Beiträge von Lutz K

    Hallo,


    ich finde es schon etwas überzogen Jürgens Umbau zu kritsieren bevor der endgültig fertig gestellt ist.

    Noch überzogener finde ich wegen seiner eigenen Humorlosigkeit anderen Forumsteilnehmern eben diesen zu verbieten.

    Wer nicht in der Lage ist über etwas herzhaft zu lachen ist wirklich zu bedauern.

    Des weiteren gab es das Wort "Ironierahmen" , daß der betreffende Beitrag tatsächlich in einen Rahmen gesetzt ist und ein Emoci am Schluß. Das sind alles Hinweise für Normalbefindliche die im Rahmen postierte Aussage nicht so ernst zu nehmen.

    Der Umgangston im Forum hat stark gelitten.

    Hallo,


    hier wird es einmal Zeit vorzustellen was unser Speziguzi sonst noch geschafft hat:


    Babyblau wie gekauft und ausgepackt.





    Und nachdem Jürgen sein Vodoo damit veranstaltet hat.

    Hallo,


    vorher ein paar Links:

    https://bos-fahrzeuge.info/ein…n_1059-01_aD/photo/406996

    Das ist das tatsächliche Vorbild des in einem der vorherigen Beiträge verarbeiteten Preiser Modells Feuerwehr GW-Bau der Berufsfeuerwehr Köln. Die Bezeichnung lautet 9.168. Laut Beschreibung aber 15t zGG. Große Radausschnitte, kurze Haube und hohe Kabine.


    Bei Preiser gibt es die gleiche Kabine, kurze Haube, hohes Fhs., als Bausatz (31201) auf einem 11t zGG Fahrgestell, ebenfalls mit Meiller Kipper und Ladekran. Die einzige Änderung bei der Kabine sind die durch Beisatzbleche verkleinerten Radausschnitte.

    file:///C:/Users/lkrup/AppData/Local/Temp/PK%2027%20Seite%20186-197-1.pdf


    Im gleichen pdf findet man unter 31300 den MAN Hauber 2 Nummern größer als 19.321 HAK. Hier ist die Haube deutlich länger als bei den beiden obigen Ausführungen.


    Bei allen diesen o.a. Fahrzeugen lässt sich die komplette Haube mitsamt den Kotflügeln als Ganzes aufklappen.




    Die Brekina Kabine stellt die erste Ausführung des Bull- oder Pontonhaubers von 1956 dar. Damals als L 400 zur Abrundung des Programms von MAN nach unten gemacht. Die Zahl 400 bedeutete damals 4t Nutzlast und 100 PS.

    Schmale Stoßstange, trapezförmige Radausschnitte, runde Scheinwerfer in den Kotflügeln, diese waren feststehend und nur die Haube liess sich aufklappen, wobei das obere Drittel des horizontal geteilten Kühlergrills mit an der Haube befestigt war. Das Fhs. hatte ein niedrigeres Dach und somit auch eine niedrigere Windschutzscheibe.


    Die Ausführung des ursprünglichen Fhs. für die schwereren Nutzlastklassen fehlt als 1:87 Modell gänzlich, mir ist hier nichts bekannt.

    Wegen der hier erforderlichen größeren Räder waren große runde Ausschnitte in den Kotflügeln. Das war im Prinzip die einzige Änderung gegenüber der leichten Mittelklasse.


    Theoretisch könnte man jetzt durch Ausfeilen der Radausschnitte und anbringen von Kotflügelverbreiterungen diese Brekina Kabine für schwerere Nutzlastklassen der 1960er Jahre herrichten. Ich habe damals mit dem Gedanken gespielt, das dann aber doch nicht durchgeführt weil ich einfach zu sehr auf die 1950er fixiert war. Da waren dann noch die klassischen Hauber aktuell.


    dsc0292167z3n.jpg

    Hallo Axel,


    wenn Du ausschliesslich digital fährst, dann laß diese Art Schwungmasse weg.

    Bei diese alten Loks saß die Schwungmasse nicht direkt auf der Motorwelle, sondern auf dem verlängerten Schaft der motorseitigen Gelenkwellenaufnahme. Dadurch wirkt das wie eine Zwischenhülse. Der Knackpunkt hierbei ist, die verlängerten Schäfte laufen aussen nicht ganz rund und haben einen leichten Höhenschlag. Das ist durch die Kavitation im Spritzgußwerkzeug bedingt.

    Auf Grund dessen hat die Schwungmasse eine Unwucht. Bei den alten Roco Motoren ist das wegen ihres von Haus aus röhrenden Klangs nicht aufgefallen. Hier wird es jedoch mehr oder minder unangenehm auffallen, zumal sie auch noch recht weit vom Motorlager sitzt.

    Die Schwungmasse lässt sich rel. einfach vom Schaft trennen indem man den Schaft von hinten mit einem geeigneten Dorn ausdrückt.

    Hallo Jürgen,


    vor Jahren habe ich diesen Preiser MAN Hauber auch ohne Kran zusammen gebaut. Dabei passt der Hilfsrahmen dann perfekt an das Rahmenende des Preiser Fahrgestells.


    M.W. wird bei einem (nachträglichen) Umbau eines Kippers mit Kran die Brücke weiter nach hinten verschoben. Dafür kommt ein spezieller verstärkter Hilfsrahmen zum Einbau, der über das Rahmenende hinaus ragt. Der ist die Basis für den Kran und ist auch in der Lage die Kräfte aufzunehmen die beim Kippen entstehen. Für diese Umbauten haben die Fahrzeughersteller strenge Umbauanleitungen und Richtlinien heraus gegeben an die sich die Werkstätten stramm halten mussten.


    Ich kann mich an das erinnern was mir ein Studienkollege erzählt hat, der zeitweise bei der MAN Niederlassung in Weiterstadt gearbeitet hat. So ein Umbau musste dann als Bauartänderung des Fahrzeugs natürlich vom TÜV (damals noch alleiniger Monopolinhaber) abgenommen und in die Papiere eingetragen werden. Nächste TÜV Prüfstelle die das abnehmen konnte war diejenige in Darmstadt (Hessen) wo zu der Zeit noch die "Halbgötter in Grau" residierten. Es gab dort immer Ärger und (angebliche) Probleme wurden aufgeblasen. Erst nach 6 oder gar 8-maliger Vorführung haben die Halbgötter in Grau von Total Überforderten Verein dann den Umbau gnädig abgenommen.

    Dem Niederlassungsleiter ist dann der Kragen geplatzt und er hat angeordnet für diese Abnahmen 50km zum TÜV nach Aschaffenburg (Bayern) zu fahren. Dort wurde zwar auch genau hingeguckt, jedoch kein Affentreiben veranstaltet. So gingen diese Abnahmen problemlos über die Bühne.

    Die Quittung für dieses arrogante Verhalten dem Kunden gegenüber kam dann als auch DEKRA, GTÜ und andere die Hauptuntersuchungen und Abnahmen machen durften. Die TÜV Prüfstelle in Darmstadt war dann regelrecht verwaist. Die wenigen armen Schweine, die sich aus Unkenntnis dennoch dorthin verirrten, waren zu bedauern wenn sich dann ein Dutzend unterbeschäftigte TÜV Prüfer auf einen einzigen PKW stürzten.

    Heute ist die Darmstädter TÜV-Residenz auf nur noch 10% ihrer ursprünglichen Größe geschrumpft. Des weiteren hat man dann Höflichkeit und Service gegenüber dem Kunden eingeführt. Was ich bestätigen kann als ich eine Änderungsabnahme beim Hanomag wegen anderer Reifengröße durchfühen ließ.

    Hallo Jürgen,


    laß mich das einmal rekapitulieren. Du hast aus einem Preiser MAN Kurzhauber mit Meiller 3-Seiten Kipperbrücke und heckseitig montierten Kran mit Umwegen jetzt einen MAN Kurzhauber mit Meiller 3-Seiten Kipperbrücke gemacht.

    Wäre nicht einfach die Kürzung des hinteren Rahmenüberhangs schneller zielführend gewesen? *#'

    Äh Jürgen,


    https://de.wikipedia.org/wiki/…E2%80%9EPlaneten%E2%80%9C


    Aufsteigende Planetenkonstellationen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

    Sirius: R4 85 - 90PS

    Mercur: V6 112 - 125PS

    Saturn: V6 150PS

    Jupiter: V8 170PS

    Pluto: V8 200PS

    Uranus: V12 250PS (seinerzeit stärkster deutscher LKW)


    Die R4 und V6 Motoren passten unter die kurze Haube, für den V8 musste die Haube verlängert werden und der V12 brauchte eine extralange Haube.

    Das Vorbild des Kibri Modells ist ein Jupiter oder Pluto mit V8 Motor.


    meine 2 €ent zu Deinen hervorragenden Umbauten

    Hallo Jürgen,


    das ist das damalige Motorenangebot von MAN und Daimler-Benz:

    Quelle: Oswald, Lastwagen, Lieferwagen, Transporter, ISBN 3-613-01197-2, 1989.

    Die Ähnlichkeiten sind nicht zufällig, sondern vom Bundesverteidigungsministerium mit sanften Druck verordnet. Es gab von 1972 bis 1981 einen Kooperationsvertrag zwischen MAN und D-B.


    Bei den schweren Haubern von MAN war bei max. 320PS Schluß. Zuerst wurden die aus dem 12,8l V8 (D 2538MT) herausgeholt.

    Ab 1977 ein 6-Zylinder D2566MT mit 11,4l Hubraum und 280PS. Zum Schluß wurde ab 1980 der 6-Zylinder D2566MK mit 11,4l Hubraum auf 320PS aufgeblasen.

    Diese großen Reihensechszylinder passten nur unter die lange Haube. In Deinem Viedeolink ist ein Hauber mit der langen Haube zu sehen.


    Unter die kurze Haube, wie bei Deinem Modell, passten nur die kleinen 6-Zylinder und bei denen war bei aufgeblasenen 240PS Schluß.

    Das war dann knapp über der Mindestmotorisierung von 6PS/t bei offiziellen 38t Gesamtgewicht. In der Realität waren es denn denn so ein Paarunfuffzich Tonnen. In der schwäbischen Provinz war die Gefahr nicht so groß, daß die (fliegenden) Holländer beim Überholen mit Klompen um sich geworfen haben...




    Martin

    Wie hieß es damals: "Mercedes zieht gut. Durch die Türritzen."

    Hallo,


    es ist ja nun ein offenes Geheimnis, daß die Qualität bei Roco in den letzten Jahren im Allgemeinen stetig nachgelassen und auch sehr schwankend geworden ist. Bei in den letzten Jahren ausgelieferten Produkten ist das teilweise schon zu einer Art Glücksspiel ausgeartet einwandfreie Ware zu bekommen.

    So auch hier in diesem Fall.


    Konkret geht es dabei um 2 baugleiche Dieselloks die zusammen in einem Consist fahren sollen. Nun bin kein Freund von Dummy-Loks und Haftreifen. Des weiteren halte ich eine aktive Lastregelung im DCC Betrieb für erforderlich. Meine Loks sind mit Sounddecodern ausgestattet die eine dynamische Ablauf- und Soundregelung aufweisen von der ich auch Gebrauch mache. Jetzt wollte eine der Loks nicht so wie sie sollte. Es gab Schwierigkeiten beim Anfahren, diese Lok hatte Mühe in die Gänge zu kommen. Wohlgemerkt bei spielzeughafter Fahrweise wäre das jetzt nicht aufgefallen, so Beschleunigungsrate auf 200-in-sofort und bumms läuft die Kiste. Nein da wird ganz sanft und ganz langsam angefahren, z.B. beim Ankuppeln wo sich dann die Klauen der Kadee Kupplungen beim Andrücken in Zeitlupe öffnen und dann mit einem leisen fast unhörbaren Klick kuppeln.

    Das schwerfällige Anlaufen des Motors hat die dynamische Soundregelung gemerkt und akustisch mit ensprechend höheren Drehzahlen des Dieselmotors reagiert. Bei der anderen Lok dagegen befand sich der Motor noch im Leerlauf.

    So ein typischer Fall von wie die Loks arbeiten gegeneinander und der Schrei nach Dummies.


    Da ich aber Dickbrettbohrer bin, habe ich nach den tatsächlichen Ursachen gesucht. Man kann, vorausgesetzt man gibt sich Mühe, mit den entsprechenden Einstellungen der PID Regelparameter als auch der Abtastrate und der Meßlücke Werkstoleranzen ausgleichen. Hier jedoch war das nicht mehr zu bewerkstelligen; der Motor lief zu ungleichmässig an. Der PID Regler reagiert dann mit heftigeren Ansteuerimpulsen weil die Rückmeldeimpulse für die BEMF ausbleiben und der dynamische Soundregler lässt den Motor aufheulen.

    Praktisch stand dann die Lok mit akustisch röhrenden Motor und bewegte sich nicht von der Stelle. Erst wenn so um Fahrstufe 10 am Regler aufgedreht war, setzte sie sich mit einem Ruck in Bewegung. Rasselbocksprungbahn war doch Anno Gestern?


    Also in den sauren Apfel beissen und den Motor ausbauen:

    dsc03279ijjy7.jpg

    Das ist der unwillige Kanditat. Die Striche auf den Schwungmassen und dem Anker habe ich gemacht, sie dienen später als Orientierung für das Wiederaufpressen der gewuchteten Schwungmasse damit sie wieder genau in die Position kommt wie sie vorher war.





    dsc03280pbkoy.jpg

    Die Schwungmasse am Kollektorende wird abgezogen, das mache ich mit einem modifizierten Fohrmann Radsatzrichtgerät.

    Die beiden Schleifkohlenführungen lassen sich ausrasten und abnehmen.

    Dann werden mit einer Spitzzange die was taugt die beiden Laschen des Motorgehäuses aufgebogen und das Lagerschild kann abgezogen werden. Dabei achtet man auf die Beilagscheiben auf der Motorwelle. Diese sollten beim späteren Zusammenbau wieder genau so montiert werden wie vorher.





    dsc03282m9kfn.jpg

    Der Motor ist nun wirklich nicht viel gelaufen, aber der Kollektor weist schon eine Menge an Riefen und Abrieb in den Nuten auf.





    dsc032833oj87.jpg

    Der Restmotor wird an der verbliebenen Schwungmasse ins Futter eingespannt.

    Hinweis für diejenigen die über keine Drehbank verfügen: Wenn man die 2. Schwungmasse auch noch abzieht, kann man das Wellenende diekt in ein handelsübliches Bohrfutter einspannen.

    Dann wird der Kollektor mit zurechtgeschnittenen Streifen aus Schleifpapier mit Leinenbindung zuerst mit Körnung 150 abgeschliffen. Anschliessend mit Körnung 500 oder feiner geglättet.





    dsc03284ppj1u.jpg

    Danach werden die Nuten mit der Klinge eines feinen Schraubendrehers freigestochen.





    dsc032858jkkd.jpg

    Das Umbiegen der Laschen erfolgt mit einem Hammer und einem passenden Dorn nachdem man den Motor am anderen Ende entsprechend unterstützt hat (Kraftfluß beachten!). So vermeidet man eine krummgeschlagene Welle. Man braucht die Laschen nur so weit wieder umzubiegen bis daß der Schild fest ist. Weiter biegen bringt nichts.





    dsc0328663k5r.jpg

    Das Innere der Schleifkohlenführungen wird gereinigt, ebenso die Schleifkohlen selber. Dazu reisse ich Fetzen von Einweg Küchentüchern ab und stopfe sie mit einer spitzen Pinzette hinein.





    dsc032873ukq8.jpg

    Dann wird die Schwungmasse wieder aufgepresst. Die vorher angebrachten Markierungen helfen jetzt die Schwungmasse im richtigen Winkel zum Anker zu positionieren.

    Auch hier verläuft der Kraftfluß senkrecht durch die senkecht stehende Welle.


    Danach wird der Motor einem analogen Probelauf unterzogen. Das Laufgeräusch ist jetzt lauter als vorher. Das wird sich jedoch geben wenn sich die Bürsten auf dem jetzt glatten Kollektor eingespielt haben. Jedenfalls läuft der Motor auch schon bei kleinen analogen Spannungen zuverlässig in jeder Stellung an und läuft auch bei geringsten Drehzahlen "rund" was er vorher nicht gemacht hatte.


    Wieder in die Lok eingebaut zeigt sich endlich wieder das erwünschte Verhalten. Ruckfreies Anfahren und dabei tuckerte der Motor akustisch in der Leerlaufdrehzahl. So kann man sich jetzt mit einem immer noch im Leerlauf an einen Zug herantasten. Erst wenn die Lok auf den Zug aufgelaufen ist und sich die Masse des Zuges als Belastung bemerkbar macht dreht der Motor akustisch hoch. Der PID Fahrregler hält die tatsächliche Drehzahl des elektrischen Antriebmotors des Modells konstant auf den eingestellten Wert, während die dynamische Soundregelung gleichzeitig den Diesel wegen der tatsächlich größeren Belastung (E-Motor muß stärker nachgeregelt werden) akustisch hochdrehen lässt.

    Hallo,


    hier ist die DGzRJ (Deutsche Gesellschaft zu Rettung Jürgens):


    https://www.lkw-infos.eu/archi…elb-Bialek-181008-01.html

    https://www.lkw-infos.eu/archi…elb-Bialek-181008-08.html

    https://volvof1220.skyrock.com…s-Benz-2635-AK-6-X-6.html

    https://www.lkw-infos.eu/archi…-AK-orange-090207-02.html

    https://www.lkw-infos.eu/archi…G-2632-Baukipper-rot.html

    https://www.lkw-infos.eu/archi…-orange-Szy-170604-1.html



    Thema Kunststoff

    Es gibt in PS (Polystyrol, engl. Polystyrene) aus denen die genannten Modelle gemacht sind, keinen Weichmacher ! :vinsent:

    Es müsste endlich einmal Schluß mit diesem erfundenen Ammenmärchen sein das seit vielen Jahren durch die diversen Foren geistert. :tommy:






    Hallo,


    ein kleines Update:


    dsc03213unjkr.jpg

    Bei einem Wagen wurde die Bremsanlage nach Bauanleitung angebracht. Die ist hier noch sehr archaisch und rudimentär.

    Und vor allen Dingen, wenn der wagen auf dem Gleis steht, sieht man wegen der Fischbauchartigen Aussenlängsträger nahezu nichts mehr davon. Lediglich der Luftbehälter schaut noch ein wenig darunter hervor und das auch nur wenn man genau waagerecht von der Seite guckt.


    Ich überlege ob ich nicht die Bremsanlage bis auf dieses Teil am anderen Wagen nicht gleich weglassen kann. 'y#

    Hallo,


    Wolfgang So

    Ich denke die größte Auswahl an bäuerlichen Fahrzeugen und Fuhrwerken hat wohl Preiser zu bieten. Modelle sind bei denen oft schon richtige Miniszenen, nicht nur der Leiterwagen selber, auch die Zugtiere, Bediener und Ladegut sind bei den Fertigmodellen mit dabei. https://www.google.com/search?…w=1920&client=firefox-b-d


    D.I.T. Modell hat auch historische Flurförderzeuge im Angebot von denen einige auch in der Landwirtschaft eigesetzt wurden.


    Nach dem Krieg wurden die Räder dieser Wagen oft umgebaut. Heiß begehrt waren die großen Laufräder der Wehrmachtspanzer. Die waren ganz stabil aus Stahl und hatten Vollgummilaufkränze (offizielle Bezeichnung Elastikreifen). So verschwanden quasi über Nacht die oft gut erhaltenen Laufräder von stehen gelassenen Panzern und Panzerwracks. Die tauchten dann irgendwann, als der Staub und die Aufregung der Besatzer über deren verschwinden sich gelegt hatte, unter den Ackerwagen wieder auf.


    Eine weitere Umbauversion des Leiterwagens hat Wiking zu bieten. Als Traktoren in den 1950er Jahren zahlreicher wurden, stellte sich oft die Frage nach der Weiterverwendung dieser traditionellen Leiterwagen. Man konnte sich vom örtlichen Schmied eine Deichsel für den Traktorzug anfertigen lassen, aber es war danach nicht ratsam mit dem hinter dem Traktor hängenden Leiterwagen mit Holzspeichenrädern schneller als Schrittgeschwindigkeit zu fahren. Insbesondere über das noch reichlich vorhandene Kopfsteinpflaster. Traktorfahrer welche das Getöse im jugendlichen Geschwindigkeitswahn (20km/h) ignorierten, kamen meistens nur mit dem halben Wagen an. Der Rest wie Leitern, Stirnwände, Bodenbretter etc. lagen irgendwo dahinten auf der Dorfstrasse. Unter den kritischen Blicken der Alten ("Siesse, siesse ich hebbt doch gleich sogt so'n Trecker taucht nix. So wat kommt mir nicht auf'n Hof.") musste dann alles wieder eingesammelt werden.


    Einige Firmen boten dann Umbausätze für Luftreifen an. Das waren spezielle Naben mit Rollenlagern die an den alten Achsen befestigt weden konnten. Die Hinterachse musste dazu nach unten versetzt werden was Stellmacherarbeit war. An diese Naben wurden dann alte Autoräder geschraubt. Einen solchen Umbau stellt das Wiking Modell mit den Pferden als Zugmittel dar. Es gibt auch eine Version mit den traditionellen Holzspeichenrädern der von einem Hanomag R16 gezogen wird. Man sollte bei beiden Modellen die Zugmittel tauschen.



    Der erste Wagen hinter dem Schlepper ist so ein Umbau auf Luftbereifung. Der war ürsprünglich mit rel. kleinen Holzspeichenrädern ausgerüstet und nicht für den Acker gedacht. Das Hofgut konnte sich einen sog. Marktwagen mit Federung leisten mit dem die Produkte in der Stadt ausgeliefert wurden. Der Kutschbock ist noch vorhanden.


    Das war ziemlich mit das letzte Mal, daß die Fahrzeuge ausserhalb des Museums in Aktion zu sehen waren. Seitdem stehen sie trocken im Gewölbekeller des ehemaligen Kuhstalls wo sich das Museum und der Lernort Bauernhof befindet. Das Hoftgut Oberfeld wird nach Demeter Richtlinien bewirtschaftet und versteckt regelrecht seine großen modernen Maschinen. Kommen jetzt Städter zu einer der Veranstaltungen ist der erste Kulturschock meistens der Klassiker bei dem sie feststellen, daß die Kühe nicht lila sind.

    Ich muß dann interessierten Besucher des weiteren regelmäßig erklären, daß die im Museum ausgestellten Geräte und Maschinen nicht diejenigen sind mit denen aktuell die Ackerflächen des Oberfelds bearbeitet werden.


    Der nächste Kulturschock betrifft dann die verstädterten selbsternannten grünen Vorzeigeumweltschützer wenn sie feststellen, der Bauer geht nicht mehr fröhlich pfeifend hinter seinem pferdegezogenen Pflug her. Diese Leute sind oft sehr interessiert wenn ich die alten Ackermaschinen und -geräte vorstelle. Kommt es dann zum Abschnitt Motorisierung der Landwirtschaft und damit zu den Traktoren, dann gehen bei denen buchstäblich die Jalousien herunter. Jegliches Interesse erlischt, denn DIESEL = BÖSE. Dann werde ich ernsthaft gefragt, warum man denn diese Arbeiten nicht mit Pferden machen könne, das wäre ja so viel umweltfreundlicher. :wacko:


    Als Antwort:

    Hier ein langes dickes Seil anknüpfen und dann einmal austesten wieviel Umweltaktivisten nötig sind um hiermit zu pflügen. *#'

    Freitags wäre ein guter Termin für die kleine Sensation, Umweltaktivisten tun tatsächlich was für die Umwelt. Anschliessend Montags die Rechenaufgabe in der Schule: "Wieviel Liter Diesel sind dadurch eingespart worden?" Ich befürchte jedoch der Spareffekt ist wenig bis gar nicht vorhanden. Auf jeden Fall dürfte so ein Experiment einen gewissen pädagogischen Wert haben. Es wäre schon viel gewonnen wenn es einige Leute zum Nachdenken über die Zusammenhänge Landwirtschaft und Essen bringen würde.

    Hallo,


    Der Bauernwagen vom Hofgut. Hier mit aufgesetzten Bretterwänden zum Kastenwagen mutiert.

    Diese Wagen ist reiner Flachlandläufer ungebremst. In der Regel wurde der Wagen 2-spännig gefahren, mittlerweile mit einer einfachen eisernen Deichsel für den Traktorzug umgebaut.




    Andere Länder, andere Geographie, andere Rahmenbedingungen:



    Ein Beispiel aus der Schweiz. Hier sind beide Achsen des Wagens gebremst; bei steilen Wegen ein Muß.

    Hier sind die Leitern aufgesetzt.

    Hallo,


    oh ja Männer und Motoren. Ich kann zwar da nicht so ganz mitreden, aber immerhin:


    Sind zwar nur 2,8l und nur 4 Zylinder, aber dafür selbst und eigenhändig überholt.


    Bis in diese Einzelheiten. Hier kann man nichts mehr reparieren, hier muß das Element ausgetauscht werden wenn es hängt.



    Vor Zig-Jahren entstand dieser Frontlenker Lastzug aus Brekina und Wiking Teilen.