Roco’s 50er ins digitale Zeitalter befördert

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    • Hallo Zusammen
      Welches sind den die Lieblingsdekoder?
      Uhlenbrock, Zimo, D&H und ESU (ok der vielleicht nicht Liebling)?
      Da ich ja das Testen zugesagt habe, werde ich verschiedene Dekoder kaufen...

      Bitte mit der exakten Beschreibung melden....

      LG
      Axel
    • Hallo Axel,

      zurzeit sind folgende Decoder im Testpool bei Thomas:
      Doehler&Haass DH22A-4, 22-polig, (hier als Brawa 99800)
      ESU 54615 LokPilot V4.0 21MTC
      Lenz 10322-01 Silver+PluX22
      Uhlenbrock 74560 Plux22
      Uhlenbrock 76150 PluX16

      Weitere Decoder würden den Testpool noch gut ergänzen. Kandidaten könnten sein (ohne Wertung):
      Rautenhaus digital RMX999C PluX22
      T4T LD-2PL22-A PluX22
      Tams LD-G-33 plus PluX22
      Zimo MX633P22 (10895) Plux22

      Vielleicht wäre es gut, wenn Thomas vorher noch mal mit Dir Kontakt aufnimmt, er hat nämlich auch noch ein paar andere Decoder in den Pool eingebracht (die ich nicht genau kenne).

      Herzliche Grüße
      Andreas

      … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …
    • Guten Morgen zusammen,

      zur Erläuterung. Es geht nicht darum die Eignung der verschiedenen Hersteller als brauchbaren Decoderhersteller herauszufinden, sondern in wie weit die einzelnen Hersteller SUSI unterstützen. Nach Norm oder eben nicht oder nur halb. Mit den vorhandenen Decodern haben wir wohl eine Schnittmenge dessen, was so verbaut wird und das sollte vorerst reichen. Es geht auch darum herauszufinden, sollte mal ein Decoder nicht 100% SUSI - Normkonform sein, wo denn da die Unterschiede sind und wie unsere Software eventuell darauf reagieren kann.

      Sollten wir ein wichtiges Mitglied der Decoderfamilien nicht in der Liste haben, dann bitte melden.

      Mit freundlichen Modellbahnergrüßen
      Thomas
      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana
    • Moin moin zusammen,

      nachdem es nun in den kommenden Tagen ein wenig ruhiger zugehen wird, habe ich die Aufgabe eine kleine Überleitung zu den Umbauten folgen zu lassen.

      Von der zurzeit laufenden Testphase mit diversen Decodern (siehe oben #42) erhoffen wir uns die notwendigen Rückschlüsse um den Einsatz der Platinen sicher zu machen.

      Zu den Umbauten
      Parallel bereiten wir die ersten Probeeinbauten in mehrere Lokomotiven vor.

      Für den einen oder anderen von Euch stellt sich in diesem Zusammenhang eventuell die Frage, für welche Lokomotiven die Platine verwendet werden kann.
      Sicher ist dies (welch Wunder ;) ) für
      - Den Lokrahmen der Roco BR 50 und 52 (Lok- und Entkupplerplatine)
      - Den Kastentender der Roco BR 50 (Tender- und Adapterplatine)
      - Den Kabinentender der Roco BR 50 (Tender- und Adapterplatine)

      Mit einigen wenigen Anpassungsarbeiten (am Lokrahmen) ist die Lokplatine auch verwendbar für
      - Den (Metall-) Lokrahmen der analogen Gützold BR 52 (Lok- und Entkupplerplatine)

      Sowohl Thomas als auch ich haben unterschiedliche Anforderungen an die Funktionen der digitalen Lokomotive. Da es sinnvoll ist, hier alle daraus resultierenden Möglichkeiten aufzuzeigen, werden wir die entsprechenden Arbeiten getrennt voneinander darstellen und uns soweit wie möglich ergänzen. Dabei wird es naturgemäß zu Verwerfungen in der Bau- und Lese-Reihenfolge kommen, aber das sollte erträglich bleiben.

      Wir möchten zeigen, dass die Platinen sowohl in einer „normalen“, äußerlich nicht veränderten, Roco-50 eingebaut werden können, als auch bei den von mir durchgeführten umfangreicheren Umbauten. Dabei kann (und darf) es zu Überschneidungen der Arbeitsschritte kommen. Wiederholungen von Teilabschnitten werden wir versuchen zu vermeiden, sofern wir beide gleich vorgegangen sind oder vorgehen müssen.

      Soweit für heute. Was jetzt noch fehlt sind die Umbauberichte. Aber das ist Thema der (voraussichtlich) nächsten Veröffentlichungen von Thomas und mir. Da dies mit Zeit verbunden ist, die uns nicht freizügig zur Verfügung steht, wird es ein wenig dauern, bis wieder etwas Vorzeigbares entstanden ist.

      Herzliche Grüße
      Andreas

      … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …
    • Die "Testlokomotive" ist zusammengebaut

      Hallo Modellbahner,

      heute ein kleines Update unseres Projektes. Die "Testlok" ist fertig. Naja, sie sieht etwas seltsam aus aber für die Softwareentwicklung genau das richtige Format. Kommt man doch mit allen Meßgeräten an alle Punkte.

      Beginnen möchte ich mit der Bestückung der Platinen. Ich sagte ja, dass ich in dieser Baugröße (0603) noch nichts in meinem selbstgebauten Reflowofen gebacken habe. Die Spannung war entsprechend groß wie wohl das Ergebnis aussehen würde.
      Aber mein "Gourmetmaxx" hat seine Aufgabe bestens erledigt. :thumbsup:
      (Alle, die eventuell mit so einem Ofen liebäugeln, schreiben mir einfach eine Mail. Ich helfe gerne weiter.) Das Ganze Ding kostet komplett mit Controller 210€. Dabei entfallen 160€ auf den Controller von Beta Layout.
      (Mit im Preis des Controllers ist Lötpaste und Zubehör, sowie eine Testplatine enthalten. Die Lötpaste reicht gefühlt für 100 Jahre).
      Die Öfen gibt es als zweite Wahl Öfen in der Bucht. Zu beachten ist lediglich, dass es sich um Infrarotöfen handelt und einen Lüfter sollten sie auch haben. 2kW Leistung sind ausreichend. Empfehlenswert ist noch die Backröhre während dem Umbau gleich zu isolieren. Beim Heizungsbauer meines Vertrauens gab es von Buderus eine sogenannte Brennerisolierung. Diese ist Meterware und passt genau um die Backröhre und die Rückwand. Die Isolation ist phantastisch, die "Grube Louise" oben auf dem Grill kann sogar stehen bleiben.


      Eines der größten Probleme beim Reflowlöten mit Infrarot ist die ungleichmäßige Wärmeverteilung. Liegt ein kleines Bauteil im "Schatten" eines großen Bauteils, kann es vorkommen, dass das nicht gelötet wird. Im schlimmsten Falle wird nur eine Seite aufgeschmolzen und es kommt zum sogenannten "Grabsteineffekt". D.h. dass der Widerstand durch die Kappilarwirkung des Zinns in eine aufrechte Position gezogen wird. Dazu ist das Gebläse wichtig. Reicht die Strahlung nicht aus, hilft die heiße Luft. Bei meinem ersten Ofen hatte ich kein Gebläse und da waren des öfteren Grabsteine umzulegen, bei diesem Ofen bisher kein einziges Mal.

      Zunächst wird die Lötpaste mittels der mitbestellten Schablone auf die Platine aufgebracht. Damit hat man auf jedem Lötpin einen 3/1000mm dicken Zinnauftrag. Darauf werden jetzt mit ruhiger Hand unter der Lupe die Bauteile aufgesetzt. Hat man alle Bauteile platziert erfolgt das Löten im Ofen. Anbei einmal ein paar Bilder des fertigen Ergebnisses.

      Der Prozessor der Lokplatine


      Die Leistungstransistoren auf der Tenderplatine. Zu sehen sind die kleinen "Zinnpillen" an den Widerständen unter den Endstufentransistoren. Dazu unten mehr beim Thema "strippen".



      Der Micro Steckverbinder von der Adapterplatine zur Tenderplatine.



      Und hier die gesamte bestückte Platine. Es fehlen jetzt noch die THT (Through hole "durch das Loch") Bauteile, die mit der Hand eingelötet werden. Also die Stecker und Buchsen der Decoder, Lautsprecher usw.



      "Strippen" der Platine

      Nach dem Löten und der Qualitätskontrolle wird die Platine noch "gestrippt". D.h. das gute Stück kommt komplett in ein Spiritusbad und wird mit einer Zahnbürste abgeschubbt. Damit gehen Löt- und Flussmittelreste zwischen den Beinchen weg. Damit sind mir keine Kurzschlüsse mehr passiert was in der Vergangenheit schon mal der Fall war. Wer jetzt glaubt ich hätte eine unglaublich ruhige Hand, dem sei gesagt, dass sich die Bauteile beim Reflowlöten automatisch auf ihren Pads ausrichten. Besonders bei IC's ist das schön zu sehen. Gut, zittern ist nicht wirklich hilfreich....


      Die "Testlok"
      Jetzt war es Zeit die Testlok zusammenzubauen das Ergebnis seht ihr auf dem folgenden Bild




      Von oben links(hinten) nach rechts (vorne):

      Gleisanschluß, Führerhaus LED, Triebwerksbeleuchtung 2xLED, Dampfgenerator

      Darunter:

      Digitale Kupplung hinten und vorne. Außerhalb der Platinenkontur sind die beiden Programmierstecker montiert, welche nach der Inbetriebnahme wegfallen und einfach abgeschnitten werden. Das macht die Programmierung einfacher, weil der Programmer einfach dort aufgesteckt werden kann.

      Darunter:

      Lampen Tender, Lampen vorne

      Auf die LED's für die Kabinen und Kohlenrutsche habe ich verzichtet, da diese aus dem Decoder heraus angesteuert werden. Sollte funktionieren und es reicht die Spannung zu messen.

      Die Adapterplatine hat in dem Foto einen D&H Plux Decoder ohne Sound gesteckt. Wie man sehen kann habe ich beide Decoderanschlüsse auf der Adapterplatine bestückt und einen Lautsprecher montiert. Damit kann ich in der Testphase alle Decodertypen testen. Denkt man sich einen Decoderstecker weg, kann man sehen, dass auf der Adapterplatine genügend Platz zur Montage eines solcher Lautsprechers ist. Die Idee von Lutz mit dem gedruckten Resonanzkörper scheint eine weiter zu verfolgende Idee zu sein. Nochmals vielen Dank dafür.


      Mit dieser "Testlok" geht es jetzt an die Softwareentwicklung. Der SUSI-Decoder läuft bereits, wenn auch noch ohne CV-Programmierung. Die Frage ist, ob das überhaupt notwendig ist. Ich hatte die Frage zwar schon an anderer Stelle im Forum gestellt möchte sie aber hier gerne wiederholen. Es wäre gut, wenn der Eine oder Andere mal seine Belegung der Funktionstasten hier bekannt gibt. Ich weiß nicht, ob es z.B. im FREMO, eine Standardbelegung des Fred gibt? Wäre schade, das Rad zweimal erfinden zu müssen.


      Bis dahin also viel Freude beim Lesen und wie immer

      mit freundlichen Modellbahnergrüßen

      Thomas
      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana
    • "Burn in" des Prototypen.

      Hallo Modellbahner,

      es ist geschafft. Nach einigen Schwierigkeiten, Irrtümern und neuen Erkenntnissen läuft die Software auf beiden Prozessoren des Platinensatzes. Mittlerweile hat der Platinensatz mit den Decodern von Uhlenbrock und ESU einen Dauerlauf von fast 72 Stunden hinter sich und es ist kein Ausfall zu verzeichnen. :thumbsup:
      Getestet habe ich die Platine mit meiner OpenDCC-Zentrale und Rocrail. Also immer zeitgesteuert 5 Minuten in die eine und dann 5 Minuten in die andere Richtung. Bei der Wende dann einen Kupplungswalzer und die diversen Lichtfunktionen abwechselnd durchgeschaltet. Virtuelle Melder und ein paar Aktionen machen es möglich auch ohne Gleise eine Lok fahren zu lassen. Den Rauchgenerator habe ich natürlich nicht im Dauerbetrieb testen können. Einzig meine Frau war in Anbetracht der dauernden Geräusche aus der Elektronikwerkstatt etwas irritiert. ?(
      Kann ich gar nicht verstehen. Nachts war der Sound doch aus und tagsüber habe ich nichts gehört. Lag vielleicht aber auch daran das ich arbeiten war......

      Es gibt auch einen Rückschlag zu vermelden. So läuft der Prototyp zur Zeit nur mit den Decodern von Uhlenbrock und ESU. ;(
      Grund dafür ist das Timing im SUSI-Protokoll. Eine nähere technische Betrachtung habe ich für Interessierte hier im Forum gepostet. Außerdem waren noch ein paar kleine Hardwareänderungen notwendig um diverse unschöne Spitzen in der Datenübertragung zu eliminieren. Das konnte aber im vorhandenen Layout umgesetzt werden. Auf jeden Fall gibt es ein Redesign der Platinen und die nächsten zehn Platinensätze können dann mit allen Decodern arbeiten. Der Testaufbau funktioniert jedenfalls mit allen Decodern. Für Andreas und meine 50er sind die Vorhandenen aber allemal gut.

      Anbei ein kleines Filmchen, eben schnell zusammengeklöppelt.
      Zum besseren Verständnis. Die Dioden am oberen Rand haben von links nach rechts folgende Funktionen. 1=Feuerbüchse, 2=Führerhausbeleuchtung, 3=Triebwerksbeleuchtung. Der Rest ist wohl selbsterklärend. Der Rauchgenerator wird Lastabhängig angesteuert. Dampfstöße erwartet hoffentlich niemand aber die Rauchmenge wird schön geregelt. Das flackern der beiden LED's der Triebwerksbeleuchtung wird nur durch die Kamera sichtbar. Diese LED's werden testweise per PWM-Ansteuerung abgedimmt.



      Die nächste Aufgabe ist das Anfertigen von zwei weiteren Platinensätzen und den Einbau in die Lok. Eine mit Dreileiter- und eine mit Zweileiterversorgung.

      So, habt Spaß mit dem Beitrag und wie immer

      mit freundlichen Modellbahnergrüßen
      Thomas
      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana
    • Tja Axel,

      was soll ich sagen. Mea culpa. Vorne wenig nachdenken, macht hinten viel Arbeit. So mir widerfahren. Aber deshalb ist das Ganze ja noch :beta:
      Alles wird gut. ^^

      Also das mit dem kommerziellen Projekt will gut überlegt sein. Gibt es da doch sowas wie das ElektroG und die Stiftung EAR sowie die Containerlotterie, die CE mit EMV usw. usw.. Aber das ist alles Schritt 99, wir werden sehen wie viele da am Ende noch Interesse haben werden. Aus der Erfahrung heraus wird das aber kein Verkauf, sondern eher eine Verteilung. Gott sei Dank, ich muss nicht davon leben.

      Mit freundlichen Modellbahnergrüßen
      Thomas
      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana
    • Hallo Thomas
      wieso Mea Culpa? Am Ende hätte es ja auch per SW klappen können und Du hättest es alles fertig gehabt.
      Eine Frage zum Reflow Löten...

      Wie muss man sich den Prozess vorstellen? Wird da die Lötpaste auf die Pads aufgebracht und dann die Komponenten aufgelegt?
      Wenn ja - dann stell ich mir den Transport zum Ofen spannend vor...
      Der Ofen ist ja offensichtlich ein Umbau - hast Du da eine eigene Steuerung eingebaut? Und wie lange dauert so ein Vorgang?

      LG,
      Axel
    • Hallo Axel,

      das Ganze ist recht einfach. Man kann zu jeder Platine einen sogenannten "Stencil" bekommen. Also eine gelaserte Schablone. Das ist ein Edelstahlblech entweder 70µm oder 100µm dick. Dies legt man deckungsgleich mit den Pads auf die Platine und zieht mit einem feinen Rakel, oder z.B. einer alten Bankkarte die Lötpaste über die Schablone. Dann die Schablone mit dem Spachtel sauber abziehen und die Schablone entfernen. Übrig bleibt ein Pastenauftrag nur auf den Pad's. Jetzt setzt Du einfach die vorbereiteten Bauteile mit ruhiger Hand auf die entsprechenden Stellen. Da die Paste durch das Flussmittel leicht klebt fallen die Bauteile da nicht herunter. (Man sollte die Platine natürlich nicht kopfüber halten!) Bedenken sollte man aber auch, dass das Flussmittel eintrocknet. Die Bestückung sollte also in einer halben Stunde erledigt sein.
      Wie Du auf den Bildern sehen kannst habe ich aus zwei Alustäben einen Platinenhalter gebaut in den sich das schön einspannen läßt. Das Einspannen machst Du auf der Werkbank. Danach das "Kuchenblech" einfach in den Ofen schieben und den Temperaturfühler in ein 0,5mm Loch der Platine stecken. Das habe ich bei allen meinen Platinen vorgesehen und dieses Loch ist meist mit einer großen Massefläche (viel Kupfer) verbunden.

      Den Rest erledigt der Reflow Controller von BetaLayout, den Du ebenfalls im Bild oben sehen kannst. Die Chrakteristik des Ofens wird einmal bei Inbetriebnahme eingelernt und fertig ist der Lack. Ansonsten brauchst Du nur noch nach dem schließen der Ofentür auf "Reflow" drücken. Der Lötvorgang dauert bei kaltem Ofen etwa 5 min (2,0kW Heizleistung!) Die gesamte Temperaturkurve wird an der Kennlinie der verwendeten Lötpaste abgefahren und da ist noch nie etwas schief gelaufen. (Siehe bitte die oben gemachten Anmerkungen dazu) Da die Lötpaste ebenfalls von BetaLayout ist, habe ich auch nichts neu einstellen müssen. (Man kann diese Kurve allerdings mit dem PC neu einstellen.) Leider gibt es den Controller V2 nicht mehr, sondern nur noch seinen teueren Nachfolger.

      Einzig den Controller habe ich fest im Ofen verbaut. Werkseitig ist das eine "Zwischensteckerlösung". Tut nix an der Funktion, war mir nur zu viel Kabelgewurschtel. Deshalb habe ich das Ganze kurzerhand fest eingebaut. Außerdem brauchte ich ein durgängig laufendes Gebläse im Ofen (Siehe oben) was sich nur durch den Umbau wirklich sauber realisieren ließ.

      Mit freundlichen Modellbahnergrüßen
      Thomas
      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana
    • Hallo Thomas,
      gerade habe ich von deinem Projekt das erste Mal gelesen und bin sehr interessiert.


      Jetzt habe ich noch ein paar Fragen:
      - so wie es auf deiner "Testlok"-Platine aussieht, ist der Löt-Anschluss des Lautsprecher für einen Sound-Decoder auf der Adapter-Platine. Ist es möglich bzw. vorgesehen, den Lautsprecher auch auf der Lokplatine unterzubringen? Ich platziere den Lutsprecher bei Schlepptenderloks immer im Bereich der Rauchkammer bzw. des Vorderkessels, da es mir wichtig ist, dass der Sound der Lok dort entsteht, woe er auch bei Vorbild herkommt. Es hört sich für mich doof an, wenn der Sound aus dem Tender kommt
      - ist auf der Lokplatine ein Anschluss für einen Taktgeber vorgesehen, damit man einen radsynchronen Sound hinbekommt?

      Digitalkupplungen und Rauchgenerator benötige ich beispielsweise nicht. Vielleicht lassen sich die Anschlüsse für Rauchgenerator und vordere Digitalkupplung ja umprogrammieren zur Nutzung für Taktgeber und Lautsprecher.

      Hoffentlich sind die Antworten auf meine Fragen nicht schon irgendwo im Text versteckt vorhanden, so das ich mich gleich als zu doof zum Lesen blamiere.

      Viele Grüße,
      Volker
    • Moin Volker,

      da freue ich mich zuerst einmal über die Frage. Deshalb scheidet das blamieren schon mal aus. Pauschal kann ich Dir sagen, dass es möglich ist ein Soundmodul/Lautsprecher über die Lokplatine anzusteuern. Die vorhandenen Anschlüsse müssen dazu auch nicht umprogrammiert werden, da man den Sound nicht so einfach über die vorhandenen Leitungen schicken kann. Rauch und Kupplung würdest Du dann einfach nicht anschließen.

      Aber, Du könntest zum Beispiel den SUSI-Bus auf der Lokplatine abgreifen und auf ein Soundmodul im Kessel geben. Einen Lautsprecher dran und Du hast den Sound da wo Du ihn haben willst. 8o Der Taktgeber für den radsynchronen Sound müsstest Du am Decoder also im Tender montieren. Leider. Dort kannst Du das Radsignal dann am Decoder anschließen und Dein Soundmodul würde diesen Takt über den SUSI-Bus mitbekommen. Allerdings ist eine Voraussetzung, dass Dein Soundmodul diesen SUSI-Befehl unterstützt.

      Das ist in der Tat in Revision 2 des Platinensatzes von mir so vorgesehen. (Im Moment müsstest Du Dir die 5 Volt abenteuerlich abgreifen) Allerdings wird es keinen SUSI-Stecker auf der Lokplatine geben, sondern 4 Lötanschlüsse in der Nähe des hinteren Teils der Platine (Unter der Feuerbüchse). Das liegt einfach daran, dass beliebig wenig Platz auf der Lokplatine ist. Die Bisspuren im Schreibtisch sind immer noch sichtbar und rühren von der Zeit der Layoutentwicklung der Lokplatine. :cursing: Das ist dann zwar nicht mehr RCN-600 Normkonform aber eine funktionierende Lösung.

      Ich hoffe das hilft Dir weiter. Ansonsten bei Fragen einfach fragen.

      Mit freundlichen Modellbahnergrüßen
      Thomas
      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana
    • Hallo Volker,

      das ist natürlich quatsch mit dem Radsensor am Tender. In dem Fall braucht es einen Sounddecoder, der eine Anschlußmöglichkeit für einen Radsensor hat, den könnte man dann in der Lok verbauen, wo er auch hingehört. Ich habe allerdings im Moment keine Ahnung ob es sowas gibt.

      Gruß Thomas
      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana
    • Thomas S schrieb:

      Hallo Volker,

      das ist natürlich quatsch mit dem Radsensor am Tender. In dem Fall braucht es einen Sounddecoder, der eine Anschlußmöglichkeit für einen Radsensor hat, den könnte man dann in der Lok verbauen, wo er auch hingehört. Ich habe allerdings im Moment keine Ahnung ob es sowas gibt.

      Gruß Thomas
      Hallsensor an der Schwungmasse.
      Mit freundlichen Grüssen

      Lutz
    • Hallo Thomas, hallo zusammen,
      da der Sounddekoder (ich werde wohl einen Loksound V5 mit PluX22 verwenden) auf der Adapterplatine oberhalb des Motors im Tender aufgesteckt wird ist es aus meiner Sicht am sinnvollsten, den Sensor für den Radsynchronen Dampfloksound auch im Tender unterzubringen. Hierzu einen Sensor zu verwenden, der die Drehzahl des Motors abnimmt, finde ich eine gute Idee. Ich könnte mir hier eine Gabellichtschranke mit auf der Motorwelle aufgesteckter Lochscheibe vorstellen (z.B. als 3D-Druck-Teil, da dieses wegen seiner geringen Masse keine Unwucht auf die Motorwelle bringen würde). Vielleicht wäre es sogar möglich für eine solche Gabellichtschranke eine direkten Anschlussmöglichkeit auf der Adapterplatine vorzusehen.
      Um den Lautsprecher in der Lok zu platzieren und den Sounddecoder im Tender zu belassen wäre wohl eine direkte Kabelverbindung vom Decoder bis zum Lautsprecher nötig. Ob sich diese Direktverbindung über Adapterplatine, Tenderplatine bis zur Lokplatine durchschliefen lassen würde, vermag ich nicht zu beurteilen. Wäre es den noch realisierbar?

      Super-interessantes Projekt, finde ich.

      Begeisterte Grüße,
      Volker

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Volker S ()

    • Moin Lutz und Volker,

      lasst mich mal Nachdenken. Das mit dem Hallsensor am Rad läßt mir auch keine Ruhe mehr und noch sind wir im Prototypenstadium und dürfen über alles Nachdenken. Den Sensor an die Schwungmasse oder an einer Tenderachse anzubringen wäre einfach, aber wie sieht es denn mit der Übersetzung aus. Die Schwungmasse dreht ein vielfaches des Treibrades und die Tenderräder sind viel kleiner als die Treibräder? Ich habe mich noch nie damit beschäftigt, aber läßt sich das im Decoder skalieren? Wenn ja, dann wären zwei Leitungen mehr zur Lok für den Lautsprecher über den Print kein Problem. (Da dürften wir aber Kabelbaumtechnisch am Ende sein)

      Was wäre sinnvoll?

      Mit freundlichen Modellbahnergrüßen
      Thomas
      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana
    • Hallo Thomas,
      bei dem von mir favorisierten ESU Loksound-V5-Dekoder steht in der Bedienungsanleitung zum Thema Radsensor nicht viel drin. Über die CV58 lässt sich die Anzahl der Impulse vorgeben, nach denen ein Dampfstoß-Geräusch ausgegeben werden soll. Die Bedienungsanleitung gibt als Wertebereich für die CV58 "1-255" an, so dass ich davon ausgehe, dass hier auch eine Vielzahl an Impulsen bis zum Auslösen eines Dampfstoß-Geräusches vorgegeben werden könnten. Hier wäre es nach meinem Verständnis also durchaus möglich, einen Sensor an der Motorwelle zum Abgreifen der Motordrehzahl als "Radsensor" für das radumdrehungssyschrone Auslösen des Dampfstoß-Geräusches zu verwenden.

      Die Verbindungen für den Anschluss des Lautsprechers an der Lokplatine noch auf die Platinen zu bringen wäre natürlich phantastisch. Das wären dann 7 Leitungen zwischen Tender und Lok, was aus meiner Sicht noch zu handhaben wäre. Wer den Lautsprecher nicht in der Lok, sondern im Tender unterbringen möchte oder garkeinen Sound einbaut, würde wieder nur 5 Leitungen zwischen Lok und Tender verbauen müssen.

      Viele Grüße,
      Volker
    • Hallo Zusammen
      Schaut Euch mal das hier an:
      mobatron.ch/produkte/dampfloksound/

      Ich weiss, dass es von einem US Hersteller diese Reflektorscheiben gibt. 2,4,8,16,32-Fache Teilung, aber ich finde es im Moment nicht wieder. Egal mit was ich suche.

      Es sollte möglich sein, dieses Prinzip umzusetzen. Oder aber magnetisch: pololu.com/product/3081


      LG,

      Axel
    • Hallo Thomas,

      schau bitte einmal hier: 50er die neueste Beitrag #5
      Die Firma Broadway Limited Imports verwendet bei ihren Produkten einen in die Schwungmasse eingebetteten Permanetmagnet der einen Reed Kontakt bei jeder Umdrehung betätigt. Mit der Kenntnis der Gesamtübersetzung des Lokgetriebes lassen sich hier über die Anzahl der Impulse an der Motorwelle akustisch die 4 Auspuffschläge pro Kuppelradumdrehung generieren.



      Für einen anspruchsvollen Kunden habe ich vor einigen Jahren diesen weitestgehend hysteresefreien Kontaktgeber entwickelt. Es sind nur noch +- 1 Winkelgrad an Hysterese vorhanden. Der Kunde wollte unbedingt den genauen Auspuffschlag zu (Zifferblattmodell) 3, 6, 9 und 12 Uhr, also exakt 90° Versatz.
      Die normalen Kontaktgeber haben im Vergleich so zwischen 10° und 30° Hystereseversatz. In einer Fahrrichtung kann man das ganz genau einstellen, aber sobald die Fahrtrichtung gewechselt wird, kommt die Hysterese zum Tragen.

      Im übrigen ist man in letzter Zeit von den Kontaktgebern ganz ab gekommen. Einmal eingestellt, halten die US Decoder sehr genau den Takt auch ohne Hilfsmittel ein. Bei deutschen Tenderantrieben kann man das allerdings vergessen weil es keine mechanische Koppelung zwischen Antrieb und Stellung der Kuppelräder gibt.
      Mit freundlichen Grüssen

      Lutz