Roco BR50 Kohlenkasteneinsatz

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    • Roco BR50 Kohlenkasteneinsatz

      Hallo,


      Der Decoder ist in eine ältere Roco BR50 jetzt eingebaut, welche noch keine Schnittstelle ab Werk aufwies.
      Den davor liegenden Gewichtsblock in Form eines Kohlehaufenimitats gilt es zu ersetzen. Der Fortfall des Gewichts ist zu verschmerzen, da es hier hauptsächlich die beiden vorderen, nicht angetriebenen, Tenderradsätze belastete.





      Ausgangsmaterial ist ein Stück Kunststoffplatte aus Polystyrol, hier schwarz eingefärbt. Die Dicke ist ... oh Sch... die Batterie ist schon wieder leer :schimpf:





      Und nach Murphy keine Ersatzbatterie vorrätig :diablo:





      Also muß der gute alte Meßschieber mit Nonius wieder heran. Es sind hier 0,5mm Dicke der Platte.





      Jedenfalls, so der Plan wird hier die lotrechte Projektion des Gewichtsblock als Grundlage genommen.





      Da dieser Gewichtsblock aber nach unten hin schmaler wird (wegen Entformbarkeit aus dem Werkzeug) ist der obere Rand maßgebend.





      Mit gekreuzter Klinge und Stahllineal ist eine rechteckige Platte ausgeschnitten die an ihren beiden vorderen Enden jeweils einen rechteckigen Ausschnitt aufweist.






      Das ist dann die Basis für einen wie auch immer gestalteten Kohlehaufen. Die Platte kann man ganz am oberen Rand des Kohlenkasten einsetzen, oder wenn es der Platzbedarf hergibt, auch etwas tiefer setzen.




      So wie auf diesem älteren Bild könnte es dann mit Echtkohle aussehen. Auf dem Bild sieht man auch, warum ich diesmal scharzes PS Plattenmaterial genommen habe.


      "Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?"
      Mit freundlichen Grüssen

      Lutz
    • Hallo Lutz,

      dein Vorschlag ist gut und führt zu einem wirklich befriedigenden Ergebnis. Außerdem ist er extrem preiswert und eigentlich von jedem Modellbauer anzufertigen.
      Ich will Dir aber erklären warum wir über eine gedruckte und konstruierte Abdeckung nachdenken.

      Der erste Punkt ist, dass die Abdeckung, hätte sie an den 4 Ecken einen Abstandhalter, sich sauber auf die bestehenden Bolzen im Standardtender auflegen würde. Damit wäre die darunter liegende Elektronik mechanisch entlastet. Mit Längsrippen versehen dürfte die Abdeckung sogar leichten Druck von oben aushalten, so dann jemand den Tender dort anfasst.

      Die zweite Überlegung ist die, die Abdeckung sphärisch auszubilden (z.B. zwei Kohlenhaufen oder wie auch immer) um einen größeren Resonanzraum für die Brüllwürfel darunter zu schaffen.
      Alle diese Anforderungen sind mit einer gedruckten Abdeckung leicht zu bewerkstelligen. Außerdem würde der "Plug and Play" Ansatz, bzw. die vielgenannte Usability, erfüllt. Zumindest bleibt dem Modellbahner nur noch die Aufgabe mit echter Kohle die Optik herzustellen.

      Dies sind natürlich alles Optionen die jeder für sich entscheiden kann. Wer das also mag kann es haben und was für ein schöner Gedanke, es wäre sogar verfügbar. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen das Du denkst wir wären nicht von selbst auf die Idee mit dem Polystyrol gekommen.

      Womit ich auch schon bei meiner Frage angekommen bin. Was verwendest Du für Deine, wie ich finde gelungene, Kohlenimmitation?

      Mit freundlichen Modellbahnergrüßen

      Thomas
      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana
    • Hallo Thomas,

      ich habe bei meiner 50iger den Kohleneinsatz aus einem Styrodur Rest ausgeschnitten. In der richtigen Dicke bekommt man die Auflage, und den oberen Teil kann man ohne Probleme mit dem Bastelmesser oder groben Schleifpapier schön zu Hügeln mit einer Abbruchkannte vor der Tenderbühne formen. Da wird ja die Kohle entnommen und rutscht nach unten nach. Wer den Luxus einer Fräse oder Bohrzwerges mit Fräser hat kann den Innenraum auch ausfräsen. Das Ganze dann schwarz eingefärbt und mit Echter Lokkohle (ja selber aus Nördlingen aus dem Bansen mitgenommen....) bestreut.
      Aber bitte achtet auf ein paar wichtige Punkte: Heizer haben gerne den Haufen soweit vorne wie möglich, weil hinten ist es echt mühsam das schwarze Gold vorzuholen. Da sind die Tender oft bis auf den Boden leer, vor allem wenn die Loks nur daheim um den Kirchturm fuhren. Und die Kohlesollte körnig aber nicht zu grob sein. Die Größe von Brötchen bzw so etwa 10 - 15cm Kantenlänge lässt sich noch einigermaßen gut schufeln. Zu feiner "Kosakenkies" brennt schnell an (schon im Flug von der Schaufel runter) hält aber nicht sehr lang und gibt auch viel Lösche. Am Besten mal Bilder ansehen.

      LG Michael R
    • Hallo Thomas,

      um Deine Frage zu beantworten, hier habe ich Echtkohle von Woodland Scenics verwendet. Vorgehensweise wie beim Einschottern von Gleisen. Leider kann man bei den meisten deutschen Lokmodellen einen fast leeren Tender nicht darstellen. Es wird also in den meisten Fällen auf den hochgetürmten Haufen hinaus laufen.
      Abstandhalter habe ich zuerst auch gemacht indem ich an allen 4 Ecken hochkant Profile untergeklebt habe. Später habe ich die weg gelassen weill nicht nötig. Der Einsatz sitzt mit leichtem Klemmsitz im Kohlenkasten und kann nach dem Aufsetzen des Tendergehäuses daher auch etwas tiefer eingedrückt werden. Berührungsängste mit der Elektronik gibt es dabei nicht.

      Was das Thema Brüllwürfel betrifft:

      Nach eigenen umfangreichen Untersuchungen und Testen, darunter "tut" es für mich nicht mehr. Die besten Ergebnisse wurden mit 2 Stück 18 x 13 Chassis in einem gemeinsamen Gehäuse erzieht. Dabei werden beide LS in Serie geschaltet und das Gehäuse soll ein möglichst großes Volumen haben.

      Wenn Ihr schon mal am Drucken seid; so liessen sich maßgefertigte LS-Gehäuse anfertigen die sich z.B. unter dem Fhs.-Dach paßgenau einbauen lassen. Der T26 Tender ist ja schon ab Werk ziemlich voll und jetzt noch 2 zusätzliche Platinen und ein Decoder, dann ist hier unter dem Tendergehäuse Schicht.
      Mit freundlichen Grüssen

      Lutz
    • Gude Lutz,

      vielen Dank für die Info. Ich nehme an es ist die feinkörnige Kohle von Woodland? Sieht richtig gut aus.
      Auf Deine Erfahrung mit den Brüllern würde ich zu gegebener Zeit, wenn ich darf, nochmal zurückkommen. Die Idee mit dem gedruckten Resonanzkörper hat was. Nur zu Deiner Info und damit Du Dir das besser vorstellen kannst. (Gibt noch keine Bilder :S ) Im Kohlenkasten befinden sich nur zwei Platinen und zwar die Backplane (Siehst Du im Fred) und der Decoder. Da die Backplane nur 0,6mm dick ist und sich auf den Kunststoffträger im Tender setzt trägt der Decoder nur wenig auf. Es ist also noch jede Menge Platz im Kohlenkasten. Zugegeben, Du hast Recht, wenn der Kohlenhaufen wahrscheinlich frisch gefüllt aussieht. Aber darunter würde ein kleiner Lautsprecher Platz haben. Wenn ich das richtig gelesen habe haben die Brüller im Bild eine Impedanz von 4Ohm. Und wenn ich das oben sehe sind die Lautsprecher ganz rechts auf dem Bild (mit Kabel dran) in Reihe geschaltet und die anderen parallel. Betreibst Du die an einem 8Ohm Ausgang am Decoder oder verschaltest Du entsprechend dem verwendeten Decoder? (Gibt ja auch 4Ohm Decoder) Oder haben die Lautsprecher unterschiedliche Impedanzen, auf dem Schild steht immerhin 8Ohm?

      Vielleicht macht es Sinn, wenn Du Dir die Bilder mal anschaust, so Sie dann gemacht sind. Wird allerdings noch etwas dauern, da ich noch am programmieren bin und den Programmieradapter müsste ich von der Platine abschneiden um das im Bild zu zeigen. (Wird beliebig kompliziert) Ich würde wie gesagt gerne darauf zurückkommen wenn Du mal die vorhandene "Luft" im Tender sehen kannst.

      Mit freundlichen Modellbahnergrüßen
      Thomas
      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana
    • Hallo Thomas,

      die von mir bevorzugten Soundtraxx Econami und Tsunami 2 Decoder haben am Audioausgang eine Impedamz von 8 Ohm. LS-Boxen mit 2 Chassis oder 2 getrennte LS werden daher grundsätzlich in Serie geschaltet. Das sind dann 16 Ohm und für den Audioausgang ungefährlich. Angst daß dann "nichts" mehr herauskommt, wie von anderen Spezialisten befürchtet (der ungläubige Thorsten), habe ich nicht. Man kann notfalls immer noch eine 3-Felder Sporthalle bis in den hinterletzten Winkel beschallen. "Zimmerlautstärke" wäre dann irgend etwas um 7 bis 10% der Maximallautstärke. Dafür habe ich mit ganz anderen Problemen zu kämpfen um diverse Lok- und Tendergehäuse schwirr- und rasselfest zu bekommen.


      Einbaufall 1.



      Einbaufall 2. Ein Video der Lok im Betrieb war hier schon eingestellt.



      Einbaufall 3.

      Ob Schallaustrittsöffnungen vorhanden sind oder nicht, spielt dabei keine Rolle.



      Ein MTC21 Decoder darf nach Norm NMRA S-9.1.1 oberhalb der Platine bis zu 6,5mm auftragen wenn er durch die Platine gesteckt wird.
      Die Plux Decoder bauen genau so hoch. Das ist dann der Einbauraum der nach Norm freizuhalten ist.
      Mit freundlichen Grüssen

      Lutz
    • Hallo Lutz,

      danke für die Bilder. Fall 3 könnte in Verbindung mit einem gedruckten Resonanzkörper in den Tender passen. Wenn auch vielleicht nur mit einem Lautsprecher. Ich mache wie gesagt mal Bilder, wenn es soweit ist. Die Maße der Decoder stimmen wie von Dir angegeben und ich trage auch nicht mehr auf. Also wenn ich mich nicht vermessen habe bleibt der halbe Kohlenkasten leer egal welcher Decoder eingesetzt wird. (Wir reden vom Normmaß nach NMRA) D.h. Oberkante Motor + 0,3mm Kunststoff vom Originalplatinenhalter + 0,6mm Adapterplatine. Darauf sitzt dann der Decoder halbseitig im Tender. Rechts oder links frei wählbar weil symmetrisch. Der Rest ist Luft. (Standardkohlenkasten) Der Kabinentender bietet mehr Platz.

      Woat seesde dezow.

      Mit freundlichen Modellbahnergrüßen
      Thomas
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