Der Hobbyraum

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Der Hobbyraum

      Tach zusammen.

      Eigentlich war es nicht meine Absicht, den Hobbyraum vorzustellen. Aber vor einiger Zeit fragte dann Thomas mal nach ein paar Bildern, zum „lange Zähne machen“ wie er meinte. ^^
      Damals war ich seinem Wunsch nachgekommen und er antwortete mir, dass ich das doch mal ins Forum stellen soll. Das würde sicher auch noch andere interessieren.

      Nun gut, zwischenzeitlich – nach etwas mehr als vier Jahren- ist der Raum ja schon vorzeigbar. Also stelle ich ihn und einen sehr kleinen Teil seiner über sechzigjährigen Geschichte mal vor.

      Nutzungsfähigkeit herstellen
      Der Raum befindet sich im Keller unseres Hauses, Baujahr 1958.
      2015, da hatten wir das Haus gerade erst gekauft, war dies ein jahrelang nicht genutzter Lagerraum, der eher an ein Biotop erinnerte. Er wurde beräumt, gesäubert und vorerst als Lagerraum weiter genutzt.
      Im Hinblick auf seine zukünftige Nutzung bekam er ein Thermometer und ein Hygrometer spendiert – ich wollte ja wissen, was da drin los ist.
      Die Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad waren noch erträglich. Aber 80% Luftfeuchtigkeit waren dann doch deutlich zu viel.
      So entschloss ich mich, neben den obligatorischen neuen Fenstern, mehrere weitere Maßnahmen durchzuführen: einen neuen Heizkörper in den Raum einbauen, bessere Durchlüftung des Kellers sicherstellen und eine Neuabdichtung der Außenmauer. Diese Maßnahmen zusammen - sie nahmen gute drei Jahre (2015 – 2017) in Anspruch - haben die Luftfeuchtigkeit auf jetzt konstante 50-55 % gedrückt, bei gleicher Temperatur. Als abschließende „Baumaßnahme“ -um mich Anfang 2019 auch von den letzten unliebsamen Mitbewohnern zu trennen- musste (vorerst) auch die Türe weichen.

      Über die Jahre verteilt wurde immer mal wieder etwas im Raum gemacht.
      2016 wurden im Vorgriff auf die weitere Raumnutzung fünf Leitungen vom Sicherungskasten in den Raum gelegt und mit Steckdosen versehen.
      Im Winter 2017/2018 wurde ein Brüstungskanal an allen Wänden gelegt und die fünf Stromleitungen integriert.
      Im Sommer 2018 wurden Wände und Fußboden neu gestrichen. Mit dem Aufbau eines Hausnetzwerkes wurde im gleichen Jahr auch der Arbeitsplatz des Fahrdienstleiters und des Dispatchers mit einem Netzwerkanschluss versehen.
      Danach ruhte das Projekt wieder, da zur Fertigstellung die Lage der Steckdosen und Schalter festgelegt und die unten abgebildete Übersicht erstellt werden mussten. Im Winter 2018/2019 war es dann soweit, der endgültige Plan stand fest. Mit einem befreundeten Elektriker konnten die letzten Installationen vorgenommen werden. Seit ein paar Tagen hat der Raum nun endlich Licht und die Steckdosen und Schalter sind montiert.

      Strom
      Fünf Stromkreise stehen im Raum und für die Modellbahn zur Verfügung, jeder durch eine eigene Sicherung gesichert. Sicherlich, es hätten auch ein oder zwei Leitungen gereicht, aber „ein gebranntes Kind scheut das Feuer“.
      Um immer gleiche Abnehmer im Stromkreis zu haben, wurden die Steckdosen und Schalter farblich gekennzeichnet. Hier das Schema:

      Weiß – Raum
      Die Raumbeleuchtung ist in zwei Stufen zuschaltbar, entweder 4 oder 8 LED-Lichtleisten mit je 120 cm Länge. Sie liegen über der späteren Modellbahn und erlauben einen fast schattenfreien „Tagesbetrieb“. Je zwei Leisten je Längsseite werden aus einer gemeinsamen Verteilerdose gespeist, die zusätzlich eine Aufputz-Steckdose versorgt. Letztere dient dem Aufbau (Löten, Sägen, Bohren etc.) und dem späteren Reinigen der Segmente. Je eine Lampe ist dem Schalter 1 oder 2 zugeordnet.

      Gelb – Digital
      An gelbe Steckdosen werden die Digitalkomponenten angeschlossen, also die Zentrale und die Booster.

      Blau – Schalten
      Hier werden die Trafos angeschlossen, die die Schaltvorgänge des Bahnhofes und des Zugspeichers versorgen sowie die Beleuchtung der Straßen und Gebäude sicherstellen.

      Grün – Personal
      Hier fasse ich alle Geräte für die Arbeitsplätze zusammen. Darunter fallen die Arbeitsplatzleuchten vom Stellwerker im Stellwerk Nt (Nordturm) und im Stellwerk Knf (Kolvoerde Nord Fahrdienstleiter (Fdl)), sowie die des Dispatcher-Arbeitsplatzes. Weitere Geräte (Laptop, Ladegeräte, Drucker) können bei Bedarf angeschlossen werden.

      Rot – Beleuchtung
      Dient der Beleuchtung des Zugspeichers, der Gleiswendeln und der außerhalb des Raumes liegenden Zugspeicher beim Mehrpersonenbetrieb. Die hierfür notwendigen LED-Streifen können an insgesamt 5 Steckdosen angeschlossen werden.
      Die Schalter zu den Farben Gelb, Blau, Grün und Rot schalten die Steckdosen ab. Somit kann nach Betriebsende nicht noch versehentlich ein Stromabnehmer weiter laufen.

      Hier also der erste Blick in den Raum, er geht auf Wand A, Richtung Eingang. Rechts neben dem Eingang die "Batterie" Schalter und Steckdosen:
      - Weiß der doppelte Schalter der Raumbeleuchtung mit Reserve-Steckdose.
      Dann folgen:
      - Gelb mit Reservesteckdose;
      - Blau mit Reservesteckdose;
      - Weiß der Netzwerkanschluss 2 für den Dispatcher.
      - Grün mit Steckdosen für den Dispatcher;
      - Rot mit Reservesteckdose.
      Über dem weißen Schalter direkt am Eingang hängt der Schlüsselkasten für die Lokschlüssel.

      Hinter dem Eingangsbereich stehen im Flur bereits einige Beine für den Unterbau, sowie ein kleinerer Teil der benötigten Platten.

      Nun schauen wir auf Wand B, die sich auf dem obigen Foto rechts befindet. Neben dem zu sehenden Fenster befand sich einst ein zweites, rechts daneben liegendes Fenster, ich habe es zugemauert, das hier sichtbare wurde von 100 cm Höhe auf 60 cm verringert.
      - Gelb für den Booster der linken Zugspeicherausfahrt und der anschließenden Steigungsstrecke zum Bahnhof; immerhin fast 32 m Strecke.
      - Blau für die Weichen und Signale des Zugspeichers A.
      - Grün für die Arbeitsplatzlampe des Stellwerkers am Stellwerk Nt.
      - Rot für die Ebenenbeleuchtung über dem Zugspeicher A.


      Wir schauen uns im Uhrzeigersinn weiter um. Nun geht der Blick auf Wand C. Hier sind die Steckdosen
      - Gelb für den Booster der Güterbahn (KIB)
      - Blau für den Bahnhof (Reihenfolge: Weichenfeld Einfahrt Stw Nt, Weichenfeld Stellwerk Knf, Licht allgemein),
      - Rot für die mittlere Beleuchtung des Zugspeichers A/B
      zu sehen.


      Im nächsten Bild nun Wand D mit den Steckdosen
      - Weiß der Netzwerkanschluss 1 für den Fahrdienstleiter.
      - Gelb für die Zentrale (versorgt den Bahnhhof) sowie den Booster für die rechte Zugspeicherausfahrt (Zugspeicher B) und die folgende Steigungsstrecke (erneut ca. 32 m).
      - Blau für die Weichen und Signale des Zugspeichers B.
      - Grün ist die Arbeitsplatzleuchte für den Fdl im Stellwerk Knf.
      - Rot für die Ebenenbeleuchtung der Zugspeicher B
      - Ganz rechts noch einmal Gelb für den Booster der beiden Mehrpersonen-Zugspeicher C und D. Sie stehen bei Mehrpersonenbetrieb übereinander im Kellerflur.
      - Rot für die Beleuchtung der Zugspeicher C und D
      - Weiß dient als Reserve.
      Es ist zu erkennen, dass die linke Wand (neben dem Netzwerkanschluss) leicht schräg auf Wand C stößt und diese somit um gut 0,5 m verkürzt.


      Soweit also der Rundgang durch den Hobbyraum. Da soll nun der Bahnhof mal rein...

      Herzliche Grüße
      Andreas

      … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …