Ottenhofen (Mfr)

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    • Ottenhofen (Mfr)

      Hallo liebe Forengemeinde,

      lange habe ich mit mir gerungen, mich der wütenden Meute der Forenkritiker nach einigen kleineren Versuchen auszusetzen oder doch lieber schön bequem in der Deckung zu bleiben.
      Aber irgendwie hat mich der Beitrag von Rainer zum Sommerloch doch sehr nachdenklich gemacht ob denn das alles so richtig ist wie es leider immer mehr läuft. Auch die Gespräche mit FREMO Kollegen und besonders auch mit Holger am Bahnhof Bischofsheim zuletzt in Fulda haben mich zu einer etwas anderen Haltung bewogen.
      Also ran ans Werk und hier ist sie nun, die Begleitdokumentation zur laufenden Entstehung meiner Haltestelle Ottenhofen (Mfr).
      Das wird keine Druckbetankung werden sondern eher in loserer Folge was kommen, da ich auch mit Job und Familie noch so einige andere Beschäftigungen habe.
      Und gleich vorweg. Ich bin wirklich kein Forenkönig oder Schriftsteller und auch kein Starfotograf.
      Aber ich bin begeisterter Hobbyeisenbahner und Heizer in 1:1 (gewesen) und in 1:87, ich bin Mittelfranke und liebe meine alte Heimat und die Strecke an der das echte Ottenhofen liegt.





      Ich möchte euch nun in wie gesagt loser Folge mit auf die Reise und Entstehung meines Ottenhofens (Mfr) mitnehmen, was zur Zeit aus einem grünen, einem halbfertigen und noch einem Styrodurwüstenmodul besteht.



      Also manche Fotos fehlen, andere werden dafür nun zielgerichtet entstehen können.
      Ich habe mir so einige Themen bereits überlegt, die ich nach und nach darstellen möchte:

      • Warum Ottenhofen?
      • Stellproben
      • Schlüsselei im Eigenbau
      • Gleisverlegung und meine Erfahrungen dabei
      • Gebäudebau
      • Landschaftskonzept
      • Strassenbau
      • Laderampe
      • Begrasen
      • Stadtplanung
      • Bahnhofdatenblatt
      • etc.

      Sollte es euch nerven oder langweilen, bitte was sagen. Ich kann es auch lassen.

      Zunächst etwas zum Original Ort

      Ottenhofen an sich ist ein kleines Bauerndörfchen mit 286 Einwohnern und 58 Häusern im Jahre 1961 und liegt am Fuße des Petersberges an der B13.

      marktbergel.de/index.php/gemei…1/ottenhofen-mainmenu-154

      de.wikipedia.org/wiki/Ottenhofen_(Marktbergel)

      Die Region ist geprägt durch kleine landwirtschaftliche Betriebe, Handwerksbetriebe, die US-Armee im benachbarten Illesheim und sonst bleibt nicht viel mehr zu berichten. Der Bahnhof liegt etwa einen halben Kilometer abseits des Ortskerns an einem Feldweg. Im „Stadtplan“ liegt der Bahnhof als Nr. 2 oben links in der Ecke.



      In der direkten Nachbarschaft hat sich eine Landwirtschaft mit Baustoffhandel und die obligatorische Bahnhofskneipe etabliert. Alles in einer Familienhand.



      An der Baywa ist immer irgendwie etwas Betrieb.



      Im Sommer zur Getreideernte war echt gut was los. Lange Schlangen mit Bauern, die ihr Getreide in der Bodenentleerung abliefern wollten und den Durchlauf des Getreides durch die Putzanlage abwarten mussten. Im Spätherbst zur Zuckerrübenzeit war dann mit teilweise zwei Bedienungen am Tag mit zwei bis drei Wagen unter dem Verladeförderband die Hölle los. Auch heute hält dort noch ein Zug.......




      So, das war es erst mal für heute
      Ich hoffe Ihr hattet etwas Spaß und ich darf euch auf die nächste Tour mit Gleis und Fahrplan mitnehmen, bevor es mit der Modellumsetzung Rohbau und Schlüsselei weiter geht.

      Na dann bis bald

      Michael R
    • Hallo Michael,

      genau solche Beiträge mag ich: da ist eine Vorbild-Situation und da ist ein Impuls: "das möchte ich nachbauen." Und dann geht das denken, suchen, planen, finden los. Ob das dann Ottenhofen oder Kolvoerde oder Friedrichsthal wird ist dabei nicht entscheidend.

      Ich freue mich auf Deine weiteren Beiträge.
      Beste Grüße

      Wolfgang
      Mich interessiert vieles - und immer alles rund um das Bw Bestwig!!
    • Hallo Michael,

      schön, wieder etwas von Dir zu lesen.
      Das, was bis jetzt zu sehen ist, braucht sich jedenfalls nicht zu verstecken.

      Ich freue mich auf die weiteren Berichte, vielleicht kann ich später etwas aus Deinen Erfahrungen "mitnehmen" - ins Ruhrgebiet. :D

      Herzliche Grüße
      Andreas

      … Alles in allem eine verwirrende Vielfalt von Strecken, die in alle Himmelsrichtungen führten, von irgendwo herkamen und unbekannten Orten zustrebten. …
    • Ottenhofen (Mfr) (2)

      Warum nun Ottenhofen?

      Nachdem mein Bahnhof Michelsheim nun doch in die Jahre gekommen ist und ich den Aufwand für FREMO Treffen etwas reduzieren wollte, sollte etwas kleineres entstehen.

      Eigentlich sollte es meine Heimathaltestelle Burgbernheim werden. Aber da wäre alles zum Selbstbau geworden. Und das wollte ich noch nicht. Das Agenturgebäude kennt Ihr ja schon. In einem benachbarten Forum stieß ich auf den Baubericht von Bad Erbach mit dem kleinen bayerischen Würfel „Erbach“ von Noch.
      h0-modellbahnforum.de/t323586f…ndbahnhof-Bad-Erbach.html
      Ein altes Bild von Ottenhofen und klick..... war der Funke an der Lunte. Mit den schönen Weinert Weichen war die Gleiswahl auch klar. Und schlüsseln sollte es dann auch sein. Das muss doch auch selbst zu bauen sein. Also kleine Brötchen backen und los geht’s.
      Nun bin ich aber eher „Prinzipialist“ als „Exaktist“ der zwar sehr Vorbild nah ist, insbesondere was den Betrieb angeht aber nicht sklavisch am Original hängt. Daher ist der Gleisplan bei mir z.B. gespiegelt. Bei den Gebäuden sollte die Stimmung Frankens rüber kommen. Und da gibt es die Resin Bausätze von Müllers Bruchbuden und Thomas Oswalds MBZ Lasercut Modelle. Und dann war da noch der Wunsch nach einer Post mit Laderampe wie sie in Burgbernheim steht. Nochs Spirituosen Handlung war dann schnell dafür das finde ich passende Modell. Das schöne alte Feuerwehrgerätehaus von Pola war auch irgendwie immer so im Weg und hatte plötzlich eine gute Verwendung.

      Etwas aus Franken sollte es werden. BW Ansbach sowieso und somit war alles klar.
      Bin halt acht Jahre in den späten siebziger und frühen achtziger Jahren noch mit Vt 98, V100 und B3y täglich vom Nachbarort aus über das reale Ottenhofen in die Schule gefahren. Mein Vorzugszeitabschnitt ist um 1962, als im BW Ansbach die Feuer ausgingen und die Diesel Einzug hielten.

      Einige charakteristische Dinge zu Ottenhofen sind:
      • ca. 250m lang
      • kleiner bayrischer Würfel mit angebautem Güterschuppen und abgesetztem Toilettengebäude,
      • ca. 100m langer Schüttbahnsteig
      • 3 Weichen,
      • 2 Gleissperren
      • aus Gleissteinen gemauerte, im Bogen liegende Seitenrampe mit zwei Auffahrten,
      • Spurkranzgleiswaage 31t (in den 1978iger Jahren ausgebaut),
      • Betonplatte für die Zuckerrübenverladung
      • Lagerhaus mit Gleisanschluss und Verladeeinrichtung
      • 2 Gitterflachmastleuchten
      • Telegraphenleitungsmasten im Bahnsteigverlauf
      • BÜ direkt am Bahnhofsgebäude
      All das findet man auf dem original Gleisplan von ursprünglich 1972 mit Berichtigungsstand 1988

      Interessant ist die 300 1:9 Weiche sowie die zweite Gleissperre vor dem Feldwegüberweg. Erstere gibt es nur im Selbstbau und letztere wird auch eine ganz schöne Fummelei mit den Weinert Teilen.

      Um den theoretischen Teil heute nicht zu lang zu machen, mache ich hier einen Cut und werde demnächst mit den Konzeptentwürfen weiter machen.
      :D Da sind dann auch wieder einige Modellfotos dabei. Ach ja, heute gab es ein kleine Stell und Fototsession im Freien um den Übergang von Modul 2 auf 3 mal zu bewerten. Wird so langsam.......

      Michael R
    • Ottenhofen (Mfr) (3), Metamorphosen einer fränkischen Haltestelle

      Neu

      Nach einem schönen FREMO Treffen in Rodgau habe ich nun wieder etwas mehr Zeit zum schreiben.
      Ich habe lange mit der Umsetzung des Originalplanes gegrübelt und bin dann doch bei der gespiegelten Variante des Lagerhausstandortes geblieben. Letztendlich war der ausschlaggebende Grund die im Original sich ergebende Anhäufung von Gebäuden auf einer Bahhofsseite. Ich wollte es etwas aufgelockerter haben. Leider sind dadurch einige der charakteristischen Elemente, wie der Bahnübergang, der durch die GS gesichert wird, entfallen.
      Gegrübelt wurde dann mit Anyrail, und nach etwa 20 Varianten und Variationen und noch mehr grübeln und probieren hat sich dann das Konzept langsam gerüttelt. Hilfreich sind möglichst passende Gebäudegrundrisse, die als Block in die Grundskizze mit den Gleisen eingefügt werden können. Aus meiner Sicht ein echt tolles Progrämmchen und das noch frei im Netz verfügbar.
      Ich will euch nicht langweilen, aber so einige Variationen hat es schon gegeben, die ich euch mal zeigen möchte.
      Die Ursprungsversion ohne Zwischenstück und nur zwei Gebäuden. Bahnhof und Wirtshaus.

      Nur wenige Gebäude, angelehnt an die abseitige Lage des Originals. Aber irgendwie ist das zwar schön einfach zu transportieren, betrieblich aber dann doch etwas zu minimalistisch. Ein paar Wagen sollen da schon hinpassen und im Original sind es doch auch gut 250m Länge.

      Nun etwas belebter. Gasthaus auf der rechten und Post auf der linken Seite.


      Die Variante mit Bahnhof auf der linken Seite, also echt gespiegelt. Hier ergeben sich aber einige Gebäude auf den Modultrennstellen, die dann zum Transport abgenommen werden müssen, andererseits aber auch die Trennstellen etwas tarnen würden. Jedoch stünde das große Bauernhaus so ganz ohne Scheune und Stall da. Dagegen das Wirtshaus mit üppigem Landwirtschaftsanteil. Gefiel mir von der Komposition dann nicht, weil einfach unglaubwürdig.



      So würde eine maximale Version auf dem zur Verfügung stehenden Raum aussehen. Ein belebtes enges Dorf, vielleicht doch zu voll?



      Und so soll es nun mal werden. Nur ein kleinerer Bauernhof am Rande mit unterschiedlicher Höhenlage des Hofes zum Rest an der Bahnhofsstraße. Das Wirtshaus, das in Bayern oft mit dem Bahnhof zusammen neu gebaut wurde und die Schmiede bzw. Schlepperwerkstatt daneben. Da im Fundus noch das alte Feuerwehrgerätehaus von Pola vorhanden war wurde dies nahe am Wirtshaus platziert, angenommen am Standort der aufgegebenen Scheune des ehemaligen Nebenerwerbslandwirts,der sich nun völlig auf die Gastronomie konzentriert.



      Um den Gleisverlauf auf den Modulkästen festzulegen und um zu überprüfen, ob alles irgendwie stimmig ist, hat mir eine Stellprobe mit aufgelegten Gleisen und Gebäudegrundrissen bzw. Volumendummies auf dem Balkon geholfen. Passte so gerade eben noch drauf. Also Haushaltstauglich. Anbei mal einige Bilder aus dieser Phase.
      Nun die Gesamtansicht:



      und so "schmiegt" sich in etwa das Lagerhaus ein....

      Und wie rum soll nun die Scheune von meinen Müllers-Bruchbuden stehen? Längs oder doch quer?

      oder doch so


      Die zukünftige Post schwebt auch noch etwas über den Dingen, aber bevor ich den Ausschnitt in die Deckelplatte des Moduls schneiden wollte musste ich mit mir im Reinen sein....
      Wie wirken z.B. die vorbildgetreu breiten und langen Bahnsteige im Verhältnis zu den Gleisanlagen und Häusern? Wie kann ein erster Geländeentwurf glaubwürdig aussehen?
      Übrigens haben sich die Eigenbau Gleisschablonen mit den exakten Gegenbögen zu den Weinertweichen im weiteren Verlauf bei der Gleisverlegung prima bewährt. Mehr dazu dann beim Gleisbau. ^^

      Michael R
    • Neu

      Hallo Michael

      Jetzt auf den ersten Blick, sieht deine Zusammenstellung, sehr gut aus.
      Auch die Gebäude auf dem Arrangement, "vertragen sich ".
      Das heißt es passt alles zusammen von den Gebäudearten.

      Jetzt noch dazu ein paar Bäume....., Mensch :wseufzer:

      So wie ich auf den Bildern wahr nahm, hast du eine gute Konstruktion.
      Denn du hast noch Luft dazwischen gelassen, da du wenn es dich überkommt ein Modul ( 0,50 bis 1m ) dazwischen hängen kannst und das ganze noch zu verlängern.

      Weitermachen bitte.... :sehrgut:

      Gruss Jürgen
      Mit freundlichen Grüßen :hutab:

      Jürgen