Beiträge von Lutz K

    Hallo,


    weiter mit dem Wasserwagen, es war ab hier die eigene Kreativität gefragt.


    Hier entsteht gerade eine große Plattform welche um den Dom herum angeordnet ist. Statt aus einer großen Platte eine rechteckige Öffnung auszuschneiden, fand ich es einfacher diese Plattform aus 4 einzelnen rechteckigen Stücken zusammen zu setzen.





    Aus Reelingstützen für den Schiffsmodellbau entstehen die Geländerstützen für die Plattform. Hier werden sie von 4 Durchzügen auf 3 gekürzt.




    In die Oberseite der Plattform wurden Bretterfugen mit einer Reißnadel eingeritzt. Ganz bewußt etwas unregelmässig um unterschiedlich breite Bretter darzustellen. Das unterstreicht den Eindruck einer hastig improvisierten Bauweise noch.

    Die abgekniffenen Teile der gekürzten Reelingstützen werden nicht wegeworfen. Bloß nicht die geben noch gute Griffstangenhalter ab. Ein bischen mehr an Lötzinn beim Löten und es gibt einen Blobb der dann einen runden Griffstangenhalter abgibt.





    Dann wurden die Stützen erst einmal lose in die vorbereiteten Bohrungen gesteckt. Die Leiter ist hier aus dem Modellbahnkaufhaus.





    Hier habe ich angefangen die in die Augen der Stützen eingeschobenen 0,3mm Bronzedrähte zu verlöten. Da die Stützen unten im Kunststoff stecken, muß der Lötvorgang unter Verwendung von extra Flußmittel, in diesem Fall harz- und säurefreies Lötfett, schnell vor sich gehen. Ich habe größere Längen an Draht eingesteckt als nötig und diese dann nach dem Lötvorgang auf Maß gebracht durch abkneifen der Überhänge.

    Leider habe ich im Schaffenswahn davon keine weiteren Fotos gemacht.






    Ein erstes loses Aufsetzen der Plattform um zu kontollieren ob alles passt.

    Die Flußmittelreste werden noch unter warmen Wasser mit Spüli entfernt.





    Dann wurde die Plattform mittels Querträgern dauerhaft fixiert. Auf beiden Seiten wurden die geätzten Leitern angebracht.

    Anschliessend ist der ganze Wagen sozusagen in den Farbeimer gefallen.

    Fertig ist er aber noch nicht, es fehlt u.a. die Beschriftung. Auch hier gibt es nichts Passendes fertig zu kaufen, also wird es passend gemacht werden müssen.

    Hallo,


    Ein weiterer Strassenkreuzer, ein Ford Custom 500 von 1967. Ein typisches Ford Produkt, viel Auto fürs Geld. Der normale Costum ohne Zusatz "500" war die Standard Ausführung, besonders beliebt bei Polizei, Sheriffs, Taxiunternehmen und Behörden.

    Der 500 war das besser ausgestattete Modell mit mehr Chrom, Teppichboden, Stoffbezügen auf den Sitzen u.v.m.

    Die Motorenpalette reichte vom für den US Verhältnisse bescheidenen R6 mit 3,7L und 120hp mit manuellen 3-Gang Schaltgetriebe als Grundmodell. Über verschiedene V8 Motoren unterschiedlichen Hubraums (5,8L, 6,4L, 6,6L), bis

    hin zum berüchtigten 427 (7,0L) mit 425hp. Besonders letztere Maschine wurde gerne für Polizeistreifenwagen geordert.





    Rasender Kofferaum könnte man bei diesem Anblick sagen.

    Hallo,


    der Grund warum ich hier auf die Bremsanlage so viel Wert lege:

    Man sieht die Bremsanlage auch von oben in aller Deutlichkeit.




    Der Kesselmantel musste hier aus 4 Segmenten zusammengefügt werden. Geschickterweise hat man die Trennfugen beim Modell da angeordnet wo es Nietreihen gibt und damit überlappende Bleche. So sind die Fugen weggetarnt. Innen wurde ein alter rostiger Gewindebolzen mit ausgefransten Gewinde vom Hanomag eingeklebt der dafür einen schönen neuen Bolzen bekam. Der schrottige Bolzen passte so gerade so in den Innenraum des Kessels. Da der Wasserwagen direkt hinter der Lok läuft erscheint mir ein erhöhtes Gewicht gerechtfertigt.

    Die Enden und der Dom waren nochmals separate Teile.





    Dann lag dem Bausatz sehr dünne und schmale Streifen aus PS bei. Daraus sollen die Spannbänder gemacht werden.





    Insgesamt gibt es bei dieser älteren Bauart 4 Spannbänder.





    Nach den Spannbändern wurden die Griffstangen und Griffe angebracht.





    Bis hierhin war beim Zusammenbau sozusagen "Dienst nach Vorschrift".

    Die im Vordergrund liegenden Teile werde ich nicht mehr montieren. Es handelt sich entweder um doppelt vorhandene Teile (schön wenn ein Bausatzhersteller daran denkt kniffelige oder bruchgefährdete Teile mehrfach beizulegen) oder Teile welche für den zugedachten Einsatz als Wassertender nicht benötigt werden.

    Hallo Johannes,


    ja es wird :thumbsup:




    @Alle

    Eine Anmerkung zu Schwungmassen.

    Wenn man analog fährt braucht man ohne Zweifel eine Schwungmasse in dem Lokmodell um das abrupte Anhalten zu vermeiden. Dabei gilt vereinfachend gesagt, je höher die Drehzahl und je größer der Durchmesser der Schwungmasse, desto mehr Energie wird in der rotierenden Schwungmasse gespeichert.

    Nun sind aber die Getriebeübersetzungen unserer Loks sehr oft rennmässig ausgeführt, bedeutet letztlich bei vorbildgerechter Geschwindigkeit dreht der Motor nur sehr langsam. gleichzeitig rotert die Schwungmasse auch nur mit geringen Drehzahlen und kann dadurch nur wenig Energie speichern. Im praktischen Betrieb, wenn die Lok in Schrittgeschwindigkeit über Rangiergleise kriecht, tendiert die in der Schwungmasse gespeicherte Energie wegen der geringen Drehzahl gegen "0".

    Als bewährte Abhilfe bleibt dann die Änderung der Übersetzung, sprich Umbau des Lokgetriebes auf ein höheres Übersetzungsverhältnis damit der Motor bei gleicher Fahrgeschwindigkeit der Lok schneller dreht. Daraus folgt auch eine höhere Drehzahl der Schwungmasse und mehr gespeicherte Energie. Und damit bekommt man den gewünschten möglichst langen Auslauf.



    Digital sieht die Sache jedoch anders aus.

    Kein Digitaldecoder, auch nicht der neuesten Generation, ist in der Lage den mechanischen Energiespeicher Schwungmasse zu nutzen. Das kann sich sogar bis ins Gegenteil verkehren. Eine Schwungmasse kann durch ihre Massenträgheit die Funktion der BEMF Regelungselektronik behindern. Die Regelung reagiert mit größeren Stromstärken als Maßnahmen gegen die Massenträgheit. Am Ende geht das auf den Kollektor des Motors und verkürzt dessen Lebendauer.

    Der Raum den die Schwungmasse(n) einnimmt (einnehmen) sind bei Digitalbetrieb besser für Kondensatoren als Energiespeicher genutzt. Mit dieser "elektronischen Schwungmasse" können die meisten Decoder etwas anfangen und sie nutzen.

    Der "Auslauf" bei DCC Loks wird letzten Endes über der CV4 nach eigenem Belieben eingestellt.


    Das oben geschriebene resultiert aus jahrelangen praktischen Erfahrungen, Umbauten und Experimenten.

    Hallo,


    bezüglich Magneten, man braucht keine 2 Magnete. 1 Magnet und ein eisernes Gegenstück tun es auch.

    Siehe: Eine Segmentanlage entsteht Beitrag #70 vorletztes und letztes Foto.


    - Zylindrische Neodymmagnete gibt es schon mit 2mm Durchmesser.

    - Da die Nachbildung der Kettenlaufwerke meist aus einem einzigen Stück gefertigt sind, lassen sich hier von unten 2mm Bohrungen unauffällig im Bereich eines Laufrades einbringen.

    - Die Magnete werden da einfach eingesteckt und eingeklebt.

    - Bei Radfahrzeugen müssen, logisch betrachtet, die Räder nicht rollfähig sein.

    - Magnete lassen sich hier unauffällig hinter den Rädern anbringen.

    - Ein 2. Magnet als Gegenstück ist Overkill.

    - Sie brauchen als Gegenstück nur eine Eisenplatte, wie im Bild gezeigt, um zu halten.

    - Damit wäre die Freizügigkeit bei der Beladung der Flachwaggons gegeben.

    - Es wäre experimentell nachzuforschen, ob die bei vielen Flachwaggons vorhandene Blechplatte als magnetisches Gegenstück taugt oder der Boden aus Kunststoff oder Zinkalguß zu dick ist.

    - Der Blick über den Zaun: US Flachwagen der besseren Modellausführung weisen mittlerweile gelaserte Holzböden aus echten Holz auf. Diese können bis zu 0,5mm dünn sein. Darunter kann man Blechplatten anbringen die eine doppelte Funktion als Gewicht und magnetischen Gegenstück haben

    - Was spricht dagegen auch die Flachwagen nach deutschem Vorbild mit (dünnen) Echtholzböden aufzuhübschen?

    - Und darunter Eisenplatten als Ballastgewichte anzubringen?


    Nächster Gedankengang:

    - 0,5mm gelaserter Echtholzboden

    - darauf fahrzeugspezifisch alle Bohlen, Keile, Ketten u.s.w. fest angeklebt

    - Unter dem Boden sind kurze Fixierstifte in einheitlicher Anordnung die in entsprechende einheitliche Bohrungen im Wagenmodell eingreifen.

    - Das Panzer, bzw. LKW Modell wird dann lose aufgesetzt.

    - Man haz dann diese Schichtung: Waggong - Beladeboden - Fahrzeug

    - Durch die einheitlichen Fixierbohrungen ergibt sich eine gewisse Freizügigkeit bei der Beladung.

    - Man wird allerdings Fahrzeug- und Waggonspezifische Beladeböden vorhalten müssen. Das relativiert sich aber allein schon durch die Vorbild-Vorschriften welche Fahrzeugen auf welche Waggons verladen werden.



    meine 2 €ent dazu

    Hallo,



    dsc007386ed5q.jpg

    Die Kupplung Kadee #153 ist in der Orignalbox montiert. Der Deckel ist nur aufgepresst und daher kann die Kupplung zum Lackieren wieder ausgebaut werden. Um den Wagen zu entwackeln bekommt es nach bewährter Manier bei einem Drehgestell 2 seitliche Auflager. Der Wagen wird sich dann an diesem Ende nicht mehr auf den mittigen Drehzapfen, sondern ausschliesslich auf diese beiden seitlichen Auflager abstützen. An anderen Ende bleibt es original bei Auflagerung nur auf den mittigen Drehzapfen. So hat der wagen dann eine wackelfreie 3-Punktlagerung.





    dsc00739ski7e.jpg

    Probehalber wurden Drehgestelle und Kupplungen montiert um die korrekte Kupplungshöhe zu überprüfen. Der Pinorkel in der Mitte unter dem Zentralträger ist das Bodenventil.

    Davor liegen noch Teile der Bremsanlage, der Domausrüstung und Gefahrguttafeln, hier Placards genannt.





    dsc00740rdehi.jpg

    Weiter geht es mit der Montage der Bremsanlage. Es ist eine sog. K-Brake. Dabei sind Bremszylinder, Luftbehälter und Steuerventil zu einem gemeinsamen Bauteil miteinander verblockt. Auch hierzulande ist diese Bauart bekannt, siehe z.B. EKW49 den Klein Modellbahn einmal gebracht hat. Für den Modellbahner ist das die am einfachsten nachzubauende Bremsanlage mit den wenigsten Bauteilen.

    Der große Umlenkhebel rechst ist freischwebend und wird nur durch seine Verbindungen mit den Bremsgestängen gehalten. Zur Sicherung gibt es 2 Fangbügel.

    Der kleine Umlenkhebel hat dagegen ein Festlager auf einem Bock unter dem Mittellangträger.

    Die Gestänge werden aus dem beiliegenden Bronzedraht abgelängt und mit ihren Enden in die Aufnahmen geklebt.

    Im Unterschied zu den hier gebräuchlichen Bremsanlagen haben die Enden der Bremstangen Gabelköpfe und die Umlenkhebel sind einfach vorhanden.

    Hierzulande haben die Stangen Augenenden und die Umlenkhebel sich doppelt ausgeführt.





    dsc007418vea5.jpg

    Die Feststellbremse ist mit einem elastischen Glied in Form eines kurzen Kettenabschnitts mit der übrigen Bremsanlage verbunden. Hier wird diese Verbindung gerade angefertigt.





    dsc00742b8c2l.jpg

    So sieht es montiert aus. Beim Vorbild gibt es am anderen Ende der Zugstangen für die Feststellbremse noch einen weiteren Kettenabschnitt, den ich hier aber aus pragmatischen Gründen nicht nachgebildet habe, weil man ich nacher nicht merh sehen würde. Unten an der senkrechten Handbremswelle befindet sich eine kleine Trommel auf der dieser Kettenanschnitt aufgewickelt wird. Damit ist auch die Funktion von Ratsche und Lösehebel auf der Bremswelle erklärt.





    dsc00743hkft9.jpg

    Das Fahrgestell von oben. Das Steuerventil ist über ein T-Stück mit der durchgehenden Leitung verbunden. Damit ist die Bremsanlage komplett, mehr ist nicht.

    Man wird die Bremsanlage auch bei aufgesetzem Kessel sehen können, daher die komplette Nachbildung.

    Hallo Holger,


    das ist alles lose aufeinander gestapelt. Man kann den so beladenen Wagen bedenkenlos über die Arrangements der SWD schicken ohne daß etwas verrutscht. Ich muß mir nur noch ein paar Decals beschaffen womit ich NASA oder USAF auf den Behälter bringen kann.


    Bei meinen Märklin SSym46 waren Ladeschwellen lose dabei. Die kann man für zivile Nutzung dann quer anbringen oder für militärische Nutzung längs. Längs angebracht dienen sie zur Quersicherung von Kettenfahrzeugen wobei sie dann von innen an den Ketten anliegen.

    Hallo,


    Der nächste Schritt ist das Bohren der Löcher für die Griffstangen. Sie sind zwar zum Teil schon vorhanden, aber es ist besser sie alle noch einmal mit 0,4mm nachzubohren. Dann hat man auch keinen Streß mit den Passungen, da die beigelegten Bronzedrähte nach AWG zöllige Maße haben irgend etwas mit 0,3xy mm.

    Hier sind es die Griffe für den Rangierer an den Side Sills.





    So sieht es dann montiert aus.





    Dann werde die Stützen für die Umläufe angebracht. Die Kupplungsaufnahmen sind bereits mit im Längsträger integriert. Da haben sich glücklicherweise hinsichtlich der Abmessungen die Hersteller "inoffiziell" alle an den Kadee Kupplungboxen orientiert.





    Die B-Seite, hier sind die Lagerböcke und die Sperrklinke für die senkrechte Handbremswelle dazu gekommen.

    Auf dem Foto sieht man auch deutlich, der Rangierergriff sitzt schief und muß noch korriegiert werden. aber dafür mache ich die Fotos ja eigentlich. Die Griffe werden nach Ausrichten von hinten mit CA verklebt.

    Räumschild und Schaufel waren tatsächlich so verrostet auf vielen Bildern zu sehen




    ...

    Räumschild und Schaufel waren tatsächlich so verrostet auf vielen Bildern zu sehen :roflmao:
    ...
    Jetzt ist nur noch die Frage, wie ich die beiden Fahrzeuge so zusammenbringe, dass sie sicher den Transport überstehen. Wer da Ideen hat, darf sich gerne hier beteiligen.

    Viele Grüße

    Holger

    Zu ersteren:

    Das gibt Druck, EPA, und Anschiss.


    Zu letzteren:

    Die lose verladenen Fahrzeuge sollten doch eine Fahrt über das Arrangement ohne Verrutschen und Herunterfallen überstehen. (?)

    Oder braucht es unbedingt eine Springbocksicherung (CV3 = 0, CV4 = 0) ?

    Hallo,


    ich fange dann man ganz langsam mit dem Bausatz an:

    dsc0072647etw.jpgDer Rahmen besteht hier eigentlich nur aus einem zentralen Längsträger. Daran sind die beiden sog. Bolster, die Drehgestellauflagen und die Endsills (da keine Seitenpuffer vorhanden, sind das nur dünne Profile an den Stirnseiten).

    Hinter dem Spritzling für den Rahmen sieht man die Unterteile der Bolster, die Oberteile sind am Rahmen mit angespritzt.

    Daneben habe ich angefangen die Sättel für den Kessel zusammen zu bauen.





    dsc00728bqe94.jpgDie Kesselsättel bestehen aus mehreren Teilen. Das trapezförmige Teil davor nimmt später die Spannbänder für den Kessel auf. Links ist es schon montiert, rechts muß es noch. Das Alter der Formen hat seinen Tribut in Form von ganz kleinen Schwimmhäutchen gefordert, wie man an den Bearbeitungsspuren sehen kann.

    Ein gewisser Herr Gould hatte damals in den 1960er Jahren eine ganze Reihe Wagenbausätze entworfen und auch die Spritzgußformen dafür gemacht. Baut man sie ordentlich zusammen, so können diese über 50 Jahre alten Bausätze immer noch hinsichtlich Detaillierung mühelos mit den feinen Modellen von Heute mithalten.

    Aber sie sind etwas anspruchsvoll zu bauen. Geklebt hate ich übrigens alles mit CA.





    dsc00729t7ela.jpgHier müssen die Leitungen für die Bremse aus den beigegebenen Drahtstücken selber geformt werden.





    dsc00730nqi86.jpgDas für die durchgehende Luftleitung auch noch räumlich 3-dimensional zu machen. In der Bauanleitung ist die aufgedruckte Biegevorlage daher in 2 Ebenen angeordnet.





    dsc00731spflb.jpgDie durchgehende Luftleitung muß zuerst in den Rahmen eingefuddelt werden. Erst danach kann man die Bolster und die Sättel anbringen.

    Hallo,


    ich finde es gut, daß sich hier einmal jemand diesen Thema Militärtransporte in Deutschland annimmt. Hier jetzt etwas über die modellbautechnischen Aspekte hinaus hinein zu interpretieren wäre vermessen. Die erwähnten befindlich sensiblen Zeitgenossen üben mit ihren Aussagen und Kommentaren genau genommen auch Zwang aus.


    Ich würde vorschlagen, wenn bei einem Treffen wieder so ein Zeitgenosse auftaucht, ihm einmal den Wahlspruch der alten 68er entgegen zu halten: "Die Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden."

    Damals haben sie das vehement gefordert. Und Heute?


    Diese Befindlichkeiten sind mal wieder und leider muß ich sagen, ein typisch verkrampft deutsches Problem. In anderen Ländern geht man wesentlich entspannter mit dem Thema Miltär um. Das gilt auch für die Darstellung auf Modellbahnanlagen.

    Das Thema Miltärtransporte auf der Schiene wird da genau so wie jedes andere Thema behandelt. Und wenn dann doch einmal ein Gutmensch Protest heischend schwadronieren sollte, dann heißt es; reg dich ab und denk mal drüber nach wer es dir ermöglicht deine Klappe hier so weit aufzureissen und sei dankbar daß du das nicht auf russisch tun musst.

    So weit meine Argumentationshilfe gegen Fussel.


    Selber habe ich auch schon nachgedacht 2 M3 Halbkettenfahrzeuge auf ein Flatcar zu verladen. Das würde in meine US 1940er Ära passen. Die Firma White bei der die M3 gebaut wurden, saß ja auch in Cleveland/OH. :toocool:

    Hallo,


    ein Wassertender für die L-96.

    Da der Tender (siehe Beitrag #41) für die 2-8-8-2 Mallett der Rio Grande Class L-96 für die Größe der Lok recht klein ist, sind auch die Wasservorräte knapp. Auf historischen Fotos habe die L-96 im Streckendienst nie ohne einen zusätzlichen Wassertender gesehen. Die waren in Form eines entsprechend umgebauten älteren Kesselwagens ausgeführt, wobei jeder ein individuelles Einzelstück darstellte.

    Als lag es auch in H0 nahe hier ein Kesselwagenmodell umzubauen.


    Dafür habe ich mir einen Bausatz ein Tichy Trains beschafft. Das sind auch "nur" Plastikbausätze und den Vergleich zum RST Vh14 kann jeder selber schlagen.

    Im Foto ist der Inhalt der Bausatzpackung ausgebreitet. Kupplungen liegen keine bei und die Radsätze sind komplett aus Plastik.






    Zwei Detailfotos von Bauteilen. Einige Gießäste sind mehrfach enthalten.

    Oben sieht man noch einen Streifen aus PS aus dem später die Kesselspannbänder angefertigt werden. Des weiteren Bronzedrähte verschiedener Stärke aus denen die Bremsleitungen gefertigt werden.


    Das war bis jetzt nur ausgepackt.

    Hallo,


    hier ist die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt.


    Der Wagen wurde dann gestrichen. Und nein es ist nicht DIE richtige braune Farbe. Ich habe genug Mut zum Pragmatismus um hier einen ähnlichen Farbton zu nehmen.





    An der Dachkuppel wurden noch die Abstrebungen angebracht. Die Fenster wurden verglast und aus einem Stück Alurohr ein Schornstein angefertigt.





    Der Schornstein wurde noch abgestrebt.





    Dann die Beschriftung. Zur Zeit ist für ältere Rio Grande Modelle in H0 Normalspur auf dem Markt nichts erhältlich ausser Dampflokbeschriftungen. Die noch erhältlichen Decalsätze für Schmalspurwagen sind hier zu klein. Also habe ich mich hier ganz pragmatisch mit den Decals für Dampfloks beholfen.








    Ansicht von unten.



    Nicht 100%ig, vielleicht nur 95%ig, aber dafür hat man jetzt ein einsatzfähiges Caboose.

    Hallo,


    ohne Euch zu nahe treten zu wollen, aber ich finde dem Schwierigkeitsgrad beim Zusammenbau eines RST Wagenbausatzes wird eine übergroße Bedeutung beigemessen. Leute ich will Euch Mut machen. Ihr habt alle schon einmal ein Fallerhäuschen zusammengebaut; das hier ist im Prinzip auch nichts anderes. Die Einzelteile sind natürlich sehr viel filigraner und verlangen eine entsprechende Vorsicht (oder soll ich sagen Zärtlichkeit) beim Handling.

    Nach Gesprächen mit einigen Modellbahner welche den Bausatz haben und ihn beabsichtigen zu bauen, die größe Furcht ist die, daß man zuviel Klebstoff nimmt und dieser überquillt. Jedoch ist selbst übergequollener oder übergelaufener Klebstoff hier kein Weltuntergang. Im Gegensatz zu Fallerhäuschen, die in der Regel unlackiert bleiben und auf denen man alle Spuren von Klebstoff sieht, wird der fertig gebaute Wagen lackiert und von manchen sogar gealtert. Das nimmt vielleicht etwas von dem angespannten Druck weg alles auf Anhieb richtig machen zu müssen.

    Und vor allen Dingen: RTFM! Lest die Bauanleitung tatsächlich. Identifiziert die Teile, identifiziert den Anbringungsort, schaut vorher wie die Teile gefügt werden müssen.

    Das ist ein gut durchdachter Bausatz bei dem z.B. die komplexe verschachtelte Bremsanlage vom Erbauer aus nur wenigen Einzelteilen gemacht werden kann.


    Ich werde diesen Bautread mit Interesse lesen.

    Mal wieder einen modernen LKW mitgenommen:


    48' Flachpritschenauflieger mit sog. Spread Axle. Links und rechts sind zwischen den Achsen sehr große Staukästen für Spanngurte und Ketten angebracht, die man hier immer in reichlicher Anzahl braucht.

    Ich habe gedacht, beim Vorbild ist eine der Achsen am Auflieger lenkbar. Das würde aus europäischer Sicht Sinn machen um den Kraftkreis trotz langen Gesamtachstand möglichst klein zu halten.

    Den ist aber nicht so und ich habe nicht schlecht gestaunt, daß beide Achsen tatsächlich starr sind. Es gibt ettliche Videos auf youtube davon wie man mit diesen Aufliegern umgehen muß, vor denen wohl auch gestandene Trucker einen gewissen Respekt haben. Es gibt Bilder und Videos auf denen Michelin Reifen zu sehen, bei denen nach nur 5000 Meilen Das Profil völlig runtergefahren ist und zudem noch viele Flachstellen aufweisen. Hier sind die Reifen zu Radiergummis degradiert worden.

    Um den Rahmen des Threads nicht zu sprengen verlinke ich die Videos nicht direkt. Wer Interesse hat, dem schicke ich die Videolinks.


    Ich habe dann nach dem Grund dafür gesucht die Achaggregate so verschleißanfällig für Reifen zu positionieren.

    Nach US Zulassungsvorschriften ist die max. Achslast für eine Einzelachse 20000Lbs.

    Das Standard Doppelachsaggregat mit 2 rel. eng zusammen stehenden Achsen dagegen für 34000Lbs

    Bei Spread Axle Aufliegern gelten wegen der großen Distanz der Einzelachsaggregate 2x 20000Lbs, macht dann zusammen 40000Lbs .

    Es gibt zwar Ausführungen mit Lift Axle und/oder Sliding Axle bei der sich eines der Achsaggregate anheben bzw. auch noch verschieben lässt, aber den meisten Aufliegern sind die Achsaggregate fest am Rahmen.






    Die Zugmaschine ist ein Peterbilt 579 mit kurzem Radstand und Day Cab. Einen Dachspoiler oder Spoilerkragen gibt es hier nicht weil ziemlich witzlos. Der 579 ist das aktuelle Modell von Peterbilt.


    Das war wie gekauft und ausgepackt.







    Das sah mir dann nicht Canada mässig genug aus. Da ich auch mal so Serien wie Heavy Rescue 401 sehe, wo die Arbeit von Abschleppern gezeit wird und man auch oft Gelegenheit hat LKWs und Auflieger von unten anzuschauen, habe ich hier abgekupfert und die Auflieger in einen Canada Ausfürhung umgebaut.

    Das zwillingsbereifte Doppelachsaggregat ist beim Umbau auf etwa 2/3 Länge plaziert worden. Diese beiden Achsen sind starr am Rahmen befestigt. Ganz hinten und in der Mitte ist jeweils ein einzelbereiftes lenkbares Achsaggregat angeordnet worden. Diese Achsanordnung radiert dann nicht mehr.




    Mir geht langsam der Platz aus wo ich die Dinger auf der Anlage noch hinstellen kann. Vielleicht Erweiterung des Highways auf 6 oder gar 8 Fahrspuren?

    Hallo,


    wieder einige Neuanschaffungen:

    Ford Fairlane von 1959 als 4-türige Limousine. Modell von Mini Metals.





    Bei den Heckflossen hat man sich bei Ford im Vergleich sehr zurückgehalten. Dafür hat man sich dann andere E(d)selleien erlaubt.





    Wie diese hier, ein sehr umstrittenes Modell aus dem Ford Konzern:

    Der Edsel. Hier das Model Citation 2-Door Coupe. Modell von Oxford.





    Zusätzlich noch mit dem sog. Continental Kit ausgestattet bei dem das Reserverad auf einer verlängerten hinteren Stoßstange plaziert war.





    Das am meisten umstrittene Detail war die Gestaltung des Kühlergrills. Das hat die puritanischen Gemüter drüben in den USA sehr stark erhitzt.


    Edsel sollte ursprünglich als eigenständige Marke des Ford Konzerns neben Ford, Mercury und Lincoln geführt werden. Unglückliche Marketingentscheidungen und eine unklare Plazierung das Models zwischen den anderen Marken von Ford hinsichtlich des Preisgefüges, als auch Qualitätsprobleme führten schliesslich zu einem wirtschaftlichen Mißerfolg und damit zur Einstellung der Marke.





    Ein weiteres Flossentier:


    1961er Cadillac Sedan De Ville. Die Heckflossen waren beim Jahrgang 1961 schon deutlich kleiner geworden, aber Bei Cadillac konnte man sich nicht so richtig von diesen Stylingelementen lassen. So waren Andeutungen von Flossen bei den Cadillac Modellen noch immer bis in die Mitte der 1980er Jahre zu finden.

    Modell von Oxford.

    ...

    Jetzt muss ich mal schauen, wie ich die großen amerikanischen Gegenkurbeln abgezogen bekomme, ohne etwas zu zerstören. Für sachdienliche Hinweise bin ich sehr dankbar.

    Gruß

    Andreas

    Hallo Andreas,


    da steckt noch ein Gutteil von Kommerzienrat Walter Bücherl in der Konstruktion. Die Gegenkurbeln werden wie bei den einstigen Liliput/Wien Loks durch die sichtbaren Schlitzschrauben gehalten.

    https://www.bachmanntrains.com/home-usa/dwg/dwgs/25960.pdf

    Seite 2 des PDFs zeigt die Situation. Nach herausdrehen der zentralen Schlitzschraube lassen sich die Gegenkurbeln abziehen.

    Hallo,


    kurz gesagt, hätte ich vor dem Kauf meiner Reko 50er damals schon gewußt was ich Heute weiß, ich hätte sie wahrscheinlich nicht gekauft. Aber damals 1995 war noch die gute Zeit von Roco wo man dieser Firma vertraut hat, daß sie das Vorbild ihrer Produkte sauber recherchiert und korrekt ins Modell umgesetzt.

    Allgemeiner Tenor im anderen Forum war, daß die Rauchkammer des Roco 39E Kessels etwas zu kurz geraten war.


    Also wie damit umgehen?


    Mein pragmatischer Ansatz:

    dsc03249yckei.jpg

    Das wird die Rauchkammerverlängerung. Wenn man schon die Maschine in der Werkstatt hat kann man sie auch für diese Arbeit benutzen. Eine 1,5mm dicke Polystyrol Platte wird auf Maß gedreht. Bei der Dicke der Platte muß noch der Materialverlust beim Absägen der Rauchkammerfront mit berücksichtigt werden. Die tatsächliche Verlängerung der Rauchkammer sind bei einer Breite des Sägeschnitts mit PUK-Sägeblatt mit 50 Zähne/cm und dem anschliessenden Planfeilen der Schnittfläche um etwa 0,8mm geringer aus. Stellt man dieses Maß in Abrechnung, so beträgt die effektive Verlängerung nur 0,7mm.


    Wenn man die Drehzahl niedrig hält lässt sich auch dieses hinsichlich der Temperatur empfindliche Material (Erweichungstemperatur etwa 70°C) spanabhebend bearbeiten.


    Orientiert habe ich mich an diesen Fotos:

    https://commons.wikimedia.org/…oc_onderhoud_Treignes.jpg

    https://commons.wikimedia.org/…Bahnmuseum_R%C3%B6bel.jpg

    Besonders der 2. Bildlink zeigt die Partie der Rauchkammer vor dem Vorwärmer deutlich.





    dsc032501sk52.jpg

    Für den Lichtleiter wurde eine großzügige Bohrung gesetzt.





    dsc0325195k4o.jpg

    Erste Sitzprobe.





    dsc03254snj3h.jpg

    Bei diesem Bild sieht man, daß Roco hier einen MV mit angeschweißten Haltern für die WLB gemeint hat. Siehe die angeknabberte Ecke des MV vorne unten.






    dsc032561bk21.jpg

    Zweite Sitzprobe.

    Der Fuß der oberen Lampe musste von der Rückseite her schräg befeilt werden damit sich die Lampe komplett auf den Lichtleiter aufschieben ließ.





    dsc0326079jb1.jpg

    Dann wurde es ernst und die Rauchkammerfront aufgeklebt. Hier schon mit schwarz nachgestrichen. Der Flansch der Rauchkammerfront steht wie beim Vorbild etwas über.





    dsc032612qkox.jpg

    So rein optisch meine ich die Rauchkammerfront sitzt am Modell jetzt da wo sie auch im Vergleich mit Vorbildfotos sitzt.

    Du sollst nicht 2 Threads vermischen.





    dsc03262gqj4m.jpg

    O.k. das war es bis jetzt.