Schmalspuriges

  • Hallo,


    in Sachen Rio Grande war ich in den letzten Wochen und Monaten nicht untätig gewesen. Wer sich sich mit der Rio Grande beschäftigt, für den kommt wohl irgendwann der Tag an dem man anfängt sich mit deren schmalspurigen Wurzeln auseinanderzusetzen.


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    Abgezeichnet hatte sich das ja schon als ich die #583 umgebaut und dann noch als Auftragsarbeit ein Stock Car mit Sound versehen hatte.





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    Das war dann sozusagen mein verspätetes Weihnachtsgeschenk. Das Vorbild ist eine Schmalspurlok der Rio Grande von 1903. Im Lauf der Zeit ist an diesen Loks viel herum gebaut worden. Zuerst waren diese Loks Verbundloks nach System Vauclain und hatten eine innenliegende Stephenson Steuerung. Dann wurden sie auf Einfachdampfdehnung umgebaut und erhielten dafür neue Zylinderblöcke mit Flachschiebern. Wieder etwas später erhielten die Loks abermals neue Zylinderblöcke mit Kolbenschiebern und eine aussenliegende Walschaerts Steuerung. Wobei die Rio Grande auch hier experimentierte. Ein Teil der Loks erhielten Zylinder mit nach innen geneigten Schiebern, wie diese Lok hier, der Rest bekam Zylinder mit nach aussen geneigten Schiebern. Wobei letztere in Verbindung mit dem Aussenrahmen dadurch genau so breit waren wie eine Normalspurlok.

    Wer sich näher damit beschäftigen möchte: https://en.wikipedia.org/wiki/Rio_Grande_class_K-27 (leider schweigt sich die deutsche Wikipedia darüber aus)


    Das Modell ist von Anno 1963, gefertigt von United, importiert von PFM und grundsolide Japanische Handarbeit. Der Open Frame Motor ragt ein gutes Stück nach hinten aus dem Führerhaus hinaus.

    Die Spurweite beträgt beim Vorbild 3 Fuß was 914mm entspricht und in H0n3 dann 10,5mm sind. H0 = dürfte bekannt sein, n = narrow gauge Schmalspur , 3 = 3 Imperiale Fuß (das sind die aus Great Brexit)

    Mit freundlichen Grüssen


    Lutz

    Einmal editiert, zuletzt von Lutz K ()

  • Schönes Modell- aber der Motor im Führerhaus geht gar nicht...

    Hallo Christian, hallo Freunde


    So wie ich Lutz :wissenschaftler:kenne wird es so auch nicht bleiben.

    Man muss auch die Jahre sehen, wo das Modell entwickelt wurde udn das war wirklich Qualität wie das Santokumesser.

    Da sind wir auf dem Boden, in den Windeln umher gekrappelt.:thumbsup:

    Märklin war in Europa, noch Fortschritt, was die Vorbilder in der Umsetzung anging, gegenüber Fleischmann und Trix.


    Gruss Jürgen:hutab:

  • Hallo,



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    Unter dem Gehäuse sieht es nach dem Eingriff so aus.

    Das originale Getriebe habe ich beibehalten, jedoch mit einer Drehmomentstütze ergänzt.

    Dadurch kann ich jetzt eine kurze Gelenkwelle mit dem Dogbone aus NWSL Teilen konfigurieren.

    Der Motor ist ein China Glockenanker, 20mm Gehäuselänge, 10mm Dmr. und hat beidseitig 1mm Wellen.

    Das weiße Brett dient dazu die Kabel von der Gelenkwelle ferzuhalten.

    Vorgesehen sind Stirnscheinwerfer und Cab Inneres mit LEDs zu beleuchten, dafür die 3-polige Steckverbindung.





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    Unten sieht das jetzt so aus.


    Was mir hier nicht gefällt, die Federchen sind knüppelhart was am praktisch nicht vorhandenen Federweg liegt und die Lok ist damit bocksteif. Die beiden "Achsgabelstege" kommen durch aufgelötete 1mm dicke Ms-Profile um dieses Maß weiter nach unten. Damit liegt die Lok auch um diese 1mm höher. Jetzt befinden sich auch die Mitten der Kolbenstangen und die Mitten der Achsen auf gleicher Höhe. Die Federn sind dadurch viel entspannter und tun was sie sollen, nämlich federn. Nicht verschwiegen sei eine kleine Hilfe dafür in Form eines zusätzlichen Bleigewichts im Kessel.

    Die vordere Laufachse erhielt die bewährte Flexicoilabfederung mittels selbstgewickelter Feder.

    Hinten für das Schleppachsgestell musste eine andere Lösung gefunden werden. Ein unten an das Pseudo-Deichselgestell angelöteter Bronzedraht stützt sich gleitend auf die Quertraverse ab und sorgt so für eine Abfederung.

    Bei der Stromabnahme musste umgedacht werden und so wurde diese von aussen auf die Räder wirkend angeordnet.





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    Im Tender auch Business as usual.

    Die alte 8-polige Schnittstelle reicht hier aus. Ich habe nicht vor hier eine Disco-Beleuchtung zu installieren oder einen auf Funktionstastenjunkie machen.

    Der große Zimo Lautsprecher würde hier hinein passen. Aber dann die Lautstärke nicht aufdrehen, sonst fliegen in Unna die großen Scheiben der Aula aus dem Rahmen ...






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    Es gibt keinen vollständigen Umbaubericht, nur einige Bilder die ich zur Kontrolle gemacht habe.

    Bezüglich Kupplungen, die D&RGW hat für ihre Schmalspurfahrzeuge die gleichen Kupplungsköpfe genommen wie für die Normalspurfahrzeuge. So habe ich hierfür auch die bei mir bestens eingeführte Kadee #158 und der schmalen Box #262 am Tender genommen. Vorne habe ich eine der ansonsten verpönten Plastikkupplungen von Athearn-Genesis genommen. Nach Kürzen und Befeilen des Schafts kann diese in die Kupplungsaufnahme am Pilot eingesetzt werden. Mittels eines in die Bohrungen einegsteckten Drahtstifts wird die Kupplung befestigt. Das erspart eine Menge Fräs- und Feilarbeiten am Pilot.

    Mein Modell ist von PFM aus der Auflage von 1963, erkenntlich u.a. am Doghouse. Und für Anno 1963 ist die Lok als sehr gut detailliert zu bezeichnen.





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    Nach der Durchsicht von -zig Bildern der Denver Library und anderer Quellen, nirgendwo habe ich bei einer K-27 ein Doghouse auf dem Tender gefunden. Also habe ich das abgebaut. Die Öffnung oben auf dem Wasserkasten wurde mit einem eingelöteten Stück Messingblech verschlossen und die Rückwand des Kohlenkastens nach hinten versetzt.





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  • Hallo,


    bei näherer Betrachtung und Vergleichen mit dem Vorbild erschien mir der Raddurchmesser der Vorlaufräder zu klein. Nachdem die Lok nun höher liegt fällt der Zwang für Kullerädchen weg.


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    Ausgangsmaterial war ein TT Wagenradsatz von Tillig. Die Radscheibenbreite stimmte, aber die Pizzaschneider-Spurkänze mussten weg. Mit Hilfe der Drehbank einfach machbar und heraus kam ein Code 88 sehr ähnliches RP-25 Radprofil. Von der Radsatzwelle wurden die Spitzen abgeschliffen und sie wurde etwas gekürzt.





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    Dann kam die 2. Schmalspurlok. Die macht sich übrigens ganz ausgezeichnet auf dem Flat Car.

    Der Vorbesitzer hatte hier schon den das ganze Cab ausfüllenden Originalmotor gegen einen etwas handlicheren Mashima ausgetauscht und trotzdem schaut der Motor auch noch hinten heraus.

    Wie es original aussah: https://www.brasstrains.com/Br…Grande-Western-4-6-0-T-12

  • Hallo,


    nun ist ja, wie schon im letzten Beitrag erwähnt, die zweite Schmalspurlok in Form einer T-12 als Brass Modell von Westside hinzu gekommen.

    T-12 ist keine Preußische Tenderlok, sondern das hier: https://en.wikipedia.org/wiki/Rio_Grande_168

    Auch hier schweigt sich die deutsche Wikipedia darüber aus.

    Die Denver & Rio Grande beschaffte in 2 Serien 1883 und 1884 insgesamt 12 Loks dieser Bauart mit der Achsfolge 4-6-0 (deutsch 2'C). Sie waren speziell für Personenzüge gedacht und lösten auf den Strecken über die Gebirgspässe die hier vorher eingesetzten 4-4-0 ab. Bei Ablieferung wiesen sie alle Merkmale auf wie man sie von einer "Westernlok" erwartet. Sie müssen einen farbenprächtigen Anblick geboten haben mit ihren vielen polierten Messingteilen, dem Kesselmantel aus Glanzblech (Russisches Eisen) und ihrer bunten Lackierung. Auf geraden Strecken konnten sie auch rennen und sollen bis zu 65mph (104km/h) erreicht haben. Um 1916 sind sie noch einmal neu bekesselt worden und erst 1938 sind die letzten ausgemustert worden. 2 Loks blieben als Denkmal erhalten.



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    Im Original ist das ganze Cab und etwas drüber hinaus mit Motor ausgefüllt. Der Vorbesitzer hat hier schon den Originalmotor durch einen kleineren Mashima ersetzt. Der aber immer noch hinten etwas aus dem Cab heraus ragte.

    Bei der Demontage der Lok wurde der Bruch einer wichtigen Lötstelle am Lokrahmen festgestellt. Der wird hier grade repariert, wobei klammern, klammern und nochmals klammern die Voraussetzung ist wenn man hier mit der Flamme heran gehen will. Anderenfalls könnte alles auseinanderfallen was im Werk mittels Lehren genau ausgerichtet und zusammengelötet worden ist.

    Leider war der Lagerbolzen für das Scheckenrad festgelötet.

    Man sieht hier auch die nur 1-seitige Lagerung der Schneckenwelle in einer einzigen langen Lagerbuchse. Maschinenbautechnisch als auch Feinwerktechnisch :pinch:

    Das muß auf jeden Fall geändert werden.





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    So sieht das neue Antriebskonzept aus. Ein China Glockenankermotor 10 x 30 hat die Schnecke direkt auf einer seiner Wellen sitzen. Durch entsprechende Beilagen wurde das Schneckenspiel eingestellt und der Motor in dieser Lage festgeklebt.

    Die vorherige Lösung mit nur 1-seitig gelagerter Schnecke und Gummischlauch war mir zu flimsig und auch zu platzfessend. So kann der Motor weiter vorne befestigt werden und das Cab bleibt frei. Ein weiteres Zähneknirschen ist Messingschnecke auf Messingschneckenrad. Aber in Anbetracht der kleinen Kräfte die auch beim Worst Case (schlimmster anzunehmender Fall) Schleudern maximal entstehen können, dürfte hier ein übermässiger Verschleiß wohl nicht entstehen.





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    Nächster Schritt, die Lok hat ab Werk keine Bremsbacken. Ich habe in meinen Beständen noch einigermaßen passende Bremsbacken aus Messing von Fuchs welche eigentlich für bay. Lokalbahnloks gedacht waren. Damit sie an den richtigen Stellen zu sitzen kommen, wurden Halterungen aus Messingdraht an die Bodenplatte gelötet.






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    Die Lok jetzt mit Bremsbacken. Man sieht wie eng es hier teilweise zugeht; man jongliert hier mit Bruchteilen von Millimetern. Insbesondere zwischen 1. und 2. Kuppelachse. Zuwenig Abstand von den isolierten Radreifen löst einen Kurzschluß aus wenn man nicht die Mitte findet.

    Mit freundlichen Grüssen


    Lutz

    Einmal editiert, zuletzt von Lutz K ()

  • Hallo,


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    Ein Blick von hinten in das Cab. Deutlich erkennt man die Ausschnitte in der Rückwand welche für den Originalmotor erforderlich waren. Ansonsten ist das Cab jetzt leer, selbst Boden und Stehkesselrückwand fehlen.





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    Noch einmal das Lokgehäuse von unten betrachtet. der Vorbesitzer hatte schon Bleiplatten unter das Dach und an die unteren Seitenwände angebracht. Das ist eine willkommene Erhöhung des Reibungsgewichts und die werde ich belassen.





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    Die Frage der Stromabnahme. Bei den Tenderdrehgestellen geht das noch so einigermaßen wie gewohnt.





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    Aber hier musste ich tricksen um wenigstens von der 1. und der 3. Kuppelachse Strom abzunehmen. Dann soll das ja keine Kurzschlüsse mit den Bremsbacken verursachen. Das läuft auf 1/10tel Millimeterfuchserei hinaus.

  • Hallo,


    die Frage nach einer Inneneinrichtung stellte sich auch bei der K-27.



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    Wenn man dann jetzt die Antriebe erneuert hat, bleibt sozusagen als Hohlkörper das Cab zurück. Irgendwie sollte man das ein bischen ausfüllen. Ich werde das hier nicht exessiv in allen kleinsten Einzelheiten ausführen, aber jedenfalls so weit, daß von aussen gesehen der richtige Eindruck herüber kommt.

    Eine Bedingung die ich mir gestellt haben, die Inneneinrichtung muß herausnehmbar bleiben.





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    Bei der K-27 war das rel. einfach. In meinen Beständen war eine Stehkesselrückwand aus Messingguß die für einen kleinen Kessel gedacht ist. Nach etwas schmaler feilen im unteren Bereich passte sie in das Cab. Am unteren Ende wurde ein Stück Riffelblech angelötet was den fehlenden Boden ergibt. Nach vorne wurde ein Stück Messingblech halbrund gebogen und an die Fase des Gußteils angelötet. Das ergibt dann die fehlende Stehkesselnachbildung im Cab.

    Der beim Modell ursprünglich nur angedeutete Boden des Cabs war viel zu tief angebracht. Ich habe ihn nicht entfernt, sondern als Befestigungsmöglichkeit für die Inneinrichtung umfunktioniert. Dafür wurde unter den neuen Boden ein Stück 4-Kantmessing gelötet in das 2 M1,4 Gewinde geschnitten wurden. Noch 2 korrespondierende Bohrungen im angedeuteten Boden und die Inneneinrichtung lässt sich anschrauben.

    Zur weiteren Detaillierung habe ich nicht alle Teile auf Lager. Daher werden diese Arbeiten voraussichtlich bis zum Herbst warten müssen. Dann plane ich eine größere Bestellung über diese und andere Messinggußteile in den USA.



    Die in den letzten Wochen bearbeiteten Fn3 Modelle im Maßstab 1:20,3 sind hier dankbare Steilvorlagen:


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    Bachmann Spectrum K-27, ein Kompositbau aus Zinkal und Kunststoffteilen.





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    Accucraft K-27, ebenfalls ein Kompositbau, aber aus Stahl und Messing.






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    Der Größenvergleich von 1:20,3 zu 1:87.

    Der Detaillierungsgrad ist hier immer auch in Relation zu betrachten.

    Was in 1:87 einfach nur als ein angedeuteter Nubbel mit einer Erhöhung darstellbar ist, das ist in 1:20,3 eine Schraube mit 6-Kant Kopf welche in ein entsprechendes Gewinde hinein gedreht ein separates Teil hält.

  • Hallo,


    bei der T-12 sieht das mit der Inneneinrichtung anders aus:


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    Die Ausgangslage nach Abschluß der Elektroinstallation. Oben auf dem Motor eine 2-polige Steckdose für die Stirnlampe.





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    Dann beginnt die stehend freihändige Blechschneiderei.





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    So einigermaßen brauchbar mit Kompromissen. Weil die Kabelverbindungen trotz dünner Litzen Raum brauchen, habe ich den Boden des Cabs vereinfacht dargestellt. So habe ich die Flurplatten einfach durchgezogen anstatt den Graben nachzubilden.





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    Wichtig war mir auch die einfache Demontierbarkeit. Als eine Möglichkeit habe ich dem rel. dicken umlaufenden Bodenrahmen gewählt. Hier können M1,4 Gewinde geschnitten und die Inneneinrichtung mit kurzen Senkkopfschrauben befestigt werden.

  • Hallo,


    mir hat da noch etwas Sorgen gemacht.

    Der Rahmen der Lok war vergleichsweise primitiv ausgeführt.


    Noch einmal dieses Bild. Vielleicht fällt es nicht so auf weil man es so von Großserienmodellen gewohnt ist, aber alle 3 Kuppelradsätze sind ohne Federung direkt im Rahmen gelagert. Weil der Antrieb wie beim Vorbild auf die mittlere Kuppelachse geht, muß diese weiterhin starr gelagert bleiben. Das auch in Anbetracht der Modul 0,3 Zahnräder.

    Eine klassische 3-Punktlagerung lässt sich hier so ohne weiteres wegen der Gewichtsverteilung nicht realiseren.

    Was aber machbar ist, der 1. und 3. Kuppelachse etwas Höhenspiel zu geben und eine unterstützende Federung einzubauen.




    Was dann hier gemacht worden ist. Eine aus einem Bronzeblechstreifen gebogene Blattfeder drückt auf die 1. Kuppelachse. Die Federkraft ist so bemessen, daß der Radsatz nicht von seinen Lagersitzen abgehoben wird. Erst beim Überfahren von Unebenheiten im Gleis wird die Feder wirksam und sorgt dafür, daß beide Räder des Radsatzes auch weiterhin auf der Schiene bleiben statt hier einen auf Lufthoheit zu machen.


    Im 1. Bild des vorherigen Beitrags (#9) ist dieselbe Art der Federung auch an der 3. Kuppelachse zu sehen.

  • Hallo,




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    Eine weitere Baustelle war die zu großzügig ausgeschnittene Rückwand, die mit eingelöteten Stückchen aus Messingblech auf das dem Vorbild entsprechende Maß gebracht wurde.





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    Kontrollansicht von der Seite und schräg von hinten. Der Eindruck den man auf Fotos und Filmaufnahmen sieht kommt hier herüber, obwohl die Stehkesselrückwand am Modell etwa 2mm weiter hinten sitzen muß aus Rücksicht auf den Motor und seine Anschlußfahnen. Als weitere Sicherheitsmaßnahme gegen das Entweichen von magischen Decoderrauch wurde die Rückwand innen mit Kapton Tape isoliert.



    Wie schon erwähnt, es sind 2 Lokomotiven der Class T-12 erhalten geblieben, die #168 und #169. Beide wurden sie von Baldwin 1883 gebaut und im gleichen Jahr an die Denver & Rio Grande geliefert. 1916 erhielten sie neue Kessel und sie wurden erst 1938 als die letzten T-12 ausgemustert. Beide standen 55 Jahre im aktiven Dienst. Die #169 hatte 1939 auf der World's Fair in New York noch einmal einen großen Auftritt. Dafür wurde sie noch einmal richtig im Western Style herausgeputzt:

    https://digital.denverlibrary.…on/p15330coll22/id/31491/

    Nach der Weltausstellung ging sie an die Stadt Alamosa/CO und wurde im Cole Park als Denkmal aufgestellt wo sie sich Heute noch befindet: http://www.rgusrail.com/codrgw169.html


    Die #168 ging dagegen schon 1938 an die Stadt Colorado Springs/CO und wurde im dortigen Antler's Park als Denkmal aufgestellt: http://www.rgusrail.com/codrg168.html Dort stand sie dann 67 Jahre lang.

    Bis sie 2015 vom Denkmalsockel herunter geholt wurde: https://www.drgw.net/gallery/v…W168/LoadingOut23Sep2015/

    Sie wurde nach Antonito gebracht und dort wieder betriebsfähig aufgearbeitet. Die ersten Probefahrten wurden im Herbst 2019 gemacht und im Frühjahr 2020 sollte die große Premiere zum Jubiläum des 50 Jährigen Bestehens der Museumsbahn Cumbres & Toltec sein. Aber wegen Covid 19 musste das auf 2021 verschoben werden:

    Video von 29. May 2021 mit fast schon modellbahnmäßigen Ansichten.

    Die 3 Wagen hinter der Lok sich im gleichen Zeitraum umfangreich restauriert worden.

    Mit freundlichen Grüssen


    Lutz

    Einmal editiert, zuletzt von Lutz K ()

  • Hallo Lutz,


    überrascht mich nun doch etwas, besonders die Pfeife. Aber man lernt nie aus und 41 018 hatte auch ne Zeit lang eine amerikanische Dreitonpfeife drauf. Klang furchtbar mit den Ohren eines Einheitsdampfers. In dem Sinne nochmals Danke für die Horizonterweiterung.


    LG Michael R

  • Hallo Freunde


    :herz:MEGA Video :sehrgut:


    Wo sind die Indianer ?

    Wo sind die Cowboys die den Zug verteidigen gen die Indianer ?

    Wo ist John Wayne der neben dem Zug reitet ?

    Oder sollte das ein Ausschnitt aus einem Spagetti Western sein ?


    :thumbsup:

    :thumbsup:


    Gruss Jürgen

  • Hallo Lutz,


    überrascht mich nun doch etwas, besonders die Pfeife. Aber man lernt nie aus und 41 018 hatte auch ne Zeit lang eine amerikanische Dreitonpfeife drauf. Klang furchtbar mit den Ohren eines Einheitsdampfers. In dem Sinne nochmals Danke für die Horizonterweiterung.


    LG Michael R

    Ja jetzt wird einiges klar: Die Piefeköppe haben Pfeifen ausgetauscht! *#'

  • Hallo,


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    Der Tender wurde fertig gestellt und angekuppelt. Gleiches Strickmuster wie schon des Öfteren hier vorgestellt.





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    Bezüglich Kabelführung zwischen Lok und Tender, so sehen die insgesamt 6 Kabel von der Seite aus. Wenn die erst einmal lackiert ist werden sie noch unauffälliger sein. Und gar nicht einmal so daneben wenn man das mit den entsprechenden Videosequenzen vergleicht.





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    Aber immer noch ist da ein Loch zwischen Lok und Tender.





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    Aus Riffelblech wird eine Übergangsbrücke mit Hilfe meiner Lötvorrichtung angefertigt.





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    Ich denke so geht es. Da Lok und Tender jetzt die gleiche Polariät haben, gibt es auch keine Kurzschlüsse im Fahrbetrieb.

    Aus dieser Perspektive wird die Lok später im Anlagenbetrieb am häufigsten zu sehen sein. Einblick in das Cab ist vorhanden, aber alle Winkel wird man nicht einsehen können. Die Auswahl der nachzubildenden Details wird sich danach richten.

    Das ist hier eben Eisenbahnbetriebsmodellbau.




  • Hallo,


    für Heute reiche ich ein Video vom Modell der T-12 nach:


    Eingesteckt in die 8-polige Schnittstelle im Tender ist ein Zimo MX600.

    Zimo und Glockenanker verträgt sich gut, aber man muß den Decoder auch entsprechend einstellen.