neue Primer auf Wasserbasis bei Ammo by MIG

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    • Jörg
      Du hast ja doch mehr praktische Erfahrungen mit den Grundierungen und Haftvermittlern.
      Ich war der Meinung bzw. bisher so orientiert,
      dass die Produkte von Gunze-Sangyo Beispiel 1, Beispiel 2 die eigentlichen Favoriten oder Geheimtipps sind.

      Bei "OneShot-Primer" hatte ich es so verstanden, dass sie auch gleich als Grundfarbe oder auch Endfarbe Sinn machen.

      Wie würdest und wo Du diese verschiedenen Mittel bevorzugt einsetzen?

      Danke für etwas Aufklärung, gern auch mal per PN.
      ... und das Grüssle mitten aus dem Wald
      bis bald... ´s Peterle


      Verschiebe nicht auf morgen, was du heute leben kannst.
      Jeder vergangene Augenblick, den du nicht zu ergreifen verstanden hast, ist ein verlorener Augenblick.
      (unbekannter Autor)
    • Peter, ich hol mal etwas weiter aus.

      Grundsätzlich grundiere ich alle Modelle um ein gleichmäßiges Farbbild zu bekommen.
      Und da nehm ich Hellgrau für alles wie rot oder dunkler, weiß für die helleren Farben. Denn ohne eine gleichmäßige Grundierung könnte es Schatten geben.

      Es gibt allerdings sogar ne Technik um diese Schatten zu bekommen. Dabei spritzt man das ganze Modell mit heller Grundierung und dann über z.B. Rillen und Absätze sprüht man einen feinen schwarzen Streifen. Das schimmert dann später durch den Farbauftrag durch. Könnte man z.B. bei Motorhauben von Dieselloks anwenden.
      Hier kann man diese Technik beim 6. und 7. Bild sehen.

      Zu den Farben selber.
      Ich bevorzugte für Metallmodelle bisher die Weinert Grundierung als Haftgrund. Ich will aber nun mal diese Grundierung ausprobieren. Die soll sehr gut haften und schnell decken. Deswegen der Name "One Shot". Und da es diesen Primer auch in weiß gibt, könnte ich mir dann sogar eine bei hellen Farben notwendige zweiten Grundierung in weiß sparen. Denn gerade das ohnehin schlecht deckenden Gelb bekäme auf grauem Grund einen hässlichen Grünstich. Bei Kunststoffmodellen hab ich meist gleich mit weißem oder grauen Lack angefangen. Wichtig ist bei allen Modellen aber insbesondere bei Metallmodellen, ist das einwandfreie Entfetten vorher. Ich mach das mit diesem Mittel : Ndetail Schaumschleif-Gel . Das Zeugs reinigt und und raut gleichzeitig an.

      Die von dir angesprochenen Primer haben gleichzeitig einen Füller drin und können zusätzlich noch feine Unregelmäßigkeiten ausgleichen. Die nehm ich nur wo nötig, z.B. bei 3D-Druck-Modellen. Ich finde auch, als Haftgrund auf Metall taugen sie weniger.

      Als Decklack nehm ich nie einen Primer. Da bevorzuge ich die glänzenden Elita-Lacke. Wegen ihrer guten Deckkraft und der riesigen Auswahl an RAL-Farben. (Bei US-Modellen kommen allerdings meist passend zum Vorbild gemischte Farben von US-Herstellen zum Einsatz.) Darauf ein Überzug mit hochglänzenden Klarlack wegen der decals und dann zum Schluss seidenmatten oder matten Klarlack von Vallejo oder AK. Die greifen die decals nicht an. Und bei besonderen stumpfen Flächen darüber noch das Ultra Matte Varnish von AK.

      Hoffe dir weiter geholfen zu haben.
      Gruß
      Jörg

    • Jörg,
      Dankeschön. Mit diesen Ausführungen hast du mir sehr weiter geholfen. Durch deinen Erfahrungsschatz und deine praktischen Erfahrungen
      ist es nun für mich eine sehr gute Basis, um eigene Erfahrungen zu machen. Das Wissen, ob und was geht, gibt die notwendige Sicherheit.
      Das Schleifgel kannte ich überhaupt noch nicht und fehlt somit in meinem Sammelsurium. Da werde ich wohl beim "Bergswerk" mal ordern müssen.
      Dankbare Grüsse...
      ... und das Grüssle mitten aus dem Wald
      bis bald... ´s Peterle


      Verschiebe nicht auf morgen, was du heute leben kannst.
      Jeder vergangene Augenblick, den du nicht zu ergreifen verstanden hast, ist ein verlorener Augenblick.
      (unbekannter Autor)
    • Klasse Hinweise - danke Jörg! :sehrgut:

      :tot: Rein der Vollständigkeit halber sei noch darauf hingewiesen, dass sich - im Gegensatz zu Beschichtungen mit organischen Lösungsmitteln - der eingeatmete Farbnebel von wasserbasierten Beschichtungen in der Lunge NICHT abbaut. Es ist also in besonderem Maße auf ordentliche Absaugung und einen vernünftigen Atemschutz zu achten. Das entstehende Aerosol belastet ohne entsprechende Absaugung übrigens die Raumluft noch für Stunden (das gilt natürlich für Lacke mit organischen Lösungsmitteln in gleichem Maße). :tot:
      Den wahren Freund erkennt man in der Not. (Cicero)
    • Aber das muss jeder für sich selber entscheiden.....

      Boscho schrieb:

      Klasse Hinweise - danke Jörg! :sehrgut:

      :tot: Rein der Vollständigkeit halber sei noch darauf hingewiesen, dass sich - im Gegensatz zu Beschichtungen mit organischen Lösungsmitteln - der eingeatmete Farbnebel von wasserbasierten Beschichtungen in der Lunge NICHT abbaut. Es ist also in besonderem Maße auf ordentliche Absaugung und einen vernünftigen Atemschutz zu achten. Das entstehende Aerosol belastet ohne entsprechende Absaugung übrigens die Raumluft noch für Stunden (das gilt natürlich für Lacke mit organischen Lösungsmitteln in gleichem Maße). :tot:
      Hallo Boscho

      Nur noch als Ergänzung:

      Auch Pigmentfarben gehen auch in die Lunge.
      Macht den Test.
      Nach dem Patinieren ( Stauben ), einfach das Taschentuch nehmen und reinschnäuzen, danach sich die Pampe ansehen.

      Aber das muss jeder für sich selber entscheiden..... :D
      Mit freundlichen Grüßen

      Jürgen