E) Bahnamtliche Einordnung und Entwicklung - Betriebsmittel - Personenwagen

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    • E) Bahnamtliche Einordnung und Entwicklung - Betriebsmittel - Personenwagen

      Tach zusammen,

      heute nur kurze Beiträge. Es gibt keine umfassenden Informationen, das überlasse ich einschlägigen Publikationen. Aber vielleicht interessieren ja die kleinen Nebeninformationen.

      12.b.) Betriebsmittel – Personenwagen

      123.000 Personen- und Güterwagen waren nach dem Zweiten Weltkrieg unbrauchbar im Bezirk der Direktion Essen aufgefunden worden.
      Nur etwa 500 Personenwagen und 90 Gepäckwagen waren „dienstfähig“.

      Im Personenverkehr erschienen 1951 die ersten neuen Personenwagen, hier anfangs für den D-Zug-Dienst: Die „Mitteleinstiegswagen“ der Typen BC4ymg-51 und C4ymg-51, sowie ab 1953 die Mitteleinstiegssteuerwagen der Bauarten CPw4ymgf-51 und C4ymgf-51. Die Wagen waren 26,40m lang, hatten ein tragendes Kastengerippe und Drehgestelle der Bauart Minden-Deutz 1950. Sie kamen später, als sich die DB für den Seitengang bei den Fernreisezugwagen entscheid, in den Eil- und Personenzugverkehr, im Bild von 1953.

      Aus den Wagen wurden nach der Klassenreform im Jahre 1956:
      C4ymg-51 = B4ymg-51
      BC4ymg-51 = AB4ymg-51
      C4ymgf-51 = B4ymgf-51
      CPw4ymgf-51 = BD4ymgf-51

      Die aus dem leichten Schnellzugverkehr (LS-Zug) abgezogenen Mitteleinstiegssteuerwagen wurden ab ca. 1960 im Ruhrgebiet in Wendezügen eingesetzt. Hier kamen beide Arten von Steuerwagen, besser Befehlswagen, zum Einsatz –mit und ohne Packabteil. Siehe hierzu auch den Abschnitt Personenzüge bei Zugbildung.

      Im E 714/E 713 und E719/E 720 Dortmund - Frankfurt wurden die neuen Doppelstock-Versuchs-Personenwagen der Bauarten
      • DBCüp-50, DCRüp-50 und DCüp-50 (alle 22,40m lang) und
      • DBCüp-51, DCüp-51 und der DCRüp-51 (alle 26,40m lang)
      eingesetzt.
      Die Züge wurden durch weitere Wagen anderer Bauarten ergänzt, hier D 719. Hier sind die Zugbildungen von 1952, 1953, 1955 und 1956 zu sehen.
      Die zu Beginn blau lackierten Wagen waren in der ED Essen beheimatet, sie wurden bereits 1953 nach Hamburg abgegeben (und später flaschengrün, dann chromoxidgrün lackiert). Dazu gab es einen DB-Werbefilm (mit den drei kurzen 22,40m-Varianten) .
      Zum Einsatz kamen u.a. 03.10 aus Köln-Deutzerfeld, sie waren in Stahlblau lackiert.

      Ab 1959 waren im Ruhrgebiet auch die neuen, Silberlinge genannten, Nahverkehrswagen der Bauarten AB4nb-59, B4nb-59 und BPw4nf-59 anzutreffen. Von den Prototypen des Baujahres 1958 gab es mindestens zwei in der BD Essen, davon der B4nb-58c in grün und der B4nb-58f als Silberling.

      1957 erhielten Personenwagen mit 1. Klasse-Abteilen probeweise über dem Fensterband außen einen elfenbeinfarbigen Streifen in RAL 1014 im Bereich der 1. Klasse. Der Streifen wurde 1958 wegen guter Bewährung einheitlich eingeführt und war 100mm breit. Seine Anbringung war jedoch noch nicht verbindlich. 1959 wurde er in der Breite auf 70mm begrenzt, allerdings nur für die Neubau- und Umbauwagen der DB (Serien der -3yg, -4yg, -4üm-Wagen). Für alle anderen Wagen blieb eine Breite von 100mm bestehen. 1961 wurde der 1.Klasse-Streifen dann verbindlich eingeführt.

      Herzliche Grüße
      Andreas

      … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …