Frisch ausgepackt: Dieselloks

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    • Frisch ausgepackt: Dieselloks

      Hallo Leute,

      einmal Zeit hier meine dunkle Dieselseite zu zeigen. Ein paar habe ich ja schon, aber hier noch nicht gezeigt.


      Die habe ich schon etwas länger, war einmal ein Angebot des Modellbahnhändlers meines Vertrauens.
      Eine EMD GP9 der Santa Fe in 60er Jahre Lackierung von Athearn in der Produktlinie Genesis. War ein Ersatzkauf weil es die gewünsche Lackierung der 50er Jahre in schwarz mit Zebrastreifen nicht mehr gab. Den Ausschlag für den Kauf war dann der günstige Sonderpreis von199,- Öcken inklusive schon installiertem "richtigen" Sounddecoder von Soundtraxx.






      Sie ist absolut ungereignet für Patschhändchen. Diese Lok erfuhr auch meine profilaktische Spezialbehandlung wie weiter unten geschildert.







      Und nein, die Lüfter drehen sich nicht, warum auch? Dafür erfreut man sich an den superfiligranen Lüftergittern und den extra angebrachten Kranösen.

      So weit das Vorspiel, diese Lok hat schon einige Fremo Treffen der Southwest Division unbeschadet überstanden.





      Kapitel 2 war dann unverhofft kommt oft:



      Es war einmal in der bösen Bucht, daß jemand dort 2 GP9 in genau meiner Wunschlackierung eingestellt hat. Eigentlich ein Zufallsfund, die Suchmaschinen sind ja immer noch irgendwie kaputt und die gewünschten Suchen lassen sich nur über Umwege und Klimmzüge halbwegs einstellen, so daß nicht allzuviel Müll angezeigt wird.

      Beide GP9 auch von Atherarn Genesis und beide auch mit Sounddecoder. Per Sofortkauf für je 136,- Öcken zu haben. Kurz die Bilder angeschaut, die kritischen Stellen begutachtet, waren schon 21 (unentschlossene) Beobachter und ich habe fast sofort auf "Sofort Kaufen" geklickt. Nicht zögern und 3 Minuten Später war auch die zweite Lok gekauft. :)







      So sieht es unter dem Gehäuse aus. Es kamen innerhalb von 2 Tagen 2 absolut neuwertige Loks ins Haus. Meine Aufarbeitung beschränkte sich darin die Stromabname auch für die Zukunft sicher zu stellen und den Loks die Diagonalsteifigkeit zu nehmen.







      Die an den Schneckendeckeln angespritzten Ohren verhindern ein nach unten herausfallen der Drehgestelle. Hier haben sie schon genug Abstand zum Hauptrahmen damit das DG seitlich kippen kann.







      Zum Ausbau der DG werden die Schnecken mitsamt den Gelenkwellen ausgebaut.







      Auf solche Feinheiten muß man acht geben, einer der Gründe warum diese Loks nicht für Patschhändchen geeignet sind.







      Zuerst ging es an die Stromabnahme. 2 Loks sind 4 Drehgestelle sind 8 Seiten wangen sind 16 Räder und für jedes Rad wurde ein Schleifer gemacht.











      Nach diesem bewährten Schema wurde auch hier vorgegangen. Die Schleifer werden anschliessend noch so gebogen, daß sie auf den Halbachsen schleifen.

      Grund: Wenn die Loks noch rel. neu sind funktioniert die Stromabnahme durch die Achslager. Nach längerer Laufzeit wird es jedoch immer unsicherer und die Aussetzer nehmen zu, obwohl Räder und Gleise sauber sind.




      Siehe auch "Maos Rache":



      Eine V100 Ost von Brawa welche von Anfang an mit einer stotternden Stromabnahme geplagt war. Erst als richtige Schleifer gemacht wurden verschwanden diese Probleme schlagartig.

      Um dem vorzubeugen, daher auch den den neuen GP9 diese Schleifer. Ärger vom Hals schaffen.







      Hier erfolgt die Bearbeitung für einen 3-Punktauflage drehgestellseitig. Während das rechte DG bleibt unbearbeitet bleibt, werden am linken DG die beiden "Halbmonde" entfernt. Sie dienen als Wankstütze. Wenn wie hier beide DG eine Wankstütze haben wird die Lok diagonalsteif, ein unerwünschter Effekt und auch Ursache für manch geheimnisvolle Entgleisung. Entfernt man an einem DG die Wankstützen, so kann dieses frei pivotieren und die Lok ist nicht mehr diagonalsteif.







      An Hauptrahmen übernimmt jetzt ein Stapel U-Scheiben die Aufgabe eines zentralen Auflagepunkts. Die Leitungen welche da so unmotiviert abstehen sind übrigens die Sandfallrohre.











      Zum Schluß wurden noch die Plastikkupplungen durch richtige Kupplungen von Kadee ausgetauscht.

      Dann erfolgten Probe- und Einstellfahrten. Zuerst jede Lok für sich, wobei die blau-gelbe #738 als Referenzlok augewählt wurde. Als deren Fahrwerte und Soundparamter mich zufrieden stellten, wurden auch die beiden anderen Loks daran angepasst. Alle 3 Loks fahren absolut syncron und es sind keine Springböcke. Lange Beschleunigugszeiten. rel. lange Auslaufzeiten, wobei hier in den Decodern eine Bremsfunktion eingstellt wurde welche den Auslauf drastisch verkürzt. ( :herz: oder Karl-mei-Troppe -Taste)







      Die beiden schwarzen Loks, #706 und #715 haben die gleiche Decoderadresse und bleiben ständig als Consist zusammen. Die #715 ist führende Lok und bei der #706 wurde die Fahrtrichtung über die CV29 umgedreht. Die 3. Lok, die #738 kann über die Zentrale als sog. temporärer Consist hinzugefügt werden.

      So ein Consist verfügt dann, trotz ohne Haftreifen, über erhebliche Zugkräfte. Wenn es immer noch nicht langt, add a further unit.







      Später habe ich bei allen meinen Athearn Genesis Loks die 1,5V Glühbirnchen gegen LEDs ausgetauscht, aber das ist eine andere Geschichte.

      #738 hat schon LEDs, während #715 noch Glühlämpchen hat.
      Mit freundlichen Grüssen

      Lutz
    • Hallo Lutz

      Wenn ich die 736er sehe, denke ich immer an meine Life Like Maschine die auch noch in der Kiste schlummert.
      Nur diese ist und sieht nicht so schön aus wie deine.
      Aber sie war vor Jahren in Ebay ein Schnäppchen von 34 Euro, da ich den Fahrbaren Untersatz für ein anderes Gehäuse gebraucht habe.
      GPs sind allgemein schöne Maschinen und waren auch die "Prügelknaben" auf der Strecke.
      Mit ihnen ist Geld verdient worden, ob Hauptbahn oder im 6er oder 8er Pack oder wiederum allein auf der Nebenstrecke wo man Seemannstüchtig sein musste und auch seinen Kopf bei sich behalten musste ohne ihn gleich irgendwo anzuschlagen, wenn die wegen der Gleislage mal die Lok wieder ins Loch gefallen ist und man gleich wieder auf die andere Seite geschleudert wurde.

      Nach über 60 Jahren laufen sie immer noch , wie unsere V 100´s :herz:
      Mit freundlichen Grüßen

      Jürgen
    • Hallo Leute,



      Etwa 2 1/2 Jahre habe ich nach der Vorbestellung auf diese Lok warten müssen. Eine ALCO RSD-4 von Atlas Classic.
      Das Modell ist von seiner Ausführung und Produkteinordnung in etwa mit den "Expert" Modellen vom Brillendoktor vergleichbar. Gut gemacht, aber nicht allerhöchste Detaillierung, so wie kompromißbehaftet.
      Im Vergleich mit dem Vorbild:
      calclassic.com/alco/photos/1606CRIV.JPG

      Normalerweise sind bei den ALCOs , den RS-3 und den 6-achsigen Varianten RDS-4/5, die lange Haube vorne. Diese Ausführung hat Atlas nachgebildet. Die Santa Fe hat jedoch Short Hood Front, die kurze Haube vorne bei ALCO geordert. Das hat beim Vorbild Auswirkungen auf die Ausführung und Anordnung der Seitenfenster am Führerhaus. Daher stimmt am Modell die Fensteranordnung nicht, eine Kompromißkröte die man bei einem generischen Modell schlucken muß. Dafür war der Preis mit 149,- Öchen (Analog) beim Fachhändler meines Vertrauens angesichts des gestiegenen US Dollars recht günstig. Es gab die Lok zwar ab Werk schon mit Sound, aber meine atheistische Einstellung zu ESU ist ja bekannt.





      Hier zum Vergkleich eine Inneneinrichtung für eine RS-3 in Spur0. Fahrtrichtung vorne ist auf dem Foto links. Man erkennt also im Vordergrung den Platz des Engineers (Lokführer) , so wie die Bedienungselemente. Auf der anderen Seite die Plätze für den Fireman (Heizer) und dahinter für den Front Brakeman (vorderer Bremser).

      Für den Engineer gibt es ein 2-teiliges Fenster in der Mitte der Seitenwand angeordnet. Auf der anderen Befindet sich ein 3-teiliges Fenster welches wegen des Bremsersitzes nach hinten verschoben und daher asymmetrisch in der Seitenwand angeordnet ist. Beides ist gut deutlich von aussen sichtbar und schon aus mehr als 2m Entfernung sichtbar.





      Zuerst wurde die Lok zerlegt. Es gibt hier 2 Schnittstellen, wie abgebildet die 21-pol. MTC als auch noch eine herkömmliche 8-polige.





      Zuerst habe ich mir die Drehgestelle und deren Auflagerung vorgeknöpft. Hier wurden die Hörnchen flach gefeilt und eine zentrale Auflagerung durch einen Stapel U-Scheiben gemacht.





      Die Lok war sehr wackelig, es fehlte an einer seitlichen Wankstütze. Bei beiden DG waren die Hörnchen zu niedrig um als wirksame Wankstütze zu dienen. Beim anderen DG wurden daher am Hauptrahmen zwei Unterlagen aus PS aufgeklebt. Jetzt kann sich der Hauptrahmen jetzt auf die Hörnchen abstützen und diese so ihre Aufgabe als Wankstütze erfüllen.
      Der Drehzapfen ist zentrisch, aber der Achsstand des DG ist unsymetrisch.





      Anschliessend wurden beide DG zerlegt. Die Stromabnahme erfolgte nur von den Rädern der beiden jeweils aussen liegenden Achsen.





      Da mir das nicht gefiel habe ich noch zusätzlichen Schleifer für den beiden jeweils innen ligenden Achsen gemacht.
      Gut zu sehen, die Stromabnahmebleche mitsamt den eingenieteten Achslagern bilden eine Art Wippe, so ist innerhalb eines DG ein Ausgleich möglich. Nicht 100%ig, aber hinreichend funktionierend.





      Anschliessend erfolge eine Umverteilungsaktion von Getriebefett. Ab Werk war, wie so oft und auch bei Brillendoktors Loks, zwar Fett vorhanden, aber die Zapfen der Zahnräder liefen trocken. Die Ursache für so mache geheimnisvolle Geräuschentwicklung.





      Die zusätzliche Stromabnahme im DG.





      Und so sieht es unter dem Gehäuse jetzt aus. Hier habe ich einen der neuen Soundtraxx Econamis in die MTC Schnittstelle eingestöpselt. Auf der Hauptplatine waren auch die Anschlüsse für den Lautsprecher markiert, so war es denn ein recht einfacher Digitalumbau.
      Lutz
      Mit freundlichen Grüssen

      Lutz

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rainer () aus folgendem Grund: Beitrag repariert

    • Anmerkung Admin: Der nachstehende hilfreiche Text ist nicht off topic sondern ein "Duplikat" der ursprünglich in Lutz' Beitrag nicht angezeigten Bilder.

      Off topic
      Hallo Lutz
      ich Beitrag #3 kommen die Bilder nicht sauber...
      Du hast dort das Image Tag und das URL Tag gemixt...

      Sollte es so aussehen?
      ZITAT LUTZ:

      Zuerst wurde die Lok zerlegt. Es gibt hier 2 Schnittstellen, wie abgebildet die 21-pol. MTC als auch noch eine herkömmliche 8-polige.



      Zuerst habe ich mir die Drehgestelle und deren Auflagerung vorgeknöpft. Hier wurden die Hörnchen flach gefeilt und eine zentrale Auflagerung durch einen Stapel U-Scheiben gemacht.



      Die Lok war sehr wackelig, es fehlte an einer seitlichen Wankstütze. Bei beiden DG waren die Hörnchen zu niedrig um als wirksame Wankstütze zu dienen. Beim anderen DG wurden daher am Hauptrahmen zwei Unterlagen aus PS aufgeklebt. Jetzt kann sich der Hauptrahmen jetzt auf die Hörnchen abstützen und diese so ihre Aufgabe als Wankstütze erfüllen.
      Der Drehzapfen ist zentrisch, aber der Achsstand des DG ist unsymetrisch.



      Anschliessend wurden beide DG zerlegt. Die Stromabnahme erfolgte nur von den Rädern der beiden jeweils aussen liegenden Achsen.



      Da mir das nicht gefiel habe ich noch zusätzlichen Schleifer für den beiden jeweils innen ligenden Achsen gemacht.
      Gut zu sehen, die Stromabnahmebleche mitsamt den eingenieteten Achslagern bilden eine Art Wippe, so ist innerhalb eines DG ein Ausgleich möglich. Nicht 100%ig, aber hinreichend funktionierend.



      Anschliessend erfolge eine Umverteilungsaktion von Getriebefett. Ab Werk war, wie so oft und auch bei Brillendoktors Loks, zwar Fett vorhanden, aber die Zapfen der Zahnräder liefen trocken. Die Ursache für so mache geheimnisvolle Geräuschentwicklung.



      Die zusätzliche Stromabnahme im DG.




      ENDE ZITAT

      LG,
      Axel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rainer ()

    • Hallo Lutz und Axel,

      ich habe den "verkorksten" Beitrag wieder hergestellt. Warum die Links nicht richtig angezeigt wurden, entzieht sich meiner Kenntnis. Sie werden ja syntaktisch richtig von abload.de "geliefert".

      Interessanterweise konnte ich mit Edge keine erfolgreiche Reparatur durchführen, mit Firefox jedoch schon. Seltsam. 'y#


      Ich blende anschließend Deinen erfolgreichen Support wieder aus, @Axel, vielen Dank aber trotzdem.

      Gruß Rainer :chiefadmin:


      Christopher La Brec: Jeder Mensch verfolgt einen Traum in seinem Leben. Entweder den eigenen oder den eines anderen. Gib acht, das Du Deinen eigenen verfolgst.
    • Hallo Rainer
      Meiner Erfahrung nach verheddert sich PHP (ich tippe mal darauf) gern mal, wenn zuviele Ding mit diesen Klammern [ ] [ ] geschachtelt werden und wenn dann auch noch zuviele Leerzeichen oder Umbrüche dazukommen.
      Der Verursache ist meiner Meinung entwerder PHP oder der Editor, der einen falschen String liefert.

      Ich kopiere solche Strings dann in Notepad++ und bereinige die dort unter "7-Bit - US-ASCII" Bedingungen.

      Bisher hat's noch immer funktioniert.

      ;)

      LG,
      Axel
    • Nachdem Rainer und Axel die Sache mit den nicht angezeigten Bildern geklärt haben, vielen Dank dafür, kann ich hier jetzt den Rest des Berichts schreiben.
      Wie ich im ersten Teil dargelegt habe, stimmen bei diesem generischen Atlas Modell die Seitenfenster am Führerhaus nicht. Im Moment ist das auch das einzige Modell einer ALCO RSD-4/5 was überhaupt auf dem Markt zu bekommen ist. Da ich ja nun die Kompromisse immer kleinstmöglich halten möchte, also mache was daran. Das Führerhaus einfach umdrehen geht nicht. Dagegen sprechen die Anordnung von Türen und Trittstufen, so wie die Zebrastreifen. Machbar wäre das Oberteil des Führerhauses um 180° zu drehen. Dazu müsste ich es horizontal direkt unterhalb der Fensterbrüstungen und noch oberhalb der Zebrastreifen auseinander sägen.



      Das habe ich dann auch gemacht. Die Verglasung blieb als versteifendes Element im Fhs. darin.






      Dann wurde das Oberteil um 180° gedreht wieder an seine beiden unteren Seitenteile angeklebt. Hier der noch unbehandelte Schnitt. Geklebt wurde mit CA (Sekundenkleber) welcher hier reichlich aufgetragen bei ABS auch wie ein Lösemittelkleber wirkt. Die mechanische Verbindung wird also sehr fest.







      Dann habe ich nochmals auf die Fotos vom Vorbild und anschliessend in meine Grabbelkiste geschaut. Dort fanden sich passende Marker Lights (Signalleuchten) und passende Vielfach-Steuerleitungen. Bremsschläuche habe ich im Moment keine zur Hand.







      Nach dezenter farblicher Anpassung sieht die Lok jetzt so aus.













      Vom Schnitt ist mit blossem Auge nichts mehr zu erkennen, lediglich unter erbarmungslosen Blitzlicht kann man nocht etwas sehen.

      Man kann hier hinsichtlich der Detaillierung noch weiter gehen, aber im Moment lasse ich es erst einmal gut sein.
      Dann wurde der Decoder programmiert und die Fahreigenschaften an die in den vorherigen Beiträgen beschriebenen EMD GP7 angepasst. So lässt sich auch diese Lok in einen Consist (Mehrfachtraktion) problemlos einfügen.

      Der Sound gibt das Vorbild richtig wieder und dessen Anpassung an die Fahreigenschaften ist ein eigenes Kapitel. Hier nur kurz die Funktionen angerissen:
      - f0: Licht ein/aus, wobei nach Rule 17 ein automatischens Aufblenden erfolgt wenn die Lok sich in Bewegung setzt, wenn die Lok wieder zum Stillstand gekommen ist wird automatisch wieder abgeblendet

      - f1: Glocke

      - f2: Horn lang

      - f3: Horn kurz

      - f4: Bremsfunktion, hier wird die Lok ziemlich schnell abgebremst und gleichzeitig ertönt Bremsenquietschen

      - f5: Manual Notching up (Dieselmotordrehzahl stufenweise erhöhen), das kann man zusätzlich zum eingestellen automatic Notching machen.

      - f6: Manual Notching down

      - f7: Gimmick Schaffner ruft: "All aboard!" und dann Türenschlagen (Anzahl einstellbar); die Loks waren auch im Personenzugdienst eingesetzt

      - f8: Mute

      Darüber hinaus sind noch mehr Sound Spielereien möglich, aber die betrachte ich eher als akademisch - theoretischer Natur. Es ließen sich hier bis zu 24 Funktionstasten mit einzeln abrufbaren Geräuschdateien belegen. Einen Teil dieser Soundfunktionen habe ich automatisiert, wie Lüftergräusch, Bremsenquietschen bei Fahrtwegnahme (Regler auf 0 stellen; einstellbar wie schnell man den Regler um wieviele Fahrstufen verstellt), Kompressorgeräusch u.a. So hat man diese Geräuschfunktionen trotz weniger Funktionstasten doch noch sinnvoll präsent.
      Mit freundlichen Grüssen

      Lutz
    • Hallo Lutz
      Das mit der Wankstütze verstehe ich zwar, aber könntest Du noch mal den Rahmen von unten ablichten, wo Du den "Riser" eingebaut hast? Mich interessiert die Form.... .

      Zu der Stromaufnahme habe ich auch noch eine Frage - Was ist das für Draht? Bronzefederdraht? Ich habe da auch noch so ein paar Problemfälle rumliegen.

      LG,
      Axel
    • Hallo Axel,

      schau bitte im Beitrag #3 das Foto #4. Hier ist nur ein Buckel vorhanden, der aber im DG keine entspechende Aufnahmebohrung hat. Die Funktion des Drehzapfens übernehmen daher die ringförmigen Kragenelemente oben auf den DG. Dieser Buckel ist ein Ideechen zu hoch und daher haben beide DG einen mittigen Auflagepunkt und so kippelt die ganze Lok seitwärts. Nicht viel, aber es reicht für einen taumeligen Lauf.
      Voren ist der Buckel abgefeilt worden und duch die U-Scheiben ersetzt worden. Hinten hätte ein Abfeilen nichts gebracht, die Lok wäre zu niedrig geworden und die Höhe der Kupplungen hätte nicht mehr gestimmt. Von da aus hinten die Unterlagen und vorne eine U-Scheibe mehr.

      Der Draht ist 0,3mm Bronzefederdraht, der lässt sich für alles Mögliche verwenden u.a. kann man daraus auch Griffstangen für Güterwagen machen.
      Mit freundlichen Grüssen

      Lutz
    • i did it again

      Hallo,

      ein Zufallsfund aus der bösen Bucht, ja noch eine ALCO von ALCO, genauer gesagt eine RSD-5 in der 1960er Jahre Lackierung liess mich das kleine Briefmarkenbildchen klicken. Die grösser aufgepoppten Fotos waren leider bis auf eines unscharf. Trotzdem, das Führerhaus war richtig herum, Short End Front (kurze Haube vorne), die Lackierung sauber ausgeführt und der Preis in Ordnung. Der Verkäufer wusste wohl auch nicht genau was er eigentlich anbot. Eine falsche Schachtel trug denn auch zur weiteren Verwirrung bei. Da half dann nur in den Brass Giude zu schauen und die Möglichkeiten einzugrezen.
      Zur Erklärung des doppelten Wortspiels, das Vorbild ist von der American Locomotive Co. gebaut worden, das Modell von ALCO-Models importiert worden.

      Nach ein paar Tagen kam das dann bei mir an:













      Glück gehabt. Es gab 2 Auflagen von diesem Modell.

      Einmal die ältere von 1972 vom KMT gebaut mit Open Frame Motor und lärmenden Antrieb, Auflagenhöhe 500 Stück.

      Dann die neueren von 1982, von Samhongsa gebaut in einer Auflagenhöhe von nur 200 Stück. Die 10 Jahre Unterschied bedeuten einen Quantensprung in Sachen Detaillierung und Antriebstechnik. Und mit Glück meine ich, die neuere Auflage erwischt zu haben.












      Alles so supergenau gefertigt, daß ja kein Spiel in den Lagern ist. Aber die Angst vor etwas Achslagerspiel hat dann auch negative Auswirkungen. Hier sind auch neben des Radsatzlagern auch die Lager für die Zwischenzahnradwellen mit gemeint. Beim Aufschrauben der Bodenplatte und nach Anziehen der Schrauben waren die Getriebe dann schwergängig. In der Vitrine und auf dem Brokatdeckchen macht das nichts, die Lok läuft ja sehr leise, aber für den Anlagenbetrieb taugen schwergängige Getriebe nichts. Ich habe dann die Bodenplatte mit einem kleinen Fräser vorsichtig bearbeitet um den Wellen etwas mehr Spiel zu geben. Dafür laufen sie jetzt leichtgängiger. Die trockenen Getriebe wurden anschliesend mit Fett versehen.

















      Mal schauen was ich noch damit anstellen kann.
      Mit freundlichen Grüssen

      Lutz
    • Hallo,

      vor geraumer Zeit hatte ich mir einmal ein Päärchen FTs geleistet:


      Nach jahrelangem Warten bekam ich sie endlich in der Wunschbeschriftung der Baltimore & Ohio Railroad.
      northeast.railfan.net/images/bo112.jpg





      Die FT von 1939 waren die Vorgänger der auch hierzulande bekannten F-Serie von General Motors, genauer gesagt von deren Tochterfirma Electro Motive Division (EMD). Die FTs wurden ab Werk in der Regel immer paarweise geliefert und waren fest miteinander gekuppelt. Die A-Units (Einheit) waren die mit dem Cab (Führerstand) und die B-Units wurden als Booster (Verstärker) bezeichnet. Sie hatten kein Cab, dafür aber Einbauraum für einen Dampfheizkessel welcher vom Besteller auf Wunsch geordert werden konnte.

      Im Modell kommen diese Loks von Intermountain und werden auch paarweise als A-B Consist (Mehrfachtraktion) angeboten. Beide Loks sind angetrieben und haben jeweils ihren eigenen DCC Decoder. Hier waren es noch OEM Decoder (reine Fahrdecoder) von Soundtraxx und ich hatte mir damals aus Kostengründen die Loks stumm bestellt. Mit Brüllwürfel wären es denn auch knapp 200 Teuros mehr gewesen.

      Der Antriebsstrang der beiden Loks erinnert von seiner Ausführung her an die Expert Produktreihe vom Brillendoktor. Die Detaillierung ist aber weit über legen. So gibt es feine duchgeätze Lüftergitter, Scheibenwischer, alle Griffe und Griffstangen sind einzeln angesetzt. Selbst die winzigen Türklinken sind extra angesetzte Teile. Dabei wurde auch auf die farbliche Gestaltung geachtet, so sind die Griffstangen und Türklinken farbig lackiert.


      Es war von Anfang an geplant diese 2- teilige Einheit mit einer passenden F3 zu einer 3-teiligen auszubauen. Dafür habe ich wiederum mehrere Jahre warten müssen bis Intermountain wieder eine F3 in passender Lackierung auflegte. Bei Ankündigung habe ich sofort bestellt und dann noch einmal fast 2 Jahre warten müssen. Man braucht halt Geduld als US Bahner und die wurde dann letztendlich belohnt indem ich mir zwischen den Jahren meine F3 beim Modellbahnhändler meines Vertrauen abholen konnte.






      Das ist sie. Das Confederate Grey ist etwas dunkler, war aber vorbildgerecht ist.

      northeast.railfan.net/images/bo115.jpg





      So soll der Consist bei mir zusammen gestellt werden. Hier werde ich noch die Kadee Kupplungen an den hinteren Enden von F3A und FTB gegen solche mit kürzerem Schaft austauschen damit die Loks enger zusammen gekuppelt werden.


      Aber davor seht noch die Arbeit an alle 3 Units in ihren Fahreigenschaften aneinander anzupassen.

      Bei den beiden FTs war das noch recht einfach, hier hat man den Fall gleiche Loktype, gleiche Antriebsstränge und gleiche Decoder vorliegen.

      Als erstes wurde dem Link in den der Lok beigebenen Papieren gefolgt und die CV Liste ausgedruckt:

      soundtraxx.com/factory/OEM_pages/intermountain/ftmotorho.pdf

      Da OEM Decoder von den Decoderherstellern nach Maßgabe der Lokhersteller gefertigt und eingestellt werden, so wie oft etwas abgespeckt sind, war die CV Liste schon einmal eine wichtige Arbeitsgrundlage. Des weiteren wurde hier das Decoderhandbuch von Soundtraxx benutzt. Das beschreibt den Decoder und wie er einzustellen ist. Damals hatte ich noch kein JMRI Decoder Pro und so wurden die Loks "zu Fuß" mit der Zentrale programmiert.

      Wenn man einmal in die Cv Liste schaut, wird man feststellen, daß dort die CVs 5 und 6 gänzlich fehlen. Das war eine frühere Marotte von Soundtraxx, daß man die Höchst- und Mittengeschwindigkeit nicht über die CVs 5 und 6 einstellen konnte. Das ging dann nur über die CVs 67 bis 94. Hier ordnet man jeder Fahrstufe, CV67 ist Fahrstufe 1 , über CV68 ist Fahrstufe 2 u.s.w. ... bis ... CV94 ist Fahrstufe 28, einen eigenen Wert zu wie schnell die Lok in dieser jeweiligen Fahrstufe fahren soll. Das ist zwar eine Fleißarbeit, aber mit dieser so gewonnenen 28-Punkt Kennlinie hat man dann auch ein viel feineres Instrument und 2 Loks aufeinander einzustellen als wie es mit der 3-Punkt Kennlinie von CV2, 5, und 6 möglich ist.
      Um mir die Arbeit etwas leichter zu machen habe ich auch hier eine lineare Kennlinie gewählt. Zuerst wird ausprobiert ab welchem CV Wert sich die Lok in der Fahrstufe 1 in Bewegung setzt. Das wäre bei der 3-Punkt Kennlinie (3-PK) die CV2 und bei der 28-Punkt Kennlinie (28-PK) die CV67. Man erhöht hier den CV Wert so lange bis sich die Lok zuverlässig in Bewegung setzt.
      Der nächste Schritt ist die Deckelung der Höchstgeschwindigkeit. Bei der 3-PK geschieht das über die CV5 und bei der 28-PK ist das die CV94.
      Dazwischen hat man bei der 3-PK noch den Wert der CV6 als Mittengeschwindigkeit, also bei Fahrstufe 14. Wenn man eine lineare Kennline haben möchte, sollte man den Wert der CV6 auf den halben Weg zwischen der CV2 und CV5 setzen.
      Wäre jetzt (Hausnummern!) beispielsweise CV2 = 4 und CV5 = 48, so wäre die Mitte jetzt der Wert 26 für die CV6.
      Für Zweifler: Kästchenpapier, Bleistift und Lineal heraus und einen Graphen aufgemalt; Fahrstufen über CV-Wert.
      Und wenn man dann das Kästchenpapier schon einmal auf dem Tisch liegen hat, kann man auch gleich die 28-PK damit abhandeln. Es verhält sich genau so. CV67 ist Fahrstufe (FS) 1 und CV94 FS 28. Mit dem Lineal beide Punkte miteinander verbinden und die entsprechenden CV-Werte ablesen. Wer gut im Kopfrechnen ist kann sich alternativ eine Werteliste machen.

      So wurden beide Units der FT hinsichtlich der Höchstgeschwindigkeit behandelt behandelt. Also man sucht sich eine von den Loks aus und erklärt sie zur Master Lok. Diese Lok stellt man zuerst allein auf die gewünschten Fahreigenschaften und Funktionen ein. Läuft diese solo Lok dann so wie man sich das vorstellt, werden die Daten notiert rsp. gespeichert. Mit nur Zentrale muß man das hier auch "zu Fuß" und zur Gedächtnisstütze mit Zettelwirtschaft machen. Hier Decoder Pro ist eine echte Arbeitserleichterung, man kann die CV Einstellungen nicht nur speichern, sondern auch einfach 1:1 auf die zweite Lok kopieren. Damit hat man dann für die zweite Lok eine brauchbare Ausgangsbasis.

      Jetzt beginnt der eigentliche Anpassungsprozeß. Man baut sich ein Testoval auf dem Fußboden auf, hier tun Roco Brio-Line und ähnliches noch ihren Zweck. Beschleuniguung (CV3) und Bremsung (CV4) werden für die Einstellfahrten beide wieder auf "0" gesetzt. Beide Loks ungekuppelt auf das Testoval und losgefahren. Hier machen sich schon bald die Fertigungstoleranzen bemerkbar. Eine wird immer etwas schneller als die andere sein. Kann auch sein, daß z.B. bei beiden Endgeschwindigkeit gleich ist, aber eine etwas früher und schneller anfährt. Hier kann man dann an der 28-PK in den unteren Geschwindigkeitsstufen herumspielen. Als erstes einmal schauen ob beide Loks in der FS 1 losfahren. Macht das jetzt nur eine Lok, so kann man den Wert in der CV67 (FS 1) bei der trägeren Lok so lange erhöhen, bis sie sich syncron mit der anderen Lok gleichzeitig sich in Bewegung setzt. Die darauf folgenden FS werden dann nach dem gleichen Schema behandelt.
      Zugegeben, es ist ein Try-And-Error Verfahren (Versuch und Irrtum und dessen Korrektur), etwa langwierig, aber am Ende hat man 2 perfekt gleichlaufende Loks. Zwar unterschiedliche Kennlinien, aber gleiches Ergebnis.
      Diese Einstellfahrten müssen auf dem Gleis vorgenommen werden, Rollenprüfstände, selbst wenn sie eine Meßvorrichtung haben, sind hierfür nicht brauchbar. Besonders die Bauarten ohne Kugellager verfälschen durch ihre schwergängig laufenden Röllchen die Ergebnisse.
      Als nächster Schritt steht die Anpassung der Brems- und Beschleunigungszeiten an. Für die Master Lok hat man die Werte dafür ja vorher schon solo ermittelt. Die werden dann auch in die Trailing Unit (eben die nachlaufende Lok) als Grundlage eingegeben. Auch hier fallen in der Regel kleinere Anpassungsarbeiten an und auch hier hat man dann unterschiedliche Werte in den jeweilgen CV3 und CV4 stehen.


      Jetzt kam die dritte Lok, die F3, zu dem schon vorhandenen Consist von FTA und FTB hinzu.

      Es begab sich aber, daß man bei Intermountain in der Zwischenzeit den Lieferanten für Platinen und Decoder gewechselt hat und auf das Angebot des Hr. Lindner eingegangen ist. So wurde diese Lok mit einem bei mir recht unbeliebten ESU Zwangsdecoder geliefert. Auch hier habe ich die Ausführung ohne Brüllwürfel bestellt, den Streß und Ärger mit dem Loksound V4 wollte ich mir nicht antun.
      Wie man sieht betreibt Hr. Lindner auch mal wieder kleinere Sabotagen an den NMRA Normen, so stimmen die Kabelfarben nicht mit der NMRA überein. Mag zwar klein erscheinen, kann aber der erste Schritt ins Chaos der Mitteleuropäische Werksnormen sein. :thumbdown:
      Die die Entstörelemente für den Analogbetrieb befinden sich wieder auf der Hauptplatine und nicht auf dem Blindstecker wo sie hingehören. :(

      Da ich mittlerweile über JMRI, Decoder Pro und SPROG verfüge, wurde bei dieser Lok der Decoder damit komplett ausgelesen. Dabei stellte sich heraus, das es sich laut Decoder Pro um einen ESU Lokpilot V1.0 Standard handelt.
      Nun, der vorhandene Consist aus den FTs dient hier als Master dem sich die F3 anzupassen hat. Im Prinzip ist das genau so gemacht worden wie oben beschrieben. Nur muß man einige Lindnersche Eigenheiten beachten. Die 3-PK Kennlinie ist wegen ihren nur 63 Stufen (1 - 64) der CVs 2, 5 und 6 recht grob gerastert, so daß eine Anpassung der Geschwindigkeitskennlinien allein schon dadurch scheitern kann. Hier kann man beispielsweise feststellen, daß ein Wert 10 in der CV5 zu hoch ist und ein Wert 9 dagegen zu niedrig. Passender wäre für den perfekten Gleichlauf hier der Wert 9,5, den es aber nicht gibt.
      Auch bei diesem Decoder hat man noch die Möglichkeit einer 28-PK welche dann schon fast zwangsläufig erforderlich ist und glücklicherweise für jede der Fahrstufen CV67 bis CV94 Werte von 1 - 255 zulässt. Nur damit gelingt es den ESU Decoder an die vorhandenen Soundtrax Fahrdecoder anpassen.
      Eine weitere Lindnersche Eigenheit ist der Zähler in den CV3 und 4. Überall sonst bei den US Decodern läuft das Zählwerk in 0,9sec Intervall-Schritten hoch, nur beim ESU dagegen in 0,5sec Schritten. Das ist dann bei der Anpassung der Beschleunigungs- und Bremszeiten zu berücksichtigen, hier hilft der gute alte 3-Satz und der Taschenrechner.

      Damit gelang mir dann auch diesen neuen Decoder an die vorhanden anzupassen. Hier bei der A-B-A Zusammenstellung ist es sinnvoll sie permanent als Consist gekuppelt zu lassen. Wobei die F3 die führende Einheit darstellt. Dafür wurden die beiden FTs über die CV29 in ihrer Fahrtrichtung umgepolt.
      Alle 3 Lok haben die gleiche Adresse und lassen sich so mit einem einzigen Fredi fahren.

      Meine Zentrale (Digitrax Zephyr) bietet die Möglichkeit sog. temporäre Consists zusammen zu stellen. Gleichlauf der einzelnen beteiligten Triebfahrzeuge ist auch hier zwingend erforderlich. Sie laufen nicht über die Consist Adresse, sondern werden von der jeweiligen Zentrale intern als Consist behandelt. Auch diese temporären Consists lassen sich auf einen Fredi legen und so mehrere Loks mit einem einzigen Fredi steuern. Aber nur bei dieser Zentrale. Bei einer anderen Zentrale ist der Consist dann nicht mehr da, weil die Zentrale das ja intern macht.

      Das ist jetzt in den Grundzügen erklärt wie man Mehrfachtraktionen aufsetzt.

      Wenn man das dann verstanden hat und beherrscht kann man solche Spielreien machen:
      Eine Brawa Köf2 fährt auf die Drehscheibe, wird gedeht und zieht eine "kalte" Roco BR44 aus dem Schuppen auf die Drehscheibe. Dann wird gedreht und die Köf zieht der 44er von der Scheibe. Über Sägefahrten wird die 44er unter die Bekohlungsanlage gezogen bzw. geschoben. Die Köf "kuppelt" ab und fährt wieder zu ihrem Abstellplatz. Fragen:"Aus der 44 ist der Motor ausgebaut?" Nein, denn auf einmal erwacht die 44er zum Leben, das Licht geht an und sie fährt lansam aus dem BW Bereich zum wartenen Güterzug. Die Köf war vorne an der 44er "gekuppelt", wobei beide Loks hier nur einen einfachen Zughaken von Weinert aufweisen wo nichts kuppelt. Hier berühren sich nur die Prallplatten.
      Es ist einfach eine Spielerei mit einem temporären Consist der danach wieder aufgelöst wurde. Perfekte Anpassung der Fahreigenschaften von Köf und 44 sind hier unbdingte Voraussetzung. Die 44er ist mit einem ESI Lopi Basic V1.0 bestückt und die Köf mit einem Lenz Silver Mini. Dabei ist bei der 44 für den temporären Consist der Rangiergang eingeschaltet. So bleibt hier die Streckenhöchstgeschwindigkeit der 44er für den anschliessenden Zugdienst gewahrt.
      Mein Bekanntenkreis hat das bis Heute nicht verstanden.
      Mit freundlichen Grüssen

      Lutz

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    • Danke Lutz für das ausführliche Niederschreiben. Vielleicht vergrößert sich der Teil des Verstehenden deines Bekanntenkreises ja dadurch.
      An die Grenze stößt diese Methode aber, wenn man Streckenloks mit unterschiedlichen vMax kombinieren will. Da hilft der Trick mit dem Rangiergang nicht mehr. Habe ich Loks mit vMax = 60km/h, 100km/h und 120km/h, die ich sowohl einzeln, als auch in beliebigen Kombinationen einsetzen will, bliebe nur die Möglichkeit bei allen Fahrstufe 28 auf 120km/h zu justieren und die Kurven anzugleichen. Dann darf ich bei der 60km/h Lok aber den Regler nur noch bis zur Hälfte aufdrehen ohne zu schnell zu fahren.
      Wobei man könnte den Rangiergang auch umdefinieren in einen "Mehrfachtraktions-Gang". Also im Rangiergang eine abgestimmte Kennlinie für alle Fahrzeuge bis in diesem Fall 120km/h. Bei deaktiviertem Rangiergang kann man dann eine individuelle Kennlinie passend zur vMax dieses Fahrzeuges definieren.
      Entbindet einen aber weiterhin nicht von der Aufgabe, seinen gesamten Fuhrpark (den man untereinander kombinieren will) abzustimmen und es ist leider nicht möglich spontan Fremdfahrzeuge einzubinden.

      Gruß Michael
    • Hallo Lutz,
      ich finde Deine "Amerika-Berichte" immer sehr interessant, eine Welt die einem "Länderbahner" weitgehend verschlossen ist.
      Möchte aber gleich zur Sache kommen.
      Das für jeden Motor der Fts Consists ein separater Decoder verwendet wird, leuchtet mir nicht so ganz ein. Meines Wissens gibt es leistungsstarke Decoder für Großbahnen, deren Ausgangsparameter auch für drei H0-Motoren ausreichen würden.
      Der Synchronlauf stellt an und für sich kein Problem dar, sofern qualitativ hochwertige Motoren eingesetzt werden. Diese zeichnen sich u.a. dadurch aus, dass sie geprüft werden und in einem gewissen Spektrum gleiche Ergebnisse bringen müssen. Das erklärt auch zunächst den Preisunterschied, selbst bei gleichem Fabrikat.
      Da stellt sich die Frage, ob die drei Motoren sich gegenseitig beeinflussen.
      Das ist bei gepulsten Motoren eine etwas heikle Frage in Zusammenhang mit der Strommessung
      und der nachfolgenden Regelung.
      Im besten Fall werden die nicht synchronen Drehzahlen einen Schlupf erzeugen, der nicht allzu nachteilig ist. Bei Bogenfahrten tritt dieser Schlupf bei dem Fahrzeug an sich und auch innerhalb der einzelnen Drehgestelle ohnehin auf.
      Wer es ganz akademisch streng nimmt, kommt nur mit einem Einzelachsantrieb zielführend weiter.
      Der synchrone Lauf der einzelnen Achsen wäre allerdings nur mit einem Tachogenerator und der entsprechenden Regelung zu erreichen.
      Man sieht, es gäbe noch viel zu entwickeln.
      Gruß Wolfgang
    • Hallo Wolfgang,

      ich fange mal von hinten mit dem Thema Tachogenerator an.
      Auch derartige Lösungen gibt es bei der Modellbahn schon lange.


      Das ist eine Spur 0 Diesellok von Lionel. Hier möchte ich Deine Aufmerksamkeit auf die Schwungmasse des Motors lenken, genauer auf den Magnetring unten an der Messingschwungmasse. Links spitzt da noch die Sensorplatine darunter hervor. Auf der Sensorplatine befindet sich ein Hallsensor. Ich denke Du weißt jetzt was gemeint ist.
      Für die Anderen: Der Hallsensor nimmt die Magnetimpulse des rotierenden Magnetrings ab, misst dadurch die Drehzahl des Motors und die Elektronik "weiß" immer die aktuelle Drehzahl. Für den Regelkreis sind die Sensorimpulse das rückmeldende Element und der Regler kann so die Drehzahl des Motors konstant halten.
      Konkurrent MTH arbeitet hier alternativ mit einem auf die Schwungmasse aufgeklebten Strichcode. Die Funktionsweise ist wie beim Scanner an der Supermarktskasse. Auch diese Art der Drehzahlmessung arbeitet.
      Bei BEMF wird die Drehzahldifferenz, genauer gesagt die Verringerung der Drehzahl nach einer betimmten Zeit nach Ausschalten des Motors gemessen; es ist also ein indirektes Verfahren. Bei den o.a. Verfahren wird der Motor zwischdurch nicht ausgeschaltet, sondern seine aktuelle Drehzahl unmittelbar gemessen. Weil das direkt geschieht arbeiten diese Verfahren genauer.
      Vorteil gegenüber der üblichen BEMF; die Drehzahl des Motors und damit die Geschwindigkeit der Lok lassen sich exakt einhalten. Sowohl Lionel als auch MTH Loks sind daher schon frisch aus der Schachtel heraus Mehrfachtraktionsfähig weil sie alle bei einer bestimmten Sollwerteinstellung exakt die gleiche Geschwindigkeit fahren.


      Zur H0 FT
      Die FTs stellen insofern einen Sonderfall dar weil A und B Einheiten beim Vorbild ab Werk fest gekuppelt sind. Im Modell könnte ich auch ohne weiteres die B Einheit durch den Decoder in der A Unit mit versorgen. Das bedingt dann aber ettliche Kabelverbindungen zwischen beiden Loks, mindestens 4-polig.
      Alle anderen Loks sind beim Vorbild nicht fest miteinander verbunden, hier herrscht Freizügigkeit hinsichtlich ihrer Verwendung in Mehrfachtraktionen. Es so lange zusammen gekuppelt bis Zuggewicht und Leistung sich in der Balance befinden. Diese Freizügigkeit möchte sich auch der Modellbahner erhalten und Loks beliebig zu einem Consist zusammenstellen können. Das geht am einfachsten wenn jede Lok ihren eigenen Antrieb und ihren eigenen Decoder hat. Zusatzaufgabe: Dann müssen aber auch alle Loks des Fuhrparks auf die gleiche Linie getrimmt werden.

      US Decoder bieten auch die Möglichkeit die Lastregelung partiell zurück zu nehmen, d.h. man hat dann nicht mehr volle 100% Ausregelung, sondern nur einen Teil davon. Des weiteren besteht die Möglichkeit die Lastregelung ab einer bestimmten Fahrstufe vollständig abzuschalten.
      Entdecke die Möglichkeiten.

      Einzelachsantrieb
      Hier hatte mal ein Start Up Unternehmen Blomberg Drehgestelle in H0 mit Einzelachsantrieb angekündigt.
      3.bp.blogspot.com/-wIPuqBN57Cg…/gear_test_bed_actual.jpg
      model-railroad-hobbyist.com/si…441_800x600_railflyer.jpg
      s1192.photobucket.com/user/RFMP_2005/media/blom-4.jpg.html

      s1192.photobucket.com/user/RFMP_2005/media/blom-3.jpg.html

      s1192.photobucket.com/user/RFM…edia/htc_drive_1.jpg.html
      Es ist aber seit einiger Zeit sehr still darum geworden. Und wie Du auf dem letzzten Foto erkennen kannst bist Du nicht der Einzigste mit mit Onboard Power. Der Thread dazu:
      model-railroad-hobbyist.com/node/8251
      Mit freundlichen Grüssen

      Lutz
    • Hallo Lutz,
      danke für die klärenden Worte bzgl. Mehrfachtraktion.

      Mir war nicht bekannt, dass Tachogeneratoren bei der Modellbahn eingesetzt werden.
      Faulhaber und Maxon bieten Motor und TG als Einheit an. Das Problem ist der entsprechende Regler,
      in der Größe für H0. Im industriellen oder Consumer Bereich soll der TG die Drehzahl konstant halten, Beispiel: Plattenspieler mit Direktantrieb (Philips).

      Den Einzelachsantrieb habe ich bereits vorgestellt, worauf Du eingingst.
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass die entsprechende Fahrzeuggeschwindigkeit mit den gezeigten Stirnradgetrieben erreicht werden kann. Die überwiegend angewandte Bauweise mit Schneckentrieb, sollte auch beim Einzelachsantrieb angewandt werden.
      Was ist schief gelaufen bei Blomberg?

      Ein schöne Wortkreation: "Onboard Power".
      Meine entsprechenden Versuche habe ich soweit abgeschlossen, bis auf das für mich bis jetzt nicht lösbare Problem der Ansteuerung eines BLDC Motors per Funk.
      Hier schließt sich dann allerdings der Kreis TG ->Drehzahlregelung.
      Der BLDC Motor mit Hallsensoren besitzt eine sehr feine Drehzahlregelung und dürfte das kompakteste Aggregat sein, was es zur Zeit gibt. Auch die Regleplatine ist H0 tauglich.
      Gruß Wolfgang
    • Hallo Lutz,
      danke für die links.
      Für die Modellbahn ist ausschließlich der Motor mit Hallsensoren geeignet, also 6 Drähte nach draußen.
      Auch der (Maxon)Regler funktioniert einwandfrei.
      Die Motoren mit drei Drähten nach draußen arbeiten ohne Hallsensoren, haben Probleme beim Anlauf, finden nicht gleich die richtige Drehrichtung, bekanntes Ruckel-Problem, wurde bereits besprochen.
      Diese Motoren sind z.B. gut für Helis, wo es auf feinste Regelung im niedrigen Drehzahlbereich nicht ankommt und nur eine Drehrichtung notwendig ist.

      Für Lokantriebe sind jedoch mehr Steuerimpulse notwendig um solchen Motor mit Sensoren zu betreiben.
      1. Ein-Aus.
      2. Drehrichtung
      3. Drehzahlsteller

      Der Drehzahlsteller ist nur ein Widerstand als Spannungsteiler. Dieser Widerstand dient zur Steuerung der Elektronik, hat also nichts mit dem Leistungsausgang für den Motor zu tun, sondern verändert die Motorfrequenz.
      Ein Widerstand ist immer analog und das kann die Digitalsteuerung nur mit zusätzlichem Aufwand leisten.
      Müßig darüber zu reden, mit einem Servo ein entsprechendes Poti zu drehen.
      Regelung mit einem Tiefpass habe ich auch schon durch.
      Bleibt nur noch der D/A Wandler.
      Gruß Wolfgang
    • Schade Wolfgang, der BLDC wäre eigentlich der ideale Modellbahnmotor sofern es gelingt eine entsprechende für Modellbahnzwecke geeignete Ansteuerung dafür zu schaffen. Märklin hat es ja bekanntlich gründlich versiebt. Meines Wissens nach hat es wohl eine brauchbare Ansteuerung für die BLDC fertig entwickelt gegeben, aber in bester schwäbischer Geizletradition haben die Erbsenzähler ein paar Centles für elektronische Bauteile gespart. Daher konnte die Ansteuerung nur suboptimal ausgeführt werden.
      Zweiter Killfaktor waren die Analogfahrer mit ihrer Forderung nach Rückwärtskompatibilität bis in alle Ewigkeit. Nur die Analogfahrer haben die Ruckelprobleme gehabt, bei DCC waren sie praktisch nicht existent.
      Eigentlich hätte Märklin ja seinen Kunden mitteilen sollen, daß die Sinus Motoren nur für den Digitalbetrieb geeignet sind. Dann wäre aber für die traditionelle Kundschaft die ganze Welt zusammen gebrochen ...
      Jedenfalls haben diese "Traditionskunden" dafür gesorgt, daß das Thema BLDC gründlich "verbrannt" ist. X(
      Ich habe einmal für einen Bekannten bei einer Trix 218 mit der ersten Ausführung des BLDC die Getriebe umgebaut. Vor dem Umbau zitterte sie beim genauen Hinschauen etwas in den beiden untersten Fahrstufen (DCC betrieben). Nachdem die Lok keine Renngetriebe mehr hatte war die Ruckelei komplett verschwunden.
      Mit freundlichen Grüssen

      Lutz
    • Das hier schliesst sich an Beitrag #10 an.

      Die RSD-5 von ALCO war in der Zwischenzeit mit einem Zimo MX600 digitalisiert worden. Dabei stellte sich doch eine gewisse Platznot unter dem Gehäuse heraus.. So ist hier fast kein Raum mehr nach oben über dem Motor, lediglich für Kabel reicht es. Der Zimo hing daher an seinen Anschlußkabeln sozusagen freischwebend über der hinteren Gelekwelle. Zudem musste es auch noch hardwired (fest eingelötet) werden, Zustände die mir nicht gefielen. Jetzt wollte ich auch in dieser Lok Sound haben. Zimo scheidet hier aus weil es da keinen ALCO 244 Sound mehr gibt. 244 bezieht sich auf den Motortyp und nicht auf den Loktyp. Früher hat in Spanien carlosnunez.org/sonidos-para-locomotoras-a-escala/ Sound von RENFE Dieselloks aufgenommen. In der RENFE Lok 1600, eine ALCO World ist der besagte Motor von Typ 244 eingebaut. Etwas klimmzügig und umwegig hätte ich diesen Sound, codiert und aufgespielt auf einen Zimo Decoder, von einem spanischen Fachgeschäft erweben müssen. Preislich leider dann uninteresant.
      So habe ich mich auch hier für einen Soundtraxx Econami entschieden. Musste allerdings die kleine Version ECO-100 nehmen wg. des o.a. Platzmangels.



      Auch hier komme ich um die Hartverkabelung nicht drum herum. Bleibt nur zu zu versuchen das Kabelwirrwarr möglichst klein zu halten und vor allen Dingen freiflatternde Kabel tunlichst zu vermeiden.

      Zu diesem Zweck habe ich in die Motohalterung zusätzliche Bohrungen an den Stirnseiten eingebracht um die Kabel längs des Motors zu bändigen. Des weiteren habe ich an der hinteren Stirnseite der Motorhalterung einen Decoderträger aus Messingblechen angelötet; übrig gebleibene Ätzrahmen wurden hier recycelt. Auch in den Decoderträger wurden Bohrungen zur Kabelführung eingebracht. Der Decoder wurde mit elastischem doppelseitigen Klebepads auf dem Träger befestigt. So trägt der Decoder nicht höher als der Motor auf und passt unter das Gehäuse.
      Auf dem Fahrgestell sieht man hinten rechts einen Stützkondensator 16V, 2200 Microfarad. Links ist eine 3-polige Steckdose angebracht worden. Wegen der aufwendigen Isolierung, immer daran denken das hier ist kein Kunststoffgehäuse, sondern es ist alles aus Messing und das leitet den el. Strom.

      Dann noch die Frage der Beleuchtung. Beim Modell sind es jeweils vorne und hinten ein Messingußteil welches einen Doppelscheinwerfer darstellt:


      Die Durchmesser der kleinen Scheinwerfer betragen jeweils etwa 1,5mm. Damit habe ich sie auch durchgebohrt. Hier hätten 2mm Bohrungen die Teile entstellt.




      Nächstes Problem, es gibt keine LEDs mit 1,5mm Dmr. Also habe ich die Schäfte der 4 LEDs auf etwa 1,5mm abgefeilt damit sie in die Bohrungen passen.






      Dann die Frage des Lautsprechers. Oben ist wie erwähnt kein Paltz dafür. Als Einbauort bietet sich der Hohle Tank aus Messingblech an.

      Als LS habe ich hier einen der hochgehypten Knowles Dumbo in einem 3-D Druckgehäuse von Zimo gewählt. Ein grösseres Lautsprechergehäuse ging hier nicht mehr hinein. Trotzdem musste ich am Tank noch einige Fräs- und Schleifarbeiten vornehmen.







      So habe ich den oben eingezogenen Rand im Bereich der Bremsluftbehälter abfräsen müssen damit der LS hinein geht. Der LS wurde auch hier mit dem doppelseitigen elastischen Klebepads befestigt. Dabei habe ich darauf geachtet, daß das LS-Gehäuse nirgends die Tankwände berührt.
      Mit freundlichen Grüssen

      Lutz