Mein Friedrichstal

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    • Geländebau Schritt 2

      Moin Leute;
      Häuser brauchen ein Gelände

      Irgendwo ist immer die Welt zu Ende; und hier erstmal die Fridolinstraße. Nach Haus Nr.: 15 kommt der unweigerliche Modulübergang, dem dann noch ein FREMO B Profil folgen muss. Aber das Übergangsmodul hat noch Zeit.
      Tipp: Geländebau Styrodur
      Hier folgt nun meine Gelände Bauweise abgekupfert und dennoch schon seit Jahren praktiziert.

      Bild 1

      hier Anfang des Modul (Drahtstraße) 60 mm Styrodur Platten (hier Reste vom Bau) werden in Holräume eingepasst. Wer auf dem Land lebt und den Bauunternehmer kennt, kann sich vielleicht ein paar Reste „besorgen“, aber vorher fragen -- sonst gibt es Ärger. Ganze Platten (20mm) habe ich vom Baustoffhändler.
      Bild 2

      Ich verklebe die Platten mit dem abgebildeten Leim. Dieser ist nicht frei verkäuflich, ich bekomme ihn über einen befreundeten Handwerker. Wer ihn hat sollte vorsichtig damit sein er ist nicht umsonst nur für Profis, Handschuhe sollte man auf alle Fälle tragen.
      Da Styrodur Wasserundurchlässig ist, sollte der aufgetragene Leim mit Wasser (Glasreinflasche) bestäubt werden, damit er funktioniert. Zusätzlich müssen die zu verbindenden Platten beschwert werden, da der Leim sich beim Abbinden ausdehnt. Wesendlich geringer, aber vergleichbar mit Montageschaum.
      Der Vorteil dieses Klebers ist, das er vergleichbare Eigenschaften wie Styrodur hat, und nach einem Tag bombenfest ist. Meine Versuche mit Holzleim, Montagekleber usw. brachten bei der weiteren Bearbeitung immer Probleme an der Klebeschicht.
      Ich habe diese Erkenntnisse von einem Handwerker aus dem Stallbau, wer will kann das ganze aber auch noch einmal in einem EJ Sonderheft nachlesen, Brandl nutzt den gleichen Kleber und beschreibt ebenfalls diese Vorgehensweise.

      Bild 3

      Während andere (siehe EJ Sonderhefte) dem Styrodur nun mit allen möglichen Werkzeugen zu Leibe gehen, benutze ich den Multi Master von Fein. Dieses Werkzeug empfehle ich jeden der einen größeren Modelbau vorhat. Es gibt fast nichts was man mit dem Gerät nicht kann, gerade dann, wenn man etwas nachträglich ein oder umbauen muss. Inzwischen gibt es auch Geräte von Mitbewerbern, aber Fein wird durch das unendliche Zubehör erst interessant.

      Bild 4
      Hier ist das Gelände vorgeformt nun am Beispiel des anderen Ende des Modul

      Bild 5

      Die immer wieder empfohlene Stellprobe, hier Fridolinstraße 15

      Soweit zur Vorgehensweise im Geländebau, Schritt 2 (Schritt 1 = Holzunterkonstruktion)
      :hutab:
      Gruß Friedrich

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Friedrich ()

    • Moin, Leute

      Geländebau Schritt 3

      Bei unkompliziertem Gelände, das heißt ohne Stützmauer, Felsen usw. fällt dieser aus.

      Hinter der Fridolinstraße geht es weiter bergauf. Deshalb wird in Höhe Fridolinstraße 15 eine Felsnase dargestellt. Der Hinterhof wird später unmittelbar am Fels enden. Ein Durchgang ist nicht vorgesehen, am anderen Ende des Moduls musste nur ein Loch mit einem Stück Fels geschlossen werden. Der Fels war notwendig um in der Neigung glaubhaft zu bleiben.

      Hergestellt sind die „Felsen“ aus Gips. Die Formen sind aus Silicon.
      Abgeformt wurde echte Kohle, wie schon im Beitrag „Zeche Unser OTTO“ beschrieben.

      Bild 1

      Hier sind die Fels – Fliesen eingebaut.

      Tipp: Geländebau Schritt 4

      Das Styrodur Gelände wird von mir mit einer dünnen Schicht Fliesenkleber überzogen.
      Dieser Fliesenkleber in Pulverform gibt es in 5kg Gebinden im Baumarkt. Es ist darauf zu achten, dass es der jenige ist der für hochflexible Verklebung ausgezeichnet ist. Versuche haben ergeben, dass er selbst auf Pappenuntergrund nicht reist oder abblättert. Also nicht den erstbesten nehmen. Der Vorteil von Fliesenkleber ist einerseits die Erdnahe Farbe und er erzeugt einen nötigen Haftgrund für die folgenden Schichten. Beim Anrühren sollte man das Mischungsverhältnis beachten z.B. 100 g Fliesenkleber zu 25 ml Wasser. Anrühren kann man die Masse am besten in einem Margarinebecher oder ähnlich, weil man dieses Anrührgefäß dann nach Gebrauch entsorgen kann.

      Bild 2

      Der zu Besuch weilende Enkel überzieht das Styrodurgelände mit einer Schicht Flexkleber.

      Bild 3

      Der Fliesenkleber wird mit einem Pinsel geglättet und die Geländeform modelliert. Hier am Beispiel Ende der Fridolinstraße.

      Bild 4

      Und der Anfang des Moduls (Drahtstraße)

      Bild 5

      Die Utensilien für Geländebau Schritt 4 (Fliesenkleber)
      Kleber; Anrührgefäß; Doppelspachtel; Chinaspachtel; und Pinsel.

      Soweit zur Vorgehensweise im Geländebau, Schritt 3 und Schritt 4

      Gruß Friedrich :hutab:

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Friedrich ()

    • Danke Dir, Friedrich, für die ausführliche Beschreibung. Insbesondere auch die Material- und Werkzeugliste. Alles bereits "nachmachfähig". Das landet auf jeden Fall zusätzlich in meinem lokalen Ideenspeicher.

      Das könnte durchaus zusätzlich (in Anlehnung an existierende Druckwerke) unter der Überschrift "Friedrich über die Schulter geschaut..." laufen. :sehrgut:

      Gruß Rainer :thumbup:


      Christopher La Brec: Jeder Mensch verfolgt einen Traum in seinem Leben. Entweder den eigenen oder den eines anderen. Gib acht, das Du Deinen eigenen verfolgst.
    • Farbgebung Betonmauer und Felsen

      Moin, Leute

      Geländebau Schritt 5

      Nun folgt die Farbgebung für Schritt 3. (Nur Grundauftrag)
      Ein Stückchen Felswand und eine Beton-Stützmauer müssen einen realistischen Farbton erhalten. In diesem Fall wurde eine Acrylfarbe der Firma Liquitex verwendet. Mit BASICS-Matt entsteht eine völlig matte Oberfläche die nicht rissanfällig ist und die Farbe ist dazu mit einer hohen Deckkraft ausgestattet.

      Aus grau, braun und weis (weis immer) wurde für die Betonwand eine helle graue Farbe gemischt, deren Ton während des Auftragen durch Zugabe von Grau und weis verändert wurde.
      Bild 1 und 2


      Die Betonwände

      Bei der Felswand wurde zusätzlich schwarz und dunkelbraun zugemischt. Der Grundton war eine hellbraune Mischfarbe, die andern Töne wurden auf der Felswand untergemischt.

      Bild 3

      vor dem anmalen

      Bild 4

      nach dem anmalen

      Soweit zur Vorgehensweise im Geländebau, Schritt 5

      Gruß Friedrich
    • Rainer schrieb:

      Das könnte durchaus zusätzlich (in Anlehnung an existierende Druckwerke) unter der Überschrift "Friedrich über die Schulter geschaut..." laufen. :sehrgut:


      Dem Rainer kann ich nur zustimmen. Vielen Dank für dieses tolle Thema. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen. Wer erinnert sich noch an die Fernsehserie "Zugeschaut und mitgebaut"?
      Einfach nur großartig, Friedrich.
      Gued gaohn un bis düsse dage aus dem Münsterland
      Andreas
    • Geländebau Schritt 6 Erdarbeiten

      Moin, Leute

      Geländebau Schritt 6 (Erdarbeiten)

      Tipp: Mutterboden oder Erdschicht für das Gelände

      Wenn der Fliesenkleber ausgehärtet ist, wird er mit einer echten Erdschicht überzogen.
      Über die Hälfte der Anwender, die ich kenne sterilisieren die Erde, indem sie diese in den häuslichen Backofen erhitzen.
      Das soll ordentlich stinken. Ich möchte den Platzverweis aus dem Wege gehen, indem ich den guten Miele Backofen meiner Frau
      dazu nicht missbrauche und bringe die Erde so auf. Auch nach mehreren Jahren habe ich nichts Negatives festgestellt.
      Muterboden in Deutschland hat sehr unterschiedliche Eigenschaften, ich nehme den mittelschweren Boden aus unserer Gegend
      den ich von der Kreiselegge im Maßstab 1:1 „ernte“. Auf diesem Bodenbearbeitungsgerät liegt er als Staub im Frühjahr oft mehrere Zentimeter hoch.
      Es geht auch der Staub, der bei der Kartoffelernte im Sortierbereich anfällt, nur der könnte schon eher in den Backofen gehören.
      Die Erdschicht kann man nun mit mehreren Methoden befestigen. Oliv, oder braune Dispersion Farben aufbringen und die Erde aufstreuen,
      Ponal Holzleim aufbringen und Erde aufbringen ist eine andere. Dritte Variation, das was der Bastelraum an Kleber hergibt aufbringen und
      Erde einsieben wurde hier und heute angewandt.
      Jeder hat so seinen Lieblingskleber und von dem will er seine Modelleisenbahn Kollegen immer überzeugen.
      Deshalb habe ich von diversen FREMO Treffen auch schon den einen oder anderen Kleber mitgebracht.





      Einer von vielen. Der Leim und die Verdünnung mit 30% Wasser.
      Bild 2


      Der Enkel siebt mit dem Teesieb seiner Urgroßmutter die Erde (siehe oben) aus.
      Bild 3

      Anschließend wird sie aufgebracht, d.h. er siebt die Erde dann direkt in den Leim.
      Bild 4

      So sieht das aus wenn man anschließend mit Wasser/Pril aus einer Blumenspritze die Erde behandelt. Die groben Wassertropfen treffen auf den Staub, der nimmt das nicht gleichmäßig auf und es entsteht die abgebildete Oberfläche. Wer eine Oberfläche wie aufgesiebt will, muss einen Parfüm- Zerstäuber nehmen. Wer in diesem Fall anstatt Pril Odol Mundwasser nimmt bekommt ein gutes, feineres Ergebnis. Zurück zum Beispiel, hier wurde die Blumenspritze verwendet. Die raue Oberfläche war erwünscht.
      Bild 5

      Allen Theoretikern und super Modellbahner zum Trotz, wird nun schon das erste Woodland eingestreut. Schaumstoff ist nicht out, man muss es nur richtig anwenden.
      Bild 6

      Zum Vergleich, damit wir wissen wovon wir reden Bauleiter Jupp Harms am Hang.
      Bild 7

      Dazu kann man noch Trockensträucher, Blätter usw. durch die Kaffeemühle jagen und aufbringen damit die Oberfläche für den eigentlichen Bewuchs gut vorbereitet ist.
      Wer nun auch noch verschiedene Tiefgrund- Mischungen zusätzlich aufbringt tut ein Übriges zur Festigkeit und hat unterschiedliche „Feuchtigkeitsgrade“ dargestellt.
      Doch dazu mehr beim nächsten Schritt
      Bis dahin-- es gibt viel zu tun, packen wir es an :hutab:
      meint
      Friedrich

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Friedrich ()

    • Betonwände Schritt 2

      Den Grundanstrich hatte ich schon mal vorher gezeigt.
      Die Formen kommen von Langmesser und stellen die verwitterten Betonwände dar.
      Alle hervortretenden Flächen und die Zwischenräume (Fugen) wurden in diesem Fall mit einem fast weißen, also sehr hellen Grau behandelt.
      Danach kamen Kremer Pigmente (ASOA) zum Einsatz. Diese Pigmente, trocken aufgetragen werden zum Verlaufen gebracht. Es gibt unterschiedliche Methoden. Auch gibt es für solch eine Brühe Anbieter. Ich nehme Spiritus (Alkohol) mit dem Wundermittel Odol (also wieder unser Wundermittel). Chemiker wissen bestimmt was in dem Mundwasser drin ist. Für Modellbahner ist es ein sehr preiswertes Wundermittel. Nur mit Odol bekommt man ein Bindemittel, nur Alkohol spült die Pigmente weg.
      Also die Pigmente: Rost; Grün; Schmutzig Braun und Weis (Kalk) mit einem Pinsel aufreiben und dann mit einem anderen Pinsel ordentlich das Wässerchen fliesen lassen.

      Das Ergebnis:
      Bild 1

      Die Hohe Wand mit dem späteren Brückenkopf.
      Bild 2

      Hier kann man den Ansatz der Platten (fast) nur durch den Höhenansatz erkennen.
      Bild 3

      Hier erkennt man zu viel Rost. Aber Nacharbeit ist immer möglich.
      So weit für heute.
      hol di fuchtig
      Friedrich
    • Da muss sich der Herr Nouaillier warm anziehen :-)

      Servus Friedrich,

      Die Wand ist ein Traum, das ist bestimmt nicht deine erste ? Die sieht absolut klasse aus, danke für die Beschreibung das werde ich auch mal Probieren mit dem Odol.

      Greez Rico

      PS: das mit dem Odol ist aber nicht verwunderlich :) der Herr Lingner war ja ein Dresdner, das muss gut sein *grins* der war bestimmt Modellbahner....
      ooohhrr ischh wer Blöde dat ist Hnulll, mit liebe zum Detail.

    • Aber ist denn Woodland bei den Theoretikern und super Modellbahnern wirklich so verfemt?
      Inzwischen arbeiten viele mit einem "Flock" Gerät; Grasmaster oder wie diese Wunderdinger auch immer heißen. Dazu kommen noch diverse Selbstbauten. Damit kann man hervorragende Ergebnisse erzielen, hier im Forum sind diese u.a. von Joachim und Holger zu bewundern.
      Alle anderen Landschaftsbau Arten werden deshalb als „out“ bezeichnet. Wer aber vorher nicht mit (Schaumstoff) Flocken klar kam, wird nicht automatisch gut, wenn er Fasern in Leim schießt.

      Ich übe noch mit dem Beflockungsgerät, werde aber nach wie vor alles einsetzen, was andere und ich bisher genommen habe und dazu zählen viele Produkte aus dem Hause Woodland.

      Gruß Friedrich
    • Gleis und Weichen

      Friedrichstal Gleise

      Friedrichstal hat auch Gleise und Weichen, und wenn man dem Trend folgen möchte alles nur noch maßstäblich zu bauen merkt man: Die Module sind zu klein. Also Abhilfe suchen. Die Ausfädelung zum Industrieanschluss sollte eine Weinert Weiche sein und nach dem Motto, wenn es nicht passt, wird es passend gemacht, habe ich mich entschlossen die Schutzweiche selber zu bauen. Zuerst musste eine Vorbild Weiche gefunden werden und die fand ich auf einer CD eines ehemaligen Weichenherstellers.
      Eine symmetrische Außenbogenweiche 49-215-1:4,8 Fch.

      Vorher habe ich verschiedene Veröffentlichungen gelesen und mir beim anderen FREMO Mitglieder abgeschaut wie man auf eine einfache Weise Weichen bauen kann. Bei mir fehlen vor allem optische Zutaten, die eine Weiche erst zur Weiche werden lassen. Darauf habe ich hier aber bewusst verzichtet.


      Schritt1 Kopie fertigen und auf ein 2mm Polysterol Platte kleben.

      Schritt 2 Pertinax Schwellen sägen und auf die Schablone kleben.
      Hier wurde nur jede zweite aufgeklebt.
      Schritt 3 Zungen und Herzstück anfertigen
      Zungen waren noch vorhanden. Für unverbesserliche: Grünes HP 1 Heft 14 ( Heft 1, 2000)
      Der Bau der Zungen scheiterte bei mir am graden Sägeschnitt am unteren Schienenprofil, aber der 3. Versuch war schon ganz gut. Dann habe ich aber doch lieber die Hilfe von Michael Weinert in Anspruch genommen, der für seine Weichen Zungen gefertigt hatte. Wenn man nicht im Maßstab 1:87 bauen will, reichen nämlich der untere Schnitt und dann eine Verlötung.
      Schritt 4 Backenschienen anfertigen
      Schritt 5 eine Backenschiene auflöten
      Schritt 6 Herzstück auflöten


      Schritt 7 Flügelschienen anfertigen und eine passend zur auf gelöteten Backenschiene aufbringen

      Schritt 8 zweite Backenschiene aufbringen
      Schritt 9 zweite Flügelschiene auflöten


      Schritt 10/11 Zungen als Verlängerung der Flügelschienen auflöten


      Schritt 12 Stellstange (hier neues Weinert Teil) einsetzen

      Schritt 13 fehlende Schwellen unterschieben
      Schritt 14 Radlenker auflöten




      Schritt 15 Kleineisen aufkleben


      Schritt 16 lackieren


      Weiche ist fertig (mit den genanten Einschränkungen) als Vergleich mit der Weinert Weiche.
      Beide zusammen bilden die Ausfädelung zur Industrie Friedrichstal Drahtstraße.

      Materialliste: Pertinax Leiterplatte; PECO Schienenprofil; Weinert Stellstange; Weinert Radlenker (Messing); 2mm Polysterol; Tillig Kleineisen Nachbildung aus Kunststoff
      Werkzeug: Uhrmacher Laubsäge; Lötstation; Sekundenkleber; 0,4 mm Bohrer für Stellschwelle; Fühlerlehre für den Abstand Radlenker und Flügelschienen
      NMRA HO Gleislehre ; Messschieber ; Spurlehren
      Weichenschablonen und Normenblätter für das Gleissystem eurer Wahl

      Meine Meinung: Wer nicht alle Teile (Kleineisen usw.) nachbilden will und Lokomotiven bauen und supern kann, der schafft diese Art eine Weiche zu bauen allemal.
      Dazu hat er einen guten Einstieg für mehr, z.B für Weichen gem. grünes HP 1.
      Anmerkung: Die Serie über das Weichenbauen von Kosak (siehe oben) solle man vorher gelesen haben, damit man einen Überblick hat über das was man bauen muss und welches man für seinen Bau weglassen kann.

      Das war es für heute
      Gruß Friedrich
    • Hallo Friedrich,

      soweit auf den Bildern erkennbar, hast Du da eine feine, handwerklich saubere Arbeit geleistet.
      Eine Anleitung für alle, die - ohne ins H0pur-Fach zu fallen - sich mal an so einer Weiche ausprobieren wollen.
      Wie gross ist dann die Freude, wenn das Ganze sogar funktioniert!
      Ich für meinen Teil hätte da nur mal eine ganz kleine Frage: Wie bekommst Du die fertige Weiche wieder von der
      Poly-Platte los?

      Schönen 1. Mai!
    • Wie bekommst Du die fertige Weiche wieder von der
      Poly-Platte los?


      Überhaupt nicht! wird mit eingebaut.
      Weil eine Oberfräse in meiner Werkstatt vorhanden ist senke ich den Bereich der Weiche um 2 mm ab.

      Ob das Ganze sich dann evt. verzieht weis ich noch nicht, aber das wird sich zeigen.
      ist ja Industriebereich und da sah das Gleisfeld manchmal abenteuerlich aus.

      Gruß Friedrich
    • Moin Detlef und Peter
      die ganze Platte in warmes Spüliwasser legen und einen Moment warten, so bekommst du den Kleber, die Papierschablone und die Lötrückstände ab.


      Wenn man das machen möchte muss man aber alle Schwellen nachbilden und verlöten!
      Bei mir würden sich die Poly-Schwellen ebenfalls lösen!
      Wäre schade um die Arbeit :D
      Aber die Methode die Detlef anwendet bedeutet keinen Mehraufwand, außer einem höheren Verschleiß des Sägeblatts beim Schwellensägen.

      Gruß Friedrich
    • Friedrich schrieb:

      Bei mir fehlen vor allem optische Zutaten, die eine Weiche erst zur Weiche werden lassen. Darauf habe ich hier aber bewusst verzichtet.


      Moin moin Friedrich,

      als Weichenbau-Laie vermisse ich erstmal nichts, außer der Stellvorrichtung mit Weichensignal. :rolleyes: Ein paar Fragen habe ich aber zu Deinem Weichenselbstbau:

      Wie hast Du die Gleitplatten im Zungenbereich hergestellt? Schaut gut aus.

      Die Tillig Kleineisen sind mit Sekundenkleber geklebt, habe ich so herausgelesen? Dieser Schritt steht für meine Doppelweiche von Walter auch noch an.

      Dann haben es mir auch noch die "Trennrillen" auf den Pertinax-Schwellen angetan. Bezogen auf die drei letzten Bilder von Dir sind sie auf dem letzten Bild kaum mehr erkennbar. Nur mit Farbe zugedeckt? Zugespachtelt? Oder geschickt fotografiert?

      Die Farbgebung gefällt mir übrigens auch außerordentlich gut, wie ich auch diese Baubeschreibung/Anleitung als sehr hilfreich finde.


      Gruß nach Nordwest
      Rainer :thumbup:


      Christopher La Brec: Jeder Mensch verfolgt einen Traum in seinem Leben. Entweder den eigenen oder den eines anderen. Gib acht, das Du Deinen eigenen verfolgst.
    • Hallo Rainer
      und alle Mitlesende
      Diesmal ohne Fotos.
      Wie hast Du die Gleitplatten im Zungenbereich hergestellt? Schaut gut aus.

      Im Gegensatz zu den meisten anderen Zungen, die aus dem gleichen Schienenprofilen bestehen wie der Rest der Weiche (auch so angewandt bei den Weichen der Zeche unserem Otto) sind die Zungen hier 0,4 mm niedriger als das PECO Schienenmaterial, also ca. 1,5 mm hoch.
      Das hat zur Folge, das man, wenn man die neue Weinert Stellvorrichtung nutzen möchte, diese 0,4 mm am unteren Fuß der Schiene im Bereich der Stellstange weg nehmen sollte.
      Zwischen Schwellenoberkante und Zunge ist 0,4 mm „Luft“. Deshalb kann man die Gleitplatten nachbilden. Ich nehme dazu Evergreen Streifen; in diesem Fall Nr.: 114
      0,38 mm mal 2 mm oder Aufdruck 0.15 x 0.80. Untergeschoben in der zuvor fertig gestellten Weiche, geklebt mit Sekundenkleber. Es bleibt genügend Luft zum Gleiten.
      Die Farbgebung gefällt mir übrigens auch außerordentlich gut

      Farbe der Schwellen, bei mir schon seit vielen Jahren Humbrol 98. Wird im Übrigen auch in der MIBA Spezial Farben empfohlen. Farbe des Schienenprofil Humbrol 29. Bei weniger befahrenden Seiten Ästen nutze ich die typischen Rostfarben von Humbrol oder Revel aufgehellt mit Ocker. Bei der Zeche habe ich die Zechengleise mit der originalen Rostfarbe eingefärbt, deshalb gefällt das Ergebnis nicht ganz.



      Die Tillig Kleineisen sind mit Sekundenkleber geklebt, habe ich so herausgelesen? Dieser Schritt steht für meine Doppelweiche von Walter auch noch an.

      Eine Arbeit, die man nicht auf ein Mal machen sollte. Täglich 25 oder so.
      Also zuerst die Befestigungsstifte an der Unterseite abschneiden. Gelingt am besten mit dem Cutter (der auch gut in den Daumen schneidet). Danach das Kleineisen teilen und die „Mitte“ entfernen. Über bleibt ein halbes Kleineisen, das eigentlich sichtbare Teil. Dieses wird nun mit Sekundenkleber auf die Schwelle/Schienenfuß geklebt. Ich lasse im übrigen das Kleineisen innen weg! Siehe auch die Fotos. Es fällt nur demjenigen auf, der solche Dinge sucht.

      Dann haben es mir auch noch die "Trennrillen" auf den Pertinax-Schwellen angetan. Bezogen auf die drei letzten Bilder von Dir sind sie auf dem letzten Bild kaum mehr erkennbar. Nur mit Farbe zugedeckt? Zugespachtelt? Oder geschickt fotografiert?

      Getrennt wird mit der blauen Schwabbelscheibe von Proxon. Das heißt es wird nur die Kupferschicht entfernt. Dann reicht Farbe zum kaschieren. Sollte das mal nicht gehen, wird mit der Trennscheibe getrennt und der Spalt verspachtelt. Wer die Weiche im Vordergrund einbaut kann auch die Holzstückchen aus dem Bahn-Sinn Schop von W K verwenden, sind nicht teuer.
      Fotografieren wird noch geübt, wenn... dann keine Absicht.

      Tipp!: Vor dem lackieren unbedingt die Weiche elektrisch durchprüfen, den dann ist ein prüfen jeder Schwelle möglich, und man erkennt vielleicht noch den Hauch eines Kupferrest der den Kurzschluss verursacht.
      Soweit für heut.
      Gruß Friedrich :thumbup:
    • Es geht weiter

      Moin; Friedrichstal Freunde
      Nach einem halben Jahr Pause nun wieder zurück zum Neubau!
      Auch wenn der Abzweig und die Zeche immer noch nicht fertig sind, und dort noch Feintuning wartet, möchte ich euch nun erst mal wieder zurück ins Friedrichstal führen.

      Einfahrt in Friedrichstal
      Das erste Modul ist ein Streckenmodul. Dargestellt werden soll der Übergang von der offenen Landschaft in das Tal.
      Da der Wohnraum im Tal knapp ist und der Platz für Neubauten im Tal fehlt, entsteht auf dem freien Feld vor dem Tal eine Neubausiedlung mit den typischen Wohnblocks der 50er und 60er Jahre. Dazu wird die Fläche auf denen die Häuser gebaut werden teilweise aufgeschüttet. Der alte Feldweg der unter der Bahn herführt ist die Grenze, und die Wiese wird sich deutlich verkleinern. Altbauer Wildebuhr ist nicht begeistert, neue Zeit eben. Von dem Geld das die Grundstücke erbracht haben werden neue Maschinen angeschafft, so kann er seinen Sohn motivieren weiter hin der Landwirtschaft treu zu bleiben.

      Der Modulkasten
      Der Kasten besteht aus Pappelsperrholz der Stärke 6 und 8 mm.
      Gebaut in Spanntenbauweise. Da der Kasten nicht Verwindungssteif ist, müsste noch ein Längsspant eingezogen werden. Durch das Aufkleben der Sturodur Platten ist der Kasten etwas stabiler geworden, dennoch empfehle ich denjenigen der ähnlich bauen möchte den Längsspant.


      Die Unterkonstruktion Modul 1.
      Auf den Spanten habe ich eine Deckplatte gesetzt. Auf dieser können nun der Bahndamm und die Geländestruktur aufgebracht werden. Das Trassenbrett wird auf passend zugeschnittenen Holzbrettchen auf geständert. Etwas aufwendig (und laut) aber hofendlich Formstabil.


      Der Kasten von oben. Das Kopfstück ein gelasertes FREMO B Profil, das man bei einigen FREMO Treffen von den einschlägigen Händlern erwerben kann.


      andere Blickwinkel

      Landschaftshaut Modul 1.

      Mit dem abgebildeten Spezialkleber von Würth habe ich 20mm Styrodur Platten in den Holzkasten geklebt so entsteht der Unterbau, also die Geländehaut.


      Der Bahndamm wird unterfüttert, nun kann man Konturen ausschneiden.


      Und nachdem mit einigen Grobwerkzeugen die Konturen ausgeschnitten waren wurde mit der abgebildeten Raspel der Unterbau vollendet.
      Für heut erst mal
      hol di fuchtig denn sonst sitze ich länger vor der Dattelkiste als das ich baue. :daddeln:
      meint Friedrich