkeit. Aber bitte nicht genau in der Mitte der Mauer. Optische Spannung kann dann nicht aufkommen.
    Und dann sowohl Mauern als auch rostigen Stahlüberweg mit Kletterpflanzen bewachsen, vielleicht ein (Vor-)Signal, dann kann ich mir das Ganze eindrucksvoll vorstellen.


    Ich finde es gut, dass Du die Mauern in ganzer Länge gleich gestaltet hast: Alle 30 cm eine andere Ausführung würde den großzügigen Eindruck ins Spielzeughafte kippen.


    Einfach mal machen!


    Meint Bruno - bob -

    Hallo Joerg,


    was ist "überzeugend"?


    Meine Methode ist: Die Fassade an den zu begrünenden Stellen mit Pattex farblos einstreichen und sofort mit HEKI-Laub dick bestreuen und leicht andrücken. Nach einiger Zeit das nicht festgeklebte Streuzeugs wieder abschütteln. Eventuell mit Tiefgrund LM (lösemittelhaltig) sparsam nachträufeln und ggf. weitere Flocken einstreuen und Fixieren.


    An einem Wasserturm war mit diese Schicht zu dünn und so habe ich Hekiflor, ein wenig "aufgeflufft", direkt aufgeklebt. Das ABild soll "auf die Schnelle" einen Eindruck vermitteln:



    Versuch macht kluch! Einfach mal experimentieren!



    Mein Bruno - bob -

    Hallo Foristi,


    auch die andere Fläche neben dem Bahndamm ist nun der Durchgestaltung anheim gefallen. Hier werden die zwei Gleise, die schon auf dem Modul davor vorhanden sind, weitergeführt. Diese Gleise bieten sich an für die Behandlung von Ganzzügen; so ist auf meinen Bildern vom GEESTHAVEN-Einsatz in Papenburg auch ein Kohle-Ganzzug in zwei Teilen abgestellt zu sehen. Mit der Vergrößerung des neuen Moduls ist so auch die Abstelllänge um 2 x 70 cm gestiegen.



    Der schon im zweiten Teil dieses Beitrags in seiner Grundbegrünung gezeigte Bahndamm erhielt nun einen Bewuchs mit langen Grasfasern an der Dammkrone und dichtem Buschwerk in unterschiedlicher Höhe:





    In ganzer Länge sieht das so aus:




    Auch die Bahnseitige Grenze des Umschlagbetriebes wird durch eine Mauer vor unbefugtem Zutritt geschützt. Zwei Auhagen-Mauerplatten, rücken an Rücken verklebt und in 22 mm breite Streifen geschnitten, ergeben das Mauerwerk , das einen oberen Abschluss aus einem 1,5 mm Rechteckprofil bekam. Diese Einheit habe ich mit Humbrol 100 gestrichen und nach dem Trocknen die Fugen mittels Plaka-Wischtechnik hervorgehoben. Diese gealterte Mauerplatte habe ich dann in 33 mm große Teile zersägt. Aus diesen Einzelteilen habe ich dann die Mauer Stück für Stück aneinandergereiht, wobei ein I-Profil als "Stahlträger" jeweils dazwischen geklebt wurde. Der weiße Plastikstreifen von Evergreen wurde zuvor dunkelbraunrostig gestrichen. Aufgeklebt habe die Mauer mit Pattex- classic direkt auf den Holzuntergrund; Hält nach gutem Trocknen extrem gut!.


    Stellproben haben ergeben, dass die altbekannten KIBRI-Bekohlungskräne, die heute unter "Bw Gremberg" angeboten werden, zufälligerweise, auch funktional, sehr gut passen würden. Also habe ich im nächsten Schritt die notwendigen Kranbahnschienen aufgeklebt. Dazu halbierte ich ROCO-Metergleis mittig in den Schwellen.


    Jetzt konnte die gesamte Fläche "eingeerdet" werden: Meine Quarzsandmethode mit mäßig schwarzem Tiefgrund kam auch hier problemlos zur Anwendung.


    Ein wenig Grünzeug und Restkohle vervollständigen diese Szenerie:




    Zwischenzeitlich habe ich auch zwei Kräne fertiggebaut, spritzlackiert und ein wenig verunziert:






    Die Kräne sind für den Transport abnehmbar. An der Modulvorderkante habe ich einen Streifen unbehandelt belassen. Mal sehen, vielleicht kann ich hier irgendwann einmal eine Kaimauer mit Binnenschiffen anhängen.



    Kommt Zeit, kommt Rat - Meint grüßend Bruno - bob -