Roco BR 93.5 kultivieren?

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    • Roco BR 93.5 kultivieren?

      Hallo Zusammen
      Ich bin pö-a-pö dran meine Fahrzeug ToDo Liste abzuarbeiten.
      Im Moment liegt der Triebwagen auf der Seite und ich habe die Roco Br 93.5 oder das SNCF Gegenstück dazu herausgekramt.

      Die Fahreigenschaften sind bescheiden und das Fahrgestell ist unbeweglich. Bevor ich nun in die Spähren des Federn-Selbstwickelns und so weiter eintauche, wollte ich schauen, wohin ich “ab Werk” komme.

      Da der Motor ein hohes Rastmoment hatte, habe ich verschiedene Motoren ausprobiert. Unter anderem ein paar Mashima Motoren. Am Ende bin ich auf einen aktuellen schräggenuteten Roco Austauschmotor gekommen. Rückwärts fahrend hat das Model schöne leise Fahreigenschaften. Vorwärts fahrend ist das Geräusch sehr laut und es ist harkelig.
      Ich tippe mal auf die Stangen. Ich bekomme aber nicht raus, was da klemmt und warum es nur in eine Fahrtrichtung klemmt.

      Wie geht ihr bei der Fehlersuche vor? Wenn ich den Klemmer gefunden habe, kann ich mit dem Pendelfahrwerk weitermachen. Sonst lohnt es sich nicht.
      Optisch finde ich die Lok recht gelungen. Daher der Aufwand.

      LG,
      Axel
    • Guten Morgen Axel,
      Präferenzen habe ich erst mal keine! Mach Bilder von den Stellen- von denen Du annimmst, daß sie Ärger machen können.
      Manchmal ergeben sich hieraus schon Lösungsansätze. Beispielsweise könnte das Gewerk klemmen. Oder es sind die Taschen der Kohlen. So daß diese in einer Richtung klemmen. Oder das Getriebe übt in einer Richtung einen axialenDruck auf den Motor aus....

      Viele Grüße
      Christian
    • Himmihergottsakragelumps Axel!

      100 mal schreibst Du jetzt den Satz: "Ich darf die BR93.0 nicht mit der BR93.5-12 verwechseln."

      BR 93.0


      SNCB Reeks 97




      BR93.5

      Quelle: Von Brooksbank - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38781799



      Quelle der anderen Fotos: upload.wikimedia.org/wikipedia…mpflok_93_023_(BR_93).jpg


      de.wikipedia.org/wiki/Preu%C3%9Fische_T_14

      de.wikipedia.org/wiki/Preu%C3%9Fische_T_14.1?uselang=de


      Und das sind auch bei Roco 2 völlig verschiedene Konstruktionen.


      Zu Deinen Videos:
      Entweder fehlerhafter Zahneingriff oder es rattert etwas an der Gelenkwelle rsp. am Motor.
      Motor ausbauen (Du wirst für einen Digitalumbau sowieso einer der Bürstenführungen isolieren müssen) und mal so laufen lassen. Damals waren die Roco Motoren noch röhrende Hirsche und auch die hier verbauten Open Frame liefen nicht geräuschlos.
      Mit freundlichen Grüssen

      Lutz
    • Hallo Axel,
      ein FREMO-Freund hat dasselbe Problem mit seiner Bachmann 0-8-0 bzw. dann dem Umbausatz für das 0e-Modell. Der Motor soll nach Umbauanleitung geklebt werden, da er gedreht wurde von wegen dem Durchblick durch den Führerstand. Es dürfte, wie Lutz bereits sagte, am ehesten an den Zahnrädern liegen, die in der einen Richtung zu nahe aneinander liegen.

      Gruß
      Andreas
    • Hallo Axel et al !
      Wie Lutz schon bemerkt hat- es handelt sich hier um eine T14 (nicht T14.1).
      Damit wird es für mich schon etwas schwieriger- hier eine Diagnose zu stellen. Auf den Videos seher ich zunächst erstmal nix (das hat aber nichts zu bedeuten)!
      ABER auf dem Rollenprüfstand bewegen sich die Träger recht ordentlich. Eine gewisse Bewegung resultiert aus dem ganzen Gewerk an den Rädern. Das ist auch beim Vorbild so- hilft hier erst mal nicht weiter. So richtig rund werden die alten Räder wohl auch nicht laufen.
      Wobei dies primär nicht an den sauber gedrehten Radreifen liegt.

      Nun mein verspäteter (habe mich mit Katja, nein Catia befassen müssen) Lösungsansatz:

      Zunächts würde ich das gesamte Gewerk abbauen. Die Räder ausbauen und nachsehen- ob die Radreifen noch fest auf dem Felg sitzen.
      Gerade bei den alten Serien (mit den "dicken" Radreifen) kommt es immer mal wieder vor, daß diese lose auf dem Felg sitzen und daher eiern.

      Abhilfe:

      Radsätze markieren- damit sie nicht vertauscht werden können (mit dem Edding auf den Radreifen). Eventuell lose Radreifen mit Klemmfett (Sekundenkleber) festkleben- hier reicht ein Tropfen in den Spalt geben.
      Nach dem Aushärten und der Montage der Radsätze mal die Lok ohne Gewerk laufen lassen... Normalerweise müßte sie jetzt störungsfrei laufen.
      Tut sie es nicht- Radsätze wieder raus. Das Getriebe leer laufen lassen. Ich gehe mal davon aus, daß der Motor sauber läuft! ABER!
      Auch heir gab es serienweise welche, die in eine Richtung gelärmt haben. Mehrere davon habe ich hier im Bestand. Ein Tausch der Bürsten sollte dann für Ruhe sorgen!
      Getriebe reinigen- hier läßt sich dann bereits erkennen- ob hier was im Argen liegt. Sollte hier alles o.B. sein- alles wieder montieren. Und den ganzen Getriebezug Stück für Stück laufen lassen. Damit läßt sich die Störquelle am ehesten erkennen...
      Ansonsten austauschen! Bei Gleis13 ( gleis13.de/shpSR.php?p1=380 ) gibt es aber derzeit nur die Radsätze...

      Läuft die Lok ohne Gewerk problemlos- Kuppelstangen montieren und laufen lassen. Dabei ist es günstiger auf dem Gleis, als auf dem Prüfstand.
      Dann auch hier wieder Stück für Stück das Gewerk montieren und laufenlassen.
      Eine Fehlerquelle bei angetriebenen Kuppelachsen sind i.d.R. die Gegenkurbeln, Schwingen und Voreilhebel. Also hier genau beobachten...

      Bei der T14 unbedingt das Gewerk zum Probelauf BEIDSEITIG anbringen!

      Viel Erfolg

      wünscht Christian!
    • Hallo Axel,

      Noch vor der Ära der Digitalfotografie; ich schätze vor etwa 15 bis 20 Jahre habe ich mich ebenfalls mit der Roco Baureihe 93.0 befasst; Ziel war ein kompletter Umbau in die Ursprungsversion, die pr. T 14. Auch damals habe ich mich intensiv mit dem Fahrwerk beschäftigt, weil die Lok rund aus gesagt einen beschissenen Gang hatte, und ich die Lok einen Radsatz nach RP 25 Finescale Norm von Georg Prkenny verpassen wollte. Leider ist von einer Veröffentlichung des ziemlich umfassenden Umbauberichts bis heute nichts gekommen; Texte müssten noch vorhanden sein, aber das Einscannen von etwa zwei Dutzend Dias ist so eine Sache!

      Nach meinem bescheidenen Ermessen, war die Grundkonstellation der Lok Schuld daran. Ein zweiteiliger Fahrwerksrahmen, dessen Motorgruppe (Motor und Motorrahmen) an der vorderen Seite mittels einer Schraube an der Vorderseite des vierachsigen Fahrgestells mit dem erforderlichen Spielraum festgeschraubt war. Die Motorgruppe wurde hinterseitig auf dem Fahrwerksrahmen abgestützt. Dieser Gruppierung ergab also eine gewisse Art von Knickrahmen, mit einer sehr flexiblen Kraftübertragung von Motor- und Schneckenwelle mittels einer Kardankupplung, die für gute Bogengängigkeit und Fahreigenschaften sorgen sollte, aber . . .

      Es gab schon eine sehr gute Alternative: das Wippfahrwerk von Hermann Teichmann, das allerdings das nötige Kleingeld kostete, also musste ich mir eine Alternative ausdenken, die obenerwähnte Schwachpunkte beseitigte.

      Nach längerem Erwägen sollte nach meinen bescheidenen Erkenntnissen einen festen einteiligen Fahrwerksrahmen die geforderten Ausbesserungen erbringen. Hierzu wurden Motorrahmen und Fahrwerksrahmen zu einem Hauptrahmen miteinander verschraubt.

      Hiermit bekam ich ebenfalls eine mechanisch feste Verbindung zwischen Motor- und Schneckenwelle, die mit einen kleinen Stück Siliconschlauch verbunden wurden; es braucht keine weitere Argumentation, dass der offenen fünfpoliger Rocomotor durch einem Faulhaber des Typs 1331 ersetzt wurde!

      Fahrproben anlässlich der Kuppelstangenmimik und guter Rundlauf aller Treibräder habe ich damals nicht absolviert, weil einerseits sowieso einen kompletten Radtausch vorgesehen war, und andererseits keine Rollenbank zur Verfügung stand. Einzig einen Anlagentest konnte ich auf meine damals zur Verfügung stehendes drei Metermodul absolvieren, welche die Lok gut durchgehalten hat!

      Gruß und viel Erfolg,

      Jacques Timmermans
    • Hallo Jaques
      Merci für deine Erläuterungen. Mittlerweile hatte ich die Lok vollständig zerlegt und habe eine falsch aufgezogene Schnecke gefunden und einen Klemmer im Triebwerk. Beides ist beseitigt und die Lok fährt vergleichsweise leise - oder zumindest um Welten leiser als vorher. Aber sie hat einen deutlichen Hüftschwung, was ich verständlicherweise nur mässig lustig finde.

      Kannst Du mir erläutern, wie Du die beiden Rahmenteile miteinander verschraubt hast? Hast Du dazu ein Blech oder so angefertigt oder wie ist die Verschraubung erfolgt?Die Idee erscheint verlockend...
      LG,
      Axel