Stockey & Schmits

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    • Moin Leute!

      Guter Hinweis

      Lutz K schrieb:

      nicht übertreiben mit den Bäumen, in Epoche 3 und früher wurden die Böschungen an Bahnstrecken weitgehend von Bewuchs freigehalten.
      Da wohnen zwei Seelen in meiner Brust. Einerseits vorbildmäßig in der Epoche III zu bleiben; Anderseits reizen mich die Bilder aus der Epoche IV die zeigen wie eine grüne Wand die Kurve umschließt. Ich versuche mal einen Kompromiss, wohl wissend das „Waldbrandgefahr“ droht. Schaun me mal! :P


      Bei der Straße, die der Kurve so schön folgt bin ich mit den Gipsabdrücken zu keinem vernünftigen Ergebnis gekommen. Deshalb habe ich wieder einmal eine Anleihe bei Meister Brandl gemacht und die Straße aus einer relativen hartem Hartschaumplatte gefertigt.
      Brandl stellt sein Vorgehen kurz in dem Heft Altmühl-Oberpfalz unter dem Titel: Straßenbau ohne Sperrung vor. Bei der Beschaffung des Beitrages war Rainer behilflich. :thumbup:
      Es ist eine unsägliche Schleifarbeit, weil mir nur eine 1 cm starke Platte zur Verfügung stand, aber mit dem vorläufigen Ergebnis bin ich ganz zufrieden. Im Moment experimentiere ich noch mit der Imitation des Asphaltbelags herum.
      Nur die HEKI Farbe gefällt nicht. :/
      Mein Testergebnis sieht vielversprechend aus, werde es hier demnächst vorstellen.




      Schleifarbeiten für die Asphaltstraße.






      Die Straße auf dem Modul. So schön gerade wie die Straßen, die heute mit den heutigen Computer gesteuerten Deckenfertigern hergestellt werden, ist diese Straße nicht geworden.
      Aber wir befinden uns auch in der späten Epoche III.



      Morgen stelle ich mein „Belagexperiment“ vor.

      Hollt jo fuchtig
      Friedrich

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Friedrich ()

    • Moin Friedrich,

      vielen Dank für Deinen Baubericht.
      Die Sache mit dem Fliesenkleber ersetzt wohl den "Fremo-Spachtel" aus Quarzsand, Weißleim und Abtö(r)nfarbe - wie sind da Deine Erfahrungen?

      Besonders interessiert bin ich am Straßenbau.
      Für mein Projekt habe ich dünnes Sperrholz vorgesehen, das ein Straßenprofil erhalten soll, indem ich zu den Rändern hin flacher schleife. Im Original ist die Straße (schlecht) geteert und daher werde ich mit Fertigspachtel experimentieren.

      Also bin ich auf Deinen nächsten Beitrag sehr gespannt.

      Beste Grüße

      Wolfgang
      Mich interessiert vieles - und immer alles rund um das Bw Bestwig!!
    • Moin Wolfgang und Mitleser
      Mir ist der von Dir zitierte FREMO-Spachtel unbekannt. Ich nutze den Fliesenkleber seit Ende der 80er Jahre, also seit gut 30 Jahre. Einmal wegen seiner Flexibilität; (er reist nicht sofort) und anderseits wegen der Farbe. (Erd-Grau)
      Ich hatte damals immer wieder Kleber über, weil ich am Häusle bauen war und er überzeugte mich durch seine Eigenschaften. In Norddeutschland, auch wegen der Gemeinschaftsaktionen, verbreitete sich diese Methode im FREMO sozusagen als Gips Ersatz relativ schnell. Zeitgleich verkaufte R. Lipp als FREMO Kleinanbieter für Landschaftsbau ebenfalls Fliesenkleber, den er aber einen hoch tragenden Namen verpasste und empfahl dieses Pülverchen nach anrühren mit Wasser als Haftgrund. Na ja, gute Ideen haben oft viele gleichzeitig.
      Der Nachteil des Klebers ist sein Gewicht; sonst kenn ich keinen. Da die Schicht durch die flexible Eigenschaft des Klebers relativ dünn bleiben kann, ist es auch nicht nötig den Kleber Kiloweise auf’s Modul zu tragen. Gips ist etwa genau so schwer, hat aber bessere Eigenschaften beim Abformen und z.B. als Grundlage für Felsen. Als Grundschicht für Landschaft kenne ich im Moment keinen besseren Stoff als den Fliesenkleber, wer auf einen grundsätzlichen Farbüberzug schwört, findet bestimmt auch andere Materialien. Meine Landschaft bekommt nur dann einen Farbüberzug wenn ich unbearbeitete Teile tarnen möchte, sonst ist dieser bei mir unnötig.
      Na ja; so findet jeder etwas auf das er schwört
      und… jeder so wie er möchte.
      Lieber Gruß Friedrich
    • Moin Friedrich,

      danke für Deine Antwort.
      Ich muß mich ein wenig korrigieren, das Material heißt nicht "Fremo-Spachtel", sondern einfach "Quarzsandspachtel".
      Rüdiger Bäcker hat ihn auf seiner Heimatseite (www.modellbahn-online, dann "Tipps & Tricks" und dann "Quarzsandspachtel") vorgestellt und der Beitrag ist so auch beim Fremo hinterlegt (daher... *glu2* ).
      Ich habe mir den mal in kleinerer Menge angerührt und im Bw Bestwig da ausprobiert, wo Brache rund um den Wasserturm des ersten (preußischen) Bw Bestwig ist. Da stand noch lange Jahre das Erdgeschoß, weil darin die Pumpen für den neuen Wasserturm standen. Also kurz und klein: ich war und bin mit diesem Material sehr zufrieden, das Zeug wird rechtschaffen fest, selbst mit einer Korundscheibe kommt man dem nach dem aushärten nicht mehr bei (das ist nun aber kein Kriterium).

      Mein Beitrag war nicht dahingehend gedacht, Dich von Deinem guten Zeugs etwa abzubringen, sondern zu erfragen, ob / warum Du vielleicht von dem Quarzsandspachtel abgerückt wärest (beachte den Konjunktiv :) )
      Also: jeder wie er mag und wir halten uns alle fruchtig... :D

      Vielen Dank und halte uns gerne weiter auf dem laufenden :hutab:

      Wolfgang
      Mich interessiert vieles - und immer alles rund um das Bw Bestwig!!
    • Moin Leute! ;)
      Das Ergebnis meines Experimentes hat mich selber positiv überrascht. Gestern Abend war alles noch nass und damit nicht Aussage kräftig genug.
      Aber das (noch nicht einmal zu Ende geschliffene) Ergebnis nach der Trockenphase sieht recht vielversprechend aus.
      Nun der Werdegang:

      1. Straße aus Hartschaum fertigen; dabei relativ hartes Material nehmen. (Idee Brandl)


      2. Straße aufkleben und am endgültigen Platz nachschleifen/-arbeiten.


      3. Straße mit echtem Stein-Staub (Pulver) deckend abstreuen. Lücken damit auffüllen. Mit einem sehr feinen Sieb (Tee- oder aus dem AquariumZubehör) geht das hervorragend.

      .
      4. Straße mit einem Glas walzen, es entsteht eine unregelmäßige Oberflächen-Struktur. Diese kann man auch noch bewusst ändern, indem man mit einem Löffel vorsichtig nachstreut und diese Stelle glattwalzt.
      Das sieht dann aus, wie mit Teer (Asphalt) nach geflickt.


      5. Mischung aus HEKI Asphalt Farbe und Lösungsmittelfreien Tiefgrund herstellen, ich habe eine zu einem viertel gefüllte HEKI Flasche (Farbe) mit Tiefgrund aufgefüllt.
      Gut durchrühren. Dennoch bleibt die Mischung scheckig.
      6. Mit einer Pipette die Mischung auf die Straße; also in das Steinmehl einbringen. Das sieht, vor allem im nassen Zustand sehr wild aus.


      7. Durchtrocknen lassen. Der positive Nebeneffekt dieses Überzuges ist, das dieser dann „Steinharte Belag“ nicht mehr so druckempfindlich ist wie die Hartschaumoberfläche.



      8. Straße mit 120er Nass Schleifpapier mit der Hand schleifen. Hier empfehle ich keine Maschine weil dann der Belag ruck zuck weg ist. Mit diesem „Feinschliff“ holt man die feinen hochstehenden Körnchen von der Oberfläche.
      Im ersten Moment der große Schreck: alles ist hellgrau. ?( Den feinen Staub bekommt man aber mit einem feuchten Tuch wieder von der Oberfläche, dann ist die Farbgebung etwa so wie vor dem Schleifen.


      8a Unten geschliffen; oben feucht gereinigt.
      9. Details an/aufbringen. Gully;Kanaldeckel; später Markierungen… Punkt 9: hier alles noch nicht erfolgt.

      Die feuchte Reinigung muss nach jetzigem Stand wiederholt werden. Der feine graue Schleifstaub hat doch die Poren der Straße zugesetzt. Nun kommt die Farbe nicht mehr richtig zu Geltung.
      Danach muss man Höchstwahrscheinlich noch mit Farbe und Puder nacharbeiten, damit man von 90 auf 95% kommt.
      Mal schauen wie dieses „äußerst Kostengünstiges und Schnelle“ Verfahren des Straßenbaues nach Abklingen meiner Euphorie noch wirkt.



      Wolfgang So schrieb:

      Mein Beitrag war nicht dahingehend gedacht, Dich von Deinem guten Zeugs etwa abzubringen, sondern zu erfragen, ob / warum Du vielleicht von dem Quarzsandspachtel abgerückt wärest
      Vielleicht habe ich mich ebenfalls falsch ausgedrückt; Tatsächlich kenne ich diese Masse nicht und kenne auch keinen Bastel-Freund näher der damit arbeitet. Jeder von uns schaut natürlich in seinem Umfeld, was zweckmäßig zu gebrauchen ist. Für den einen „unbrauchbar“ für den anderen „das! Material!“ Vielleicht auch weil er beruflich damit zu tun hat.
      Deshalb soll es nicht überheblich klingen, sondern eher in die Richtung: Jeder soll das Material nehmen, von dem er glaubt damit gute Ergebnisse zu erzielen. Mit manchen Materialien kommt man nie in Berührung; andere lehnt man vielleicht auch aus Prinzip ab. Holzstaub (Sägemehl) ist zum Beispiel ein tolles Material, aber man muss es auch bekommen und sich ihn aussetzen wollen.
      In diesem Sinne
      Hollt jo fuchtig
      Friedrich

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    • Nass oder trocken

      Moin Leute
      Weil von außen gefragt: Mal an dieser Stelle und weil es gerade passt.
      Um Lücken zu füllen oder Beläge auf zu bringen gibt es oft zwei Möglichkeiten. Man rührt eine wie auch immer geartete Pampe an und schmiert sie dort hinein oder drüber, oder man füllt oder „garniert“ die Sache mit einem trockenen Material und tränkt dieses anschließend mit einer klebenden Flüssigkeit damit sie dauerhaft, formstabil an der Stelle bleibt. Ich nenne mal die Pampe als „nass“ und die Verrieselung als „trockene“ Methode. ^^
      Nass: alles was zwingend in einem bestimmten Verhältnis verrührt werden muss und den Kleber schon in sich birgt. Beispiel: Fliesenkleber und Gips als zwei von vielen. Dann gibt es Modellbauer, die sich selber irgendeine Masse selber herstellen. Das zielgenaue Aufbringen und Abziehen aller dieser klebrigen Massen ist manchmal nicht ganz einfach und es kommt vor das man alles damit garniert, nur nicht das was man möchte. Am Ziel ist immer noch nicht das, was man möchte angekommen oder es ist zu viel aufgebracht.


      Trocken. Beispiel: Quarzsand, Trockenpulver und sonstige feine„Schüttgüter“. Diese bringt man auf; ebnet sie so ein wie man möchte. Wenn es nicht hinhaut, saugt man sie einfach wieder ab. Liegt alles… tränkt man sie mit einem Kleber. MOWI; Tiefgrund; Holzleim-Wasser, oder was euch auch immereinfällt. Möchte man eine bestimmte Farbe erzeugen mischt man diese gleich beim Kleber unter. Man muss nur aufpassen, dass das zu tränkende Material „durchtränkt“ ist und dass das Material nicht aufschwemmt. Ich muss hier aber anmerken, eigene Erfahrung habe ich nur mit eingefärbten Tiefgrund und dem Holzleim/Wasser Gemisch. Ob man das glasklare MOWI einfärben kann entzieht sich meiner Kenntnis. Hier kann und muss jeder selber experimentieren.
      Um zurück zum aktuellen zu kommen, den Asphalt Belag kann man (nach meinerAuffassung) besser nach der Trockenmethode durchführen. Im Grunde genommen ist das „Schottern“ auf der Grundlage: Steinpulver und gefärbten Tiefgrund.
      Diese Trocken Methode habe ich mir vor Jahren bei Bruno abgeschaut. Bruno nutzte Quarzsand mit gefärbten Tiefgrund an allen „aufzufüllenden Stellen“ schon in BREBECK..

      Werde bei passender Gelegenheit bebildere Hinweise geben.
      LG Friedrich :hutab:

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    • Moin Leute
      Heut habe ich wieder Straße geschliffen, :/
      dann aufgeklebt. In der Wartezeit des abbinden habe ich den Bahnübergang zu Stockey angefangen.
      Dazu nutzte ich die weiter oben angesprochene „Trockenmethode“.

      Die Hartschaum-Straße ist grob bis an das Gleis (Schwellen) vorgeformt und aufgeklebt.




      In die Lücke zwischen Schienenprofil und Straßenrohling wird Quartssand der Körnung 0,1 bis 0,4 mm gefüllt. Den Sand bekommt man im Baumarkt.



      Dann wird das Ganze abgezogen. Ich nutze ein kleines Reststück der 10 mm Hartschaumplatte. Bild 1 oben.
      Wenn man etwas drückt ist die Sandfläche minimal tiefer wie das Schienenprofil. Das wiederum gewährleistet, dass Fahrzeuge kein Kontaktproblem bekommen.


      Liegt alles schön glatt wird mit der Pipette schwarz gefärbter Tiefgrund eingeträufelt. So lange bis der Sand nichts mehr aufnimmt.
      Immer vom nasse ins trockene arbeiten, dann entstehen auch keine „Tropfkrater“.


      Fertig bis auf den Straßenbelag und den "Zwischenschienen" Bereich.


      Letzter Blick für heute. :rolleyes:
      So bis demnächst ^^

      Hollt jo fuchtig
      Friedrich
    • Neu

      Moin Leute!
      Den Bahnübergang habe ich zwei Mal gemacht…
      Habe einen neuen Industriestaubsauger… und… den ersten glatt wieder abgesaugt. Ja so ist das Leben.
      1. war der Tiefgrund noch nicht Trocken

      2. der Sand nicht „durchtränkt“

      Habe aber beides hier vorher angemerkt!





      Ausgangslage mit Sand; Tiefgrund/Farbe; Splitt; Tiefgrund/Asphaltfarbe


      Probefahrt Schiene


      Probefahrt Straße


      Das ganze muss nun trocknen und farblich angepasst werden.


      Funktioniert und sieht ganz gut aus. ^^
      Grundlage für ein weitermachen gelegt. :keeporder:

      Hollt jo fuchtig :matrose:
      Friedrich
    • Neu

      Moin Leute
      Sollte man heut ja auch nicht mehr überall laut erzählen
      aber damit habe ich die letzten Bastelstunden verbracht. ^^



      Das eigentliche Steinchen verteilen ist mir wie immer „gut von der Hand gegangen“ :rolleyes:
      aber: den eigentlichen Schotter… na ja ich habe einfach zu viel Sorten und ob ich den, den ich aufgebracht habe auch tatsächlich dort verteilen wollte…? Mir kommen ein paar Zweifel bezüglich der Größe zumindest dann, wenn ich mir den Rest des ASOA Schotter ansehe den ich in Friedrichstal verwendet habe. Danach habe ich nun Steinchen bis zur Größe eines Fußballes verteilt.
      Was lernt man daraus: Beschriftet eure Behältnisse mit allen Informationen, oder legt einen Zettel dort hinein. Es hilft beim Einsatz ungemein.



      Abreißen werde ich es nicht; deshalb seht selber.


      Der Schotter wie er aus dem Glas kam


      hier noch mal in Großaufnahme


      und nach dem befestigen noch im nassen Zustand.
      Befeuchten mit ODOL Wasser mit einem Parfüm Zerstäuber aufgebracht.
      Als Kleber Lösungsmittelfreier Tiefgrund aus dem Baumarkt.
      Nun lassen wir es mal durchtrocknen…



      und dann schaun me mal. Bis dahin
      :matrose:
      Hollt jo fuchtig
      Friedrich