Trafohäuschen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Trafohäuschen

      Hallo zusammen,

      auf vielen Bildern des Bahnhofs Kirchbrak ist straßenseitig gegenüber vom Empfangsgebäude ein kleines Trafohäuschen zu sehen <imageshack.us/a/img155/2632/kirchbrak004kopie.jpg>. Heute dient es nur noch als Herberge für Fledermäuse, aber in der Epoche III / IV hatte das Gebäude durchaus noch eine andere Funktion. Auch H0-Kirchbrak braucht irgendwie eine Stromversorgung. Irgendwie bin ich aber nicht fündig geworden, und habe nirgendwo etwas passendes gefunden. Entweder sind die Häuschen zu niedlich, zu süddeutsch, zu ... das einzige, was mir eigentlich gefallen hat, war das Trafohaus von MBZ, das teilweise auch schon mal auf einigen Bildern zu sehen war - wenn da nicht diese Flickstellen wären, und wenn das Fenster auf der richtigen Seite liegen würde, und wenn.... kurz, es passt einfach nicht nach Kirchbrak, so dass ich mich also entschlossen habe, einfach selber zu bauen...

      Zuerst zm Vorbild: die Bilder zeigen den Zustand vom letzten Frühjahr...





      Ich habe damals auch die Grundmaße vermessen, aber die Daten irgendwie verbaselt. Ist aber nicht so schlimm, da ich das Häuschen erstmal als einfaches Papiermodell bauen werde, um die "richtige" Größe auszuprobieren.

      Zur Erstellung des ersten Bauplanes habe ich die Fotos in einem Zeichenprogramm so verkleinert, dass das Grundmaß 3 cm beträgt (entspricht in 1:1 2,60 m), die dann aus dem Bild resultierende Höhe beträgt dann ~ 10,5 cm. Wenn man berücksichtigt, dass die Fotos leicht schräg von unten aufgenommen sind, und entsprechend etwas verzerrt sind, kann man erstmal guten Gewissens davon ausgehen, dass das Gebäude rund 10 m hoch ist (ich meine, mich an 9,8 m zu erinnern, die ich damals mittels Laserentfernungsmesser - für Modellbauer eine grandiose Erfindung - gemessen habe). In die Fotos habe ich dann einfach die Konturen des Geäudes sowie die Tür, etc. eingezeichnet.



      Soweit bin ich jetzt - ich werde diesen Bauplan erstmal in Papier aufbauen. Wenn das Gebäude dann größenrichtig erscheint, werde ich das Gebäude ähnlich aufbauen, wie vor einigen Monaten meine P...Bude: ausdrucken, auf 1 mm Sperrholz aufkleben. Das Fundament werde ich aus Slaters-Sandsteinplatten bauen, und den Rest dann einfach verputzen.... doch davon später mehr.

      Für heute erstmal schöne Grüße aus H0-Kirchbrak,
      Erik
    • Hallo Erik,

      ganz nach meinem Geschmack. ;)

      Mein Stationsgebäude von Trais-Münzenberg wird übrigens gemäss deiner im Forum eingestellten Bauanleitung entstehen. Diese Anleitung war für mich auch der Grund, überhaupt das Projekt zu starten.

      Wünsche dir beim Bau von dem Trafohäuschen auch viel Spass und Erfolg.

      viele Grüsse
      Holger
    • Moin; Erik

      ausdrucken, auf 1 mm Sperrholz aufkleben.


      Schon mal mit Polystyrol Platten versucht?? Gibt es in unterschiedlichen Stärken.

      Wenn Du Beschaffungsprobleme hast kannst Du sie von für das kleine Gebäude von mir haben. Das Zeug ist preiswerter wie Sperrholz läst sich leicht verarbeiten und verkleben. Und verzieht sich nicht.
      Um ein verputzen zu imitieren nimmst halt Feinspachtel aus dem Künstlerbedarf, aber "verputzen" mußt Du auch bei Sperrholz.

      Gruß Friedrich
    • Hallo Friedrich,

      ich habe den Vorgänger meines EGs mit Kunststoffplatten gebaut (das jetzige entstammt im Grundgerüst einem Bausatz von mkb - mit einem Papp-Gerippe) . So richtig glücklich bin ich damls mit dem Polystyrol nicht geworden, weil ich immer Probleme hatte, die Fenster vernünftig gerade reinzubekommen, und außerdem kein großer Fan von Lösemittelklebstoffen bin (im Moment rieche ich allerdings nicht, und bei der Größe könnte ich mal wieder einen Versuch wagen...)

      Was den Spachtel angeht: Kunststoff müsste ich wahrscheinlich weniger verspachteln - der hat immerhin keine Maserung...

      Ich halte euch auf dem Laufenden,
      Erik
    • Hallo zusammen,

      grünes Männchen


      da ist jetzt ja ein Eindruck entstanden - aber bevor ihr mich falsch versteht: ich verwende solange es geht Weißleim oder ähnliches. Für den Fall, das das nicht tut, habe ich auch alles andere... bloß klebt das dann auch immer an meinen Händen... ;)

      wenn Du an einer Zeichnung des Trafohäuschens von Senzke im Havelland interessiert bist dann melde Dich bei mir.

      Natürlich bin ich an einer Zeichnung von Senzke interressiert...

      Zu meinem ersten Versuch eines Trafohäuschens: ein erster Größenvergleich mit den Lampen von Kluba/Kotol: passt.



      Und auch auf den zweiten Blick stimmen die Dimensionen:



      Den Vergleich mit dem EG und dem VT 1 der VEV wie im ersten Link dieses Beitrages bekomme ich nicht überall scharf hin (dafür liegen die beiden Gebäude zu weit auseinander - hat vielleicht irgendjemand einen Tipp, wie man zwei oder mehr in verschiedenen Ebenen scharfe Bilder vernünftig überlagerern kann??). Ich denke, man sieht aber auch so, dass das Trafohäuschen nicht völlig daneben liegt...



      Ich bin auf Eure Kommentare (bitte aber nicht über die Bildqualität ;) ) gespannt,
      schöne Grüße aus H0-Kirchbrak,
      Erik
    • Hallo zusammen,

      ich war kurz vor Ostern noch mal in Kirchbrak und habe das Trafohäuschen noch mal vermessen - dem Laser sei Dank (übrigens geht das nachts viiiiiiiiiiiiiel besser als tagsüber - da sieht man wenigstens den Laserfleck auf den Gebäude. Warum es allerdings um die Ostertage so kalt war, dass meine Batterien und Hände eingefroren sind...). Also, das Trafohäuschen ist wieder etwas kleiner geworden; anbei die aktuellen Pläne:



      Als Glasbaustein-Fenster werde ich Auhagen-Fenster einsetzen, die ich von innen mattieren werde (mit Flüssigklebstoff?) und Feinspachtel habe ich auch schon besorgt. Einer Realisierung steht also nicht mehr im Weg...

      Schöne Grüße aus H0-Kirchbrak,
      Erik
    • Hallo zusammen,

      mein Trafohäuschen ist weitergekommen: ich habe die Zeichnungen auf Sperrholz aufgezogen und ausgeschnitten. Statt dann aber mit Leistchen zur Verstärkung der Ecken zu arbeiten, habe ich die Seitenwände mit Hilfe meines Vaters noch mal in dickerem Sperrholz ausgesägt. Das erhöht zum einen die Stabilität, zum zweiten erspart man sich das Einkleben der Leistchen.





      Auf dem Foto ist ein Vergleich mit dem ersten Papiermodell zu sehen; dabei wird deutlich, dass das Holzmodell doch wieder etwas kleiner geworden ist. Als Glasbausteinnachbildung habe ich – abweichend von eurer Diskussion – Auhagen-Fenster aus dem Satz genommen; zufällig haben diese eine einigermaßen passende Größe. Zum Mattieren habe ich die Rückseite mit Faller Expert angelöst. Beim ersten Versuch ist das Fenster zu matt und gleichmäßig geworden; beim zweiten Versuch habe ich dann mit einem abgebrochenen Schaschlik-Spieß diese angelöste Oberfläche etwas unregelmäßig geformt (rechtes Fenster). Mir gefällt das Ergebnis...



      Soweit, so gut. Jetzt fehlt der Putz, was nur noch eine Frage der Zeit ist, und der elektrische Anschluss. Dies gestaltet sich eher als schwierig: während die Versorgungsleitung, die zum Trafohäuschen führt, noch recht einfach ist, fehlen mir für die Verteilung in das Dörfchen Informationen und Bilder – ich habe im Internet noch nichts wirklich passendes gefunden. Erstmal zum Eingang: der Strom kommt als 3-Phasenstrom über eine 3-Phasen-HV-Leitung. Hier habe ich sogar schöne Aufnahmen von einem Trafohäuschen in Oelkassen, etwa 6 km von Kirchbrak entfernt. Ich werde die Isolatoren mit Sommerfeld-N-Isolatoren andeuten.



      Wie aber geht es aus dem Trafohäuschen wieder raus? Als Dreiphasenleitung mit 380 V vermutlich; mit 2 zusätzlichen Leitungen für die im letzten Jahrhundert noch vorhandene Straßenbeleuchtung. Kennt jemand da schöne Aufnahmen, wie diese Anschlüsse in den 70ern und 80ern ausgesehen haben könnten?! Ich hätte jetzt einfach an das Gebäude 5 Isolatoren (von Kotol) gesetzt; aber wie kommt der Strom aus dem Schlitz im Trafohaus an die Isolatoren? Warum zeigen alle Bilder, die ich finde, nur 4 Leitungen?! Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen?! Gab es hier regionale Unterschiede?!

      Schöne Grüße aus H0-Kirchbrak,
      Erik
    • Hallo zusammen,

      noch mal die letzten Bilder vom Trafohäuschen:



      Den Putz habe ich mit Acryl-Feinspachtel aufgebracht. Wenn ihr ehrlich bin: ich hatte mir das einfacher vorgestellt, die Spachtelmasse braucht relativ lange, bis man sie glätten kann, ohne sie wieder komplett abzuziehen. Und dann ist sie ganz schnell ganz hart. Naja, immerhin kann man den Putz nachher überschleifen, falls irgendwo mal ein zu grobes Korn rumhängt.

      Die Isolatoren für den 380V-Stromkreis stammen von Kotol/Kluba; ich habe beim Bohren der Löcher eine normale Lochrasterplatine mit 2,54 mm Abstand als Schablone verwendet. Der Abstand der Isolatoren entspricht damit ungefähr dem der Isolatoren an den Klubalampen, die rigendwann mal aufgestellt werden. Die Anordnung der Isolatoren habe unterschiedlichen Bildern aus dem Internet nachempfunden; was noch fehlt ist jetzt allerdings der Anschluss nach innen. Wenn ich meinen Lackdraht wieder finde, werde ich das noch nachholen. Die Tür habe ich einfach aus einem Foto herausgeschnitten; so ist nicht nur das Hochspannungsschild vorhanden, sondern auch gleich die Alterung. Wahrscheinlich werde ich den Kanuf aber noch plastisch (mit einem Stecknadelkopf) darstellen.

      Beim Vorbild ist das Dach mit Buntsandstein gedeckt. Dieses Material wurde unweit entfernt gebrochen (und teilweise auch per Bahn abtransportiert...). Ich habe als Basis Tonpapier verwendet, dass ich auf der Oberfläche Sandsteinfarben eingefärbt habe. Dabei habe ich unterschiedliche ähnliche Farbtöne verwendet, um unterschiedliche Steinfarben, aber auch einen unterschiedlichen Verwitterungsgrad darzustellen. Aus diesen Tonpapierabschnitten habe ich dan einzelne Steine ausgeschnitten, und diese dann irgendwie zufällig mit Holzleim auf einem dünnen Sperrholzdach verbaut. Der Vorteil von in ähnlichen Farben durchgefärbtem Tonpapier ist: die Schnittkanten fallen nicht so auf wie bei hellem Papier.



      Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden; evtl. werde ich jetzt noch etwas nachaltern. Allerdings möchte ich so keine größeren Dächer aufbauen, der Arbeitsaufwand für die paar cm² war ziemlich groß - ich hätte nie gedacht, dass so ein kleines Trafohäuschen soviel Aufwand macht. Hat jemand von euch vielleicht eine bessere Idee, wie man Sandsteindäche mit unregelmäßigem Belag darstellen kann? Beim Holzwerk brauche ich das schon wieder...

      Soviel von dieser Baustelle, demnächst werde ich die Straße bauen und das Trafohäuschen einbauen...

      Schöne Grüße aus H0-Kirchbrak,
      erik
    • Moin Erik,

      es ist schon schön geworden, dein Trafohäuschen. :thumbsup:
      Überhaupt gefällt mir, wie du an die Sache mit dem Selbstbau rangehst. Viele Ideen, sei es das mit der Tür oder den richtigen Abständen der Isolatoren, sind nachahmenswert.
      Zur Frage bezüglich der rationellen Herstellung von Ziegeln kann ich dir leider nicht helfen.

      Das einzige, was mir noch aufgefallen ist: In den überwiegendsten Fällen sind die Fugen bei Glasbausteinen weiss bis grau und nicht schwarz (so wie bei dir). Mit einem Edding oder etwas anderer Farbe kann man das sicher noch ändern....und dann wäre es perfekt.

      Viele Grüsse
      Holger
    • Hat jemand von euch vielleicht eine bessere Idee, wie man Sandsteindäche mit unregelmäßigem Belag darstellen kann?



      Hm, ist zwar kein Sandsteindach, aber die Methode würde sich auch bei dem Sandsteindach eignen:





      Alle Fotos, auch vom Vorbild, findest Du in meinem Shop.

      Die Laserdatei mittels Corel zeichnen:

      Foto des Daches entzerren, Massstäblich verkleinern und in die Corel-Datei importieren.
      Dann die Platten auf dem Foto als Linien zeichenen (dünnste darstellbare Linie), die Datei an Harald Brosch senden und fertig!
      (OK, kostet auch einige Stunden..........)
      Gruß vom Bodensee

      Weichen-Walter



      www.weichen-nach-mass.de

      www.weichen-walter.de
    • Hallo Walter,

      Danke, das war das, was ich suchte... ich werde das für das nächste Gebäude in jedem Fall umsetzten; sonst muss ich tagelang Dachdecken... Was die Dauer der Bildbearbeitung angeht: man muss ja nicht so große Flächen bearbeiten, durch Variation der Streifen sollte man auch weiterkommen? Mir gefällt dein Dach jedenfalls sehr gut...

      Was übrigens am Trafohäuschen noch fehlt, ist das Wesertal-Schild: ich werde es ätzen lassen, und euch anschließend noch mal ein Bild einstellen.

      Schöne Grüße aus H0-Kirchbrak,
      Erik
    • Hallo Erik,

      ja, ich hab auch nur das Dach von einem Trafohaus der RhB genommen und die Reihen aneinandergesetzt.
      Anschließend dann nach kopiert und nach rechts und links verschoben um unterschiedliche Streifen zu erhalten.
      Aber ganz ohne Schnippseleien gehts auch nicht. Schließlich sollten ja in zwei direkt aufeinander folgenden Reihen die Fugen auch nicht direkt übereinander liegen...

      Also viel Spaß!!!!!
      Gruß vom Bodensee

      Weichen-Walter



      www.weichen-nach-mass.de

      www.weichen-walter.de