Roco’s 50er ins digitale Zeitalter befördert

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    • Hallo zusammen,

      @'Lutz': Dein Beitrag 5 ist Klasse. Das mechanische pendant zu dem was ich so rausfinde...... :P Den mechanischen Microschalter und die Nockenwelle sind feinste Arbeit. Ich persönlich verwende auch noch gerne diese Endschalter im CNC Bereich, weil sie einen sehr genau definierten Schaltbereich haben. Aber wie lange hält das im Dauerbetrieb? Immerhin sind das ja 4 Schaltspiele pro Umdrehung. Erfahrungen?

      @Volker S: Ich fürchte Lutz hat recht. Es gibt keine feste mechanische Kopplung zwischen den Kuppelrädern und den drehenden Teilen des Tenders, mal ganz abgesehen von den Unwägbarkeiten am Getriebe. Selbst wenn man das bei der Montage richtig einstellt, dürfte das nach wenigen Runden auf der Modellbahn nicht mehr passen. Was also her müsste wäre z.B. ein Hallsensor (TLE49XX) Den könnte man dann an einer mit kleinen Neodymmagneten versehenen Kuppelachse anbringen. Das dürfte mechanisch auch kein Problem darstellen. Die 5V Spannungsversorgung kann man ebenfalls von der Lokplatine nehmen. Jetzt habe ich noch einen Draht, den ich über die Tenderverbindung an den Decoder schaffen müsste. Da die Masseleitung zwischen allen Platinen durchgeschliffen ist, ist der Anschluß am Decoder so möglich. Umgekehrt müssen zwei Drähte als Lautsprecherleitung zurück an die Lok gezogen werden. Damit wäre der elektrische Part in Ordnung. Wenn man den Decoder noch parametrieren kann, dann sind wir im Geschäft.

      Jetzt kommt es aber. In der momentanen Konfiguration haben Andreas und ich eine Steckverbindung im 1,27mm Raster vorgesehen da passen maximal 6 Drähte drauf und sie läßt sich damit fast unsichtbar im hinteren Lokrahmen unterbringen. Ich habe mal nachgesehen und eine 8-Polige (4er-doppelreihe) Steckverbindung passt da mit etwas gutem Willen auch noch rein. (Leichtes Bauchgrummeln, weil das Lösen und Stecken keine Freude machen wird). Trotzdem schlage ich vor genau das bei der neuen Revision zu berücksichtigen. Im schlimmsten Fall müsste der Signaldraht vom Sensor direkt an den Steckverbinder geführt werden. Genauso die Lautsprecherleitungen. Es ist halt sch.... wenig Platz auf der Lokplatine. Im Tender brauchen wir nicht nachdenken, da kann man noch eine Kappe durchwerfen, so viel Platz ist da. Und wer das nicht haben will braucht es ja nicht anschließen.

      @Axel: Der Hersteller verwendet eine Fotozelle und Codescheiben. Aus den Erfahrungen mit der CNY17 Fotozelle an der Drehscheibensteuerung DSD2010 kann ich nur sagen: Lieber nicht! Die Probleme hörten erst auf als ich das mit den genannten TLE's und kleinen Neodymmagneten umgebaut hatte.

      Wäre das was?

      Mit freundlichen Modellbahnergrüßen
      Thomas
      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana
    • Hallo Zusammen
      Sehr spannend... 8o
      Für die Tenderantriebe bliebe noch die Kombi wie Lutz bzw. Thomas geschrieben haben mit dem Magnet an der Schwungmasse des Motors. Aber eben ohne die Mechanik-Kopplung.
      Lutz Taster-Lösung geht nur dann, wenn man genug Platz am/im Rahmen hat um es gut zu verstecken.
      Eine Articulated ist halt etwas geräumiger als eine 50er.

      LG,
      Axel
    • Moin zusammen,

      ich möchte nochmal auf die von Lutz angeführten Argumente (Bitte mal den Artikel 5 von Lutz lesen) bezüglich Synchronisation mit dem Getriebe verweisen.
      Eine indirekte Messung führt zwangsläufig zu einem unsynchronen Sound, selbst wenn die Getriebedifferenzen im zehntelbereich liegen. Der Dampfstoß würde kontinuierlich Vor- oder Nacheilen. Die Kardanwelle sehe ich als sehr problematisch an, da sie zusätzlich auch noch in vier Richtungen auslenken kann. Außerdem ist die Variante mit dem Hallsensor m.E. meiner Meinung nach die praktikabelste Lösung, da für den Sensor und die Magnete unter der Bremsatrappe im Rahmen genügend Platz vorhanden ist. Die Verkabelung sollte ebenfalls leicht durchzuführen sein.

      Bitte bedenkt, dass der Platinensatz weitestgehend die Wünsche aller Modellbahner erfüllen soll und somit dürfen wir auch nicht diejenigen vergessen, die das nicht einbauen möchten.

      Mit freundlichen Modellbahnergrüßen
      Thomas
      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana
    • Hallo Thomas S
      Toleranzen sind immer und unvermeidbar; wenn ich mich an die Fahrtenschreiberprüfung erinnere,
      waren jeweils zwei Meßfahrten vorgeschrieben und immer waren bei vor-oder rückwärtsfahrt andere
      Meßergebnisse meistens nur um 1 oder zwei Meßimpulse; jedoch konnte man die Messung wiederholen
      immer mit einem differenten Ergebnis.
      Der Impusgeber war ein Hallgeber.
      MfG
    • Hallo Wolfgang,

      ja, da bin ich bei Dir. Nur sieht es hier etwas anders aus, da die Welle oder die Schwungmasse durch die Differenzen permanent entweder Vor- oder Nacheilen. Der Impuls würde ständig sozusagen um den Radumfang der Kuppelachse laufen. Sicher würde je nach Differenz nach einer bestimmten Zeit Position und Dampfstoß kurz synchron sein, wäre für mich aber bei dem zu betreibenden Aufwand unbefriedigend.

      Mit freundlichen Modellbahnergrüßen
      Thomas
      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana
    • Hallo Thomas,
      die Abnahme der Signale für die Soundsteuerung direkt an den Kuppelradsätzen ist natürlich die beste Lösung, um eine Treibradsatz-synchronen Sound zu erreichen.

      In einem anderen Forum (eisenbahnmodellbauforum) hat Christan Nötzel im Rahmen des Bauens seiner Weinert-78 hierzu folgenden Vorschlag gemacht, den ich für die 50er sehr interessant und gut umsetzbar finde.

      Auf einer Treibradsatzachse wird eine Art Lochscheibe aufgeklebt, deren Schlitze über eine Gabellichtschranke erfasst werden. Vom Grundsprinzip würde das genauso funktionieren, wie bei einem Hallsensor und aufgeklebten Magneten, nur wäre es deutlich präziser.

      Erstmal eine 3D-Cad-Darstellung zur Veranschaulichung:



      Christians Umsetzung in seiner Weinert-78:




      Anbei ein Textauszug aus Christians Beitrag:

      >
      Funktionsweise


      Der Impulsgeber wird auf die Achse aufgezogen oder mit einem Skalpell in
      zwei Hälften geschnitten und auf die Achse geklebt. Die Schlitze müssen
      dabei so ausgerichtet werden, dass ihre Lage zusammen mit der
      Einbauposition der Lichtschranke genau dann einen Impuls auslösen, wenn
      der Schieber maximal geöffnet ist und der Dampf aus dem Zylinder
      ausströmt (wenn ich kein Verständnisproblem habe). Die Bewegung der
      Schieber hängt mechanisch von der Gegenkurbel ab, die dem Ansatzpunkt
      der Treibstange im Regelfall um 90 Grad vor- oder nacheilt. Bei der hier
      vorgestellten Umsetzung für eine Lok mit 2 Zylindern müssen die Impulse
      also ausgelöst werden, wenn sich der Ansatz von einer der beiden
      Treibstangen entweder ganz unten oder ganz oben befindet. Der Rest
      ergibt sich von alleine.


      Material


      Die gesamte Konstruktion besteht aus 3 Teilen:
      • Einer Gabellichtschranke vom Typ Omron EE-SX 1107 mit den Abmessungen 3mm x 3,4mm x 3mm,
      • Einem 1kΩ Vorwiderstand für die LED der Lichtschranke,
      • Einer im 3D-Druckverfahren hergestellten Scheibe als Impulsgeber, der im Abstand von 90 Grad dünne Schlitze aufweist.
      Wie gesagt, die Bastelei ist schon ein paar Tage alt: Leider ist die
      verwendete Lichtschranke - wenn überhaupt - nur noch über eBay aus dem
      Ausland erhältlich. Einen gleichwertigen Ersatz gibt es aktuell
      anscheinend nicht. Schaltungstechnisch ist die EE-SX1320 mit der
      EE-SX1107 identsich, die Maße variieren dabei wie folgt:

      H/B/T in mm
      1107: 3/3,4/3
      1320: 4/5,1/4


      Anschluss


      Der Anschluss ist in der folgenden Abbildung dargestellt. Masse und IN2
      sind gegebenenfalls nur als Lötpad auf dem Decoder ausgeführt und müssen
      noch bedrahtet werden.


      SchaltungSoundsynchronisation.jpg (52.58 KiB) 212 mal betrachtet


      <


      Für den Hinweis auf Christians Umsetzung und die Nutzung seiner Bilder und Dateien habe ich mir seine Freigabe eingeholt.

      Viele Grüße,
      Volker

      Quelle/Urheber für Darstellungen/Bilder/Dateien, die diesem Beitrag anhängen: Christian Nötzel, eisenbahnmodellbauforum.de/viewtopic.php?f=53&t=2025
      Dateien
    • Hallo,

      ich zeige Euch mal etwas:

      Ich bin auch überzeugt, daß das hier auf Unverständnis, Unglauben, Nicht-Wahrhaben-Wollen trifft.
      Und wie schon des öfteren erwähnt, Deutsche und Amerikanische Decoder haben sich mitlerweile meilenweit auseinander entwickelt.
      Man braucht mittlerweile keine Kontaktgeber mehr, der Decoder hält die Auspuffschläge auch ohne genau ein. Die bei Rückwärtsfahrt zu beobachtende Hysterese ist vom Spiel im Getriebe der Lok verursacht. Die Hysterese wird auch bei allen Kontaktgebern, seien sie mechanisch, magnetisch oder optisch getriggert, auftreten.
      Also warum sich die Mühe machen hier noch welche einzubauen wenn der Decoder selber in der Lage ist den Takt genau einzuhalten?
      Auch im verlinkten Video zu sehen wie der Decoder akustisch auf eine Belastungsänderung selbstständig reagiert und den Sound anpasst.
      Mit freundlichen Grüssen

      Lutz
    • @Lutz K:
      für die modellbahnerische Allgemeinbildung und den Blick über den Tellerrand finde ich deinen Beitrag interessant. Die Firma Soundtraxx scheint recht innovativ zu sein, was die Parametrierung und das Soundverhalten ihrer Sounddecoder anhand von messbarem Motorverhalten angeht. Daran könnten sich Hersteller von Sounddecodern, für die Soundprojekte für deutsche Vorbilder verfügbar sind, gern ein Beispiel nehmen.

      Bisher habe ich nicht in Erfahrung bringen können, ob die Firma Soundtraxx ein Soundprojekt für die deutsche Br. 50 anbietet, um die es in dieser Besprechung geht. Bitte kläre uns entsprechend auf.

      @all:
      Bei der Roco Br.50 existiert eine mechanische Kopplung zwischen Motor und Kuppelrädern, wenn auch das Spiel bei Fahrtrichtungswechsel ziemlich hoch sein dürfte. Wenn man einen Sensor an der Motorwelle anbringen würde denke ich, dass man durchaus für eine Fahrtrichtung die Einstellung recht präzise hinbekommt. Je nach dem wie genau der Decoder einstellbar ist, würden der Impuls auch nicht um den Radumfang der Kuppelachse laufen. (Annahme: das Übersetzungsverhältnis zwischen Motordrehzahl und Kuppelraddrehzahl ist z.B. 15,74, dann müsste im Decoder auch einstellbar sein, dass alle 3,935 Impulse (15,74:4) ein Dampfstoß ausgelöst werden soll.)
      Da die Detektion der Impulse an der Kuppelachse aus meiner Sicht die sinnvollere Lösung ist, sollten wir diesen Ansatz weiterverfolgen. Ob es jetzt eine Umsetzung nach Version Lutz K (Nocken auf der Welle, die über einen Microschalter erfasst werden), mittels Magneten und Hall-Sensoren oder über Schlitzscheibe und Gabellichtschranke werden wird, kann am Ende ja jeder für sich entscheiden.

      Viele Grüße,
      Volker
    • Volker S,

      mit Soundprojekten die man extra kaufen muß und die dann hochgeladen werden, so funktioniert Soundtraxx nicht. Das ist eine ganz andere Decoderarchitektur und erfordert auch eine ganz andere Vorgehensweise als wie man es hier gewohnt ist.
      Man bekommt hier zusammen mit dem Decoder einen Baukasten und eine Bibliothek zur Verfügung gestellt. Daraus macht man sich seinen Wunschsound. Das sind die hier bei einigen recht unbeliebten CV-Kurbeleien. Nur Mut es gibt nur 2,4 Millionen Möglichkeiten. So habe ich auch einmal aus Jux und Dollerei eine Sounddatei für die BR50 gemacht. Ich will jetzt hier im Rahmen des Threads nicht allzusehr in die Tiefe gehen, aber der Decoder bietet diese Möglichkeiten. Diese BR50 Sounddatei existiert z. Zt. nur als auf meinem Rechner abgespeicherte Datei.
      Es müsste allerdings eine gewaltige psychologische Hemmschwelle von der deutschen Kundschaft überwunden werden um diesen synthetischen Sound als BR50 Sound anzuerkennen. Im Vergleich mit vielen Vorbildaufnahmen (youtube) hört man jedoch keine Unterschiede.

      Dafür können die einschlägigen Anbieter der deutschen Kundschaft dann die gleiche Soundatei für hiesige Decoder unter verschiedenen Baureihenbezeichungen problemlos verkaufen: BR03 Reko, BR35.10, BR41 Reko, BR50.35, BR52.80 und BR65.10
      Die gleiche Sounddatei, nur mit verschieden Etiketten versehen.

      Ich würde bei der praktischen Anwendung die Getriebeübersetzungsverhältnissen bis auf 1 Stelle hinter dem Komma auf- bzw. abrunden. Mehr an Genauigkeit geben die Getriebe unserer getarnten Spielzeugbahnen einfach nicht her.
      Des weiteren, ein sich leicht verschiebender oder umlaufender Auspuffschlag fällt den Allerwenigsten auf, man muß schon "angespitzt" sein um darauf zu achten.

      Da Du optische Sensoren angesprochen hast; habe ich eigenlich schon erwähnt, daß die Firma MTH Strichcodes auf die Schwungmassen ihrer Lokmodelle klebt? Das Abtasten geht wie beim Scanner an der Supermarktkasse. Wahrscheinlich kann man damit auch so finicki werden, das Spiel des Getriebes und damit die Hysterese ausgleichen.
      Mit freundlichen Grüssen

      Lutz
    • Hallo zusammen,

      Den von Lutz vorgestellten Decoder finde ich, was die Dampfstöße betrifft, wirklich beeindruckend. Das Problem sehe ich allerdings auf Seiten der Soundbastelei und in der Tat, hört sich das Ganze sehr synthetisch an. Um ganz ehrlich zu sein ich habe da auch so meine Schwierigkeiten. Richtig ist, dass die Hersteller was die Sounds anbetrifft ihren Schnitt machen. Allerdings halte ich deren Aufwand, um an die Sounds zu kommen, auch als sehr beträchtlich. Das muss alles bezahlt werden. Insofern sind die Preise schon nachvollziehbar.
      Das Hauptproblem ist die Inkompatibilität der Sounddecoder untereinander und wer den "richtigen" Sound für sein Modell sucht, ist aus praktischen Erwägungen gezwungen, dann den entsprechenden Decoder zu kaufen dessen Hersteller den entsprechenden Sound anbietet.
      ESU hat mit dem Lokprogrammer ein Werkzeug parat um sich selbst den richtigen Sound zusammenzubauen. Das Alles in einer grafischen Oberfläche. Bis hierhin echt super, leider ist dafür aber keine Bedienungsanleitung aufzutreiben. (Vielleicht bin ich auch nur unfähig die Anleitung zu finden) Sicherlich kann man sich mit der Fähigkeit zur Abstraktion die Funktionen aus den vorhandenen Projekten herleiten. Aber ich wollte auch noch ein bisschen Modellbahn betreiben.
      Andreas und ich haben am Wochenende in Rheine die Platinen in eine 50er eingebaut. Sie passen wie der Ar... auf den Eimer. Unter anderem hatten wir Gelegenheit die verschiedenen Möglichkeiten der Soundsynchronisation zu erörtern und die in unserem Projekt mögliche Umsetzung durchzusprechen. Ich werde auf jeden Fall auf der Lokplatine entsprechende Anschlüsse für einen Sensor (Egal wie der Aussieht) vorsehen. Ebenso für einen Lautsprecher. In den Rahmen passt eine 10polige Steckverbindung mit der sich alle diese Möglichkeiten realisieren lassen.

      @Lutz K Kannst Du mal die Bezugsquelle dieser Decoder hier posten? Ich würde mal einen bestellen und mit unserer Platine testen. Insbesondere die SUSI-Funktion würde mich bei den US-Decodern interessieren.

      @Volker S Soweit ich mittlerweile weis, ist es nur möglich, ein geradzahliges Verhältnis der Impulse zur Synchronisation im Decoder einzugeben. Damit scheidet die sicherlich elegante Lösung mit Abgriff am Motor aus. Solltest Du da andere Informationen haben, dann lass es uns wissen. Vor allem den Decodertyp. Wichtig zu wissen ist auch, dass der SUSI-Bus auch bei aktivem Radsensor noch zur Verfügung stehen muss. Das ist nicht bei allen Decodern gegeben und ein Blick ins Datenblatt ist da angebracht. Könntest Du bitte noch die Links in Deinem Beitrag überprüfen. Ich sehe leider keine Bilder und der Link landest auf der Anmeldeseite des Nachbarfaorums. Ich würde mir die Geschichte mit der Fotozelle gerne mal ansehen. Allerdings bin ich nicht ein wirklicher Freund von Fotozellen, da Staub und Fremdlicht so einigen Unfug anrichten können. Aber anschauen würde ich mir das trotzdem gerne einmal.

      Bis dahin mit freundlichen Modellbahnergrüßen
      Thomas
      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana
    • Da sich mein Beitrag leider nicht editieren lässt, habe ich Ihn des Verständnisses wegen einfach nochmal kopiert und die relevanten Bilder eingefügt.

      Volker S schrieb:

      Hallo Thomas,
      die Abnahme der Signale für die Soundsteuerung direkt an den Kuppelradsätzen ist natürlich die beste Lösung, um eine Treibradsatz-synchronen Sound zu erreichen.

      In einem anderen Forum (eisenbahnmodellbauforum) hat Christan Nötzel im Rahmen des Bauens seiner Weinert-78 hierzu folgenden Vorschlag gemacht, den ich für die 50er sehr interessant und gut umsetzbar finde.

      Auf einer Treibradsatzachse wird eine Art Lochscheibe aufgeklebt, deren Schlitze über eine Gabellichtschranke erfasst werden. Vom Grundsprinzip würde das genauso funktionieren, wie bei einem Hallsensor und aufgeklebten Magneten, nur wäre es deutlich präziser.

      Erstmal eine 3D-Cad-Darstellung zur Veranschaulichung:



      Christians Umsetzung in seiner Weinert-78:




      Anbei ein Textauszug aus Christians Beitrag:

      >
      Funktionsweise


      Der Impulsgeber wird auf die Achse aufgezogen oder mit einem Skalpell in
      zwei Hälften geschnitten und auf die Achse geklebt. Die Schlitze müssen
      dabei so ausgerichtet werden, dass ihre Lage zusammen mit der
      Einbauposition der Lichtschranke genau dann einen Impuls auslösen, wenn
      der Schieber maximal geöffnet ist und der Dampf aus dem Zylinder
      ausströmt (wenn ich kein Verständnisproblem habe). Die Bewegung der
      Schieber hängt mechanisch von der Gegenkurbel ab, die dem Ansatzpunkt
      der Treibstange im Regelfall um 90 Grad vor- oder nacheilt. Bei der hier
      vorgestellten Umsetzung für eine Lok mit 2 Zylindern müssen die Impulse
      also ausgelöst werden, wenn sich der Ansatz von einer der beiden
      Treibstangen entweder ganz unten oder ganz oben befindet. Der Rest
      ergibt sich von alleine.


      Material


      Die gesamte Konstruktion besteht aus 3 Teilen:
      • Einer Gabellichtschranke vom Typ Omron EE-SX 1107 mit den Abmessungen 3mm x 3,4mm x 3mm,
      • Einem 1kΩ Vorwiderstand für die LED der Lichtschranke,
      • Einer im 3D-Druckverfahren hergestellten Scheibe als Impulsgeber, der im Abstand von 90 Grad dünne Schlitze aufweist.
      Wie gesagt, die Bastelei ist schon ein paar Tage alt: Leider ist die
      verwendete Lichtschranke - wenn überhaupt - nur noch über eBay aus dem
      Ausland erhältlich. Einen gleichwertigen Ersatz gibt es aktuell
      anscheinend nicht. Schaltungstechnisch ist die EE-SX1320 mit der
      EE-SX1107 identsich, die Maße variieren dabei wie folgt:

      H/B/T in mm
      1107: 3/3,4/3
      1320: 4/5,1/4


      Anschluss


      Der Anschluss ist in der folgenden Abbildung dargestellt. Masse und IN2
      sind gegebenenfalls nur als Lötpad auf dem Decoder ausgeführt und müssen
      noch bedrahtet werden.



      <


      Für den Hinweis auf Christians Umsetzung und die Nutzung seiner Bilder und Dateien habe ich mir seine Freigabe eingeholt.

      Viele Grüße,
      Volker

      Quelle/Urheber für Darstellungen/Bilder/Dateien, die diesem Beitrag anhängen: Christian Nötzel, eisenbahnmodellbauforum.de/viewtopic.php?f=53&t=2025
      Noch eine Ergänzung:
      Wenn ich den Beitrag von Christain Nötzel im verlinkten Beitrag aus dem eisenbahnmodellbauforum richtig verstehe, kann beim Zimo MX648 nur ENTWEDER der SUSI-Bus ODER der externe Taktgeber konfiguriert werden.
      Beim ESU Loksound V5 ist SUSI-Bus und Taktgeber parallel möglich, beim ESU Loksounjd V4 bin ich mir nicht sicher, da hier die Anleitung keine präzisen Aussagen trifft. Nach meinem Verständnis der ESU-Loksound-V4-Anleitung (Stand der Anleitung: 12. Auflage, Januar 2018, ab Firmware 4.16).

      Was den Sound des Soundtraxx-Decoders angeht, wirkt dieser im von Lutz K verlinkten Präsentationsvideo auf mich auch recht synthetisch. Ich verwende, wenn möglich und verfügbar, gerne Soundprojekte, die durch Verwendung von Aufnahmen einer Vorbildlokomotive erzeugt/zusammengestellt wurden. Je nach Decoderhersteller, sind derarige Soundprojekte entweder direkt beim Decoderhersteller oder bei darauf spezialisierten Firmen (z.B. henning-modellbau, LeoSoundLab) erhältlich. Dafür bezahle ich dann zwar noch ein paar Extrakohlen, aber das ist es mir wert.

      Was die optische Abtastung mittels Gabellichtschranke angeht, ist diese Version der optischen Abtastung recht störunanfällig. Mein Brötchengeber verwendet Gabellichtschranken in Verbindung mit Präzisionsschlitzscheiben in optischen Präzisionsmessgeräten zur Winkelabtastung. Hier geht es um Winkelstufungen im Zentel-Grad-Bereich. Durch die Bauweise mit sich gegenüberliegendem Sender und Empfänger bei der Gabellichtschranke sind mögliche Störeinflüsse durch Fremdlicht und Verschmutzung in der Praxis eher zu vernachlässigen.

      Viele Grüße,
      Volker
    • Hallo Lutz und Volker,

      hmmm, wenn die US-Decoder kein SUSI kennen, dann scheiden Sie in der Tat in Verbindung mit unserem Projekt aus. Vielen Dank für den Hinweis. Dann kann ich mir die Beschaffung vorerst schenken.

      Das mit dem Problem der Doppelnutzung von SUSI und Radsensor hatte ich ja in #72 angesprochen. Der Loksound V4 mit 21MTC kann das wirklich nicht. Entweder SUSI oder Radsensor. Hier muß man wirklich in das Datenblatt des Herstellers sehen. Dort gibt es keine Norm. ?(
      Ansonsten ist die Idee mit der Gabellichtschranke eine echte Alternative. Beim 50er Rahmen von Roco treten dabei aber folgende Probleme auf, die diese Lösung fast ausschließen. Das Ganze kann in der vorgestellten Form (#74) nur an einer Achse ohne axialer Auslenkung montiert werden. Bei Roco nur an der vorderen Treibachse, da an der hinteren das Getriebe verbaut ist. Durch die kleinen Treibräder bleibt wenig Platz für eine Impulsgeberscheibe und zu allem Überfluss ist in diesem Bereich noch ein Befestigungsbolzen angegossen. Eine Modifikation ist also beliebig kompliziert. Hier muss man sich also noch einmal zusammen mit dem Roco Rahmen "auf die Holzkiste setzen" und nachdenken. :wissenschaftler: .
      Im Moment bin ich beruflich bedingt stark in meiner Freizeit eingeschränkt. Ich hätte eine Idee mit einer "schwimmenden" Gabellichtschranke auf der Kuppelachse. Muß ich aber erst einmal grob "hinhalten" und schauen, ob die seitliche Auslenkung noch in vollem Umfang gegeben ist. Der elektrische Anschluß ist übrigens kompatibel mit dem Hallsensor und kann genauso verwendet werden.

      Bis dahin mit freundlichen Modellbahnergrüßen
      Thomas
      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana
    • Thomas S schrieb:


      ... Dort gibt es keine Norm. ?(
      ...
      Hallo Thomas,

      das hast Du richtig erkannt. Werksnorm Decoder + Werksnorm Platine ergibt :uebel:
      Unbrauchbarkeit in jeder Beziehung. Jetzt weißt Du auch warum ich die Platine abgebrannt habe.
      Tagesaktuelle Pin-Belegung der MTC21 bitte in Neu-Ulm anfragen.

      Bei der Roco 50er kann die Seitenverschiebbarkeit der 3 mittleren Kuppelachsen duch Beilagen drastisch eingeschränkt werden sofern man nicht auf die Durchfahrbarkeit des 360mm Tischbahnradius angewiesen ist. Damit ergeben sich Anbaumöglichleiten einer Gabellichtschranke auch an der 2. 3. und 5. Kuppelachse. Die Restseitenverschiebbarkeit dürfte im Rahmen des Toleranzfeldes der Gabellichtschranke liegen. Die durchgehenden Achslagerbuchsen müssten dazu geteilt werden. Da die Räder sowieso von der Achse müssen, kann man auch eine ungeteilte Geberscheibe aufbringen. Auf jeden Fall müssen Fräsarbeiten am Rahmen für den Einbau einer Gabellichtschranke gemacht werden.
      Mit freundlichen Grüssen

      Lutz
    • Hallo Lutz,

      nein, das ist doch von den Mondphasen abhängig, Lutz, weißt Du doch..... :cursing: Deinen Zorn kann ich dabei sehr gut nachvollziehen. :bomb: Nun, die Platine dann kurzerhand abbrennen ist nicht so meine Sache, aber den Herstellern, Decodern und Schnittstellen mit farbenfrohen Metaphern andere Namen geben schon. Ich habe ja nun auch einiges erlebt beim "Vermessen" der diversen Decoder. Aber, wenn ich diese Ergebnisse mit den täglichen Erlebnissen im Umgang mit High-Tec Produkten der deutschen Ingenieurskunst vergleiche, dann kommen alle Decoderhersteller, trotz der Unzulänglichkeiten, klar besser weg. Analog zu Deinen Erlebnissen mit deiner Adapterplatinen-Decoderkombi hatte ich das bei meiner Köf von Märklin. Ok, Ok... ich kenne Deine Einstellung zu "Mätrix". <X

      Aber jetzt einmal ernsthaft. Ich hatte ja nun wirklich Gelegenheit viele Decoder unterschiedlicher Hersteller auf dem Prüfstand zu haben. Im Grunde tun sich alle nicht viel und alle erfüllen die Norm. Ich persönlich bevorzuge die Produkte von ESU. Das liegt aber auch daran, dass ich einmal günstig einen Lokprogrammer geschossen habe. Die Software ist sehr komfortabel und gestattete mir die diversen Spielereien ohne "CV-Orgien" zu konfigurieren. Dabei sind schon ein paar Schmankerl, die kräftig in den CV's gerührt haben. Mit der Hand hätte ich das nicht machen wollen. Das ist schon richtig gut, so fair muss man sein.

      Das mit dem Feststellen der Kuppelachse hatte ich auch im Kopf. Was aber passiert, wenn man dises Spiel weitestgehend eliminiert, konnte man in Rheine vor dem Bahnhof "Ostende" erleben. Das lichte Maß zwischen beiden Backen der Lichtschranke ist minimal, kann man auch auf den Bildern in #74 sehen. Aber es gibt Abhilfe. Die Lösung könnte eine Kombination aus Impulsscheibe und Hallsensor sein. An Stelle der Schlitze in der Scheibe kommen kleine Neodymmagnete. Hallsensor und Scheibe werden in der Mitte der beweglichen Kuppelachse in Mittelstellung montiert. Der Hallsensor liefert auch dann noch einen sauberen Impuls, wenn der Magnet 2mm nach jeder Seite ausgelenkt wird. Ich habe das heute mal in der Firma mit 2x2mm Zylindermagneten getestet. Damit wären alle Spatzen gefangen. Mal sehen, ob ich dazu komme, eine Zeichnung nachzuliefern. Ein weiterer Vorteil dieser Variante ist, dass der Hallsensor nur drei Drähte und keine zusätzlichen Bauteile braucht. Außerdem passt es ohne Fräsarbeiten in den Rahmen. Jetzt kann man noch überlegen, ob man die Sensorscheibe aus Messing oder Kunststoff macht.

      Damit ist zwar noch nicht genau geklärt welcher Decoder jetzt SUSI zusammen mit dem Radsensor ermöglicht. Aber der Faden ist ja noch jung und vielleicht macht sich noch jemand die Arbeit und durchforstet mal die Decoderlandschaft (Datenblätter) und stellt hier eine kleine Tabelle vor. :D

      In diesem Sinne frohe Ostern an alle und wie immer
      mit freundlichen Modellbahnergrüßen
      Thomas
      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana
    • Moin Thomas


      Thomas S schrieb:

      konnte man in Rheine vor dem Bahnhof "Ostende" erleben.

      Ohne den damaligen Erbauer oder dem heutigen Besitzer zu nahe treten zu wollen; dieses durchaus gelungene Bauwerk der 1980er hat sich überlebt.
      Die Radien sind inzwischen mit den heutigen gängigen Fahrzeugen ab der mittleren Ausbaustufe und höher „nicht mehr akzeptabel“, ein gut gebautes und gepflegtes 8o Gleis mit einem gewissenMindestradius sollte schon vorhanden und eingehalten werden. Und dieser Mindestradius sollte schon deutlich über einem Meter liegen, dass :S hier an dieser Stelle nun nicht wieder durchgekaut werden sollte. :/

      meint mit LG
      Friedrich
    • Moin Friedrich

      ich persönlich gebe Dir vollumfänglich Recht mit Deinen Aussagen und Dein Beitrag ist für mich eine Steilvorlage ein paar Gedanken zum Thema aufzuschreiben.
      Auch wenn es für uns obsolet ist, finde ich es wichtig, auch so kleine Radien beim Umbau von Lokomotiven zu berücksichtigen. Wir kennen doch beide genügend Heimanlagen, welche im Tunnel oder in der versteckten Kehrschleife, gezwungenermaßen kleine Radien verbaut haben. Ich fände es Schade, wenn man einen Umbauvorschlag macht, der letztendlich nur einer bestimmten Gruppe von Modellbahnern vorbehalten ist, z.B. solche, die unter 1m keine Radien befahren. Ich stehe immer auf dem Standpunkt zuerst einmal alle Optionen zu prüfen um dann die flexibelste umzusetzen um so viele Modellbahner wie möglich mitnehmen zu können.

      Aus diesem Blickwinkel habe ich "Ostende" als aktuelles Beispiel von sicherlich vielen herangezogen. Ich bin Dir jedenfalls sehr dankbar für diesen Satz.

      Friedrich schrieb: hier an dieser Stelle nun nicht wieder durchgekaut werden sollte.

      In diesem Sinne freue ich mich auf Anregungen, Ideen und Kritik zum Thema Radsensor.

      Mit freundlichen Modellbahnergrüßen
      Thomas
      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana
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      Hallo Thomas,

      nur mal so ein Gedanke: Wenn der Hallsensor im Rahmen eingebaut wird, dann könnte man doch auch einen runden Neodym Magneten von hinten im Gegengewicht durch Einbringen einer 2mm Bohrung von hinten einbauen. Den sieht man nicht und er brächte den selben Effekt. Bohren sollte wegen dem 90 Grad Versatz der Gegengewichte eigentlich ggf. mit einem überlangen Bohrer klappen. Ansonsten von vorne her durchbohren und wieder verspachteln. Ggf könnte der Sensor ja auch in einen Luftkessel oder der Rückseite der Pumpe oder in den Aschkasten passen.
      Ein Magnet ginge vielleicht ja auch hinten an die Stangen dran zu machen. Gleicher Effekt. Ich habe nur nicht wirklich eine Vorstellung wie "weitreichend" der Halleffekt ist. Will sagen wieviel Abstand zwischen Sensor und Magnet sein muss.

      Soviel von mir zum Osterwochenende.

      Viele Grüße aus Nordhessen

      Michael R