Bahnhof Behringersmühle der Wiesenttalbahn

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    • Hallo Boscho,

      ich verwende diese Methode mit dem Hasendraht und den Zeitungsschnippseln schon mehr als 15 Jahre. Am Anfang habe ich das Papier einfach vom Rand beginnend mit Tapetenkleister aufgeklebt. Dann konnte es aber passieren, dass sich das ganze leicht vom Draht abhob, wenn das Papier seine Eigenspannung nach dem Trocknen zurückbekam. Jetzt ziehe ich erst alle 7 - 10 cm ca 10 mm breite Papierstreifen mit der Pingzette durch den Draht. Dadurch gibt das auf der Rückseite kleine Papierschlaufen, die ein Abheben des Papiers verhindern. Es gibt auch Zeitgenossen, die anschließend auf der Rückseite nochmal Papier aufkleben. Den Holzrand streiche ich erst mit Ponal vor, damit es später keine Ablösungen am Rand gibt. Die sind nämlich schwer zu reparieren, weil das Papier durch die Eigenspannung nur mit Einschneiden und nochmal drüberkleben wieder in Form gebracht werden kann. Das Papier trage ich nass in nass in 3 Schichten auf. Das Ganze ist nachher knüppelhart. Nach dem Trocknen wird der Untergrund erst mit braunen Farbe gestrichen. Dann kommt eine Schicht aus getrockneter Erde drüber. Darauf erst Turf und dann Begrasung. Durch die Erde bekommt das ganze eine natürliche Oberfläche. Beim Begrasen hänge ich die Masseklemme des Elektrostaten einfach unten an den Hasendraht und kann dann oben einfach loslegen.

      Das Ganze ist sehr leicht. Für Bäume piekse ich einfach ein Loch in die Oberfläche und fixiere sie mit Heisskleber. In all den Jahren gab es nie Probleme mit Modulen weder so noch auf dem Transport. Man sollte allerdings solche Module nicht in feuchten Räumen lagern, da das Zeitungspapier natürlich Feuchtigkeit zieht und die Module auf Ewig einen muffigen Geruch haben. Preislich ist diese Methode natürlich sehr attraktiv und man kann wunderbar beim Kleben abhängen und runterkommen.

      Viele Grüsse
      Martin

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Martin ()

    • Guten Morgen,

      in den letzten Tagen hatte ich wieder Zeit mich intensiver mit den Segmenten von Behringersmühle zu befassen.



      Die Steigung der Strasse vom Bahnhof hoch zur Landstraße war nicht stimmig und so habe ich die Straße etwas steiler angelegt.
      Jetzt muss noch der Geländeanstieg zwischen den Strassen angepasst werden. Das war irgendwie bei der Planung der Spanten nicht richtig ersichtlich.



      In der Mitte sieht man den Ausschnitt für den Einsatz des Empfangsgebäudes.

      Die ersten Aufnahmen für die Füße sind auch bereits montiert, so dass das Arbeiten auf dem Fußboden hoffentlich bald ein Ende hat.

      Ich wünsche euch einen schönen Sonntag - macht was draus bei dem schönen Wetter. :)
      Martin
    • Guten Abend,

      die ersten Füße sind montiert und 4/10 aller Segmente stehen bereits. Die Kreis- und die Stichsäge werden bald nicht mehr gebraucht. Dafür noch der Deltaschleifer.
      Meine Frau wird´s mir danken, wenn Dreck und Lärm ein Ende haben. :vinsent:



      Ein völlig neues Anlagengefühl. wenn man zum ersten Mal das ganze aus einer anderen Perspektive sieht.



      Die SOK ist im Moment bei 1,08 m. Wenn ich mir vorstelle, das die SOK bei 1,30 ist, falls ich mal irgendwo bei den großen Jungs mitspielen darf, wird das schon gewöhnungsbedürftig, da die Gleise nicht an der Vorderkante liegen.

      Bis denne
      Martin
    • Hallo Martin
      Ich finde es sieht schon ziemlich gut aus. Und an die 130cm SOK gewöhnt man sich. Dann steht man "so richtig drinnen" in der Szenerie.
      Grade, weil Deine Module nach Hinten in die Höhe Wachsen, steht man dann "im Tal".
      Daumen hoch!
      LG,
      Axel
    • Hallo Axel,
      gestern Abend habe ich mich etwa 20 cm tiefer vor der Anlage hingehockt um die SOK von 130 cm mal zu simulieren und hatte wirklich das Gefühl im Tal kann zu stehen. Das kam schon gut. In diesem Raum wird es aber bei 105 - 110 cm bleiben, weil die Anlage sonst wegen der Schräge zu weit im Zimmer steht , und ich links nicht mehr mit dem Gleis aus der Ecke bis in einen Schattenbahnhof komme.
      LG
      Martin
    • Hallo in die Runde,


      es gibt wieder ein paar Baufortschritte aus dem Wiesenttal. Der Hasendraht ist überall aufgetackert und nach und nach wird jetzt das Pappmasche aufgebracht. Jeden Abend nach der Arbeit ein Stündchen. Gut zum Gedanken schweifen lassen und Runterkommen.



      Die Korkbettung für die Gleise liegt. Um die genaue Position zu ermitteln, habe ich Teile des Gleisplans 1:1 aus WinTrack ausgedruckt.



      "Rechtzeitig" ging am Wochenende die Abtönfarbe zu Ende.







      Wenn ich so die Ausmaße dieser Anlage sehe, frage ich ich mich manchmal, ob ich einen an der Klatsche hatte, als ich das Projekt angefangen habe.
      Aber wirklich bereut habe ich es noch nicht.


      Schönen Sonntag wünscht euch
      Martin
    • Der Nikolaus hatte ein Einsehen und brachte heute die bestellten Tillig-Gleise.

      An den Segmentübergängen verwende ich gefräste Pertinaxplatten, die mein Freund Andreas vom MEC Stadthagen schon vor Monaten für mich angefertigt hatte.



      Die Höhe des Bahnsteigs hatte ich nach NEM Norm ausgeführt, aber das ist zu hoch. Da aber in Behringersmühle das Bahnsteiggleis etwas höher liegt als das Umsetzgleis habe ich hier mit 2 mm Sperrholz aufgedoppelt. So konnte der Planungsfehler etwas korrigiert werden.



      Bevor man die Schwellen aufklebt und die Schienen auflötet, muss erst noch die Brünierung der Tilliggleise entfernt werden, sonst hält die Lötverbindung nicht.





      Zum Fixieren und Andrücken der Schienen eignet sich diese selbstgemachte Lehre hervorragend. Ein "Grillen" der Finger wird so beim Löten vermieden.



      Damit wird auch sichergestellt, das die Gleise an den Segmentübergängen fluchten.

      Demnächst mehr
      Martin
    • Oh weh,

      so ein schönes Projekt, so viel recherchiert, so viel gezeichnet, so viel gefräst, so viel geleimt und geschraubt und jetzt so eine Gleisverlegung? Denk doch mal nach: Nicht formstabiler Kork, darauf dünnes Holz, darauf Pertinax. Und alles GEKLEBT? Zumindest die Pertinax-Platte würde ich an deiner Stelle noch verschrauben.

      Ja, ich werde nicht müde vor der Verwendung von Kork zu warnen. Ich habe den Fehler zu lange selbst gemacht. Das, was da in "Fach"zeitschriften verbreitet wird, ist kriminell. Schon auf Fotos sieht man, wie die Gleise Wellen schlagen.

      Off topic
      Ich sollte mir dringend dieses Shirt bestellen :


      Ich hoffe Du kriegst noch den Bogen, Martin. Wäre doch Mist so einen Trümmer (eigentlich das gleiche wie Ondrup, nur doppelt so breit) durch die Gegend zu schleppen, und alle regen sich über die Gleislage auf.

      Patrick
      Der Blog des Bahnhofs Ondrup: ondrup.blogspot.com

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rainer () aus folgendem Grund: Spoiler eingefügt, das Bild ist nicht zielführend.

    • Hallo Martin,

      Martin schrieb:

      Die Höhe des Bahnsteigs hatte ich nach NEM Norm ausgeführt, aber das ist zu hoch.

      kannst du das bitte etwas näher erläutern?


      @Patrick: Keine Ahnung was ihr immer mit euren Holzkästchen macht...Martin soll kein Kork verwenden, Rainer kein Styrodur ?( Wir hatten Messemodelle gebaut, die z.B. nach Brasilien und in die Arabischen Emirate gingen, nach Jahren wegen Transportschäden zur Reperatur wieder kamen und da war nix verzogen oder auf Grund des Styrodurs gerissen....
      Freundliche Grüße
      Robert
    • Hallo Robert,

      auf miba.de findest du unter der Rubrik Service den Button Normen (NEM) miba.de/morop/index.htm

      In der NEM 102 findet man auch Angaben zur Bahnsteighöhe. Das Maß für die Bahnsteighöhe entspricht eher einem Bahnsteig, an dem man ebenerdig einsteigt, als einem Landbahnhof, bei dem man alle Stufen des Wagens benötigt um einzusteigen. Für Behringersmühle ist diese "moderne" Bahnsteighöhe viel zu hoch.

      @Patrick
      danke für deine Antwort. Als ich vor 4 Jahren mit den Steinbergen Segmenten anfing, habe ich lange über die Wahl der Materialien und Kleber nachgedacht. Ich habe mich für Korkplatten 30x30 cm entschieden, die als Fußbodenbelag vorgesehen sind. Allerdings ohne Oberflächenversiegelung um dem Kleber besseren Halt zu geben. Für die Verklebung habe ich Pattex Kraftkleber verwendet. Die Pertinax-Platten wurden mit normalen Pattex aufgeklebt. Die Segmente stehen jetzt in einem Gebäude in dem im Winter nicht geheizt werden kann. Bis jetzt gab es trotz großer Temperaturunterschiede von mehr als 30°keinerlei Verwerfungen oder Materialaufbrüche geschweige denn Brüche im Kleber oder Kleberablösungen.
      Wie gut das 2 mm starke Sperrholz ist, weiß ich nicht. Deswegen werde ich über das Anschrauben der Pertinax-Platten in diesen Bereichen noch mal nachdenken. 'y#

      In der gleichen Bauweise wurden die Segmente der Anlage des MEC Stadthagen gebaut. Mehrere 100 m Gleise liegen noch immer plan trotz der großen Temperaturunterschiede.
      Aufgrund dieser positiven Erfahrungen habe ich mich wieder für diese Bauweise entschieden. Natürlich habe ich mit Interesse deine Arbeit an Ondrup verfolgt und gelesen, dass du ohne Dämmung baust. Leider war zu diesem Zeitpunkt bei mir der Zug schon abgefahren, sonst hätte ich auch ohne Bettung geplant und gebaut.

      Ich habe nur einmal Probleme mit Gleisverwerfungen gehabt. Wir hatten beim MEC Rhein Lahn ein Brückenmodul aus 16 mm Tischlerplatte gebaut, bei dem das Trassenbrett wegen der eingesetzten Brücke nicht durchgängig war. Leider hatte jemand beim Holzzuschnitt nicht auf die Lage der Stäbchen in der Tischlerplatte geachtet, so dass später die Biegungespannung im Modul nur durch das Furnier außen aufgefangen wurde und nicht von den Stäbchen.

      Viele Grüße
      Martin
    • Patrick schrieb:

      Ja, ich werde nicht müde vor der Verwendung von Kork zu warnen. Ich habe den Fehler zu lange selbst gemacht.
      Das, was da in "Fach"zeitschriften verbreitet wird, ist kriminell. Schon auf Fotos sieht man, wie die Gleise Wellen schlagen.
      Hallo zusammen,

      dogmatisieren beginnt dann, wenn man auf der eigenen HP Toleranz von den anderen einfordert und selbst
      Schwierigkeiten hat, sie gegenüber anderen zuzulassen.
      Kann ja sein, daß Modellbahnnomaden bestimmte Bauweisen bevorzugen, damit die Module den Reisestreß
      bei 8 bis 10 jährlichen Treffen schadlos überstehen.
      Kann auch sein, daß einige Modellbahnfreunde im FREMO sich mit den Eigenschaften und der Verarbeitung
      bestimmter Materialien nicht gründlich genug beschäftigt haben und deshalb die beschriebenen Erscheinungen
      aufgetreten sind.
      Bei vollflächigen Verklebungen mit geeignetem Kleber liegt bereits unversiegelter Kork bis ans Ende aller Tage
      wie eine zweite Haut auf der Modultrasse.
      Allerdings relativiert die Praxis die meist damit verbundene Absicht zur Schalldämmung und ich würde mir heute
      die Mühe sparen.
      Und zum Martin: Ich kann da keine grundsätzlichen technologischen oder materialtechnischen Fehler erkennen.
      Mach mal weiter, Du hast ja auch schon ein paar Erfahrungen im Modulbau!

      Gruß, Peter
    • Moin Leute



      Mir ist zwar noch unklar was die Materialeigenschaften von Kork mit dem FREMO zu tun haben, dennoch würde ich unter keinen Umständen mehr Kork verwenden.
      Kork arbeitet, reagiert also auf Umwelteinflüsse. Unbehandelter, also nicht in Umweltfarbe getränkter, noch mehr als Euch lieb sein kann. Unbehandelter Kork wird darüber hinaus nach 10 Jahren und mehr spröde, das merkt Ihr wenn ihr mal eine „Altanlage“ abreist. Der von Peter angesprochene Fall der Vollverklebung mindert immer noch nicht die mangelnde Materialfestigkeit des Korks an sich. Bestimmt gibt es auch dort sehr große Qualitäts- unterschiede und ich habe vielleicht den falschen Kork gekauft. Faller und Heki kannts’de vergessen. Ich habe über 15 Jahr Kork unter Gleise verwendet, lese also nicht im Kaffeesatz.

      Platten, die der Fußbodenleger benutzt oder Flächen die Versiegelt werden (wurden) mögen bitte nicht in diesem Zusammenhang als Beispiel genannt werden.
      Ich habe die Hälfte der Fußböden meines Hauses mit Kork belegt, (vom Fachmann verlegen lassen) würde ich auch immer wieder machen, aber Kork ganz bestimmt nicht mehr im Modulbau verwenden. Gut behandelter Kork hat zum Beispiel Null Schalldämmung, für die ganz Schlauen in den diversen Veröffentlichungen.

      Jeder so wie er möchte, die Sprungschanzen an den Übergängen werden es Euch zeigen.
      Ich kenne Dutzende, auch Kelleranlagen, die geil auf Kork waren und hinterher lange Gesichter gemacht haben, das gilt im übrigen auch für Styrodur, warum unnötig einen Material Mix erzeugen?
      Den Gleisübergang den Martin gebaut hat, ist und bleibt eine abenteuerliche Konstruktion, ob nun FREMO oder nicht, da bin ich ganz bei Patrik. Ich wünsche Martin keine Probleme, das wäre zu schade für das Konstrukt, vielleicht sind meine Erfahrungen ja auch die berühmte Ausnahme.
      Meint mit liebem :hutab:

      Gruß Friedrich
    • Peter T schrieb:

      dogmatisieren beginnt dann, wenn man auf der eigenen HP Toleranz von den anderen einfordert und selbst
      Schwierigkeiten hat, sie gegenüber anderen zuzulassen.
      Was hat es mit dem Auslassen von Toleranz zu tun, wenn man andere vor Fehlern warnt, die man noch dazu selbst gemacht hat? Es geht ja nicht um den Glauben an Epoche II, US-Bahn oder Teppichbahning, oder das wilde mischen von Epochen. Da wird kein Schaden angerichtet, aber es ist Toleranz gefragt.

      Martin kann das ja machen wie er meint. Friedrich und ich warnen nur vor diesen, wie er es nennt, Material-Mixen. Es kann gut gehen, ist aber ein Spiel mit dem Feuer (drei mal GEKLEBT, das ist wie russisch Roulette mit 5 Kugeln!). Aber warum das Risiko, wenn andere Wege bekannt sind?

      Patrick
      Der Blog des Bahnhofs Ondrup: ondrup.blogspot.com
    • Hallo Martin
      Ich würde die Pertinaxplatten ebenfalls verschrauben. Aus einem simplen Grund. Alle genannten Werkstoffe sind schlechter auf Scherbelastung zu sprechen als der Kleber. Also wird entweder der Kork oder das Sperrholz aufgeben und Dir ein verbogenes Gleis bescheren. Eigene Erfahrung Mammendorf 2016 bei nicht verschraubter Platte. Die Nachbarplatte 5.2cm daneben hat gehalten. Sie war verschraubt.
      Grund für das Ausreissen war das Abstellen auf der Stirnseite, bei dem das Modul einen Moment Übergewicht in Richtung Gleis bekam.

      Ich verwende die ganz feinen Schrauben, die man braucht, um Schanierband (Klavierband) zu verschrauben.

      Ansonsten bin ich gespannt, wie es weitergeht und aussehen wird.

      LG,
      Axel