Eine Rollbockgrube

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    • Eine Rollbockgrube

      Gerade hatte ich mich entschieden, dass Moritzburg-Allfeld ein reiner Regelspur-Bahnhof sein wird, lief mir bei einer Fortbildung in Dillingen ein kompletter MINEX-Zug zu. Da war es um die Planung geschehen.
      Zwei sächsische Rollbockpaare von Henke habe ich schon seit langem.
      Vor Weihnachten habe ich mir ein Paar von Peter Herrmann bestellt. Wunderschön sind sie.
      Allerdings sind die Balken bei beiden unterschiedlich hoch. Gut, dass das in der Testphase herauskam.

      Aus dem Fabrikanschluss der Baumwollweberei Witt wird das Rollbockgrubengleis.
      Der Metallstreifen in Bild 1 zeigt die eine Schiene des Regelspurgleise an.



      Die Rollbockgrube von Uwe Stehr kenne ich und finde sie klasse, allerdings traue ich mir nicht zu, eine solche zu bauen. Insofern bleibe ich beim alten Prinzip der BEMO-Rollbockgrube, d.h. das Regelspurgleis senkt sich ab. Vorbild ist die Grube in Möckmühl, von der ich bei DFO schöne Fotos fand.

      1. Versuch
      Anschließend habe ich die Rollböcke vermessen und ein Probemodell aus 1mm-Polystyrol angefertigt (Bild 2).

      Um die Bremsanlage aus dem Weg zu bekommen hatte ich die Schräge kurz und steil gestaltet. Das sah erst einmal auch sehr gut aus, wenn der Rollbock mit der Hand gezogen wurde.
      Anders war es als ich ihn hinaufschob und ihn weiter schieben wollte. Die Höhe Fahrbalen-Gabel nahm nicht Rücksicht auf das Bremsgehänge.

      Wie man erkennen kann, wurde eine Erhöhung um 3 mm nötig, um sicher unter dem Wagen bzw. dem Bremsgestänge durchfahren zu können.
      Naja, und dann hing ich meine Trusetal dran, ein D-Kuppler, im Rohbau zwar, aber fahrfähig. Und da stellte sich heraus, die Schräge ist zu steil, die Räder drehen durch und die Lok rührt sich keinen Millimeter.

      Zweiter Versuch
      Alba-Buch über Modellmaße hergenommen und die gängigen und gangbaren Steigungen nachgeschlagen. Das steilste ist 1:20, bei einem Höhenunterschied von 6,5 mm sind das eine Länge von 130 mm. 100 mm muss reichen, denn sonst wird es zu lang.
      Zweiter Bau. Lok dran gehängt. Sie bewegt sich doch, um es mit Galilei zu sagen!

      Das tollste ist, plötzlich muss ich nicht mehr so hoch hinaus. Frag mich bitte keiner wieso.

      Jetzt kann ich mich dran machen, die richtige Rollbockgrube zu bauen.

      Gruß
      Andreas
    • Neu

      Den Sonntag Nachmittag habe ich mir genommen, um die Rollbockgrube weiter zu bauen.
      MIt der Stichsäge wurde der Platz ausgesägt, beim Einfahrgleis habe ich ein 1 cm Brett als Abdeckung und Schutz drüber gelegt.


      Die Seitenwand ist aus 1 mm Poystyrol. Oben drauf habe ich ein Messing-L-Profil geklebt, damit die Fahrzeuge besser rollen, und weil es im Original auch so gemacht wurde. Die Blechkante würde dem Druck ja sonst nicht standhalten.
      Im Film über die JAGSTTAHL-Bahn sind Details der Rollbockgrube zu sehen, die mir neu waren, nämlich, dass die Seitenwand auf den Schwellen stand. Oder ich habe es woanders nicht erkannt.

      Die Rückwand bleibt, habe ich beschlossen. Die vordere Wange, auf der Seite, wo das Gelände abgeschrägt ist, muss gekürzt werden und wird auf die Schwellen geklebt.
      Dann war an der Zeit, die 750 mm Schienen einzuziehen. Es ist Peco-Profil Code 83. Die Spurlehren sind noch von Schullern.

      Jetzt galt es zu testen, ob die Lok weit genug heranfahren kann. Natürlich nicht. Also wurde noch etwas Holz weggenommen.

      Die Kleineisen sind wieder aus mit Sekundenkleber getränktem 130 g Papier.

      Die zweite Seitenwange wird mit Sekundenkleber auf den Schwellen aufgeklebt. Erst einmal nur geheftet, also jede soundsovielte, man weiß ja nie.
      Später werden noch die Abstützungen eingeklebt werden.

      Jetzt fährt er auf und ab.

      Das Einzige, was noch stört, sind die Bremsschläuche, sie verheddern sich gerne mit den Achshaltern der Rollböcke. Mal sehen, ob die Bremsschläuche weichen werden, also um 1-2 versetzt werden, oder die Achshalter der Rollböcke. Bei den Bausätzen von Peter Herrmann sicherlich am einfachsten zu machen, bei den von Henke schon schwieriger, da es nur ein gebogenes Flachprofil ist.

      So,etzat muss der Schmalspur-Bahnhof gebaut werden und die letzte Regelspurweiche fertig gestellt werden, die Stellstange fehlt noch.

      Gruß
      Andreas