Auch meine 86 739 (GFN) wollte schlanke Räder...

  • ...so habe ich sie vor nicht allzu langer Zeit auf die Reise ins AW Holger Gräler geschickt. Heute kam Sie zurück mit neuen H0fine Radsätzen. Ein paar Bilder sollend den Unterschied vorher | nachher verdeutlichen:


    Vor der Abfahrt:


    Direkte Gegenüberstellung NEM | H0fine:


    Das erneuerte Fahrwerk im Detail:


    Shooting auf meinem Fotomodul:


    Ich bin mir darüber im Klaren, dass es noch viele Möglichkeiten gibt, die GFN 86 zu verbessern. Mir werden dabei die Berichte auf Modellbahnfrokler weitere Anregungen geben: "Zweimal 86" und "86 698 der DB". Ebenso der Bericht von Michael (Chinook) auf DSO mit dem Titel "Umbaubericht GFN BR86".


    Gruß Rainer :thumbup:

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    Christopher La Brec: Jeder Mensch verfolgt einen Traum in seinem Leben. Entweder den eigenen oder den eines anderen. Gib acht, das Du Deinen eigenen verfolgst.

  • Hallo Rainer


    Und das wichtigste ?? :pfeifen:


    Die Patinierung die so ein Modell doch noch mal in die Höhe der Superlativen, schnallen lässt ?
    Wie du es machst, denn da bin ich gespannt darauf wie ein Flitzebogen, denn silbern Achsen sind wirklich Grausam.


    Gruss Jürgen

    Mit freundlichen Grüßen :hutab:
    Jürgen


    Wir sind weg, in Richtung Nimmerland ( Alles nur ein Traum, oder doch Realität )

  • Moin Leute



    Zweit-wichtigste mein lieber Jürgen


    die Zweit-wichtigste!! :keeporder:


    Erst mal ein Vorbild suchen und dann Bauteile wechseln
    Pufferbohlen
    Leitungen gem. Vorbild
    Lampen
    und was man sonst noch so bei Familie W. kaufen kann.
    Dann eine Grund-Lackierung in mattem Schwarz und dann kann sich speziguzi austoben!! :imsohappy:



    Schöne Grundlage für eine "86"! hast Du da, Rainer. Aber auch so kannst Du sie durchaus schon einsetzen.
    Viel Spaß damit.


    Gruß Friedrich

  • Hi Jürgen und Friedrich,


    die von Dir, Friedrich, genannte Reihenfolge ist genau die, die ich verfolgen werde.


    Ich muss erst mal auf die Suche nach Bildern der 86 793 gehen (Fleischmann hat die Lok 86 739 als Modell gebracht) . Die 86 793 war bis 16.01.1967 im BW Bamberg stationiert und regelmäßig (bis zum Ersatz durch die V100) auf der Strecke nach Höchstadt/Aisch im Einsatz (Quelle: Norbert Kempf, Bahnbetriebswerk Bamberg, Verlag Bleiweis).


    BTW: Kennt jemand vielleicht im Netz verfügbare Bilder der 86 793?



    Gruß Rainer :thumbup:

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  • Moin Rainer,


    gewagt, getan. Und der Patient hat schon jetzt gewonnen. Das ist natürlich ein Invest, der sich gelohnt hat. Es muß auch nicht jedes Modell auf RP25 umgerüstet werden, aber ein paar wenige Spezialitäten für den Fremo-Treffeneinsatz oder Konzentration auf wenige Loks sind vorteilhaft.


    Auf die weitere Entwicklung bin ich gespannt.


    Viele Grüße
    Andreas

    Gued gaohn un bis düsse dage aus dem Münsterland
    Andreas

  • Moin, Rainer und der Rest der Welt


    Wie sagte OOK so schön Prototype freelancing, das gilt m. E. auch für Fahrzeuge.
    Zuerst einmal die Ausgangsbasis anschauen, was ist vorhanden, was kann weg und was kann nicht entfernt werden. Beim GFN Modell ist das herausragende die geschweißten neuen Wasserkästen.
    Danach schaut man auf seine Wunschlok und das Basismodell. Stimmt es bei vielem überein und hat man keine markanten veröffentlichten Vorbild Fotos ist man fein raus. Die Lok wird so fertig gestellt wie man es sich vorstellt. Sind markante Fotos vorhanden und man ist kein Millimeterpisser, dann pfeift man drauf wenn ein paar Dinge nicht ganz stimmen und die Welt ist in Ordnung. Soll aber eine Lok mit der letzten Niete nachgebildet werden, braucht man eine gute Basis, gute Bilder, viele Bauteile, gutes handwerkliches Geschick und Zeit zum Bauen. Wenn das eine oder andere fehlt suche man sich ein anderes Vorbild oder gebe den Millimeterpisser auf.
    Bei den Loks die ich gebaut/ umgebaut habe stand auch immer das Heimat BW im Blickpunkt. Wenn keine Bilder ?der 86? vorhanden sind, ist manchmal interessant wie die Schwestermaschinen aussehen. Die Kesselschuster haben doch immer ähnlich an ihren Maschinen gewerkelt.
    Schwerpunktthemen im Eisenbahn Journal, entweder zur Baureihe oder zur Gegend, das Buch der Baureihe 86 von Andreas Knipping, das Sonderheft BR 86 des EJ geben genügend Fotos zum Bau einer 86 wie sie, die 86er deiner Wahl, hätte aussehen können.
    Damit ihr seht das ich nicht nur ein Schwätzer bin, in Folge ein paar Bilder von einer GFN der BR 64. Dieses (natürlich nur noch für die Schrottkiste taugliche) Modell kann man auch noch aufbauen. Sieht gar nicht mal so schlimm aus.
    Bilder aus dem Sommer dieses Jahres.












    Gruß Friedrich

  • Hallo Friedrich,


    schöner Frickelkram. da muss man schon wissen, was man am Modell verändern will oder muss.
    Aber wieso
    Zitat:
    " Dieses (natürlich nur noch für die Schrottkiste taugliche) Modell "
    kommst Du bei diesem Bauzustand zu dieser Einschätzung? Verbastelt?, Fahrwerksprobleme oder was?

  • Moin, Leute

    Zitat

    Dieses (natürlich nur noch für die Schrottkiste taugliche) Modell kann man auch noch aufbauen.


    ist nicht ganz ernst zu nehmen! :toocool:
    Wenn man die allgemeinen Foren verfolgt und dann noch andere, sogenannte Fachgespräche lauscht, dann ist die GFN BR64 doch nicht mehr "Modellbahntauglich“.
    Es gibt ein jüngeres Modell von ROCO und eines von Weinert. Wobei ich ergänzen sollte ich habe eine BR 64 von Weinert parallel zu dieser „Umbaumaßnahme“ gebaut.
    Vorhin meinte ich das Ironisch. Ich möchte damit aufzeigen, dass mit ein paar Abstrichen auch aus angeblichen „Krücken“ durchaus (für mich) tolle Modelle entstehen können.


    Friedrich

  • Vorhin meinte ich das Ironisch. Ich möchte damit aufzeigen, dass mit ein paar Abstrichen auch aus angeblichen ?Krücken? durchaus (für mich) tolle Modelle entstehen können.


    Nun hab ich es geschnallt.
    Ich kenne die genannten Modelle nicht, aber die Diskussionen, die oft um sie geführt werden. Ich z.B. kümmere mich um sowas überhaupt nicht. Ich verwende meine Zeit zum Bau "meiner" Modelle.
    Für die Vollendung dieser Umbaumassnahme wünsche ich Dir weiterhin ein ruhiges Händchen.

  • Ein gutes Beispiel, Friedrich. Die 64er von GFN wird richtig "attraktiv" durch den Umbau. Danke auch für den Literaturtipp "Sonderheft BR 86 des EJ". Das Heft habe ich in meinem (elektronischen) Archiv.


    Gruß Rainer :thumbup:

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    Christopher La Brec: Jeder Mensch verfolgt einen Traum in seinem Leben. Entweder den eigenen oder den eines anderen. Gib acht, das Du Deinen eigenen verfolgst.

  • Hallo Friedrich!


    Schöne Arbeit die olle Fleischmann 64er zu "brassifizieren", es sind noch Reste von Kunststoff vorhanden :thumbsup:
    Wenn Du die 64er von Weinert gebaut hast und parallel daneben die olle GFN 64er "mit allem" aufgepimpt hast, wie würdest Du nach Deiner Einschätzung den Aufwand und die Kosten für jeweils diese Projekte dafür beurteilen?
    Bei der GFN 64er erkenne ich auch einen Glockenankermotor im Fhs.
    Lohnt sich der Aufwand eine GFN 64er aufzupimpen oder sollte man lieber gleich zum Weinert Bausatz greifen?

  • Moin, Leute


    Die GFN 64 von mir hat eine lange Lebensgeschichte. Sie beginnt 1988 und ist bis heute unvollendet.
    Die Fahreigenschaften des Rundmotors waren miserabel. Aus diesem Grund, angesteckt durch die MIBA, bekam ich meinen Faulhaber Tick der bis heute anhält. Also habe ich mir einen SB Umbausatz besorgt und diesen eingebaut. Das war schon ein Fahrvergnügen, denn zum Ansteuern wurde ja damals kein Decoder genutzt. Ich hatte einen Regler für eben diese Glockenankermotoren.
    Da diese Lok noch die Ur-Räder hatte wurden diese 1989 auf RP 25 abgedreht. Dieses hat die Firma Schnabel durchgeführt. Den älteren Wessis ein Begriff. Nun hatte ich einen Fauli und Sofarollen mit RP 25 Spurkranz.
    Angeregt durch den FREMO begann ich ebenfalls zu dieser Zeit mit dem verfeinern der Loks mit Weinert Teilen. Ich habe mir damals fertige Umbausätze gekauft.
    Anfang der „90“ war das dann eine besondere Lok im FRMO Betrieb. Weil es dann immer noch nicht reichte habe ich ebenfalls das Gestänge gegen Weinert ausgetauscht.
    In diesem Zustand hat die Lok dann über 10 Jahre treu und brav auf jedem Treffen an dem ich teilgenommen habe seinen Dienst getan, inzwischen mit ZIMO Decoder.
    Mit dem Erscheinen der Weinert BR 64 kamen dann natürlich auch noch einmal die neuen Extra Teile für die 64 auf dem Markt und man denkt schon wieder über einen Umbau nach.
    Ausschlaggebend für ein nochmaliges Umbauen war der Artikel im MIBA Spezial 43.
    Ich hatte einen Weinert Bausatz mit geschweißten Wasserkästen und wollte noch so eine Nieten Maschine dazu. Also was tun? Zumal meine GFN auch ohne Nieten war. Umbauen wie beschrieben!
    GFN Fahrwerk zu Grähler gegeben der sie mit neuen Rädern versehen hat. Das Gehäuse verschenkt/ getauscht (mit all den Teilen zu schade zum entsorgen) und ich bekam ein Jungfräuliches Nietengehäuse.
    Dieses wurde genau so behandelt wie unter „Der frisierte Bubikopf“ beschrieben. Das Fahrgestell wurde nicht weiter geändert. In dem EJ 8/ 1988 (Poster) fand ich dann die Lok die es sein sollte 64 097 das BW Plattling.
    Weil mir die Frontpartie nicht überzeugte, aber das Titelbild eben dieses EJ, habe ich die Lok mit Schneepflug ausgerüstet. (mein BW ist zu faul den im Sommer abzunehmen)
    Die Bilder zeigen nun die Lok wie folgt:
    Fahrwerk GFN Baujahr ab 1973 von 1988
    Gehäuse aus den 1980 von 2004
    Räder Holger Grähler von 2004
    Gestänge Weinert von 1989/90
    Faulhaber Motor Umbausatz SB von 1988
    ZIMO Decoder MX 61 von 1996
    Weinert Teile gem. MIBA Spezial von 2004 und Bastelkiste
    Schneepflug von Krüger/ Wagenwerk von 2011.


    Also immer wieder Bastelspaß, aber immer noch der Fahrwerksblock von GFN. Wie man unschwer erkennen kann geht das ins Geld. Wenn man rechnen will, ist solch ein Umbau mit dem aufgezeigten Aufwand eventuell teurer wie ein Weinert Bausatz. Aber man kann abspecken, beim Fauli; bei den Rädern, bei einzelnen Bauteilen. Feinmechaniker unter uns, mit der nötigen Werkzeug Ausstattung können natürlich ebenfalls den Preis drücken.
    Der Redakteur (lk) der MIBA Spezial hat sich unter der Überschrift ( lohnt sich das) ebenfalls Gedanken darüber gemacht. Wenn man alles Kaufen muss (also auch die GFN 64) dann kommt man zu dem Ergebnis: nein! Aber nicht den Bastelspaß vergessen.
    In diesem Sinn
    Friedrich

  • Danke Friedrich!


    Dann ist die GFN 64er bei Dir eine "planmässig" unterhaltene Lok die eine Historie hat.
    Der größte Teil meiner Loks hat auch so eine Historie, all die Umbauten, Verbesserungen, Modifikationen sind Schritt für Schritt nacheinander entstanden.

  • Hallo Freunde,


    ich kann mit der Bezeichnung "WM80" (s. Bild) nicht so recht was anfangen. Normalerweise müsste sich an der Stelle doch die ursprüngliche Gattungsbezeichnung befinden. Wer kann diese für mich dunkle Stelle meines Wissens erleuchten? 8o


    Gruß Rainer :thumbup:



    PS Friedrich: Ein sehr interessanter Werdegang Deiner GFN 64er. :sehrgut:

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    Christopher La Brec: Jeder Mensch verfolgt einen Traum in seinem Leben. Entweder den eigenen oder den eines anderen. Gib acht, das Du Deinen eigenen verfolgst.

  • Moin,


    vielleicht hat es weniger etwas mit der Gattungsbezeichnung zu tun als vielmehr mit einem Hinweis auf den Werkstoff von Lagern?
    http://dlok.dgeg.de/200.htm
    "Als Lagerausguß wurde bis in die 40er Jahre für alle Stangenlager WM 80 verwendet (Weißmetall mit 80% Zinngehalt, 12% Antimon, 6% Kupfer und 2% Blei). Um Zinn zu sparen, wurde eine größere Zahl weniger stark beanspruchter Lokomotiven auf WM 10 (Weißmetall mit l0% Zinngehalt, 15,5% Antimon, 1% Kupfer und 73,5% Blei) umgestellt."
    Edit: Siehe auch hier: http://www.lokschilder.info/Lokschild_Galerie_Sonstiges.htm


    Nur mal in den Raum gestellt, denn als Gattungsbezeichnung ist "WM 80" merkwürdig ...


    Gruß
    Andreas

    Gued gaohn un bis düsse dage aus dem Münsterland
    Andreas

  • Danke Andreas,


    für Deine Erläuterungen und die Links. Ich glaube, das war bereits meines Rätsels Lösung.


    Gruß Rainer :thumbup:

    Kleinreuth-Nord-Logo-supersmall.jpg


    Christopher La Brec: Jeder Mensch verfolgt einen Traum in seinem Leben. Entweder den eigenen oder den eines anderen. Gib acht, das Du Deinen eigenen verfolgst.

  • Nee Jürgen!


    [ironie]Laß uns hier nicht mit Religion anfangen. Im Parallelforum verschwinden ganze Threads komplett weil die die "religiösen" Gefühle der Gläubigen angeblich verletzt wurden. Das war ja auch der Grund warum es dieses MFZ-Forum hier überhaupt erst gibt. :diablo: [/ironie]

  • Ironie
    Laß uns hier nicht mit Religion anfangen. Im Parallelforum verschwinden ganze Threads komplett weil die die "religiösen" Gefühle der Gläubigen angeblich verletzt wurden. Das war ja auch der Grund warum es dieses MFZ-Forum hier überhaupt erst gibt.

    Aber es war doch Fleischmann :hust: Hi,Hi



    Ich weiß und habe es auch erfahren.
    Wie die kleinen Kinder.......tz,tz,tz,tz,tz :popcorn:
    Gruss Jürgen

    Mit freundlichen Grüßen :hutab:
    Jürgen


    Wir sind weg, in Richtung Nimmerland ( Alles nur ein Traum, oder doch Realität )

  • Hallo Rainer,
    zur Frage wegen des Gattungsschildes (bzw der Anschrift WM80) :
    Die Anschrift "WM80" ist die Angabe des Lagermetalls für Achs- und Stangenlager. Über die Zusammensetzung desselben wurden weiter oben schon Anmerkungen gemacht. WM80 ist ein hochwertiger Lagerausguß, während die Legierung WM10 ein Ausguß für weniger belastete Lager ist. WM 10 wurde während des Krieges in die weniger belasteten Kuppelstangenlager und Steuerungslager gegossen, während die Achs- und das hintere Treibstangenlager mit WM80 ausgegossen worden sind. Allerdings gibt es hierzu nur eine verwaschene Entfeinerungsliste.
    In der DDR wurde das Ausgießen mit WM 10 für weniger belastete Lager beibehalten, da Zinn als Mangelwerkstoff eingestuft worden ist.
    Etwas :offtopic: es gab dann noch den, bei der DR gebräuchlichen Werkstoff Miramid ( ein Kunststoff ) der für Steuerungslager verwendet wurde- die Anschrift "Miramid" ist dann an den Steuerungsträgern der Lokomotiven zu lesen.



    Warum befindet sich die Anschrift WM80 an der Stelle des Betriebsgattungsschildes ?


    Mit Inkrafttreten der Beschriftungsvorschrift der DB von 1951 waren die Betrierbsgattungsschilder nicht mehr vorgeschrieben, und bei der nächsten Untersuchung der Lok zu entfernen.
    Problematisch hierbei war allerdings auch der Entfall der Begrenzungszeichen. Diese waren dann ab 1953 wieder an der Stelle des Gattungszeichens anzubringen.


    Genaueres ist im "Diener, Anstrich und Bezeichnung von Lokomotiven;1996, transpress-Verlag" auf Seite 95, Quellennummern 183/184 nachzulesen.


    Schön wäre es, wenn es ein Standardwerk für die Lackierung und Bezeichnungen polnischer Lokomotiven gäbe. Hier gibt es wohl nur die Vorschrift- die Lok hat auszusehen :D



    Viele Grüße
    Christian