Beiträge von Bruno

    Hallo Foristi,


    angesichts der rapiden Fertigstellung meiner bestehenden Baustellen liegt es nahe, neue Baustellen aufzumachen (bevor der Pangsionör in Lethargie versinkt ;-)).


    Auf dem hintersten Abschlussmodul des Fischhafens auf dem schon der größte Teil des Kühlhauses angesiedelt ist, werde ich eine Getreideverladung ansiedeln. Das bringt nach hinten einen guten optischen Abschluss durch ein hohes Silogebäude, gleichzeitig generiert die Getreideverladung einen vollkommen anderen Wagentyp neben den vorzugsweise weißen Kühlwagen: Ktmmv und Behältertragwagen (mit Behältern von Sven Hansen alias Bengelsven). Meist werden diese Wagen als Gruppen von ca 6 Wagen laufen.


    Ich habe mich wieder einmal in meiner näheren Umgebung umgesehen und passende Vorbilder gefunden:




    Der gemauerte Wandbereich nimmt keine Druckkräfte der Getreideschüttung auf, im Inneren gibt es in ca. 3 m Abstand noch eine Betonwand mit Balkenschleusen.


    Da gibt es zunächst ein relativ niedriges Bauwerk in dem in den 60ern Getreide in loser Schüttung eingelagert wurde; heute sind sie mit allerlei Stückgut zweckentfremdet aber bei Bedarf immer noch, wie ursprünglich vorgesehen, einsetzbar. Im Hintergrund sind die typischen hohen Silos zu sehen, die demnächst auch bei mir den optischen Abschluss des Geesthaven-Ensembles bilden werden.


    Hier mal ein paar Detailaufnahmen der "kleinen" Hallen:



    Die Tore sind wohl nachträglich erneuert worden, ebenfalls die Lüfter,



    Ende der Bandbrücke; vielleicht war ursprünglich eine Erweiterung geplant. Auch seitlich gab es wohl einmal ein Tor, das nachträglich zubetoniert wurde.




    Anhand eines Photos habe ich die Grundmaße ermittelt und auf meine spezielle Modulsituation angepasst: Es werden drei Hallen mit einer Gesamtlänge von fast 60 cm (mehr kann der Laser nicht in einem Teil brennen).


    Hier mal die ersten Bilder des gelaserten Rohbaus:





    Es muss noch im konischen Teil ein wenig nachgefummelt werden und dann geht es an die Seitenverkleidung und das Dach. Beim Vorbild besteht die Verkleidung aus Welleternit mit Lichtbändern aus Wellpolyester. Das möchte ich im Modell ebenfalls so ausführen. Beim Architekturbedarf gibt es einigermaßen passende Platten von Sculz, Welle 2 mm. Mal schauen, wie sich die Arbeit damit anlässt. Ich werde berichten!

    . . . und zwar bezüglich der Kühl-Lkw an der Laderampe des Kühlhauses:



    Auch die veränderten Kranportale sind nun mit neuer Laserdatei passend geworden und trocknen nach Lackierung vor sich hin. Das wird die Arbeit -pardon: Das Vergnügen - der nächsten Tage sein: Anbringen der Laufschienen im passenden Abstand und Fertigstellung der drei Kräne. Die bleiben aber abnehmbar für den Transport.


    Und dann gibt es noch ein wenig "Finish" an der einen oder anderen Stelle und dann kann zumindest das Fischhafenmodul wieder zur Transporteinheit verschraubt und weggestellt werden. Endlich ein wenig mehr Platz für das Vergnügen am Endmodul. Auch davon beizeiten mit Bildern mehr.

    Hallo Foristi,


    auf dem Modul der "neuen Fischeinfahrt" gab es noch zwei größere Baustellen: Die freie Fläche am Lokwartegleis neben dem Stellwerk und das Rund-Dach des Lagerschuppens auf der anderen Seite.
    In beiden Fällen hat sich etwas getan:


    Die Freifläche habe ich mit einem flachen Barackengebäude nebst Nutzgarten ausgefüllt:



    Die Baracke ist von Moebo. Sie gefällt mir von den Abmessungen und der Ausführung sehr gut. Warum etwas selber machen wenn es Gutes zu kaufen gibt. Ein typischer Lasercut-Bausatz, der von mir "out-of-the-Tüte" erstellt wurde. Hat Spaß gemacht. Natürlich habe ich das Gebäude gleich nach meiner Manier eingebaut. Die restliche Fläche habe ich nach einigem Hinundher und mehreren Stellproben mit weiteren Gebäuden nur mit einem Kohlenschuppen und einem Nutzgarten für die Bewohner ausgestattet. Hier schon mal ein paar Bilder. Der Modulkasten muss noch "hübsch" gemacht werden.







    Die andere Baustelle betrifft das Dach des Schuppens: Hier war ich sehr lange gedankenschwanger mit einer sinnvollen Herstellungsmethode (ihr erinnert euch: vor einigen Jahren hat Axel sich schon an diesem Thema abgearbeitet: Link


    Nun sind viel Monate ins Land gegangen, in denen ich mit meinen, damals noch nicht abzusehenden Aktivitäten, mit dem Laserblade im heimatlichen fablab endlich eine Lösung gefunden habe: Eine Spantenkonstruktion aus 3mm Finnpappe. Der Laser produziert die Rundbögen und Ausschnitte in einer Präzision, die ich mit Messer und Laubsäge niemals hinbekommen würde.



    Die Grundlage für die gebogene Dachhaut ist ebenfalls aus besagter Finnpappe, in die der Laser nur Rillen eingebrannt hat, an denen sich die doch recht dicke Pappe problemlos in den gewünschten flachen Bogen verformen lässt.



    Nach dem Zuschneiden der einen schrägen Seite habe ich diesen Spriegel mit UHU-hart verklebt.



    Auf diesen Spriegel kommt nun die eigentlich Dachhaut aus 300 gr Tonkarton. die auf beiden Seiten übersteht und die Klebefläche auf den Gipswänden bildet:





    Da dieser Tonkarton aber ein wenig "spiddelig" wirkt, wird noch ein Kartonstreifen druntergeklebt um mehr "Masse" vorzutäuschen. Da muss das Laserblade noch mal ran, denn aus dem 0,9 mm Hartkarton kann ich händisch keine sauberen Streifen schneiden. Nun ja, nun kommt es auf einen Tag mehr oder weniger auch nicht mehr an.



    Jetzt muss die eintönig schwarze Dachhaut noch ein wenig Farbe und Patina bekommen. Auch die Regenrinnen bereiten mir noch ein wenig Kopfzerbrechen.


    Tja, und dann ist ja noch die Baustelle "Kühlhaus" zu beackern. Aber das stelle ich im anderen Faden vor.

    Hallo Foristi,


    heute mal wieder eine "Wasserstandsmeldung" vom Kühlhausprojekt. Es stehen die Kaikräne an, die für einen zügigen Umschlag des wärmeempfindlichen Gutes sorgen.


    Kräne faszinieren mich, bereits vor über 40 Jahren habe ich davon einige für das Hafenareal auf der seinerzeitigen MEC-Clubanlage an ein Vorbild angelehnte Nachbildungen aus Karton erstellt (in den Druckwerken der MIBA gibt es Bilder davon). Auch für Brebeck-Hohentor ist eine Batterie von Kränen aus Karton entstanden




    Für den Tiefkühlkai in Geestaven-Fisch sind aber angepasste Lösungen erforderlich. Auf dem langen Kai sollen zwei Kräne mit sehr kurzem Halbportal aufgestellt werden, auf dem schmalen Teil mit einer größeren Rampe reicht ein Kran mit angepasst größerem Halbportal.


    Nach einer eingehenden Bestimmung der benötigten Abmessungen ging es ans Konstruieren und Umsetzen in Laserdateien; Schere und Messer waren "gestern". Das sind nun die Ergebnisse der Bemühungen: Die "Kranfamilie":



    Zu sehen sind der große "Vater", ein altes Projekt aus der Brebeck-Ära, und die kleinen "Kinder", die in den Dimensionen an den zur Verfügung stehenden Platz angepasst worden sind:
    Hier die beiden zur Anwendung kommenden Halbportale:



    Nachdem beide Kräne, plus einem "Überstück" und dem Handmuster volumenmäßig fertig waren, ging es an erste Stellproben auf dem Modul:



    Hier war meine Welt noch in Ordnung: Wird schon passen.


    Und dann: Oh Schreck! da passt etwas ganz und gar nicht!



    Gut zu sehen: Mit dem langen Portal wir es ab hier eng. Hinten ein neues Handmuster mit einem kürzeren Portal.


    Das Problem: Das Kühlhaus steht nicht parallel zur Kai- (Modul-) Kante, nach hinten werden es ca 15 mm weniger. Und ich habe auf dem längeren Abschnitt gemessen und optisch bestimmt: "Wird schon passen!" Pustekuchen! Da war ich wohl "vermessen".


    Beim großen Halbportal war es noch unerklärlicher: Hier passt es komplett nicht! Mindestens 1 cm ist das Portal zu lang. Keinen Schimmer, warum ich so daneben lag.



    Tja, da muss ich wohl noch einmal ran und neue Halbportale mit passenden Abmessungen lasern und zusammenbauen.


    Zumindest die Oberteile der Kräne werde ich nicht noch einmal anfertigen müssen; hier bin ich weitgehend mit der Ausführung zufrieden, obwohl, . . .



    Noch steht die Zurüstung der Kranhäuser und der Ausleger aus. Die Kanzeln sind schon angefertigt, aber ein Platz für den Kranführer muss noch jeweils angefertigt und eingebaut werden.



    Die pro Kran acht Seilrollen müssen aus jeweils vier Einzelräder zusammengeklebt und angebracht werden. Auch die Winden für den Haken (der "Runner") und die "Hanger" zum Auftoppen des Auslegers, die im Turm über dem Kranhaus angeordnet werden, muss ich noch bauen.



    Hier die beiden Winden im Turm des großen Vaters, oben der Runner, unten die Hangerwinde



    Die Seilführung am Turm, hinten das Gegengewicht des Auslegers das sich aufundab bewegt.


    Und dann gilt es, die notwendigen Seile anzuordnen. Auf eine Beweglichkeit der ganzen Angelegenheit werde ich verzichten.


    So ist für erfüllte Basteltage des Pensionörs gesorgt. Vom Endergebnis werde ich euch zeitnah informieren. Zwischendurch gibt es auch noch andere Baustellen zu beackern.


    Bis demnächst!

    Hi Foristi,


    manchmal findet sich im großen Sandstrand des Stummel-Forums auch ein Diamantsplitter:


    https://stummiforum.de/viewtop…t=hdag&p=1978913#p1978913


    Im Beitrag 3912 ist, quasi als ungewolltes Nebenprodukt, ein mich wirklich überzeugender Rosthaufen mit "Bauanleitung" vorgestellt. Das kann man gelegentlich in geeigneten Szenerien (Schrottbansen usw.) überzeugend als "Grund" und mehr einsetzen. Mal schauen, wie so etwas mit MOWI fixiert wirkt.
    Habe ich in meiner cerebralen Festplatte gespeichert.


    LG Bruno - bob -

    Geesthaven - Fisch hat jetzt auch einen Personenbahnsteig.


    Nach dem Treffen in Osterscheps im letzten September, während dem auch ein Personenzugpendel quasi "auf der grünen Wiese" endete, habe ich nun für die fleissigen Preiserlein auch eine Bahnsteigkante aufgestellt, die ein Minimum an Komfort generiert.



    Gleichzeitig ist auch die passive Signalisierung ausgeführt: Eine H-Tafel vor der Weichenspitze sowie eine Fernsprechmöglichkeit für die Ankunftsmeldung (und Abfahrantrag) beim Stellwerk "Gfa".
    Der Abfahrauftrag wird per Feldlautsprecher nach Anfrage erteilt.



    Der mehrgleisige unbeschrankte Bahnübergang wird straßenseitig mit den damals typischen Doppelandreaskreuzen ausgestattet, bahnseitig sind zahlreiche W- Zeichen installiert, die das Überfahren des Bü nur im Wärterauftrag nach Absicherung durch den Mann mit der Fahne erlaubt.





    "Gurke 92" ist auch wieder aktiv.


    Nebenbei hat sich im Umfeld des Kühlhauses etwas getan: Das Kühlmaschinenhaus ist entstanden und muss nun noch ein wenig "aufgepeppt" werden:



    Auch am Fahrzeugpark der LKW wird gearbeitet; es ist einiges im Zulauf. Mal schauen, was ich letztendlich davon fest installiere.



    D e r hat noch einen weiten Weg vor sich.



    D e r zeigt was drin sein kann; ist aber eine Epoche zu spät. (nun ja, hat man halt aus vergangenen Tagen noch rumliegen)


    Dwfh, bis zur nächsten "Wasserstandsmeldung".

    Hallo Lutz,


    erst mal vielen Dank für die Erinnerungsnachhilfe. Irgendwie habe ich auch in den Tiefen meiner Hirnwindungen solche Bilderfetzen vergraben.


    So ein fester Kofferaufbau, innen rundum mit 15 cm Iporka verkleidet und unter der Decke einen Drahtkäfig für ein paar Trockeneisblöcke: Das könnte für 16 Std Tiefkühltemperatur von Geesthaven nach München über die Bundesstraßen damals reichen (aber das waren dann eigentlich wieder Strecken die von der Bahn betrieben wurden). Ob es die äolischen Flettner-Rotoren auch auch bei den LKW gab?


    Wenn es wieder ein heißer Sommer mit arbeitsverhindernden Temperaturen wird, werde ich mich mal mit meinem Berg HiK - Altpapier in den Schatten setzen und die Hefte durchblättern. Da wird doch passendes zu finden sein.


    LG Bruno - bob -

    Hallo Foristi,


    die vergangenen Tage waren mit Pflasterarbeiten und ein wenig Grünzeugs erfüllt.



    Ich musste mit den bewährten Fallerprägeplatten das damals begonnene Kleinpflaster ergänzen. Das seinerzeit hinterlassene Stückwerk musste nun mühsam angestückelt werden; diverse "Bugs" liessen sich dabei nicht vermeiden.


    Wai ( wie auch immer): Das Ergebnis liegt im System und ich nehme es so hin.



    Nun taucht für mich die Frage auf: "Was gab es in Epoche III für Straßentransportmöglichkeiten von Tiefkühlgut?" Und: Was ist irgendwie zur Zeit (zZ) käuflich zu erwerben? Ich verfüge über keine Schrott- (pardon: Bauteile-) Sammlung im Automobilbereich und bin also auf das Erwerben verfügbarer Einzelstücke angewiesen. Was mein Fundus hergab, habe ich schon mal lose draufgestellt. Aber irgendwie fehlt da etwas. Schaue demnächst mal bei meinem local dealer was es aktuell zu beschaffen gibt.


    Schade: Da das Gebäude abnehmbar bleiben muss, scheiden bestimmte Detaillierungen aus: So z. B. Aufgangstreppen zur LKW-Rampe.



    Der nächste Arbeitsschritt wird die Herstellung eines strukturell passenden Kühlmaschinenhauses sein, das anstatt der jetzt noch hingestellten kleinen Baracke den Platz füllen soll. Erste Kranskizzen sind auch "in Arbeit" und der große noch freie Vorplatz rechts vom Kühlhaus ist auch schon in ideeller Verplanung. So viel: Es wird ein Getreidesilokomplex werden, der auch optisch dieses Modulensemble nach hinten abschließt.


    Schaun mer mal.

    Hi Foristi,


    auf der Suche nach dem richtigen Kleber habe ich heute meinen Hoflieferanten Gerstäcker im ehemaligen Überseehafengelände besucht. Schnell fündig geworden, lies mich der helle Sonnenschein einen Abstecher in die sich intensiv entwickelnde Sandbrache des zugeschütteten Hafenbeckens unternehmen. Und siehe da: Am "Ende der Welt" stand ich plötzlich vor "meinem" Kühlhaus! In den vergangenen Jahren war dieses Gelände nicht zugänglich, jetzt tut sich dort offensichtlich etwas. Die bisher die Sicht verstellenden Container sind verschwunden und es bietet sich ein fast unverstellter Blick auf das Gemäuer aus den 50ern.


    Ich habe ein par Bilder geknipst, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Leider war es sehr windig, manchmal zu windig für die Händiknipserei und das helle Sonnenlicht macht die Ergebnisprüfung am Display eher unmöglich. Sei´s drum: ich erhebe keinen Anspruch auf Perfektion.


    Los geht es:



    Hier wird ersichtlich, dass es wohl die eine oder andere Erweiterung im Laufe der Jahre gegeben hat.



    Die Gleise auf der Landseite



    Auch die Tore haben wohl irgendwann ein "update" erfahren.




    Nicht nur der Schriftzug ist interessant, die Bauweise tritt hier zutage: Betonfachwerk mit verputzter Ausmauerung.



    Die Straßenladerampe mit Schiebetor und Regenrinnen nebst Fallrohr,



    Der Zugang zum Treppenturm.



    Ein Rolltor?



    Konstruktionsdetails am Turm





    Der kleingepflasterte Hof, hier stand wohl mal eine Lampe.



    Die Kühlmaschinenanlage nebst Sozial- und Büroräumen.


    Auch der benachbarte Schuppen 19 wurde bildlich erfasst:



    Interessant: Das Doppelstöckige Untergeschoß mit einstöckigem "Oberhaus" nebst Ladebalkonen. Ob hier mal ein Kran arbeitete?



    Auch hier gibt es schöne Details.


    Ein wenig Wehmut erzeugende Bilder zum Schluss: Hier befand sich bis vor 20 Jahren der Anfang des Hafenbassins:



    Ein Freizeitvergnügen ist im Entstehen



    Die alte Kaimauer steht noch im neuen Erdreich.



    Einst eine fast 2 Km lange Wasserfläche, heute eine rückeroberte Sandwüste. Ein idealer Abenteuerspielplatz für die junge Genration.


    So, das ist das Ergebnis später Recherchebemühungen. Es sind viele Details zutage getreten die man noch in ein Modell einarbeiten könnte. Nach einigen Abwägungen lasse ich es aber wie es schon ist. Es ist eh kein sklavischer Nachbau und weitere Verzierungen zögen einen Rattenschwanz an Arbeiten nach sich. Ich bin arbeitsscheu!!!

    Hallo Rainer,


    danke für die Blumen. Die drei Baukörper passen wohl in einen Umzugskarton. Und in die Innenräume kann dann der "Kleinkram" hinein. Hab ich mir jedenfalls so vorgestellt ;-)


    Schaun mer mal, das Leben bleibt voller Überraschungen.


    LG Bruno - bob -

    Hallo Foristi,


    es geht weiter mit der Konstruktion des Kühlhauses: Der kubische Baukörper mit den Kühlkammern ist an der Reihe. Ich habe ihn in drei Segmente aufgeteilt da der Laser nur Formate 60 x 30 cm verarbeitet. Die einzelnen Segmente haben die Abmessungen von 35 cm breite und 29 cm länge. Die Gesamtlänge beträgt also 87 cm zuzüglich 8cm des Treppenturms.Aus Gründen der Festigkeit hat jedes Segment einen Kern aus dem schon bekannten 3 mm Finnkarton, der innen mit Spanten verstärkt ist. Ein offener Rahmen bildet den Bodenring, die Decke ist natürlich aus einem Stück.




    Auf diesen Korpus habe ich die passenden Wände geklebt, in die ich in schon vorgestellter Weise die Fenster eingeklebt und coloriert habe. Anhand eingelaserter Markierungen habe ich Lisenen aus dem verwendeten Laserkarton aufgeklebt.



    Aufgebügelte Fenster



    Hier werden sie von hinten in die Wand eingebügelt.



    Und mit "Panzergrau" (Revell) hinterlegt. Gut zu erkennen sind die Passmarken für die Lisenen.



    Der Laser hat bei seiner Arbeit auch gleich Schlitze für das Anbringen und Ausrichten der Rampen und der Schutzdächer ausgebrannt. Leider sind beim Ausschneiden der zugehörigen Zapfen und Hinterschneidungen bei den Dächern und Rampen zahlreiche Bugs eingearbeitet, die doch einiges an Nacharbeiten nötig machten; na ja, bleibt ja ein Einzelstück.


    Hier nun die fertigen Segmente zusammengestellt um einen Eindruck des gesamten Ensembles zu bekommen.



    Wenn man schon am Lasergerät zugange ist, kann man sich auch gleich eine passende Beschriftung sauber lasern lassen: "GKG" die Geesthavener Kühlhaus Gesellschaft. Gelasert aus 300 gr Tonpapier, mit CLOU Schnellschleifgrund gegen Feuchtigkeit resistent gemacht und mit UHU-hart aufgeklebt. Ich habe den gesamten Kartonverklebungen mit UHU-hart vorgenommen: Trocknet schnell, zieht kaum Fäden und wird steinhart.



    Sooo groß ist das Kühlhaus:





    Die Kaiseite mit der Kranlaufbahn.


    Im nächsten Schritt habe ich die Segmente auf die vorgesehenen Module gestellt um den Eindruck in der Umgebung der schon bekannten Fischereihafengebäude zu bekommen. Dabei zeigt sich, dass ich doch ein wenig mehr Abstand als ursprünglich vorgesehen halten muss um die "kleinen " Bauwerke im Bestand nicht zu erschlagen. Da die Segmente sowieso nicht fest auch den Modulen angebracht werden können, kann ich sie auch über die Modultrennung verteilen.



    Der zur Verfügung stehende Platz



    So viel Abstand muss schon sein um den Bestand nicht zu erschlagen.



    Es ergibt sich eine hinreichend große Fläche für rangierende LKW.


    Tja, nun geht es an die finalen Arbeiten um die Segmente abnehmbar auf den Modulen einzubetten, die Straßenflächen müssen angepasst werden, 2 - 3 Hafenkräne müssen auch noch konstruiert und gebaut werden. Es gibt also viel zu tun - .


    Wenn es wieder Vorzeigenswertes gibt, werde ich mich melden.

    „It´s Cool Man!“


    Auch am anderen Ende des Fischhafens geht es weiter. Hier habe ich ein respektables Kühlhaus vorgesehen, das die Ware von den „Frostern“ (Fisch“dampfer“die tiefgefrorene Ware anlanden) angemessen aufnehmen und lagern kann.


    Die Größe des Gebäudes legt auch eine anderweitige Nutzung nahe, z.B. Fleisch und sonstige Tiefkühlprodukte. Der Kaikante und den Kühlwagen ist es letztlich egal was dort passiert.



    Nach einigen Vorortrecherchen in Bremerhaven habe ich mich doch für eine Nachbildung eines Kühlhauses aus dem heimatlichen Bremen entschieden. Dieses in den frühen 50ern entstandene Kühlhaus zeichnet sich durch einen markanten Treppenturm am ansonsten eher schmucklosen kubischen Baukörper aus:



    In einer 2002 von „BremenPorts – Management + Services“ herausgebrachten Dokumentation in der die wegen der Aufgabe dieses Hafenbeckens obsoleten Gebäude aufgeführt sind, sind auch Baupläne und ein paar Bilder von diesem Kühlhaus enthalten. ( ISBN 3-932292-28-6 )




    Diese kleinen Zeichnungen habe ich anhand einiger weniger Maßangaben auf den H0-Maßstab hochgepuscht, sie dienten mir als Planungsgrundlage für mein Kühlhausmodell.



    Begonnen habe ich mit dem Treppenturm, der das Gebäude prägt und eine Herausforderung für die Umsetzung ins Modell darstellt. Zahlreiche Skizzen und Umsetzungsversuche fanden dann ihren Weg in einige Laserdateien. Der Turm weist einen respektablen Durchmesser von ca. 10 cm auf bei einer Höhe von 22 cm; diese Höhe bestimmt auch die Höhe des anschließenden Kühlhauskörpers. Diese Abmessungen kommen den realen Maßen recht nahe.




    Der Laser bei der Arbeit. Das Innenleben des Treppenturms wird aus 3 mm Finnkarton ausgebrannt.



    Fettich!



    Hier ist das Werden der inneren Struktur dargestellt. Eine gerade Rückwand wird sich an den Kühlhauskorpus schmiegen.



    Die Wandteile sind aus 0,9 mm grauem Laserkarton geschnitten, ebenfalls die naturweißen "Beton"-Fensterrahmen, die bündig mit der Wandfläche liegen. Wieder habe ich das Fenster"glas" aus einem "Laminating-pouch" mit dem Bügeleisen aufgeklebt (hier im Forum schon mal vorgestellt), ebenfalls in gleicher Weise mit den Wandteilen verbunden. Nach dem Passtest habe ich den Fenstern von hinten mit dunkler Acrylfarbe die Durchsicht geraubt.



    Hier nun der Treppenturm in voller Größe. Auf das Kantenfärben habe ich verzichtet, da hätte ich erst mühsam eine passende Acrylfarbe anmischen müssen. (Ein paar "bugs" in der Konstruktion scheinen sich bei mir / uns wohl nicht vermeiden lassen.)


    Abweichend vom sklavischen Nachbau habe ich das Kühlhaus an meine auf den Modulen zur Verfügung stehenden Abmessungen angepasst: So liegt der Treppenturm an der entgegengesetzten Gebäudeecke und die Bahn- bzw. Kaiseite ist vertauscht.


    Durch das Überwinden der Klippe "Treppenturm" ist der Weg frei für den nächsten Teil des Kühlhauses. Davon mehr im nächsten Beitrag.

    Hallo Foristi,


    es hat sich wieder etwas getan seit der letzten Vorstellung der neuen Fischhafeneinfahrt. Passend zum Frühling ist es auch auf dem Modul grün geworden Und ein paar Nebensächlichkeiten sind auch hinzu gekommen.


    Hier mal ein aktueller Überblick über die Einfahrt:



    Das Gelände rechts ist noch unbebaut. Hier soll eine flache Baracke (von Moebo) aufgebaut werden; zieht sich aber noch ein wenig hin (auch Kleinserienhersteller wollen mal Urlaub machen, tz, tz, tz). Ich habe mich letztendlich für ein flaches Gebäude entschieden, das ursprünglich geplante Reihenhausensemble aus Spörleteilen gelang aber entscheiden zu wuchtig und hätte den Blick auf das Lokwartegleis stark beeinträchtigt. Nun liegt der Rohbau unbemalt herum und harrt einer eventuellen Weiterverwertung an anderer Stelle.


    Die Lagerhallen auf der linken Seite der Einfahrt sind nun bis auf die Runddächer ebenfalls nach meinem Dafürhalten fertig. Die runden Dächer will ich bei Gelegenheit mit dem Widerstandsdraht aus Styropor ausschmelzen, der notwendige Platz ist dafür über der „Blinddecke“ freigehalten.



    Alles ein wenig vom "Zahn der Zeit" benagt



    Hier hat die Uhuspinne ihr Netz zu weben begonnen; sieht man nur auf dem Foto.


    Das Rampengleis ist stark eingewachsen, hier rollt nur gelegentlich mal die eine und die andere Achse drüber. Eine Pappelreihe im „Unland“ teilt den öffentlichen Teil von der Bahn ab. Auf der anderen Seite der Trasse bildet am Lokwartegleis ein einfacher Zaun aus Altschwellen und altem Signalstelldraht die Abgrenzung zum Rest der Welt.



    Die andere Seite der Lagerhalle macht einen geschäftigeren Eindruck; offenbar wird doch mehr auf der Straße abgefahren:




    Am unbeschrankten Bahnübergang (hier gibt es nur Anliegerverkehr) wurde ein neues Stellwerk errichtet: „Gfa“ Geesthaven – Fischbahnhof­ – Aufsicht. Die Anweisungen an den Rangierbetrieb werden über Mastlautsprecher erteilt (50er Jahre eben). Das Stellwerk spiegelt den Baustil der jungen Nachkriegszeit wieder und ist einem Vorbild im Bremer Rbf (Bvk) entlehnt.






    Die Weichen werden nachwievor von Hand gestellt, ebenso erfolgt die Sicherung des Bü durch das Rangierpersonal. Da fehlen noch einige W-Signale an den Gleisen vor dem Bü. (Das Anbringen von Weichenlaternen und –schwengeln erspare ich mir, da nach meiner Erfahrung die über kurzoderlang doch beim Spielen dran gleuben müssen.)



    Der Fischhandel von Hinrich Baumgarten muss auch endlich mal fertiggestellt werden


    Das unbestechliche Auge der Kamera brachte noch einige „Schieflagen“ zu Gesicht , die bei der Installation der Baracke dann gerichtet werden.


    Ein Trauerfall ist auch zu besichtigen: Die Lok 92 555 von Klein ist ein wenig „gurkig“ geworden. Der Lokrahmen leidet an der Zinkpest: Nix dreht sich mehr und auch als Stand- Model ist sie eigentlich wegen des Verzugs nicht mehr zu gebrauchen. Leider nimmt die Pest keine Rücksicht auf meine m.E. gelungene „Alterung“der Maschine. Schadè!


    Hallo Foristi,


    wieder mal gibt es wunderbare Anregungen für die Gestaltung unserer Modellbahn. In diesem Beitrag


    https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?017,8890417


    ist es vor allem der Bahndamm in Bild 3, der mich "vom Hocker reisst". Auch die Textur der Schüttbahnsteige hat mich in meiner Methodik bestätigt und über die Ausfahrt unter Brücke hindurch brauche ich keine Worte verlieren. Einfach oag.


    Kreative Grüße Bruno - bob -

    Hallo Wolfgang,


    der Finanzbedarf ist wohl für viele kein limitierender Faktor. Problematischer finde ich "die Platte", bei der die "Verdrahtung" inclusive Justierung der Weichenentriebe für den alternden Menschen nicht gerade "entspannt" erfolgen muss. Da bin ich froh, dass ich mich schon früh für Module entschieden habe, die ich problemlos hochkant stellen kann um in der Unterwelt meine Spuren zu hinterlassen.


    Auch hier gilt: "Jeder ist seines Glückes Schmied"


    LG in die Runde

    Hallo Foristi,


    Mit den längerwerdenden Tagen kommt auch wieder der Bastelspaß (von wegen: Modellbahn ist ein Winterhobby!) In den trübkalten Wintertagen gehen die Gedanken durch den Kopf, die Planungsmaschinerie gebiert neue Projekte.


    Mein derzeitiges Projekt ist ein neues Einfahrtmodul für den Fischereihafen. Es soll mich vom Anhänger unabhängig machen, wenn ich nur den Fischereihafen zu einem Treffen mitbringen möchte. Die recht sperrige und Ladevolumen verprassende originale Einfahrt über die Klappbrücken passen leider nicht zusammen mit den zwei Hafensandwiches in den Caddy-Maxi. Also muss eine neue Einfahrt her, die an die bestehenden Gleise des Fischhafens angepasst sein muss.



    In meinem Fundus an Rohmodulen fand sich ein "übersichtliches" Teil mit 70 cm Länge das überraschenderweise sogar die richtige Breite für den Fischhafenanschluss aufwies; leider kein Rechteck sondern ein leicht schräges Trapez. Aber solche Kleinigkeiten haben mich noch nie gestört; es kommt drauf an, was man draus macht.


    Nun galt es also, mit einer PECO-Dreiwegweiche wie auf der Originalmodul einen passenden Anschluss an die bestehenden Gleise zu verlegen. Interessanterweise lies sich auch noch eine Bogenweiche reinquetschen, die ein sinnvolles Lokwartegleis auf dem neuen Modul ermöglicht. In bewährter Manier habe ich wieder mechanische Weichenantriebe eingebaut, die problemlos funktionieren.




    Für mich wird es obendrauf spannend: Was lässt sich einigermaßen glaubhaft auf der neuen Fläche darstellen ohne zu sehr den Betrieb zu belasten? Auf dem Originalmodul führt ein längeres Gleis zur Heringsfischerei, die nur wenige Wagen im Spiel generiert. Die gleiche Firma auch auf dem neuen Modul wiederholen?? Ich habe mich für ein typisches Lagerhaus im "Hafenstyle" entschieden. Auch hier sind nur gelegentlich ein paar G-Wagen zu erwarten.



    Ich habe mal wieder meine Silikonform bemüht um die Schuppenteile herzustellen. Mittlerweile sind die Formen "ausgelutscht" und leider ist das Urmodell auch hin. Na ja, vorbei ist vorbei. Wieder habe ich die farblich vorbehandelten Keramingießlinge mit Pattex auf eine Kapadur-Innenkonstruktion aufgeklebt. Damit lassen sich die Dicken-Toleranzen der Gießlinge auffangen. Und allfällige Spalten und Macken werden durch Fallrohre und andere Teile kaschiert. Schaun mer mal.




    Als nächstes Problem wird der Straßenanschluss zu lösen sein, der quer durch die Weichenstraße verläuft. Es wird auf eine Asphaltnachbildung hinauslaufen: Gips oder Kapa, das ist für mich die Frage.


    Es bleibt spannend.

    Hallo Foristi,


    heute fällt mir bei DSO mal wieder ein Bild auf, in dem die Landschaftsgestalter eine Quelle der Inspiration finden:


    https://www.drehscheibe-online…59243,4959243#msg-4959243


    Besonders im Bild 7 ist es die Portionsweide, bei der den Rindviechern täglich jeweils nur ein Stück zum Abweiden gegönnt wird. Damit wird bewirkt, dass nicht nur die besonders delikaten Pflanzen abgefressen werden und die Wiese zum Schluss nur noch aus unbeliebten Gräsern besteht.


    Aber auch das zugewachsene Weidetor im Vordergrund und die baumbestandenen Hofgebäude im Hintergrund machen sofort Lust auf Modulbau.


    Auch auf den anderen Aufnahmen ist viel zu entdecken.


    Ergötzt euch!

    Hallo Michael,


    gib´ mal ein paar Tropfen Spiritus an die Stellen und kratz mit einem geeigneten Werkzeug die Umgebung frei. Könnte klappen.


    Viel Erfolg Bruno - bob -