Bald zu kaufen: Mr. Beam, der Laser für den heimischen Schreibtisch

  • @Robert M hat vor kurzem aus einer FabLab-Runde Informationen zu einem Kickstarter-Projekt mitgebracht: "Mr Beam 2: Mobiler Lasercutter und Gravierer für Zuhause".


    Der Preis soll wohl so um 1300€ liegen. Ich finde das sehr interessant. Ein kurzer Blick über den Teich zu MicroMark zeigt uns dort einen MicroLux LaserKnife 2525™ zu einem Angebotspreis von 1495 US$, zuzüglich Fracht, zuzüglich Einfuhrumsatzsteuer und ? Zoll?.


    Informationen zum Mr.Beam Projekt findet ihr unter nachfolgenden Links:
    http://www.gadget-rausch.de/20…d-gravierer-fuer-zuhause/
    http://www.mr-beam.org/index_de.html


    und hier noch das Produktvideo


    Gruß Rainer :thumbup:

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    Christopher La Brec: Jeder Mensch verfolgt einen Traum in seinem Leben. Entweder den eigenen oder den eines anderen. Gib acht, das Du Deinen eigenen verfolgst.

  • Aber hast Du Dir auch dieses Viedeo angesehen?


    Das sieht für mich eher aus wie "enttäuschter Liebhaber", Klaus. Behauptungen ohne Beweis? Es ist bestimmt interessant, die Entwicklung weiter zu beobachten.


    Gruß Rainer :thumbup:

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    Christopher La Brec: Jeder Mensch verfolgt einen Traum in seinem Leben. Entweder den eigenen oder den eines anderen. Gib acht, das Du Deinen eigenen verfolgst.

  • Hallo,


    der Mr. Beam II wurde schon Anfang des Jahres in den entsprechenden Fach-Foren verrissen. Besonders kritisch sollte man die Präsentation des Produktes, die augenscheinlich eine kinderleichte Bedienung beinhaltet und für's Wohnzimmer gedacht ist, betrachten.
    Es gibt auch einen Rauchabzug für das Gerät, der extra kostet.
    Das Gerät besitzt einen 5Watt-Laser. In Wort: FÜNF! Für gerade mal 1500 EUR bekommt man bei ebay eine 50Watt-Maschine mit ordentlichem Schutz-Gehäuse(!) und CE-Zertifizierung - bitte auch mal den Versicherungsschutz bei solchen Geräten im Hinterkopf haben... :bomb:http://www.ebay.de/itm/50W-USB…06baa8:g:JqIAAOSwRgJXjw8i
    Die China-Geräte sind noch günstiger bei gleicher oder besserer Leistung.


    Bestimmt kann Matthias noch mehr zu der Thematik sagen. Mein Tipp ist, dass man sich unbedingt einen Marktüberblick verschaffen sollte, bevor man losrennt und den "neusten Hype" kauft.

  • Also ich habe in dem Video nur Hinweise auf "uncoole" schulphysikalische Fakten gehört. Es ist nun einmal Physik, daß bei Lasercut ettliches an Material im wahrsten Sinn des Wortes in Rauch aufgeht. Und es ist auch Physik, daß ein 5 Watt Laser durch dicke Better nicht auf einmal hindurch kommt. Da bedarf es dann mehrer Durchgänge mit noch mehr Rauchentwicklung. Und daß Rauch nicht unbedingt "gesund" ist, war auch schon lange vor der Erfindung der Grünen bekannt. Und noch ein uncooler Fakt, für die Genauigkeit der Ergebnisse bei diesem Gerät ist letzten Endes immer noch die Präzision der Mechanik verantwortlich. Das ist auch hier ein entscheidendes Qualitätsmerkmal.
    Ich verdamme den vorgestellten Lasercutter nicht, aber man muß das Werkzeug, seine Möglichkeiten, seine Grenzen und Gefahren kennen um damit arbeiten zu können. Hier muß man im Umgang damit, wie bei allen Werkzeugmaschinen, Vernunft und Umsicht walten lassen.
    [irony]Aber im Zeitalter der plattgefahrenen Jäger der Pokemone sind Vernunft und Umsicht
    wohl Fremdwörter von einem anderen Planeten geworden ...[/irony]

  • Hallo Klaus et al,


    nun, wichtiger erschein m i r die zu geringe Leistung von nur 5 W; darauf nimmt das Video auch langen Bezug. Die Folgen der geringen Leistung: Bei stärkeren Materialien wird es "ewig" dauern um den Laserjob fertigzustellen.


    Der mir zugängliche Zing mit 35 W braucht bei 2mm Birkensperrholz für eine formatfüllende Platte 60 x 30 und stark detaillierten Strukturen auch eine knappe Stunde um meine Fischhallenstützen zu produzieren. In 3 mm Graupappe "beißt" er sich förmlich fest so dass ich auch hier Geduld aufbieten musste. Beim Laserkarton 0,9 mm und bei 300 gr Photokarton, den üblichen Materialien für Gebäudemodellbau, geht es allerdings schneller obwohl auch hierbei einer Hochhausfassade mit zahlreichen Fenstern mit 20 Min etwas Geduld gebraucht wird. OK, für den Hobbybereich spielt der Zeitfaktor vielleicht nicht die große Rolle, obwohl bei € 0,30 pro Minute im Lab auch ein entsprechendes Sümmchen resultiert. Und wenn dann noch graviert werden soll, dauert´s richtig lange.


    Also wieder nix für die Gig- Generation, die alles zum Nulltarif haben möchte.


    Was bleibt? "Abwarten und Tee trinken". Oder richtig Geld in die Hand nehmen für ein Profigerät.


    LG Bruno - bob -

    Es muss nicht alles perfekt sein was gut ist