Eine Segmentanlage entsteht

  • [color=#66666]Sonntag, 20. Juni 2010, 15:47[/color]


    Hallo Leute!


    Hier erst mal mit vielen Bildern die Entstehung einer Anlage.
    Die Texte und Beschreibungen werde ich nach und nach einfügen. Also öfter mal nachschauen.


    Thema: Industriegebiet in Cleveland/OH, da wo es US untypisch auch schon recht beengt zugeht.
    Zeitraum: 1940er Jahre bis Mitte der 1950er Jahre
    Anlagenkonzept: Rangieranlage
    Bauart: Modular oder besser gesagt Segmentanlage da ich eigene Modulübergänge verwende.
    Bauweise: Platten mit Randversteifung zu Segmentkästen ausgebaut, abnehmbare Standbeine
    Betrieb: Ausschliesslich Digital nach NMRA/NEM, erspart mir eine Menge Trennstellen und Verdrahtungschaos.
    Betriebsweise: Schleichend wie es sich für die Bedienung von Anschlüssen gehört.




    Segment 1.
    Die beiden Bilder zeigen Stellproben mit einem Gebäude. Ich habe den guten Rat bekommen die Gleise nicht paralell zum Anlagenrand zu führen da es sonst schnell langweilig aussehen würde. Als Konsequenz daraus dürfen auch die Gebäude keinen rechtwinkeligen Grundriss aufweisen. Daher habe ich die Gebäude zuerst grob gebaut.



    Hier ist noch ein weiteres Gebäude hinzugekommen. Zwischen diesen beiden Gebäuden wird der Zug wie in einer Theaterinszenierung erschienen.


    Der viel zu moderne Truck wurde gegen ein zeitgenössisches Exemplar ausgetauscht.


    Noch liegen die Gleise lose auf.




    Stellprobe auf Segment 2. Ein normaler Bausatz wurde auseinander gesägt und gibt so einen Hintergrundkomplex ab.


    Auch hier liegen die Gleise vorerst noch lose auf.






    Detailansicht des elektromotorischen Torantriebs, es fehlt noch die Verdrahtung. Die Mikroschalter dienen der Endabschaltung.







    Die nächst schon weiter fortgeschrittene Stellprobe.






    Beine aus Dachlatten und IKEA Stützkreuzen. In die Querträger unten sind Einschlagbuchsen montiert. Dort hinein habe ich Schloßschrauben gedreht. So lassen sich die Segmente bequem "ins Wasser bringen", d.h. ausrichten.







    Die Gleise werden jetzt gerade angenagelt. Die durchgehenden Stammgleise kommen auf einer Korbettung zu liegen, während die Anschlußgleise abgesenkt direkt auf die Platte genagelt wurden.






    Ein Blick senkrecht von oben offenbart die Wahrheit: Alles ist schief und krumm! :D






    Nochmal mit abgenommenen Gebäuden, wirklich alles schief.






    Der Blick von der anderen Seite.


    An alle Weichenzungen wurden Litzen angelötet. Ebenso an alle Herzstücke. Gib Stromabnahmeproblemen keine Chance! :thumbup:






    Ein sehr gutes Kilo Lok auf Probefahrt. Diese traditionelle US-Heavy Metal* Hausmacherkost ist voll 3-Punkt gelagert und hat keine Probleme auch die rel. krassen Steigungsübergänge zu befahren.




    Fehlende Schwellen fand ich einfacher aus Holzleistchen zu machen.






    Hier sieht man die Aluröhrchen für die Durchführung der Weichenstellhebelage.


    Die Schienenverbinder wurden alle verlötet. Gib Stromabnahmeproblemen keine Chance! :thumbup:







    Eingeschottert und eingesaut. Ein Stück Schienenprofil muß ich noch streichen. Die Ersatzschwellen aus Holz integrieren sich danach völlig.





    Andere Perspektive.





    Das steht mir noch bevor zum Zusammenbau. Ein "Sintering Plant" (Sinterofen) von Plastruct. Derr fertige Bausatz dieses Hintergrundgebäudes soll nach Anleitung gebaut eine Grundfläche von 76cm Länge und an der breitesten Stelle 22cmm aufweisen. Höhe bis zum Giebel 29cm. Ist halt alles ein bischen grösser in den USA. ;)





    Die Weichenantriebe entstanden aus Knebelschaltern an die 4mm Rundmessing angelötet wurde. Dann wurde eine 1,5mm Bohrung eingebracht die zur Aufnahme der 1,5mm Stellstange dient.


    Die Schalter sind schon älter, "Made in England" und von der Marke Lucas "Lord of Electrical Darkness".


    Ich liebe diese Haptik :love:




    Hier sieht man die Anlenkung der Stellstangen an die Weichenbetätigungshebel. Die Hebel sind mehrfach umgebogen, gehen mittels eines Aluröhrchens durch die Anlagenplatte und dann in die Mitnehmerbohrung der Stellschwelle. Einfach primitiv und wirkungsvoll.




    Das ist Segment #3. Auich hier wurde geprobt. Das Gleis links wird der Anschluß zum Sinterofen der erst auf Segment #4 aufgestellt werden wird.





    Mit den 3 Segmenten sind schon erste Rangiermanöver möglich. Es macht sich schon eine, bei mir jedenfalls, Befriedigung breit wenn alles funktioniert. Kleinere Nacharbeiten nicht ausgeschlossen. Ich werde jetzt ausgedehnte Fahrtests mit meinem Rollmaterial durchführen.


    Grüsse Lutz




    Edit.


    * Wer es genau wissen will: 1076g laut Küchenwaage. Bowser L1 der PRR aus Bausatz gebaut. Natürlich nicht nach Anleitung**


    **Ist genetisch bedingt: Männer können keine Gebrauchsanleitungen lesen, Frauen können nicht Einparken :D


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    Samstag, 10. Juli 2010, 12:33
    Hallo!


    Ein bischen bin ich trotz der Hitze weiter gekommen.



    Im Bereich des Lagerhauses ist jetzt der Werkshof mit Beton eingepflastert worden.
    Als Unterlage dient 3mm Balsaholz auf welches dann 0,5mm Polystyrolplatten geklebt wurden.
    Somit bleiben die Schienenköpfe betriebssichere 0,5mm oberhalb des Straßenplanums.
    Anschliessend wurden die Betonfugen mittels Bohrzwerg und kleinem Kugelfräser entlang eines Lineals eingraviert.
    Die Risse entstanden auf die gleiche Art und Weise, nur freihändig.
    Dann wurde betongrau mit dem Pinsel gestrichen. Ganz bewußt etwas lasierend und anschliessend naß in naß etwas mit "Schmutz" abgetönt.
    Die Fugen wurden mit Folienstift hervorgehoben.
    Schwarz die originalen Fugen und die mit Bitumen reparierten Risse.
    Grün vorzugsweise an den Rändern wo das Unkraut durch die Ritzen sprießt.


    Das Gebäude rechts hinten wurde farblich behandelt und die Zufahrt ebenfalls eingepflastert.
    Hier allerdings mit Asphaltdecke.
    Dargestellt durch grau abgetöntes Mattschwarz.



    Ein Blick mit dem Tele.


    Das war es für Heute.
    Fortsetzung folgt.



    Grüsse Lutz


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    Montag, 19. Juli 2010, 19:33
    Hallo Leute!


    Jetzt sind die Segmente #4 und #5 dran:



    Erster Versuch Weiche auf Segment 5 als Rechtsweiche. Ergibt so einen komischen S-förmigen Verlauf der Gleise auf Segment 4. Gleise hier noch lose aufgelegt und mit den Gewichten in "Form" gehalten.



    Dann lieber anders herum und eine Linksweiche genommen.



    Herstellung des Schotterbetts. Ich nehme Korkplatten aus dem Baumarkt, ist billiger als die Moba-Ware. Die Form des Schotterbetts wird grob ausgeschnitten und mit Weißleim aufgeklebt.



    Hier sind die Gleise jetzt fix verlegt. Die überstehenden nicht erwünschten Teile des Korkbetts werden einfach mit einem scharfen Bastelmesser freihändig abgeschnitten Dabei wird die Klinge in etwa 45° schräg gehalten und man erhält somit in einem Arbeitsgang gleich eine Abböschung mit.



    Ansicht Segment #4 von oben. Hier ist eine Peco Streamline Code 83 Weiche #6 eingebaut.
    Der Gleisstummel ist der Anschluß für den Sinterofen.



    Ansicht Segment #5 von oben. Die Weiche ist ebenfalls eine Peco Streamline Code 83, jedoch eine #8.
    An das Segment wird sich rechte eine Strasse anschliessen die auf dem nächsten Segment dargestellt wird. Das Gebäude links oben hat einen Bürgersteig. Es erscheint mir sinnvoller die Trennfuge zum nächsten Segment in Rinnstein zu "verstecken".
    Es gibt auf dem nächsten Segment denn auch zwangsläufig einen Bahnübergang.
    Hier ist noch ein weiterer Anschliesser vorgesehen. Das Anschlußgleis ist von der Länge her für 2 40' Wagen vorgesehen.


    Das war es erst mal wieder, wird fortgesetzt.


    Grüsse Lutz


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    Sonntag, 25. Juli 2010, 18:50
    So zwischendurch habe ich auch mal wieder etwas weiter geschafft.
    - die Verkabelung der beiden Segmente wurde gemacht.
    - 3 weitere Weichenantriebe wurden gebaut und installiert


    Dann habe ich mal alle 5 Segmente zusammengebaut:



    Dann wurden ausgiebig Probefahrten gemacht.
    Im ersten Planspiel mit 8 Wagen verteilt auf 5 Anschliesser.
    Ein Zug mit 8 Wagen wird komplett auf die Anschlüsse verteilt.


    Dann mal gesteigert auf 16 Wagen wobei davon ausgegangen wurde alle 5 Anschliesser werden bedient und dabei alle Wagen ausgetauscht.
    Das war ein zweiter Zug mit weiteren 8 Wagen macht dann insgesamt 16 Wagen auf der Anlage.


    Theoretisch liessen sich insgesamt 14 Wagen in den Anschliüssen unterbringen.
    Ja man muss schon Nachdenken, Kreisfahren ist hier halt nicht 8)
    Zudem fehlen hier noch die Schattenbahnhöfe.
    Das erfordert dann einiges mehr an Rangieraufwand da sich eine komplette Rangierabteilung nicht auf die Streckengleise ausziehen lässt.
    Spaß macht es trotzdem und die Zeit vergeht schnell, zumal das langgestreckte Anlagenkonzept auch einiges an tatsächlicher Fahrzeit verschlingt.
    Dazu fahre ich langsam mit langen Beschleunigung- und Bremsszeiten.


    Wobei ich mir schon Gedanken mache wie es weitergehen soll. In dieser o.a. Konfiguration ist die Anlage 4,0m lang. Das Material für ein weiteres Segment, das wäre #6, mit 80 x 40cm ist vorhanden. Das wird wohl auch gebaut werden. Dann die Schattenbahnhöfe. Links und rechts als Fiddle Yard ansetzen wäre eine Möglichkeit. Die Fiddle Yards müssten schon jeweils 1,60m lang sein um die angedachten Zuglängen zu bewältigen. Heraus käme dann eine Gesamtlänge von stolzen 8,0m 8o wovon eine Länge 4,8m als sichtbarer Teil vorhanden sein wird. Der Rest ist hinter der Kulisse.
    Der nächste Gedanke ist die Schattenbahnhöfe hinter die Anlage zu bringen. Die Anlagentiefe beträgt ja nur 40cm. An Segment 1, das ja einen Abschluss darstellt könnte man direkt einen 180° Bogen anschleissen lassen. Segment #6 könnte man so gestalten daß ein großzügiger schon hier nach hinten abbiegt. Durch die Bögen wird sich die Anlage nicht so sehr verlängern. Ich muss mal überlegen welchen Radius ich da am geschicktesten nehme.
    Es soll dann entweder ein Bedienerraum von mindestens 1,0m Breite zwischen Anlage und Schattenbahnhof vorhanden sein oder ein wieder heranziehen der Wendesegmente unmittelbar an die hintere Anlagenkante wobei ich dann hier sage 600mm Radius sind die absolute technische Untergrenze.


    Hinter der Anlage ständen dann die 4,0m für den Schattenbahnhof zur Verfügung. Genauer gesagt betrieblich 2 Schattenbahnhöfe. (hier fehlt der Grübelsmiley)



    Grüsse Lutz


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    Donnerstag, 12. August 2010, 13:53
    Hallo Leute!


    Ich möchte Euch hier die aus den Probefahrten gewonnenen Erkenntnisse mitteilen.
    In Großen und Ganzen funzt die Anlage so wie ich mir es vorgestellt habe.
    Auch die Probefahrten mit den großen Loks wie Mallet liefen zu meiner Zufriedenheit. Kein Wunder bei den in den Hauptgleissen verlegten "schlanken" #8 Weichen. Die Tender knicken nicht in einem unmöglichen Winkel ab und auch der Seitenausschlag des vorderen Triebgestells hält sich vordildgemäß in Grenzen.
    Diese großen Loks kommen hier nicht zum regulären Einsatz. Hier sollte nur die Profilfreiheit sichergestellt werden.


    Einige Kleinigkeiten werden noch gerichtet werden.
    So sind mir einige Segmentübergänge noch zu rumpelig, besonders der Übergang von Segment #4 zu #5. Hier muß ich noch mal heran und die Schienenprofile besser ausrichten und befestigen.
    Des weiteren waren Kurzschlüsse beim Überfahren einer Weiche mit bestimmten Loks zu verzeichnen.
    Diese Weiche, eine Peco Streamline Code 83 Bogenweiche #7, war damals aus Unkenntnis in der Insulfrog-Ausführung (d.h. mit isoliertem nicht polarisierbarem Herzstück) gekauft worden.
    Funktionierte auch prächtig bis man eben mit diesen Loks darüberfuhr.
    Bei schneller Fahrt war nur ein leichtes "Spratz" zu vernehmen, aber da das hier eine Rangieranlage ist wo naturgemäß langsam gefahren wird, kam es denn zum Kurzschluß. Der Digitrax schaltete ab.


    Ursachenforschung ergab dieses:
    Einige Loks haben vorbildgerecht keine Spurkränze auf einigen Treibrädern. Die Radreifen sind, ebenso vorbildgerecht, etwas breiter ausgeführt damit sie auch in engen Kurven nicht von der Schiene rutschen. Diese spurkranzlosen Radreifen überbrückten dann die elektrisch getrennten Schienen am Herzstück der Weiche und erzeugten so einen Kurzschluß.
    Was tun?
    Ich entschloß mich das Herzstück dieser Weiche umzubauen. Die Arbeiten wurden an der schon eingebauten und eingeschotterten Weiche gemacht.
    Dafür wurde die bisherige Herzstückspitze aus Kunststoff abgefräst. Aus Messingprofilen wuder eine neue Herzstückspitze zusammen gelötet. Anschliessend beigefeilt so daß die Räder ohne einzusinken rumpelfrei über das neue Herzstück rollen.
    Elektrisch musste die Weiche anders isoliert und verschaltet werden. Deshalb wurden 2 Schnitte in den Flügelschienen gemacht um das Herzstück komplett vom Rest der Weiche zu isolieren, nur eben anderes als wie der Hersteller es vorgesehen hatte. Ebenso wurden andere Teile des Herzstücks el. verbunden. Hört sich erst man kompliziert an, aber man kann es durch logisches Nachdenken nachvollziehen.
    So sieht das umgebaute Herzstück nach der farbliche Nachbehandlung Heute aus:



    Das mit den zusätzlichen Nägeln ist zum planen Verlegen der Weiche oft nötig. Ich habe festgestellt die meisten Weichen wölben sich im Bereich des Herzstücks nach oben. Wenn man nur die vorgesehenen Nagel/Schraublöcher nimmt hat man nach Verlegung und Einschottern hier dann einen netten Buckel nach oben...
    Wenn man klebt sollte man die Weichen daher ausreichend beschweren damit sie plan liegen.



    Grüsse Lutz


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    Dienstag, 24. August 2010, 18:12


    Hallo Leute!


    Etwas weiter im Text. So langsam wurde es Zeit sich mal um einige Details zu kümmern. Wie z.B. Switch Stands, auf Deutsch das Äquivalent von Weichenscheiben.




    Nein sie sind nicht von Weinert sondern von Details West und eigentlich nicht funktionsfähig gedacht.
    Ich habe sie trotzdem zum funktionieren gebracht wobei ich das Rad noch einmal neu erfunden habe. Etwa so wie Walschaerts und Heusinger.
    Die Gußteile des Rahmens werden mit 0,5mm duchbohrt damit man die Welle für die Scheibe beweglich lagern kann.
    Die Welle wird unten rechtwinkelig umgebogen und am Ende eine Oese angeformt. Da hinein greift der von der "Stellschwelle" kommende Betätigungsdraht.
    Der Draht ist Z-förmig gebogen zwecks leichterer Einstellmöglichkeit.


    Grüsse Lutz


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    Dienstag, 31. August 2010, 10:24
    Hallo Leute!
    Mittlerweile habe ich das Konzept nachträglich um einen weiteren Anschliesser erweitert:




    Dazu wurde das bestehende Gleis aufgetrennt und ein Stück Gleis entfernt. In diese Lücke kam eine Peco #8 Weiche.
    Dieser Privatanschluß verzweigt sich noch einmal mittels einer bösen, bösen Atlas #4 Weiche.
    Zum Stellen der Weichen wurden noch 2 weitere Stellhebel aus Kippschaltern angefertigt.
    Die Gleise wurden eingeschottert und die Zwischenräume mit Asche aufgefüllt.
    Anschliessend wurden die Schienen mit Farbe verrostet.


    Das war es erst mal vor dem Urlaub.


    Grüsse Lutz


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    Sonntag, 24. Oktober 2010, 12:30
    Ich bin jetzt mal ein bischen weiter gekommen.



    Für das letzte Segment ist dieses Hintergrund-Gebäude aus Walthers Modulars entstanden.




    Hier noch mal in seiner jetzigen Rohbauphase.


    Grüsse Lutz


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    Montag, 25. Oktober 2010, 18:31
    In der Parallelwelt "Über dem großen Teich" kam auch einiges an konstruktiver Kritik herüber:



    So habe ich mir eine Vorgeschichte dieses Gebäudes ausgedacht.
    Ursprünglich gab es hier mehrere Satteldächer wovon Heute noch die Giebel zeugen. In der Zeit der großen Prohibition, wo eine fromme Minderheit der US Bürger den großen Rest der Bevölkerung davon abhalten wollte Alkohol zu konsumieren, hatte einer der "Großen" der Branche hier seine heimliche Produktion von Fusel aufgezogen. Infolge von Konkurrenzeinflüssen, sprich "Bandenkrieg", brannte das Gebäude ab. Dann kam die Zeit der Großen Depression wo infolge knapper finanzieller Mittel des neuen Eigentümers der Aufbau in vereinfachter Form stattfand. So wurden die Flachdächer gebaut.


    Angeregt durch die Diskussion im anderen Forum habe ich die Zwischenwände/-träger und Abstützungen für die Giebelwände nachgerüstet.
    Die Zwischenwände werden durch aufgeklebte Kst.-Rechteckprofile dargestellt.
    Die Giebelabstützungen enstanden aus 1mm Messingdraht.
    Damit diese richtig befestigt sind habe ich Maueranker aus 0,5mm Kst. gemacht.
    Sie sind recht einfach gehalten und rautenförmig.


    Grüsse Lutz


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    Sonntag, 28. November 2010, 12:49
    Hallo Leute!


    Habe mal ein bischen weiter machen können. Das Gebäude ist jetzt fest auf einer eigenen Grundplatte montiert, mit Rückwand versehen und bleibt somit abnehmbar. Die genaue Position wird durch Paßstifte sichergestellt.



    Dann habe ich noch meinen Autokiste durchwühlt ob sich da noch was brauchbares darin befindet.
    U.a. mehrere 3-Tonner Ford LKW von ADP, die in Detroit gebauten und die in Köln gebauten sind nach Fotovergleich nahezu identisch.
    Buckelvolvo, Buckeltaunus und 180er Gröckeleisen sind erst mal nur Platzhalter-Ersatzmodelle.
    Beim Weichblitz bin ich mir nicht sicher.


    Grüsse Lutz


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    Sonntag, 6. Februar 2011, 19:43
    Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen...
    ...oder ich habe es mal tatsächlich geschafft mal etwas an meiner Anlage weiter zu bauen.

    Hier habe ich mal die Botanik ergänzt in dem ich die Grasmatten von Polak ausprobiert habe. Das sind etwa DIN A4 große Stücke die schon fix und fertig mittels Elektrostat beflockt sind. Hier sind Grasbüschel, Unkraut und dergleichen mehr auf eine Art Vlies aufgebracht das man in beliebig große Stücke reißt und mit Weißleim aufklebt.



    Jetzt hat das Gebäude hinten endlich auch ein Rohbau-Dach bekommen. Die Lüfter sind nur Stellproben. Rechts davon soll mal eine große Reklametafel auf dem Dach stehen. Da gibt so schöne animierte Werbetafeln. :P


    Das war es mal wieder. Morgen muß ich doch noch unfreiwillig nach Nürnberg. Dann gibt es noch Utrecht, dann kommt Karlsruhe und dazwischen deutzelt es sehr.


    Grüsse Lutz


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    Mittwoch, 23. Februar 2011, 14:42
    Zwischen Tür und Angel oder 2 Tage Auszeit von der Messeanlage:



    Habe ich den Rohbau für den Highway Overpass, auf Deutsch: Schnellstraßenüberführung, gemacht.
    Material für die Betonwände sind Platten aus 5mm PVC Integralschaum.
    Die Brückenträger habe ich aus einem Doppel-T Profil gemacht.
    Das Geländer, von dem bis jetzt nur die Betonstützen stehen stammt von Rix.
    Zu breit, zu groß?
    Eine 4-spurige Straße hat nun mal maßstäblich dargestellt diesen Platzbedarf und Landschaftsverbrauch.
    Die offenen Flächen hinten werden noch mit Landschaft ausgefüllt, sprich hier wird die Dammböschung entstehen.
    Wobei die Böschung auf der rechten Seite durch eine zusätzliche Stützmauer abgefangen wird weil hier schon Industriegelände ist.


    Grüsse Lutz


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    Montag, 28. Februar 2011, 12:24
    Ich habe gesündigt!
    Am Sonntag habe ich im Zeitalter der Elektrostaten doch tatsächlich Grasmatten aufgeklebt:


    Grüsse Lutz


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    Samstag, 5. März 2011, 18:43
    Weiter gekommen:




    Beim RD habe ich mir noch ein Paar Autos zugelegt. Es ist echt schwierig zeitgenössische US Straßenfahrzeuge zu finden. Die grosse Auswahl ist halt nicht vorhanden. Meistens nur Sportwagen und Luxuslimousinen, die typischen Alltags-Brot-und-Butter Autos fehlen eben.
    Also muss der alte Wiking Buckeltaunus noch herhalten und ein 50er Jahre MAN mit Permot Sattelauflieger als "Stand In" (Ersatzmodell) dienen.
    Der typische US-Look stellt sich dabei allerdings nicht ein. Die Achsen des Aufliegers müssten ganz an das hintere Ende gesetzt werden.


    Grüsse Lutz

  • Eine Segmentanlage entsteht.


    Nach langer Zeit des Nichtdaranarbeiten mal wenigsten was just for fun:

    So sieht es z.Zt. auf den Segment #1 meiner Anlage aus. Neu hinzugekommen ist die Hintergrundfassade mit den großen Fenstern. Da die Fassade als Anlagenabschluß direkt auf der Kante steht ist keine Nachbildung des Gebäudeinneren möglich. Die Fenster wurden daher mit schwarzem Karton hinterklebt.
    Ein Leerwagenzug aus Hoppern (Selbstentladewagen) durchfährt gerade das Hauptgleis. Zuglok ist eine USRA 2-10-2 light. Diese Lok entstand aus einem Bachmann-Spectrum Modell.
    Der Switcher (Rangierlok) hat sich um die Strecke frei zu machen in ein Anschlußgleis verzogen. Dieser Switcher entstand aus einem etwa 50 Jahre alten Roundhouse Modell und wurde sehr aufwendig heutigen Standards angepasst. Weil es solche kleinen Rangierloks heute nicht fertig zu kaufen gibt habe ich mich der Mühe unterzogen und eben ein altes Modell umbgebaut.



    Blich unter der Brücke auf Segment #3 hindurch auf Segment #1 und #2.
    Betr. "Edelstahlwerk" der Broseband Zielschildkasten stammt aus einem alten Krefelder Straßenbahnwagen.



    Der Blick von der Brücke. Ein weiterer Leerwagenzug fährt gerade vorbei. Gezogen von einer 2-6-6-2 Mallet.

  • Ein Link mal dahin wo und wie ich u.a. meine Recherchen betreibe:
    http://www.shorpy.com/node/10316?size=_original
    Diese Aufnahme ist von 1910 datiert und zeigt den Central Blast Furnace (Hochofen) im Tal des Cuyahoga bei Cleveland/OH.
    Cleveland ist eine Hafen- und Industriestadt am Südufer des Eriesees.
    Später wurde das Stahlwerk ein Teil von American Steel And Wire und ging wiederum noch etwas später in das Eigentum von US Steel (USS) über.
    Der gewundene Unterlauf des Cuyahoga dient als Hafen und jeder Quadratmeter unten im Tal ist bebaut.
    Die Wohnbebauung befindet sich oben auf der Hochfläche.
    Das ergibt, ganz US untypisch eine sehr gedrängte dichte Bauweise weil der zur Verfügung stehende Platz durch die Tallage eben sehr beschränkt ist.
    Bei meinen Recherchen habe ich auch die Warenströme und Industrien analysiert, ich war fast ein ganzes Jahr damit beschäftigt mich in die damals unbekannte Materie einzuarbeiten.
    Es hat mir aber sehr großen Spaß gemacht ein historisches Cleveland virtuell im www. zu erkunden.
    So ganz nebenbei lernt man noch Ettliches hinzu und erweitert seinen Wissenshorizont.
    Die Glasplatten-Negative der alten Plattenkameras liefern Heute noch gestochen scharfe Bilder und so kann man auf den Fotos viele interessante Details entdecken.
    Wie z.B. die alten hölzernen Entladebrücken in rechten Teil des Bildes, das aus 2 Fotos zusammengesetzt worden ist, um einen Panoramablick zu erhalten.
    Links sieht man dann neuere Entladebrücken in Stahlbauweise.
    Die Onoko war eines der ersten stählernen Schiffe auf den Großen Seen und zu ihrer Zeit auch das größte Schiff auf den Great Lakes.
    Sie hat eine Ladung Eisenerz aus Minnesota gebracht die hier entladen werden wird.
    Auf dem Kai sieht man die großen Erzhaufen liegen.
    Ein Teil davon wird mit dem dampfbetriebenen Schienenbagger in Hopper (Selbstentladewagen) verladen.
    Aber auch hölzerne Segelschiffe waren damals noch im Einsatz, siehe rechts in Vordergrund.
    Eine Ladung Bauholz und Bretter als Decksladung.
    Die beiden Dampfer ganz links sind noch aus Holz gebaut.
    Dahinter sieht man einen wiederum anderen Typ dampfbetriebener Entlademaschinen mit klappbarem Ausleger.


    Meine Anlage spielt in diesem Umfeld in den späten 1940er Jahren. Die Gefahr ist gegeben, daß die Anlage riesengroß werden kann. Und damit meine ich wirklich riesengroß. Daher habe ich mich auf die Gewerbeansiedlungen um die Stahlindustrie herum beschränkt. Im Umfeld der Schwerindustrie sind auch viele kleine "normale" Betrieb zu finden. Die stelle ich auf meiner Anlage dar, lediglich der Sintering Plant (Sinterofen) auf Segment #4 wird die Schwerindustrie andeuten. Der Sinterofen wird als Hintergrundmodell gebaut werden.
    Damit man mal einen ungefähren Eindruck von der Größe bekommt:


    Zum Größenvergleich die 600g Spekulatiuspackung :D

    Mit freundlichen Grüssen


    Lutz

    Einmal editiert, zuletzt von Lutz K ()

  • Ich habe mal meine Anlage möglichst senkrecht von oben fotografiert.



    Segment 1
    Von Oben nach unten:
    Lagerhaus A, befahrbar, ein Gleis führt durch ein verschließbares Tor in des Gebäude. Versteckte Abstellmöglichkeit für 3 40' Cars (auf Deutsch: 3 Güterwagen mit 40 Fuß Länge)
    Steckengleis, verschwindet in einem sog. Urban Canyon.
    Lagerhaus B, ein teilweise überbautes Anschlußgleis für des Gebäude selber, Kapazität 2 40' Cars oder 1 50' Car. Des weiteren 2 LKW Rampen. Auf dem Gleis stehen 2 40' Boxcars, einer schaut gerade noch etwas unter dem Gebäude hervor.
    Darunter ein weiteres Gleis das entweder als Freiladegleis für diesen Anschluß dienen kann oder als weiteres verstecktes Durchfahrgleis. Das links sichtbare noch weiße Vordach dient in erster Linie als Sichtblocker. auf diesem Gleis steht 1 50' Boxcar.



    Segment 2
    Weichenstrasse und Eisengießerei
    Die Weichen sind alle von Atlas. Es sind 3 Stück #8 verbaut, sie entsprechen in etwa 7° Weichenwinkel bei einem Abzweigradius von etwa 2000mm.
    Die Weiche oben ganz rechts ist eine Atlas Weiche #6.
    Sie führt zum Anschluß der Gießerei mit einer Kapazität von 2 40' Cars. Das Gleis führt weiter in das Lagerhaus A auf Segment 1.
    Das Gebäude ist bewußt verwinkelt ausgeführt worden. Es gibt eine Seitenrampe für den Schienenverkehr so wie eine Stirnrampe für den Straßenverkehr. Der Hof ist gepflastert, der Gründer ist aus Deutschland eingewandert und hat seine "Deutsche Gründlichkeit" mitgenommen.
    Unten befindet sich eine Streckenbude so wie ein Toilettenhäuschen für die Eisenbahner.



    Segment 3
    Highway Overpass (Schnellstraßenüberführung)
    Hier mal bewußt darstellen wieviel Platz eine 4-spurige Straße wirklich verschlingt. Auf der linken Seite geht die Böschung des Damms bis auf den Erdboden herunter, rechts ist die Böschung mittels einer Stützmauer aus Beton abgefangen. Hier kommt die Werksstrasse für den Sinterofen hin.
    Unter der Brücke befindet sich eine Bogenweiche #7 von Peco. Der Bogeninnere Strang wird nur von Rangierloks und Wagen befahren. Große Streckenloks haben hier im Anschluß nichts zu suchen.




    Segment 4
    Sintering Plant (Sinterofen) Der Kran kommt weg, das ist nur mal so provisorisch aufgestellt. Das Anschlußgleis führt unter den Verladebunker. Das Hintergrundgebäude wird mit einer Länge von 76cm fast die gesamte Länge des Segments ausfüllen.
    Links befindet sich eine #8 Weiche von Peco die zum Rohrlager auf Segment 5 führt.
    Rechts oben eine Peco #6 Weiche die zum Fabrikanschluß ebenfalls auf Segment 5 führt.



    Segment 5
    Oben Fabrikanschluß, Kapazität 3 40' Boxcars (gedeckte Güterwagen).
    Unten, wo im Moment die Loks abgestellt sind, kommt das Röhrenlager hin. Es wird hier einen auf hochgelegten Schienen verfahrbaren Überladekran geben der in eine am rechten Segmentrand noch zu bauende Halle einfahren kann.
    Der Anschluß verzwigt sich noch einmal mittels einer Atlas #4 Weiche, sind etwa 11° und 880mm Radius auf mitteleuropäische Gepflogenheiten übersetzt. Auch hier nur Rangierloks im Einsatz. Die Gleislängen sind für je 2 53' Gondolas (Offene Güterwagen) ausgelegt. Der Anschluß fasst also 4 Wagen.
    Vom Streckengleis zweigt hier eine Peco #8 Weiche ab.


    Segmentlänge einheitlich 80cm.
    Die Tiefe beträgt 40cm.
    Bei 5 Segmenten ergibt das eine Gesamtlänge von 4m.
    Elektrisch ist alles durchgeschaltet.
    Die Weichen sind alle ortsgestellt und werden auch im Modell rein mechanisch betätigt. Die Polarisierung der Herzstücke erfolgt über eine lokale Verdrahtung.
    Gefahren wird digital nach NMRA Protokoll.
    So wie das bis jetzt ist kann hier Betrieb durchgeführt werden. Eine Rangierlok und 20 Wagen. Zustellen, Abholen, Wagen austauschen, die Zeit vergeht wie im Flug.



    Mit solchen Loks fahre ich nicht über den inneren abzweigenden Strang der Bogenweiche. Außen ist das völlig in Ordnung. Die Mallet Lok gibt hier noch ein gutes Bild in der Kurve ab. Innen würde das dann schon etwas lächerlich aussehen.
    Um den Anschluß zu bedienen gibt es so etwas:



    Die Anlage ich natürlich noch nicht fertig. Es muß noch jede Menge Landschaftsgestaltung und Ausschmückung gemacht werden.

  • Es geschehen manchmal noch Zeichen und Wunder.
    Ich habe es tatsächlich geschafft ein kleines bischen an meiner Anlage weiter zu machen.



    Es entstand aus Bausatzresten ein weiteres Hintergrundgebäude das als flache Fassade auf dem hinteren Rand des Segments 1 steht. Farblich ist hier an der Fassade noch nichts gemacht worden. Eine Rangierlok zieht gerade einen Wagen aus dem befahrbaren Gebäude.



    Des weiteren aus Spaß an der Freud ein fertig gebauter Wagen aus einem Bausatz von Tichy im Betrieb. Obwohl aus Kunststoff sind diese Wagenbausätze weitaus aufwendiger zu bauen als ein Fallerhäuschen. So müssen z.B. alle Griffe einzeln angebracht werden und davon gibt es bei einem US-Güterwagen jede Menge. Dann ist auch noch die komplette Bremsanlage mit allen Rohrleitungen und Übertragungsgestänge aus Einzelteilen zu montieren.



    Dann hat endlich mal der Highway Overpass (Schnellstraßenüberführung) seine Brückengeländer bekommen.
    Die goldglänzende Lok sucht noch einen guten Lackierer und Patinierer.

  • Schön, das sich was bei dir tut! :thumbsup:
    Ich komme zur Zeit noch nicht dazu, um endlich zu bauen, fehlt mir einfach die Zeit. :evil:
    Wenigstens habe ich in diversen Baumärkten einiges an Holz und Tischlerplatten zusammengetragen - an Material mangelt es nun nicht!


    LG
    Sascha

  • Es geschehen manchmal noch Zeichen und Wunder. Im Frühjahr hatte ich einen gewissen "Leerlauf" weil auf eine Teilelieferung (Lokbau- und Zurüstteile) aus den USA wartete. Da ich ohne diese Teile an den Loks weiter kam, habe ich statt dessen etwas an der Anlage gemacht.



    Es ging jetzt um die Baulücke rechts unten wo die Loks abgestellt sind. Ich hatte zwischendurch schon mit dem Gedanken gespielt, vielleicht einen 2-ständigen Lokschuppen für Dieselloks aufzustellen...
    Dann lieber doch die ursprüngliche Planung durchziehen und hier einen Röhren- und Stahlhandel hochzuziehen.
    Es folgte der Blick und die Kruschtekiste:
    - Mauerplatten von Vollmer und von Kibri
    - Brückenträger von Rix
    - eine Walthers Krananlage
    - Polystyrolplatten verschiedener Stärke waren auch noch reichlich vorhanden


    Aus diesem oben aufgezählten Gemenge kristallisierte sich dann das heraus:

    Eine halboffene Halle in Stahlfachwerkbauweise mit Hallenkran dessen Kranbahn bis ins Freie verlängert ist. Diese Hallen sind oftmals 100 Meter lang, auf jeden Fall riesengroß.
    Bei meinen beschränkten Platzverhältnissen habe ich sie daher nur angedeutet mit einem Feld.
    Die Rix Brückenträger wurden in die Vertikale gebracht und dienen jetzt als Ständer. Sie nehmen zugleich auch die Kranbahn auf die auf an den Trägern befestigten Konsolen ruht.
    Die Breite war durch die Walthers Kranbrücke gegeben und ich habe sie unverändert übernommen. Die Gleise sollten eingepflastert sein, genauer gesagt hier sind es Betonplatten, damit der Bereich unter dem Kran auch für LKW befahrbar ist.
    Die Mauerwerksplatten wurden Rücken an Rücken zusammen geklebt um beidseitig sichtbares Mauerwerk zu haben und um eine gewisse Mauerstärke darzustellen.



    Während auf der Werkbank die Halle entstand wurde auf dem Segment der Baugrund vorbereitet. Als Füllstoff um auf die richtige Höhe zu kommen wurden Balsaholzplatten aufgeklebt.



    Die Betonplattenfugen wurden mit einem rotierenden Kugelfräser, der an einem Lineal entlang geführt wurde, eingefräst. Hier sieht man sie mangels Kontrast leider sehr schlecht.



    Anschliessend wurden freihändig die unvermeidlichen Risse und Macken eingefräst.



    Hier habe ich versuchweise mit Guache (Wasserfarben) gestrichen.


    Leider muß ich hier unterbrechen weil anscheinend das großherzogliche Telefonnetz der Pleitekom mal wieder überlastet ist... ;(

  • Hast ja schön weiterbauen können.


    Das wird mal ne tolle Anlage für lange Rangierspiele.

  • Sehr schön, das gefällt mir. Das könnte in einem Hafen liegen, den die Schiffe vom Ziegelwiesenkai kommend anlaufen. Eine derartige arrangementübergreifende Spielweise haben wir auf FREMO-Treffen bereits erfolgreich praktiziert. Das ginge auch baugrößenunabhängig oder auf der Heimanlege, wenn die Wagen dann per Post anderen Anlage zugestellt werden. Ich meine, so eine Geschichte mal im Model Railroader gelesen zu haben. Klingt schon etwas schräg, aber irgendwie auch genial.
    Aber ich nehme auch etwas mit: das Betonplattenkugelfräserlineal werde ich in meinen Ideenspeicher ((c) Rainer) übernehmen und am Ziegelwiesenkai mal ausprobieren.


    Vielen Dank und viele Grüße
    Thorsten

  • Hallo Lutz


    Das ist schon vielversprechend.... 8o

    Anschliessend wurden freihändig die unvermeidlichen Risse und Macken eingefräst.

    Sehr gut, denn das werde ich mir auch merken auf Polystyrol :sehrgut:
    Dein Risse auf dem Foto sind sehr Vorbildlich gewählt mit dem Fräskopf :thumbup:

    Hier habe ich versuchweise mit Guache (Wasserfarben) gestrichen.

    Was hast du ?


    Mit Jauche ??? :hust:


    Nö, Nö 8|


    Da nimmste lieber mal richtige Farben mehrere gute Pinsel und deine neue Airbrushpistolen.
    Aber bitte in Verbindung mit Terpentinersatz aus dem Baumarkt ..... :sehrgut:



    Oder sollten wir ne Session abhalten ?


    .......dann klappts es auch mit der Nachbarin. :hust:


    Gruss Jürgen

    Mit freundlichen Grüßen :hutab:
    Jürgen


    Wir sind weg, in Richtung Nimmerland ( Alles nur ein Traum, oder doch Realität )

    Einmal editiert, zuletzt von Juergen ()

  • Moin


    Gouache-Farben!! Gute Gouachefarbe hellt nach dem Trocknen nicht auf, sofern es sich um Künstlerfarben mit lichtechten Pigmenten handelt.


    soweit dazu! Vieleicht findest Du die ja in Deinem Baumarkt!!
    Ich nicht, aber ich wohne auch in Ostfriesland
    meint Friedrich

  • Hallo Leute!
    Nachdem der (gordische) Pleitecom Knoten sich wieder aufgelöst hat, kann ich ja weiter posten. Zuvor möchte ich die Fragen beantworten.


    Thorsten
    Wasser muß man sich hier tatsächlich ganz in der Nähe vorstellen. Den als Hafen ausgebauten Unterlauf des Cuyahoga Rivers der in den Lake Erie fließt. Allerdings macht der Stückgutumschlag in den Häfen an den Great Lakes nur einen verschwindend kleinen Teil aus. Definitiv vorhanden, ja, aber man muß schon mit der Lupe suchen. Massenschüttgüter in Bulk wie Eisenerz, Kohle, Salz, Zement und Getreide sind der Löwenanteil. Die Darstellung verschlingt zwangsläufig eine Menge an Platz um glaubwürdig zu wirken. Schon um die Jahrhundertwende (1899/1900) hatte ein "Ore Boat", der typischen Great Lakes Erzfrachter 500 Fuß Länge, sind in etwa 1,30m in H0. Die Kaianlagen und Umschlageräte, in diesem Fall Hulletts, müssen entsprechend ausgebildet sein.
    Vielleicht später mal wenn ein Platzwunder ausgebrochen ist oder es eine Fremo Group "Steel Belt" gibt...


    Jürgen
    Als die Fotos entstanden gab es noch keine Airbrush bei mir.


    Friedrich
    Hier in diesem Städtchen mit Hochschule und Fachhochschule die beide Architektur als Studiengang anbieten, gibt es glücklicherweise auch einen rel. gut sortierten Laden für Architekturbedarf. Hier ist noch alles lose aufgelegt um zu sehen ob es passt.



    Ich mache dann mal da weiter wo ich Gestern unterbrochen worden bin. Die erforderlichen Diagonalaussteifungen wurden in Form eines "X" am letzten Feld ergänzt, weitere befinden sich (angenommenermaßen) innerhalb der Halle.
    Die Walthers Kranbahnstützen mutierten zu Dachbindern für die Halle. Die Dachflächen selber entstanden aus 1,5mm PS Platten.
    Die Sockel und Simse sind Überbleibsel von anderen Bausätzen. So ein fast 100%iges Recyclingprojekt.



    Der nächste Schritt war dann das Ausziehen der Fugen und der, wieder vergossenen, Risse mit schwarzem Filzstift.



    Eine Stellprobe mit 50' Wagen ergab auch zufriedenstellende Ergebnisse.



    Die Darstellung der "Big Bang Theorie", hier ist wohl mal etwas vom Kran herunter gefallen.


    Das war es bis jetzt erst mal.

  • Hallo Leute!
    Heute habe ich mal einige Fragen an Euch.
    Als ich neulich den Laden für Architekturbedarf mal wieder aufgesucht habe, fiel mir Fotokarton im himmelblau auf. Ich habe einige große 70 x 100cm Bogen mitgenommen und sie mal einfach an die Wand getackert um zu sehen wie es wirkt:



    Wer von Euch schon mehr Erfahrung im Anlagenbau hat, wie hoch sollte der Hintergrund erfahrungsgemäß sein?
    Hier auf den Fotos ist die Unterkante der Bogen auf Anlagenoberkante und der Hintergrund geht also 70cm in die Höhe.
    Die Anlage soll mobil bleiben, was wäre eine noch praktikable Höhe?
    Und wie wäre so ein mobiler Hintergrund am besten zu machen?
    Ich will ja das Rad nicht noch einmal neu erfinden.
    Danke im Voraus.
    ?

  • Hallo Lutz,


    bitte nicht falsch verstehen, denn ich muß sagen, daß das hellblaue Papier echt doof aussieht. Doch ich habe natürlich auch einen Rat. Der Handel bietet sogenannte Farbverlaufspapiere an. Der Himmel erscheint über uns in der Natur hellblau und wird zum Horizont hin durch den Dunst immer heller, bis zum Weiß. Wenn Du Dir also Papier mit einem Farbverlauf von Weiß nach Hellblau (von unten nach oben) kaufst liegst Du richtig. Das Papier auf einen geeigneten Träger aufkaschiert und fertig ist der Hintergrund. Damit er noch lebendiger wirkt empfiehlt es sich einige Wolken und Bäume, Sträucher ect. nach der "Bob-Ross-Methode" aufzumalen. Ein wenig Acrylmalerei ist also angesagt, das ist leichter als es aussieht.


    Mit Gruß


    Eberhard

  • Also 30-40cm sollten bei einer mobilen Anlage reichen. Bei ner stationären halt was geht,


    Ich hab gerade was ausprobiert, was mir recht gut gefällt. Ich hab mir für meine VSL-Kehrschleife einen Hintergrund auf dünne LKW Plane drucken lassen. Nun hab ich ca alle 50cm an die Modulkästen anschraubbaren Holzstangen von 10x25mm, an die ich die Plane zuerst mit Doppelklebeband und zur Unterstützung mit Tackerklammern fest gemacht habe. Da mein Hintergrund um die Kurve geht, habe ich auf Höhe der oberen Kante der Plane dünne Federstahldrähte zwischen die Pfosten gesteckt und die Plane mit mattem Tesafilm daran befestigt.


    Vorteil ist, das wenn ich beim Modulabbau den Tesa und die Drähte wieder entferne, kann ich den 2,2m langen Hintergrund einfach einrollen.


    Die bedruckte Plane (220x30cm) hat mich 18.-€ gekostet. Einziger Fehler ist die Plane selber, so wie ich sie gewählt habe. Ich hätte die Ausführung mit schwarzer Mittelschicht nehmen sollen. So kann die Sonne von hinten durchscheinen und die Pfosten sind als Schatten zu sehen.


    Und so wirkt sie:



    Bei dieser Aufnahme fehlte noch der Federdraht und die Plane warf leichte Falten.
    In Rodgau, ich hoffe du kommst, kannst du das ja mal live begutachten.

  • Hallo,


    nachdem man mich auf dem letzten US Stammtisch vergattert hat meine US Anlage zum Fremo Treffen mitzubringen, muß ich da wohl was tun.



    Eine der ersten Maßnahmen betraf dieses Gebäude hier. Das war jahrelang der Sonneneinstrahlung ausgesetzt und ausserdem hat unser Kater oft daran angeknutscht. Es war etwas aus dem Leim gegangen und nicht tranportfähig. Zudem hatte sich das lose aufgelegte Dach aus einer 1,5mm PS Platte gesetzt, es war in der Mitte eingesunken. Das hat man allerdings erst gesehen als ich es abgenommen hatte.





    Statt mühsam die verzogene Platte wieder zu richten, habe ich aus PS Plattenmaterial der Einfachheit halber ein neues angefertigt. Diesmal mit ordentlichen Versteifungen. Hier kommt es auf Zweckmäßigkeit an, nicht auf Schönheit.
    Oben kam auf die 1,5mm PS Platte noch einmal eine schwarze 0,5mm PS Platte, so gibt es ein Verbundlaminat und ich erspare mir das Lackieren.
    Dann bin ich meinen Fundus an Sylversteraketenstielen durchgegangen und habe dem Bau damit innen noch ein paar zusätzliche Versteifungen spendiert. Das Dach habe ich diesmal aufgeklebt. Damit ergab sich eine wesentlich verbesserte Steifigkeit des ganzen Gebäudes.
    Zu Erinnerung; es war am Anfang nie daran gedacht worden diese Anlage jemals zu einem Fremo Trefenn mitzuschleppen. Sie war nur für den Hausgebrauch konzipert worden.




    Das renovierte Gebäude. Jetzt muß ich mir noch einen Namen für diese Betriebsstelle ausdenken.

  • Hallo,


    Foe Forumsoftware meldet mir:

    "Die letzte Antwort auf dieses Thema liegt mehr als 365 Tage zurück. Das Thema ist womöglich bereits veraltet. Bitte erstellen Sie ggf. ein neues Thema."


    Frage an Euch:

    Habt Ihr Interesse wenn ich diesen Thread hier weiter fortführe?

  • Hallo Lutz,

    der Faden hat ja schon vor dem Start dieses Forums begonnen, ist also fast "historisch" . Es wäre schade, wenn er "unvollendet" enden würde. Also bitte fortsetzen.

    Gruß Rainer :thumbup:

    Kleinreuth-Nord-Logo-supersmall.jpg


    Christopher La Brec: Jeder Mensch verfolgt einen Traum in seinem Leben. Entweder den eigenen oder den eines anderen. Gib acht, das Du Deinen eigenen verfolgst.