Beiträge von Lutz K

    Hallo,


    es ist ja nun ein offenes Geheimnis, daß die Qualität bei Roco in den letzten Jahren im Allgemeinen stetig nachgelassen und auch sehr schwankend geworden ist. Bei in den letzten Jahren ausgelieferten Produkten ist das teilweise schon zu einer Art Glücksspiel ausgeartet einwandfreie Ware zu bekommen.

    So auch hier in diesem Fall.


    Konkret geht es dabei um 2 baugleiche Dieselloks die zusammen in einem Consist fahren sollen. Nun bin kein Freund von Dummy-Loks und Haftreifen. Des weiteren halte ich eine aktive Lastregelung im DCC Betrieb für erforderlich. Meine Loks sind mit Sounddecodern ausgestattet die eine dynamische Ablauf- und Soundregelung aufweisen von der ich auch Gebrauch mache. Jetzt wollte eine der Loks nicht so wie sie sollte. Es gab Schwierigkeiten beim Anfahren, diese Lok hatte Mühe in die Gänge zu kommen. Wohlgemerkt bei spielzeughafter Fahrweise wäre das jetzt nicht aufgefallen, so Beschleunigungsrate auf 200-in-sofort und bumms läuft die Kiste. Nein da wird ganz sanft und ganz langsam angefahren, z.B. beim Ankuppeln wo sich dann die Klauen der Kadee Kupplungen beim Andrücken in Zeitlupe öffnen und dann mit einem leisen fast unhörbaren Klick kuppeln.

    Das schwerfällige Anlaufen des Motors hat die dynamische Soundregelung gemerkt und akustisch mit ensprechend höheren Drehzahlen des Dieselmotors reagiert. Bei der anderen Lok dagegen befand sich der Motor noch im Leerlauf.

    So ein typischer Fall von wie die Loks arbeiten gegeneinander und der Schrei nach Dummies.


    Da ich aber Dickbrettbohrer bin, habe ich nach den tatsächlichen Ursachen gesucht. Man kann, vorausgesetzt man gibt sich Mühe, mit den entsprechenden Einstellungen der PID Regelparameter als auch der Abtastrate und der Meßlücke Werkstoleranzen ausgleichen. Hier jedoch war das nicht mehr zu bewerkstelligen; der Motor lief zu ungleichmässig an. Der PID Regler reagiert dann mit heftigeren Ansteuerimpulsen weil die Rückmeldeimpulse für die BEMF ausbleiben und der dynamische Soundregler lässt den Motor aufheulen.

    Praktisch stand dann die Lok mit akustisch röhrenden Motor und bewegte sich nicht von der Stelle. Erst wenn so um Fahrstufe 10 am Regler aufgedreht war, setzte sie sich mit einem Ruck in Bewegung. Rasselbocksprungbahn war doch Anno Gestern?


    Also in den sauren Apfel beissen und den Motor ausbauen:

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    Das ist der unwillige Kanditat. Die Striche auf den Schwungmassen und dem Anker habe ich gemacht, sie dienen später als Orientierung für das Wiederaufpressen der gewuchteten Schwungmasse damit sie wieder genau in die Position kommt wie sie vorher war.





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    Die Schwungmasse am Kollektorende wird abgezogen, das mache ich mit einem modifizierten Fohrmann Radsatzrichtgerät.

    Die beiden Schleifkohlenführungen lassen sich ausrasten und abnehmen.

    Dann werden mit einer Spitzzange die was taugt die beiden Laschen des Motorgehäuses aufgebogen und das Lagerschild kann abgezogen werden. Dabei achtet man auf die Beilagscheiben auf der Motorwelle. Diese sollten beim späteren Zusammenbau wieder genau so montiert werden wie vorher.





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    Der Motor ist nun wirklich nicht viel gelaufen, aber der Kollektor weist schon eine Menge an Riefen und Abrieb in den Nuten auf.





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    Der Restmotor wird an der verbliebenen Schwungmasse ins Futter eingespannt.

    Hinweis für diejenigen die über keine Drehbank verfügen: Wenn man die 2. Schwungmasse auch noch abzieht, kann man das Wellenende diekt in ein handelsübliches Bohrfutter einspannen.

    Dann wird der Kollektor mit zurechtgeschnittenen Streifen aus Schleifpapier mit Leinenbindung zuerst mit Körnung 150 abgeschliffen. Anschliessend mit Körnung 500 oder feiner geglättet.





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    Danach werden die Nuten mit der Klinge eines feinen Schraubendrehers freigestochen.





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    Das Umbiegen der Laschen erfolgt mit einem Hammer und einem passenden Dorn nachdem man den Motor am anderen Ende entsprechend unterstützt hat (Kraftfluß beachten!). So vermeidet man eine krummgeschlagene Welle. Man braucht die Laschen nur so weit wieder umzubiegen bis daß der Schild fest ist. Weiter biegen bringt nichts.





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    Das Innere der Schleifkohlenführungen wird gereinigt, ebenso die Schleifkohlen selber. Dazu reisse ich Fetzen von Einweg Küchentüchern ab und stopfe sie mit einer spitzen Pinzette hinein.





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    Dann wird die Schwungmasse wieder aufgepresst. Die vorher angebrachten Markierungen helfen jetzt die Schwungmasse im richtigen Winkel zum Anker zu positionieren.

    Auch hier verläuft der Kraftfluß senkrecht durch die senkecht stehende Welle.


    Danach wird der Motor einem analogen Probelauf unterzogen. Das Laufgeräusch ist jetzt lauter als vorher. Das wird sich jedoch geben wenn sich die Bürsten auf dem jetzt glatten Kollektor eingespielt haben. Jedenfalls läuft der Motor auch schon bei kleinen analogen Spannungen zuverlässig in jeder Stellung an und läuft auch bei geringsten Drehzahlen "rund" was er vorher nicht gemacht hatte.


    Wieder in die Lok eingebaut zeigt sich endlich wieder das erwünschte Verhalten. Ruckfreies Anfahren und dabei tuckerte der Motor akustisch in der Leerlaufdrehzahl. So kann man sich jetzt mit einem immer noch im Leerlauf an einen Zug herantasten. Erst wenn die Lok auf den Zug aufgelaufen ist und sich die Masse des Zuges als Belastung bemerkbar macht dreht der Motor akustisch hoch. Der PID Fahrregler hält die tatsächliche Drehzahl des elektrischen Antriebmotors des Modells konstant auf den eingestellten Wert, während die dynamische Soundregelung gleichzeitig den Diesel wegen der tatsächlich größeren Belastung (E-Motor muß stärker nachgeregelt werden) akustisch hochdrehen lässt.

    Hallo,


    hier ist die DGzRJ (Deutsche Gesellschaft zu Rettung Jürgens):


    https://www.lkw-infos.eu/archi…elb-Bialek-181008-01.html

    https://www.lkw-infos.eu/archi…elb-Bialek-181008-08.html

    https://volvof1220.skyrock.com…s-Benz-2635-AK-6-X-6.html

    https://www.lkw-infos.eu/archi…-AK-orange-090207-02.html

    https://www.lkw-infos.eu/archi…G-2632-Baukipper-rot.html

    https://www.lkw-infos.eu/archi…-orange-Szy-170604-1.html



    Thema Kunststoff

    Es gibt in PS (Polystyrol, engl. Polystyrene) aus denen die genannten Modelle gemacht sind, keinen Weichmacher ! :vinsent:

    Es müsste endlich einmal Schluß mit diesem erfundenen Ammenmärchen sein das seit vielen Jahren durch die diversen Foren geistert. :tommy:






    Hallo,


    ein kleines Update:


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    Bei einem Wagen wurde die Bremsanlage nach Bauanleitung angebracht. Die ist hier noch sehr archaisch und rudimentär.

    Und vor allen Dingen, wenn der wagen auf dem Gleis steht, sieht man wegen der Fischbauchartigen Aussenlängsträger nahezu nichts mehr davon. Lediglich der Luftbehälter schaut noch ein wenig darunter hervor und das auch nur wenn man genau waagerecht von der Seite guckt.


    Ich überlege ob ich nicht die Bremsanlage bis auf dieses Teil am anderen Wagen nicht gleich weglassen kann. 'y#

    Hallo,


    Wolfgang So

    Ich denke die größte Auswahl an bäuerlichen Fahrzeugen und Fuhrwerken hat wohl Preiser zu bieten. Modelle sind bei denen oft schon richtige Miniszenen, nicht nur der Leiterwagen selber, auch die Zugtiere, Bediener und Ladegut sind bei den Fertigmodellen mit dabei. https://www.google.com/search?…w=1920&client=firefox-b-d


    D.I.T. Modell hat auch historische Flurförderzeuge im Angebot von denen einige auch in der Landwirtschaft eigesetzt wurden.


    Nach dem Krieg wurden die Räder dieser Wagen oft umgebaut. Heiß begehrt waren die großen Laufräder der Wehrmachtspanzer. Die waren ganz stabil aus Stahl und hatten Vollgummilaufkränze (offizielle Bezeichnung Elastikreifen). So verschwanden quasi über Nacht die oft gut erhaltenen Laufräder von stehen gelassenen Panzern und Panzerwracks. Die tauchten dann irgendwann, als der Staub und die Aufregung der Besatzer über deren verschwinden sich gelegt hatte, unter den Ackerwagen wieder auf.


    Eine weitere Umbauversion des Leiterwagens hat Wiking zu bieten. Als Traktoren in den 1950er Jahren zahlreicher wurden, stellte sich oft die Frage nach der Weiterverwendung dieser traditionellen Leiterwagen. Man konnte sich vom örtlichen Schmied eine Deichsel für den Traktorzug anfertigen lassen, aber es war danach nicht ratsam mit dem hinter dem Traktor hängenden Leiterwagen mit Holzspeichenrädern schneller als Schrittgeschwindigkeit zu fahren. Insbesondere über das noch reichlich vorhandene Kopfsteinpflaster. Traktorfahrer welche das Getöse im jugendlichen Geschwindigkeitswahn (20km/h) ignorierten, kamen meistens nur mit dem halben Wagen an. Der Rest wie Leitern, Stirnwände, Bodenbretter etc. lagen irgendwo dahinten auf der Dorfstrasse. Unter den kritischen Blicken der Alten ("Siesse, siesse ich hebbt doch gleich sogt so'n Trecker taucht nix. So wat kommt mir nicht auf'n Hof.") musste dann alles wieder eingesammelt werden.


    Einige Firmen boten dann Umbausätze für Luftreifen an. Das waren spezielle Naben mit Rollenlagern die an den alten Achsen befestigt weden konnten. Die Hinterachse musste dazu nach unten versetzt werden was Stellmacherarbeit war. An diese Naben wurden dann alte Autoräder geschraubt. Einen solchen Umbau stellt das Wiking Modell mit den Pferden als Zugmittel dar. Es gibt auch eine Version mit den traditionellen Holzspeichenrädern der von einem Hanomag R16 gezogen wird. Man sollte bei beiden Modellen die Zugmittel tauschen.



    Der erste Wagen hinter dem Schlepper ist so ein Umbau auf Luftbereifung. Der war ürsprünglich mit rel. kleinen Holzspeichenrädern ausgerüstet und nicht für den Acker gedacht. Das Hofgut konnte sich einen sog. Marktwagen mit Federung leisten mit dem die Produkte in der Stadt ausgeliefert wurden. Der Kutschbock ist noch vorhanden.


    Das war ziemlich mit das letzte Mal, daß die Fahrzeuge ausserhalb des Museums in Aktion zu sehen waren. Seitdem stehen sie trocken im Gewölbekeller des ehemaligen Kuhstalls wo sich das Museum und der Lernort Bauernhof befindet. Das Hoftgut Oberfeld wird nach Demeter Richtlinien bewirtschaftet und versteckt regelrecht seine großen modernen Maschinen. Kommen jetzt Städter zu einer der Veranstaltungen ist der erste Kulturschock meistens der Klassiker bei dem sie feststellen, daß die Kühe nicht lila sind.

    Ich muß dann interessierten Besucher des weiteren regelmäßig erklären, daß die im Museum ausgestellten Geräte und Maschinen nicht diejenigen sind mit denen aktuell die Ackerflächen des Oberfelds bearbeitet werden.


    Der nächste Kulturschock betrifft dann die verstädterten selbsternannten grünen Vorzeigeumweltschützer wenn sie feststellen, der Bauer geht nicht mehr fröhlich pfeifend hinter seinem pferdegezogenen Pflug her. Diese Leute sind oft sehr interessiert wenn ich die alten Ackermaschinen und -geräte vorstelle. Kommt es dann zum Abschnitt Motorisierung der Landwirtschaft und damit zu den Traktoren, dann gehen bei denen buchstäblich die Jalousien herunter. Jegliches Interesse erlischt, denn DIESEL = BÖSE. Dann werde ich ernsthaft gefragt, warum man denn diese Arbeiten nicht mit Pferden machen könne, das wäre ja so viel umweltfreundlicher. :wacko:


    Als Antwort:

    Hier ein langes dickes Seil anknüpfen und dann einmal austesten wieviel Umweltaktivisten nötig sind um hiermit zu pflügen. *#'

    Freitags wäre ein guter Termin für die kleine Sensation, Umweltaktivisten tun tatsächlich was für die Umwelt. Anschliessend Montags die Rechenaufgabe in der Schule: "Wieviel Liter Diesel sind dadurch eingespart worden?" Ich befürchte jedoch der Spareffekt ist wenig bis gar nicht vorhanden. Auf jeden Fall dürfte so ein Experiment einen gewissen pädagogischen Wert haben. Es wäre schon viel gewonnen wenn es einige Leute zum Nachdenken über die Zusammenhänge Landwirtschaft und Essen bringen würde.

    Hallo,


    Der Bauernwagen vom Hofgut. Hier mit aufgesetzten Bretterwänden zum Kastenwagen mutiert.

    Diese Wagen ist reiner Flachlandläufer ungebremst. In der Regel wurde der Wagen 2-spännig gefahren, mittlerweile mit einer einfachen eisernen Deichsel für den Traktorzug umgebaut.




    Andere Länder, andere Geographie, andere Rahmenbedingungen:



    Ein Beispiel aus der Schweiz. Hier sind beide Achsen des Wagens gebremst; bei steilen Wegen ein Muß.

    Hier sind die Leitern aufgesetzt.

    Hallo,


    oh ja Männer und Motoren. Ich kann zwar da nicht so ganz mitreden, aber immerhin:


    Sind zwar nur 2,8l und nur 4 Zylinder, aber dafür selbst und eigenhändig überholt.


    Bis in diese Einzelheiten. Hier kann man nichts mehr reparieren, hier muß das Element ausgetauscht werden wenn es hängt.



    Vor Zig-Jahren entstand dieser Frontlenker Lastzug aus Brekina und Wiking Teilen.

    Hallo,


    wie (die SWD ist gemeint) hatte 1x dieses Problem gehabt:


    Da waren es draußen 34° im Schatten und in der Halle immer noch 32°. Und das ist hier auch nur passiert weil die Gleise nicht im Schotter liegen und auf dem durchgehenden Korkbett (sic!) nur aufgeklebt sind.


    Es ist empfehlenswert besonders bei längeren Modulen > 80cm die Gleise nicht an beiden Modulenden zu fixieren.


    Da die erhältlichen Flexgleise alle nicht mehr als 1 Meter lang sind, kommt es hier bei langen Modulen zwangsläufig zum Einbau von Schienenverbindern. Damit hat man dann schon automatisch eine Dehnfuge wenn man es geschickt anstellt. D.h. man tackert die Schienenprofile bei Frost nicht preß aufeinander.

    Eine andere Möglichkeit wäre die von Dir schon angesprochenen Entlastungsschnitte.


    Noch etwas, vor dem Verlegen der Gleise solltest Du die Tassen- und Schotterbretter dunkel einfärben. Hilft erstens beim Denken und zweitens die Fremo Schotterpolizei sieht nicht jede Schotterfehlstelle...

    Hallo,


    ich habe einen Teil meiner Gleise auf Korkbettung verlegt. Allerdings ist auf meinen unkonventionellen Modulübergängen die Korkbettung bis an die Modulenden durchgezogen. Sprungschanzen bislang Fehlanzeige. Es waren eher Transportschäden zu vermelden seit ich mit Flats auf Reisen gehe.

    Des weiteren habe ich mir die Korkbettungen aus 4mm Platten aus dem Baumarkt selber geschnitten. Diese Korkplatten aus feinkörnigen Korkschrot waren eigentlich als Fußbodenbelag gedacht und sind dem entsprechend druckfest.

    Flats existiert seit einem Dutzend Jahren und bislang habe ich hier noch keine Schrumpfungen beim Gleisbett feststellen können. Da ist es eher das Holz was arbeitet.


    Beim genormten Fremo Modulübergang hat man die Sprungschanzen indirekt mit genormt. Der letzte Zentimeter, also die Dicke des Stirnbretts, besteht aus Holz und das hat einen anderen Ausdehnungs- rsp. Schrumpfkoeffizient als auch ein anderes Verhalten als Kork. Die Stirnbretter schrumpfen nur wenig bis gar nicht, das ist auch so gewollt. Der als Modellbahnzubehör angebotene billige und teuer verkaufte Kork schrumpft dagegen mehr als Holz. Es entsteht hier beim Übergang durch die unterschiedlichen Schrumpfverhalten zwangsläufig ein Höhenunterschied. Das sind dann die berühmt berüchtigten Sprungschanzen.


    Und da pflichte ich Friedrich bei, man kann für die Trassen, genauer gesagt für das Schotterbett, am besten gleich Holz nehmen. Ich bin auch eerst später darauf gekommen, aber da war der Kork schon verlegt und die Gleise eingeschottert. Bei mir auf Flats gibt es nämlich auch Gleise welche direkt auf der Grundplatte verlegt und eingeschottert sind. So habe ich eine unmittelbare Vergleichmöglichkeit zwischen Kork und Holz. Mein persönliches Fazit; kein Unterschied. Spätestens wenn die Korkbettung eingeschottert ist, hat man auch hier Lärmbrücken für den Körperschall. Dabei spielt es keine Rolle ob man elastischen Kleber nimmt oder nicht.


    Einer der Argumente für Kork war die Lärmverminderung, weil ja eine elastische Verlegung der Gleise den Körperschall dämmt. Nun wir haben wohl alle nicht mehr die "Platte" mit daruf verlegten Märklin Blechgleisen und wo man als Kind Hochgeschwindigkeitsversuche unternommen hat. Dieses viel zu schnelle Fahren war dann, zudem noch verstärkt durch den hohlen Bettungskörper der M-Gleise, die akustische Hauptlärmquelle. Nicht selten wurde der mit verursachte Körperschall in den Boden oder die Wände übertragen. So hatte der Nachbar auch noch etwas davon.


    Jetzt wieder zurück in die Neuzeit. Heute wird nicht mehr gerast, da wird sich bei den gefahrenen Geschwindigkeiten eher am Vorbild orientiert oder gemütlich* Rangieraufgaben bewältigt.


    Kurz zusammen gefasst: Lärm und Körperschallentwicklung durch die rollenden Räder unserer Modellfahrzeuge sind kein Thema mehr.


    Daraus folgt: Ich werde zukünftig meine Schotterbetten aus Holzbrettchen machen die nachher eingeschottert werden.




    * dat geit!

    Hallo,


    im Lauf der Zeit hat sich einiges angesammelt:


    Von links nach rechts:

    - Ford LTL 9000

    - Kenworth T 800 mit dem großen breiten Kühler

    - Mack CH 600

    - International Harvester 4500

    - Volvo VN





    Blick schräg von oben.

    - Der Ford ist die Version für den Fernverkehr mit langer Haube, ganz weit nach vorne gesetzter Vorderachse, großer Schlafkabine und langen Radstand. Es gab den LTL 9000 nur mit Dieselmotoren, der Kunde konnte hier zwischen Cummins und Caterpillar wählen. Die kleineren Trucks von Ford gab es in der Grundausstattung noch immer mit den sehr durstigen V8 Benzinmotoren. Das Modell ist einen echter Bierkastenlaster.


    - Der Kenworth T 800 ist ein speziell für den Schwerverkehr konzipierte LKW Baureihe. Hier bei dem Modell ist die Option mit dem vergößerten Kühler und der damit verbundenen breiteren Motorhaube dargestellt. Das Modell ist ein unechtes Herpa Modell, hergestellt von Tonkin.


    - Der Mack CH 600 ist ein echtes Modell von Herpa. Es war eines der ganz wenigen US Modelle die von Herpa auch hierzulande angeboten wurden.


    - Der IHC 4500 ist von Walthers, ehemals Boley.


    - Der Volvo VN ist von Tonkin Trucks'n Stuff.





    Hier sieht man die Kehrseite der Medaille.

    Über den echten Bierkastentruck müssen wir nicht diskutieren, manche sind gut als Modell umgesetzt, manche grenzwertig und manche eben grottig. Das hier halte ich für eines der brauchbar umgesetzten Modelle.

    Die Modelle von Tonkin sind da nur minimal besser als Bierkastentrucks. Die Rahmenblöcke mit fest angespritzen Sattelplatten sind sogar noch schlechter als wie beim Bierkastentruck und erinnern an die ehemalige Peltzerschen Miniaturen "im angenäherten H0-Maßstab".

    Nur das Herpa Modell entspricht dem hierzulande bei den Eurotrucks gewohnten Standard.

    Das Walthes Modell hat zwar einen durchbrochen gestalteten Rahmen und einen beweglichen Sattelteller, aber die Kabine fällt deutlich ab. So sind z.B. Kühlergrill und Scheinwerfer nur aufgedruckt. Die Kabine ist aus Metall und daher deutlich gröber detailliert.







    Den Kenworth T800 habe ich mir vorgenommen und ihm einen verlängerten Rahmen verpasst.

    Eigentlich ist der Rahmenbau gar nicht so schwer. Aussen sind das zur Rahmenhöhe passende C-Profile aus ABS. Sie werden mit 1,2mm Messingdraht versteift der gleichzeitig auch eine stabile belastbare Verbindung mit den restlichen Rahmenteilen herstellt. Den Sattelteller habe ich mir gespart, weil hier die SZM später sowieso mit einem Auflieger kombiniert wird.





    Falls jemanden der Radstand zu lang erscheint, zum Vergleich dieser Peterbilt 389 in der Macho-Ausführung mit der extra langen Haube und dem 1/2 Wohnmobil hinter der Kabine.

    Hallo,


    Ein weiteres Beispiel für einen einst strahlend weißen Wagen, der durch eine dezente Alterung ein realistisches Bild abgibt.





    Auch diese von Thrall gebaute 65' Gondola bekam von Jürgen eine rel. dezente Alterung verpasst. Das gefällt mir bei diesem modernen Wagen mit Baujahr 2001 besser als als die übertriebenen Alterungen einiger einschlägiger Spezialisten in der US Szene.

    Hallo Thomas,


    das sieht gut aus. 4/10mm auf 1m? Das sind 0,4mm auf 1000mm, der Abweichungswinkel ist damit rein akademisch für Mathematiker.


    Dein Video ist "privat" eingestellt, daher pfunzt der Link nicht. Als Vorschlag, das bei youtube auf "nicht gelistet" ändern, dann können wir das Video sehen. Damit ist es nicht öffentlich und kann nur über Deine selbst gesetzten Links erreicht werden.

    Hallo Axel,


    vielen Dank für den Vorschlag, aber der Abguß vom Guß wäre mir zu aufwendig. Ich hätte auch gar nicht das Material dafür. Für 4 Wagen lohnt sich das auch nicht, es sei denn ich will dusig Kopien erstellen was rechtlich hierzulande grenzwertig wäre.


    Nein, ich werde noch mal einen Versuch mit dem Backofen starten bei höherer Temperatur und längerer Verweildauer. Entweder ich habe dann Kohle oder gerade Teile. :wissenschaftler:

    Hallo,


    noch so ein paar extreme Bausätze:


    Das sind ebenfalls von Westerfield Flachbausätze aus dem berüchtigten Material. Es gibt insgesamt 4 von diesen Hopper (Selbstentlader OOt) nach Vorbild der Pennsylvania. 2 Bausätze sind auf dem Foto ausgelegt.






    Erst von der Rückseite sieht man wie verzogen und verbogen die Teile sind. Das ist schon sehr extrem.

    Hier sind glücklicherweise Decals mit dabei.


    Wann ich da herangehe weiß ich noch nicht. Das Hauptproblem wird sein die Teile wieder gerade zu bekommen. Hier hat man ja nicht wie bei den Box Cars einen geschlossenen Körper, dessen Struktur in sich selber stabil ist, sondern statt dessen einen oben offenen Kasten. Ich kann daher nicht jede beliebige Menge Spanten einfügen um die verzogenen Wände damit gerade zu zwingen. 'y#

    Hallo,


    etwas [OT]

    Wen es interessiert, die Ursprünge des V8:

    Man sollte daran denken, daß die im Film geschilderten Ereignisse schon fast 90 Jahre zurück liegen. Die welt war damals eine andere.

    [/OT]



    Ein früher Absetzer auf MAN Mittelklasse Fahrgestell. Der Umbau aus Albedo, Herpa, Preiser und Roco Teilen ist auch schon einige Zeit her. Das Modell entstand nach einem Vorbildfoto.





    Krupp Mustang der 2. Bauserie mit Meiller 3-Seitenkipper. Auch so eine wilde Mischung.





    MB L4500, das Minitanks Modell wurde mit einem Meiller Kipper von Preiser zivilisiert.

    Hallo Johannes,


    das passt schon. Diese großen V8 haben ihren Ursprung hier: http://www.oldgmctrucks.com/page0201.html

    Ganz unten der grüne 3-Achser. GMC wollte damals bei den Nutzfahrzeugen ganz oben in den schweren Klassen mitspielen. Man bot hier auch großvolumige Ottomotoren an. Obwohl der Diesel bekannt war und man seine Verbrauchvorteile kannte, war er vielen Amis suspekt. Der abnorme Verbrauch der Ottomotoren scherte nicht sonderlich, der Sprit kostete ja nur ein paar Cent per Gallon.

    So ganz überzeugt waren die Trucker jedoch nicht und so wurden denn auch die eigenen Detroit Diesel in den GMC Trucks Standard. Detroit 2-Takt Diesel sind eine eigene Geschichte.

    Die Ottomotoren fanden dann ihren Weg in das PKW Programm. Der Grund für solche Schluckspechte ist in etwa vergleichbar mit dem Recht Schußwaffen zu tragen.

    Und immer daran denken, bei den Amis ist etwa 95% einfach Showauftritt und vorgehängte Fassaden.


    Falls es Dich interessiert Johannes, hier ein Link zu den Schluckspechten: https://www.holley.com/products/fuel_systems/carburetors/

    Mit Politik musst Du drüben ganz vorsichtig sein. Ich bin selber auch in US Modellbahn Foren unterwegs und da wird über Politik geschwiegen. Nur manchmal sickert doch etwas durch; ganz dünnes Eis. Das Land ist innerlich ganz tief gespalten, man kann schon sagen es ist in Blöcke zerfallen, die sich unversöhnlich gegenüber stehen. Der momentane Machthaber gießt dann noch Öl ins Feuer.


    Ich mag zwar die Eisenbahnen dieses Landes, das heißt aber nicht zwangsläufig, daß ich auch Lebensstil, Politik, Ansichten, Anwaltswesen u.v.m. gutheißen muß.



    Den habe ich am gleichen Tag wie den Buick gekauft. Ein Preßmüllwagen auf einem 1955er Chevrolet Taskforce Chassis. Modell von Mini Metals. Fahrgestell und Kabine bestehen wie gewohnt aus Kst. Spritzgußteilen, der Aufbau ist jedoch ein massives Teil aus Gießharz.

    Hier war dann auch ein Schluckspecht V8 Otto eingebaut. Hat zwar keine 500HP gehabt, aber der Verbrauch wird nicht viel geringer gewesen sein.

    Und das trotz Falschluft...


    Ist schon lustig wie sich ab 14:00 die Schraube links oben anfängt herauszudrehen. Sie fummeln zwar zwischendurch daran herum und verpassen dem Motor ein längeres Ansaugrohr, aber die Schraube haben sie immer noch locker, ab 16:35 :bomb:

    Solange die nicht in den Ansaugtrakt fällt. +><

    Hallo,


    dann die Wagen auf ihre eigenen Räder gestellt:



    Passt.





    Die nächste Fleißarbeit. Da es hier keine Standard Grab Irons (Griffstangen) gibt, muß man sie sich alle selber biegen.





    Aufstiegsleitern gibt es nur auf den Stirnseiten. Als Sprossen werden kurze Stücke von dem beigegebenen PS-Streifen aufgeklebt.





    Danach wird der Überstand entfernt.

    Hallo,


    @ Hartmut: Richtig geraten!



    Ist zwar direkt kein LKW, dürfte aber von den reinen Abmessungen her durchaus dazu passen:


    Vor der Erfindung des SUVs war das der damalige Hausfrauenpanzer. Ein 1974er Buick Estate Wagon mit einer Länge von 5,87cm und einer Breite von 2,03cm waren es auch die größten Kombis die jemals von GM gebaut worden sind. Angetrieben von einem V8 mit 7,5 Liter Hubraum, selbstverständlich kombiniert mit einem Automatikgetriebe, liessen sich die 2,4 Tonnen Leergewicht mühelos berwegen. Zu den PS Zahlen konnte ich nichts finden, aber es soll hier in Deutschland lebhafte Dispute darüber gegeben haben ob der Benzinverbrauch in Liter per 100 km oder die Zahl der PS höher gewesen sind (in den USA wird Gallons per Mile gemessen). Für die Hausfrau gab es auch viele elektrische Helferlein wie z.B. eine 2-teilige vollelektrisch zu bedienende Heckklappe. Hier klappte der obere Glasteil der Heckklappe wie ein Garagentor unter das Dach, während der untere Teil mit der selben Garagentor-Mechanik aber nach unten in eine Tasche unterhalb des Kofferraumbodens wegschwenkte.





    Der Vergleich mit einem hierzulande eher gebräuchlichen Fahrzeug.





    Und jetzt noch für die Liebhaber von Frontlenkern einen zum Abgewöhnen:

    Man beachte die Position des Lenkrads in diesem Toastscheiben-Fahrerhaus und vollziehe gedanklich den AufEinstieg. Und immer daran denken, die Motorhaube ist nicht verschwunden, sie immer noch da und befindet sich mitten im Fahrerhäuschen.

    Und wer ist eigentlich länger, der Buick oder dieser Truck hier?

    Hallo,


    da Jürgen so fleissig am Umbauen ist, hier einige meiner Umbauten:


    dsc0289214sd7.jpg

    Ein MB 814 wie ich ihn selber gefahren habe. Basismodell Herpa, das mit Teilen von Roco (Ladebordwand), Wiking (seitlicher Unterfahrschutz) und Kibri (Ladegut) aufgewertet wurde.





    dsc02893xfsaz.jpg

    Unter der Plane sah das am Morgen kurz vor der Abfahrt oft so aus. In der unteren Gitterboxen (1250kg Gewicht) ettliche Kupplungköpfe für die Feldbahnfabrik Mühlhäuser in Michelstadt/ODW.





    dsc01037n8d3l.jpg

    Ein MAN F90 Tanksattelzug von Herpa an dem viele kleine Verbesserungen vorgenommen wurden.





    dsc0294021bxp.jpg

    Könnte ein serienmässiges Modell von Brekina sein, wenn nicht ...

    Ihr seid ausdrücklich zum Rätseln aufgefordert, die Staubschicht sagt, daß der Umbau schon einige Zeit her ist.





    Edit: Einen hätte ich noch:


    - "Heul nicht Sohn, Papi kauft dir einen neuen Golf GTI."

    - Der 3er BMW mit voll korrekt geöffneten Schiebedach

    - Der Opel Rekord 2000 Fahrer, ordungsgemäß mit Hut und Hosenträger gekleidet, auf der Suche nach einem Parkplatz, wobei er noch nicht gemerkt hat, daß das Verkehrszeichen an seiner Stoßstange befestigt ist. Egal wo er sein Auto abstellt, er steht immer im Halteverbot.

    - Manni wartet immer noch darauf, daß Rolf Weinert endlich einen Tunningsatz für den Manta herausbringt. Vor allem fehlt der Heckspoiler als auch die Antenne mit dem Fuchsschwanz, mit dem er vor dem Friseurladen, bei der die Wasserstoffperoxidblonde angestellt ist, so mächtig Eindruck schinden könnte.