Beiträge von Lutz K

    Hallo,


    hier möchte ich noch einwerfen, der Schallwandler, vulgo Lautsprecher hat auch einen nicht zu knappen Anteil daran was man letzten Endes aus seiner Lok hört.

    Heute waren wieder mehrere Beiträge über den 3-D Druck im Forum zu lesen. Es können Sachen gefertigt werden die bis vor wenigen Jahren undenkbar waren.

    Hier möchte ich die Anregung geben die Themen 3-D Druck und Schallwandler einmal zusammenführen.

    Es dürfte wohl ohne weiteres möglich sein maßangefertigte Schallkapseln zu drucken die bis auf den letzten Millimeter den in einem spezifischen Lokmodell zur Verfügung stehenden Raum ausnutzen. Das dürfte insbesondere bei Tenderlokomotiven der Fall sein um zerklüftete Räume unter dem Gehäuse ausnutzen zu können.


    Man sollte sich auch vollkommen im Klaren drüber sein, daß eine Klangwiedergabe als ob man direkt neben der Lok steht von der Physik der Akustik her nicht möglich ist. Was jedoch möglich ist, den Klang so wiederzugeben als ob man etwa 100m von der Lok entfernt ist.

    Wer solche Ansprüche stellt, für den gibt es (in den USA) schon seit Jahren eine Lösung. Ein oder mehrere große Subwoofer werden unter der Anlage aufgestellt und damit kann man dann nicht nur die Staubflusen, sondern auch die losen Schotterkörnchen beliebg hoch tanzen lassen. Mit den Nachbarn muß man dann schon selber klar kommen.

    Hallo Günther,


    spätestens seit Piko die BR83.10 mit Sound auf den Markt gebracht hat, ist das Thema generischer Sound bzw. synthetischer Sound durch.


    Du hast hier bei der BR62 vorliegen:

    - mittelgroßer Kessel der Einheitsbauart mit den entsprechenden Auspuffschlaggeräuschen

    - 2-Zylindertriebwerk

    - d.h. Anzahl der Auspuffschlähe 4 pro Radumdrehung

    - am Decoder muß die Zahl der Schläge entsprechend der Getriebeübersetzung des Modells sowieso eingestellt werden


    Davon ausgehend solltest Du mal schauen was da im Angebot ist.

    BR03 könnte passen (spart Euch den Aufschrei, ich weiß auch daß die Loks völlig unterschiedlich aussehen, aber hier geht es um die Soundgrundlage)

    BR38.10 und BR78 einmal anhören, dabei herausfinden ob sich im Decoder die Preußische Pfeife gegen eine Einheitspfeife tauschen lässt.

    50er könnte auch als Ausgangssound in Frage kommen.

    u.s.w.



    Von daher wäre es an Dir zu definieren worauf Du wirklich Wert legst.

    Hallo,


    mittlerweile habe ich einen entsprechenden Figurensatz:


    Wenn es dann "gefühlt ewig" mit dem Modulausbau nicht weitergeht empfehle ich dieses nette kleine Arrangement so oder so ähnlich irgendwo inmitten der Sperrholzwüste zu plazieren. Das ist die Ausführung für US Treffen.


    Für Deutsche Verhältnisse müsste das Schild nach den Anregungen von Wolfgang gestaltet werden.

    Fahrzeuge, Baumaschinen und Figuren braucht man nicht unbedingt. Statt dessen befestigt man am vorderen Modulrand eine Kopie eines (fiktiven) Gerichtsbeschlusses der einen sofortigen Baustopp verhängt. Ein(e) DAGEGEN Klageverein(igung) findet sich bestimmt immer. In Hessen kann z.B. die Aufstellung eines Windrades für die Energiewende 10 Jahre und länger dauern.

    Hallo Johannes,


    ja das sind die Japan Solderless Terminal, abgekürzt JST Steckverbindungen. Wenn man sie in Modellen verwendet, sollte man an den Steckern die Rasthaken abfeilen rsp. entfernen. Sie sitzen sonst dermaßen fest, nach dem Motto einmal eingesteckt nie und wieder auseinander. Die Stecker halten auch ohne Rastnasen ausreichend und zuverlässig fest. Ich habe leider schon zu viele Modelle mit diesen Steckverbindungen auf der Werkbank gehabt wo die Kabel aus den Krimpungen gezogen worden sind.

    Hallo,


    als Spontankauf kam dann noch eine 3. Lok der BC hinzu. Diesmal eine MLW C-630 von Bowser. MLW (Montreal Locomotive Works) ist der Lizenznehmer von ALCO in Canada und baute ALCO Loks noch lange weiter selbst als ALCO USA die Fertigung von Diesellokomotiven schon aufgegeben hatte.


    Bowser ist auch so ein Hersteller der sich die Elektronik von ESU zuliefern lässt und so sind auch hier viele Lindnersche Lichtspielereien zu finden.





    Also die elektronischen Komponenten kritisch unter die Lupe nehmen, durchmessen wo welcher Anschluß für welches Lichtlein hinführt. Dafür werden u.a. die Abdeckungen für die JST Stecker abgenommen. Man kann sie mit einer feinen Zange von den Stiften abziehen.





    Anschliessend erfolgt ein elektronischer Trockenlauf bei dem die Komponenten getestet werden.





    Ich bekomme alle Lichtlein zum brennen, selbst mit den von mir bevorzugten "Fremdfabrikat".

    Der Rest der Zuordnung von Funktionen, Funktionstasten und logischen Abhängigkeiten wird am Rechner mit JMRI Decoder Pro gemacht.





    Die Lok wird weiter zerlegt.






    Natürlich sind wieder beide Drehgestelle gleich ausgeführt, produktionstechnisch und wirtschaftlich gesehen ist das korrekt. Aber am Rahmen wurden keien Vorkehrungen gegen Diagonalsteifigkeit getroffen.





    Das am einfachtsten zu bearbeitenden Material ist der Kunststoff der DG. Die Auflage des hinteren DG wurd so bearbeitet.





    Die des vorderen DG so.





    Das ich auch hier meinen großen Zimo Doppelautsprecher einbauen möchte, hat das Ballastgewicht etwas Masse lassen müssen.





    Die Stromabnahme wurde auf die bewährte Weise modifiziert, so ergibt sich nebenbei noch eine Art Federung.





    Hauptrahmen, Antriebsstrang und DG wieder zusammengebaut.





    Ballastgewicht und Platinenhalter angebaut.




    Stand vorwärts:

    - Scheinwerfer abgeblendet

    - Nummerschildbeleuchtung an

    - grüne Markrlights an





    Fahrt vorwärts:

    - Scheinwerfer aufgeblendet

    - Nummerschildbeleuchtung an

    - grüne Markerlights aus

    - dafür weiße Markerlights an

    - Ditchlights an

    - Rocklights an (eine Spezialität der Britisch Columbia Railroad)





    Fahrtrichtung rückwärts:

    - Scheinwerfer aus

    - Nummerschildbeleuchtung an

    - rote Markerlights an


    Diese Lichtfunktionen habe ich mir automatisiert. Einzige Lichtfunktiontaste ist F0 am Fredi, damit wird der ganze Lichtzinnober eingeschaltet. Keine Zeit und kein Nerv alle Lichter einzeln zu schalten, daher diese logischen Abhängigkeiten.



    Und wer sich jetzt die volle Dröhnung abholen will:


    Hallo Johannnes,


    Zum "Verglasen" habe ich hiermit beste Erfahrungen gemacht.



    Was die Steckverbinder betrifft:

    https://www.google.com/search?…&biw=1472&bih=711&dpr=1.3


    Steckverbinder mit Rastermaß 1,0mm bekommst Du noch einzeln. Hier erfordert das Anlöten der Kabel ein sehr ruhiges Händchen. Kleinere Rastermaße sind meiner Erfahrung nach nicht mehr praktikabel und zu empfindlich.

    Bedrahtete Stecker und Buchsen hat zuweilen der bekannte LED Baron (viel Spaß mit evilbays kaputtgemachten Suchmaschinen *#')

    Hallo Johannes,


    zum Thema Kupplungshaken und seitliches Herausrutschen 2 Bilder:


    dsc05377y1sj3.jpg

    Beide Zughaken sind von Weinert und wurden modifiziert.





    dsc05379ucxd0.jpg

    Worst Case (der allerungünstigste Fall)

    Hallo,


    wie schon an anderer Stelle erwähnt, sind nach einigen Jahren Wartezeit (Bestellung vom 06.02.2019) zwei Dieselloks von Atlas im Dezember 2021 endlich eingetroffen.


    Zwei ALCO Loks vom Typ C-425.





    Schon vorher war ein passendes Caboose dafür geliefert worden.





    Der Einbau des von mir bevorzugten großen Zimo Lautsprechers erforderte unter den Gehäuse einige Änderungen welche vor allem das Ballastgewicht betrafen.





    Die Atlas Loks sind von der Modellausführung und vom Preis her in die Mittelklasse einzuordnen, d.h. der letzte Schliff fehlt hier.

    Die #811 ist äusserlich noch im werksmässigen Stand wie ausgeliefert. Bei der #812 habe ich schon ettliche Änderungen vorgenommen.





    Das betraf vor allem die Beleuchtung.


    http://www.rr-fallenflags.org/bcr/bcr811mfa.jpg

    http://www.rr-fallenflags.org/bcr/bcr812mfa.jpg

    Fotos von den Vorbildern zeigen das. Aber auch hier gibt es unterschiedliche Lackierungen und Ausrüstungen. Die #811 hat noch die ältere Lackierung wie im Modell dargestellt und Ausrüstung mit Leuchtmitteln. Die #812 eine spätere Lackierung mit Blitz und Zebrastreifen als auch weitere Scheinwerfer.






    Das Gehäuse der #811 wurde abgenommen und in seine Baugruppen zerlegt. Nur so ist man richtig an die Partien gekommen wo Bohrungen gesetzt werden sollten.

    Die Bohrungen für die oberen Scheinwerfer wurden zugespachtelt, das Vorbild hat hier eine Halterung für die Glocken und oben darauf sind die Hörner montiert. Die fehlen hier noch, es sind ganz spezielle die bestellt werden müssen.

    Es wurden insgesamt 6 Scheibenwischer, 2 Sonnenblenden, 4 Windabweiser, 1 Glocken- und Hornkonsole so wei 2 Ditchlights angebracht.

    Die Ditchlights wurden komplett durchbohrt und von hinten jeweils eine 0402 sunnywhite LED eingeklebt.

    Die Verglasung wurde mit mehrmals aufgebrachten Micro Crystal Clear hergestellt.





    Bei der #812 werden diese weitere Teile noch angebracht werden.

    Hallo Jürgen,


    eine halbe Toastscheibe wie schön!

    Aber die schmalen Kabinen waren teure Sonderanfertigungen. Notwendig weil die damals lieferbaren Fahrgestelle nicht lang genug waren um die 6m lagen Profile (die 6m sind eine Standardlänge) zu laden.


    Die Konkurrenz aus München hatte seit den 1950er Jahren die Nase (besser gesagt die Plattnase) vorn:

    http://www.autominded.net/broc…20MAn%20415%20L1%2004.jpg

    http://www.autominded.net/broc…20MAn%20415%20L1%2011.jpg

    MAN bot das Fahrgestell serienmässig auch mit einem Radstand von 4,8m an und als Frontlenkerausführung konnte man dort eine 7m Brücke aufbauen. Damit liessen sich bequem die 6m Stahlprofile laden.

    Weil alles aus serienmässigen Komponenten zusammengebaut war, bot sich hier ein erheblicher Kostenvorteil gegenüber den schmalen Fahrerhäusern in Einzelanfertigung.

    Hallo,


    die folgenden Bilder hat meine Frau gemacht:



    Kenner wissen sofort wo das ist.









    Ein stimmungsvolles Foto im flirrenden Licht.













    Mind the gap.





    Da geht es bergan.

    "Willst du den Wald vernichten, musst du pflanzen nichts als Fichten." (alte Försterweisheit)

    Hier neben der Bahnstrecke hat man die toten Bäume zur Verkehrssicherung umgelegt. Wer genau hinsieht entdeckt junge Bäume zwischen den abgestorbenen.









    Blick ins Halberstädter Land.





    Hallo Johannes,


    natürlich hast Du Recht bei Kreuzgelenken. Um einen gleichmässigen Rundlauf zu gewährleisten sollen beide Gelenke auch den selben Ausschlagwinkel haben. Beide Gelenke produzieren so den selben Ungeleichförmigkeitsgrad. Damit läuft nur die eigentliche Welle ungleichförmig und die Gelenke gleichen sich wieder aus.


    Der Teufel im Detail hier bei der Lok:

    Nur das Gelenk am Getriebe wird ausgelenkt. Am Motor degegen nicht oder nur ganz, ganz wenig. Damit entkommt man dem ungleichen Lauf nicht weil beide Gelenke verschiedene Ausschlagwinkel haben. Hinzu addieren sich noch die Zahneingriffsfehler bei dem recht groben Modul (m=0,5) so wie weitere Wurfpassungen im Antriebsstrang.

    Bei einer Gesamtübersetzung von 1:12 besteht bei vorbildgetreuen Geschwindigkeiten kaum Gefahr von Vibrationen. Die waren vorher von nicht ganz rund laufenden Gelenkwellen die "tanzten" verursacht worden. Die teleskopierenden Wellenteile müssen ein gewisses Mindestmaß ineinander geschoben sein. Bei dem bei A-Line reichlich vorhandenem Spiel (Wurfpassung) kann die Welle knicken und verursacht dann bei höhren Drehzahlen Vibrationen. Die Wellen waren vorher zu kurz und konnten ausknicken Und bei dieser Lok sind die Mittelteile der Wellen dann auch noch an die Ballastgewichte angeschlagen.


    Das im Video zu sehende leichte Ruckeln ist in Natura nicht zusehen.

    Hallo,


    mittlerweile habe ich die Bilder wiedergefunden:


    dsc01945x9j08.jpg

    Die Dienstwohnung im 1. OG hatten wir im Sommer 2019 (damals konnte man noch richtig unbeschwert Urlaub machen) als Feriendomzil gemietet.

    Das Bahnhofsgebäude mit Nebengebäuden ist in private Hand gekommen und ist zum Wohnhaus umgebaut worden.




    dsc01946nrksz.jpg


    dsc01952jiksp.jpg


    dsc01950ruj4j.jpg

    Der ehemalige Schüttbahnsteig ist mittlerweile zu einer grüne Terasse mutiert.





    dsc01948g8kqv.jpg


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    Der neue Eigentümer hat etwa 80m Gleis von der mit dem abbau beauftragten Firme erworben. Das dürften die letzten Gleise der ehemaligen KBS 319 sein.






    dsc01955vpkpf.jpg

    Auf dem Bahnhofsvorplatz steht dieser Freileitungsmast






    dsc019567ckiu.jpg

    Die Straßenseite.






    dsc019575ykof.jpg

    Ein Detailfoto vom Pflaster.






    dsc01961yqkof.jpg



    dsc01963kfkna.jpg

    Im Flur hinter der Diensteingangstür hat sich noch das alte Aussehen erhalten. Orignale Steinfliesen und gedrechselte Geländerstützen. Es roch auch stilecht nach Bohnerwachs.





    dsc01969iajxp.jpg

    Und zum Schluß, auch weil das hier schon verschiedentlich Gegenstand großer Diskussionsthemen gewesen ist, die Mauerfugen im Detail.

    Hallo,


    Jetzt sind alle Kabel da angelötet wo sie hin sollen. Die Lok verfügt nur über 2 LEDs, der Decoder jedoch noch über weitere 6 Funktionsausgänge. Eigentlich ein Overkill, aber das ist jetzt Stand der Technik. Die alten Dieselloks waren hinsichtlich Beleuchtung und Lichtfunktionen noch nicht so überkandidelt wie ihre späteren Nachfolger, man orientierte sich hier noch an dem was auch die Dampfloks hatten.


    Leider erwiesen sich die Gelenkwellen als Störfaktor. Und wieder etwas gelernt, Teile von A-Line und P2K sehen gleich aus, aber mischen impossible. Kleine Maßabweichungen verhindern eine kreuzweise Konfiguration. So ist der Durchmesser der Wellenzwischenstücke bei A-Line ein klein wenig größer (ca. 1,2mm) was dann zum Schleifen an den Ballastgwichten führt. Daher musste ich noch kräftig Material in den Tunneln der Ballastgewichte wegnehmen. Des weiteren lassen sich die Kreuzgelenke nicht frei kombieren. Entweder führen derartige Mischkombinationen zur Schwergängigkeit oder aber zum Klappern.


    Des Klapperdramas letzter Teil:

    Ich habe mir neue Gelenkwellen gemacht. Die Zwischenstücke aus dünnem Alurohr sind leicht und verursachen selbst bei nicht ganz genauem Rundlauf keine Vibrationen.

    Jetzt ist Ruhe.