Die V 81 der Hohenzollerischen Landesbahn

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    • Die V 81 der Hohenzollerischen Landesbahn

      Hallo zusammen,

      heute möchte ich Euch mal 'analogen' Fahrzeugbau präsentieren.




      Auf einem Kato V 65 Fahrwerk habe ich ein Modell der V 81 von der Hohenzollerischen Landesbahn gebaut. Sie war die erste Diesellok der HzL und hat somit die Verdieselung bei den Streckenloks eingeleitet.




      Der Bau hat sich für mich angeboten, weil die V 81 noch parallel zu den Dampfloks eingesetzt war. Diese Loks waren z.B. die Lok 16, die ich auch schon gebaut hatte.




      Die Maschinenfabrik Esslingen lieferte 1956 die V 81 an die HzL. Damit wurde die Verdieselung bei den HzL- Lokomotiven eingeleitet. Leider ist es bei diesem Einzelstück geblieben, die sogenannte Alb-Klasse wurde von der ME nicht weiter gebaut.






      Vom Erscheinungsbild her ist sie der DB V 65 ähnlich, ihre Leistung beträgt 850 PS. Der Gesamtachsstand beträgt 6100 mm in Gegensatz zu 5800mm bei der
      V 65. Damit ist er beim Modell der V 65 ungefähr 3 mm kürzer, das macht bei einem symmetrischen Fahrwerk also 1,5 mm an beiden Enden aus und damit kann ich leben




      Der Rahmen besteht aus einer Ms-Platte die entsprechend zugesägt wurde und so wie der ursprüngliche Rahmen auf dem Fahrwerk aufliegt. Die senkrechten Verkleidungsbleche unter dem Rahmen besehen ebenfalls aus Ms-Blech und sind mit den Aufstiegen zusammen an den Rahmen gelötet. Die Lüfterschlitze am einen Ende bestehen aus eingelöteten Drahtstücken die danach passend zugefeilt wurden.




      Die Aufstiege an den Ecken habe ich Ms- L-Profil abgelängt, 2 Schlitze über Eck eingefräst und dort Ms-Riffelblechstücke eingelötet.



      Z
      ur Befestigung der Pufferbohlen habe ich in das Fahrwerk Schlitze gefräst, in die ich ein Ms-Einsatzstück gesteckt habe auf das die Pufferbohle aufgesteckt ist.

      Das Gehäuse entstand aus verschieden dicken PS-Platten. Für den Bau stand mir eine Zeichnung der Lok zur Verfügung, diese habe ich im richtigen Maßstab kopiert und teilweise als Vorlage mit Lösemittelfreiem Alleskleber auf jeweils 2 zusammengeschraubte Platten geklebt. An Hand der Zeichnung konnte ich z.B. die Öffnungen für die Stirnfenster mittels Laubsäge grob einbringen und dann den Rest mit der Feile bis zum Fensterrand der Zeichnung beifeilen. Nachdem alle Fenster drin waren ließ sich die Zeichnung wieder rückstandslos entfernen.



      Das Führerhaus habe ich aus 1mm starken PS-Platten gebaut.




      Bei den Fensteröffnungen habe ich wiederum zuerst 1,5 mm breite PS-Streifen senkrecht als Rahmen eingeklebt und darauf dann 0,7 mm breite Streifen als Auflage für die Fensterscheiben geklebt. Hier nur an den Stirnfenstern zu sehen.




      Den Rahmen für das große Führerstandsfenster habe ich aus Draht gebogen, zusammengelötet und danach auf dem Schmirgelpapier flach geschliffen.



      Für die Auspuffverkleidung habe ich mehrere PS-Platten aufeinander geklebt. Nach dem befeilen des vorderen Radius habe ich eine Nut eingefräst und dort ein Stück PS-Platten für die Laternenkonsole eingeklebt und anschließend die Konsole endgültig in Form gefräst.




      Den Schornsteinaufsatz habe ich durch ein MS-Drehteil dargestellt.

      Die Seitenwände der Vorbauten bestehen aus 2 mm PS-Platten, für die Deckel habe ich 2 Platten zusammen geklebt um genug Material für die Rundungen zu haben.




      Als nächstes habe ich mir die Rundungen stirnseitig angerissen und dann ging es daran die Schrägen zu fertigen. Dazu habe ich das Schmirgelpapier auf eine glatte Fläche gelegt und die Platten dort bearbeitet. Nach dem Zusammenkleben der Seiten und Stirnwände habe ich die restlichen Rundungen mit Feile und Schleifleisten angepasst.







      Die Lüftergitter am Vorbau oben habe ich durch Kunststoff Riffelblech von Kibri nachgebildet. Die Lüftergitter seitlich am Vorbau und am Führerhaus habe ich aus PS Platten selber gebaut. Dazu habe ich zuerst die Teilung mittels einer Stecknadel, die ich im Bohrfutter gespannt habe, auf dem Kreuztisch angerissen und danach mit der Ziehklinge weiter bearbeitet.










      Aus diesen Rohlingen habe ich dann entsprechende Stücke zugesägt und in die zuvor gefeilten Öffnungen eingepasst. Für das Stirnseitige Lüftergitter habe ich im Plastik Modellbau eine Ätzplatine aus dem 1:700 Schiffsmodellbau entdeckt, die fast genau diese Form als Reeling beinhaltete. Ich habe dann noch im Ätzrahmen zwei MS-Drähte auf die einzelnen Reelingteile gelötet, so daß ich diese am Stück im gleichmäßigen Abstand verwenden konnte. Die Drähte konnte ich dann in 2 Nuten am Vorbau einlegen und verkleben.




      Das Dach besteht aus 0,2 mm Ms-Blech das ich passend zugeschnitten, gebogen und befeilt habe. Die Regenrinne habe ich aus 0,3 mm Draht gebogen und anschließend angelötet







      Sämtliche Griffstangen bestehen aus 0,4 mm Ms-Draht. Die Griffstangen am Vorbau bestehen aus einem Sück und sind entsprechend der Form der Vorbauten gebogen. Zur Befestigung hab ich kurze Stücke MS-Draht stumpf an die Griffstange angelötet. Zur Montage habe ich die U-förmige Griffstange an den langen Schenkeln wieder vorsichtig aufgebogen und die kurzen Stücke MS-Draht in zuvor angebrachte Bohrungen am Vorbau eingesetzt. Die Griffstangen am Führerhaus habe ich ebenso gefertigt.







      Die Führerhausleitern habe ich aus 0,2 x 1,5 mm Ms-Streifen und Abschnitten von Riffelblech zusammengelötet. Der Wasserabscheider besteht aus verschiedenen Ms-Rohren und Draht. Die Auftritte zum Vorbau habe ich aus einem Ms-U-Profil gebastelt. Dazu habe ich ein Stück Riffelblech auf das Profil gelötet, das Profil habe ich vorne abgeschrägt und hinten soweit befeilt, daß ein Zapfen stehen bleibt, mit dem ich den Tritt dann in einer Bohrung am Führerhaus befestigen konnte.







      Dachhaken, Gehäusehaken, Laternen Pufferbohlen, Puffer, Scheibenwischer und Windabweiser sind Zurüstteile von Weinert.

      Nach dem Grundieren habe ich den kompletten Aufbau mit der Airbrush rot lackiert. Der Rahmen erhielt eine Lackierung in Schwarz. Die Tritte wurden silbern abgesetzt. Die Griffstangen habe ich anschließend mit dem Pinsel gelb abgesetzt. Bei den Gläsern für die Fenster wurde stärkere Klarsichtfolie, wie man sie z.B. von Prospekthüllen kennt, verwendet. Ich habe sie passend zu den Fenstern zugeschnitten befeilt und einzeln mit Klarlack eingesetzt.

      Die Beschriftung und die Zierstreifen hat mir Andreas Nothaft angefertigt; die Fabrikschilder und Esslingen-Schriftzüge sind von Gerd Kuswa geätzt. Die fertige Lok erhielt eine dezente Alterung besonders im Bereich des Fahrwerks und der Lüftergitter.




      Ich hoffe es hat Euch gefallen; mir hat es zumindest Spaß gemacht.

      Der Analogbastler Bernhard

      PS: Dank an Axel für das Anmahnen der schlecht angebrachten Beschriftung und an Lutz für die Verbesserungshinweise die doch noch zu einem besseren Ergebniss geführt haben.
    • Hallo Johannes,

      ich sehe schon Du verstehst mich da sehr gut. Wir sind beim Thema ja so zu sagen Brüder im Geiste. ^^
      Jeder auf seien Weise, mit den Fähigkeiten die er am besten beherrscht und so gut wie er eben kann.

      Ich freue mich sehr, daß Dir und den anderen die Lok gefällt und würde mich noch mehr über viele Mitbastler freuen
      die sich ihre Träume selber verwirklichen.
      Mein Motto ist ja: Nicht quatschen, sondern basteln.

      In diesem Sinne fröhliches Basteln wünscht

      Bernhard