Roco Schienenbus VT98 auf 3-Punktlagerung umbauen

  • Hallo Leute!



    Das Konzept sieht vor bei einem Achslager mittig eine Bohrung einzubrinegn und dort dann einen Messingstift einzusetzen. Die Höhenfindung erfolgt wie bei der V60 beschrieben vor dem Bearbeiten des Achslagers.
    Das Achslager selber wird dann etwas vertieft, so daß die Achse auf dem eingesetzten Stift lagert und pendeln kann. Die Bodenplatte wird in Berich der Achse etwas ausgenommen.
    Vom Achszahnrad wir der angespritzte Kragen entfernt, der Preßsitz reicht immer noch vollkommen aus.
    Die andere Achse bleibt so wie sie ist.



    Jetzt sind bei diesem Fahrzeug mit seinem langen Radstand störungsfreie Fahrten auch solo möglich.

  • HallO Lutz


    Habe ich das jetzt richtig verstanden..... :whistling:


    Der Stift drückt in der Mitte die Achse weg von der ursprünglichen Aussenlagerung der Achse, so das sie immer wackelzustand ist.


    Die Lagerung erfolgt jetzt nur noch auf dem Messingstift ?


    Richtig so ?

    Mit freundlichen Grüßen :hutab:
    Jürgen


    Wir sind weg, in Richtung Nimmerland ( Alles nur ein Traum, oder doch Realität )

    Einmal editiert, zuletzt von Juergen ()

  • Hallo Lutz,
    mit Deinen Bauanleitungen hast Du vielen Modellbahnern einen Weg aufgezeigt, wie sie die Laufeigenschaften ihrer Modelle verbessern können.
    In diesem Beispiel läuft der eine Radsatz von zweien auf einem Punkt.
    Da aber die Fahrzeugmitte bezogen auf das Gewicht dazu unter der Belastung durch den Antrieb nie genau definiert werden kann, wird der Radsatz
    sich mitunter etwas schräg zur Horizontalen stellen. Es sei denn der Radsatz ist weniger belastet als der zweite, starr gelagerte Radsatz.
    Dies ist die allgemeine Kritik an der ungefederten Dreipunktlagerung.
    Federn, welche wie bei dem Vorbild nahe der Räder auf die Achsen wirken, erscheinen mir immer noch die geeignetere Konstruktion auch für Modellfahrzeuge zu sein.
    Wie gut die Laufeigenschaften aller Konstruktionen sind zeigt sich nicht nur bei verbogenen Schienen oder engen Schienenradien, sondern erst recht bei massstäblichen Rädern.
    Gerade der Roco Schienenbus bräuchte hier eine gründliche Überarbeitung.
    Zunächst wären Lenkachsen bei ca.70mm Radstand für eine bessere Gleisführung angebracht.
    Bei dem Beiwagen hat Roco Lenkachsen eingebaut.
    Insgesamt benötigt der Antrieb zu viel Platz was durch die zu tiefliegende Fahrwerkskonstruktion ebenso auffällt, wie durch den bis zur Hälfte gefüllten Innenraum.
    Nun gilt die Kritik einem Modell welches bereits mehre Modellbahngenerationen hinter sich gelassen hat.
    Aber sie scheint mir deshalb umso angebrachter, da man bereits vor zwei Jahrzehnten durchaus kleinere und leistungsfähigere Antriebe kannte, und zweites das Roco sich nicht einer grundlegenden Neukonstruktion dieses VT annimmt.
    Gruß Wolfgang

  • Hallo Wolfgang!


    Du wirst lachen, aber für den VT98 und den VS98 habe ich einen Satz Finescale Räder mit 1,6mm Radscheibenreite und 0,3mm Spurkranzhöhe:

    Ich weiß nicht genau was für eine Norm es ist ob Proto:87 oder H0pur.
    Bewähren durfte er sich allerdings damit nicht. Als sich den mal auf Anraten eines im Finescale Bereich Aktiven zu einem finescaligen Treffen in Rhein-Main mitgebracht hatte, wurde mir gesagt, daß an solchen Fahrwerken keinerlei Interesse bestehen würde. Ja man brauche es nicht weil alle Module so genau gebaut würden, daß man es nicht nötig hätte und der VT98 würde nicht den Vorschriften entsprechen. Derweil versuchte der gute Mann eine Brawa Köf mit Hilfe des 5-Fingerschubsers in Betrieb zu setzen ...
    Kann vielleicht sein ich bin an den bzw. die Falschen geraten, aber mein Bekannter und ich haben jedenfalls reichlich angepisst dieses Treffen verlassen. Das war keine gute Werbung für den Finescalegedanken.
    Seitdem ist das Thema Finescale bei mir erst ad acta gelegt.


    Zu Hause habe ich dennoch Probefahrten mit diesen Radsätzen gemacht. Einwandfrei, sogar durch 420mm Radius. Allerdings schon der geringste seitliche Versatz der Schienenprofile an den Stössen gegeneinander ist tödlich und führt unweigerlich zur Entgleisung. Hat man aber die Schienenprofile ausgerichtet und an ihren seitlichen inneren Stirnkanten etwas gebrochen, kommt es zu keiner Entgleisung mehr und selbst S-Bögen im 420mm Radius ohne Zwischengerade stellen kein Problem mehr dar.
    Solange keine Weichen befahren werden müssen, dann rumpelt es ganz gewaltig.



    Für die Anderen zur Erklärung:
    Das Foto zeigt warum. Mit Code 110 Radsätzen und gut eingestellten NEM Radsätzen (14,5mm Radsatzinnenmaß) lässt sich diese modifizierte alte Roco 2,5mm Weiche einwandfrei befahren ohne daß diese Radsätze einsinken.
    Der Finescale Radsatz hat ein grösseres Radsatzinnenmaß und läuft dadurch auf der anderen Seite der Herzstückspitze auf.
    Die Entgleisung ist damit eingeleitet.



    So könnte man die alten Roco Weichen modifizieren damit auch die FS-Radsätze einwandfrei darüber fahren.
    Dafür kommen dann aber keine NEM und RP25/110 mehr darüber.
    [ironie]Aber bitte nicht weitersagen, die Finescaler erschlagen mich sonst oder bewerfen mich gar mit 1:87 Kleineisen... :tomate: [/ironie]

  • Hallo Lutz,
    dass die Finescaler mitunter sektiererhaftes Verhalten an den Tag legen, ist mir leider auch bekannt.
    Dennoch baue ich gerne in dem Format, schon allein weil´s besser aussieht.
    Sicherlich kennst Du die einstige Firma Hübner:http://www.spur-1-freunde.de/B…VT98/framesetvt98hue.html


    Die Räder sind selbst in Spur 1 nicht maßstäblich umgesetzt.
    Die Spur 1 Freunde haben sicherlich mehr mit engen Gleisbögen zu kämpfen als der allgemeine Hanuller.
    So verbietet sich eine schmale Radlauffläche und ein niedriger Spurkranz.


    Als Hanuller habe ich das Glück einerseits robuste Fahrzeuge wie die modernen Drehgestellfahrzeuge mit breiten Schlappen über eine
    holperige Weichenstraße jagen zu können, wie auch einen zierlichen B-Kuppler mit sensibler Stromaufnahme auf einem niedrigen Gleisprofil aus der Länderbahnzeit zu zuckeln .
    Beides zusammen verträgt sich nicht, bekanntermaßen, wie Du geschildert hast spielen da die Weichen nicht mit.
    Aber auch die Kleineisen müssen entsprechend darunter leiden, bis zur Unkenntlichkeit wie bei Mein Gleis.


    Die Anforderungen die für ein gutes Fahrwerk in FineScale-Qualität zu stellen sind, lassen sich auch an die Fahrwerke der gängigen Industrieprodukte
    stellen und umsetzen. Dazu gehören die Lenkachsen wie auch der bei Hübner vorbildliche Antrieb.
    Hier ein Beispiel für den Antrieb eines Akkutriebwagens




    Zwar ist der Drehwinkel einer Lenkachse gering, aber ohne Kardan geht es nicht. Mit dem Modul 0,2 kann mit einem einstufigem Schneckengetriebe
    direkt an die Motorwelle gegangen werden, wenn da nicht die zu überwindende Höhendifferenz wäre, sprich der Motor hinge zu tief.
    Ein leises Reibradvorgelege bringt die Antriebswelle für die Kardangelenke auf das passende Niveau.




    Bei dem gezeigten Weichenvergleich, oben Shinohara, unten Umbau zu 1:87 müssen neben den Herzstücken auch die Radlenker neu gestaltet werden.




    Gruß Wolfgang


  • Hallo Wolfgang!


    Nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe, kann ich jetzt einmal etwas ausführlicher auf Deinen Beitrag eingehen.
    Deine Bedenken bezüglich des sich infolge der Antriebsmomente schräg stellenden Radsatz kann ich zerstreuen.
    Es existieren zweifellos, wie bei der Brawa Köf schon angesprochen, durch den aussermittig erfolgenden Kraftangriff resultierende Kräfte die den pendelnden Radsatz je nach Fahrtrichtung versuchen einseitig anzuheben oder herunterzudrücken.
    Zum besseren Verständnis noch einmal das Bild:

    Man sieht das aussermittig verschobene Achszahnrad als auch seinen Eingriffspartner der ebenfalls aussermittig fest im Getriebehehäuse und damit auch fest im Fahrzeugrahmen gelgert ist.
    Des weiteren befinden sich Radsatzachswelle und Zahnradachse im Normalzustand auf gleicher horizontaler Höhe.
    Wenn sich der Motordreht wird Kraft auf die Zahnräder ausgeübt. Da die meisten davon fest und damit genau definiert gelagert sind, bleibt denen nichts anderes über als die auf sie ausgeübten Kräfte und Drehmomente an ihr Nachbarzahnrad abzugeben.
    Das geht so lange definiert gut bis es auf das Achszahnrad trifft.
    Dieses hat nun wegen der Pendelachse die Möglichkeit auszuweichen.
    Aber dem steht jetzt das Eigengewicht das Fahrzeugs, konkret derjenige Anteil der auf dieser Achse ruht, entgegen.
    Dem uneingeschränkten Ausweichen stehen ebenfalls die beiden Schienen entgegen.
    Man hat es statisch betrachtet mit 4 Kräften zu tun.
    Im Ruhezustand wenn das Fahrzeug steht:
    - Gewichtskraft, anteilig natürlich, des Fahrzeugs auf die Mitte der Radsatzwelle, das wären im Idealzustand die Hälfte des Gesamtgewichts vom Schienenbus.
    - Linkes Rad, hier hält die Schiene dagegen, im Idealzustand wären das 1/4 vom Gesamtgewicht
    - Rechtes Rad, hier auch, ebenfalls 1/4 vom Gesamtgewicht


    Jetzt fahren wir. Dadurch kommt, bedingt und resultiert durch die Antriebsmomente, eine 4. Kraft mit ins Spiel.
    Diese greift einseitig und aussermittig zwischen Achsmitte und Rad an und stört das ideale Gleichgewicht w.o. geschildert.
    Je nachdem ob wir vorwärts oder rückwärts fahren wirkt diese resultierende Kraft entweder
    - a) nach unten, drückt stärker auf das daneben sich befindliche Rad, somit auch auf die Schiene.
    - b) nach oben und versucht so das Rad anzulupfen indem es es entlastet.


    Fall a) ist unkritisch weil Rad und Schiene nicht nach unten ausweichen können. Hier wird sich nur der resultierende Auflagerpunkt (Tatsächlich bleibt er in der Mitte, nur auf Grund rechnerisch nachgewisenen Kräfte verschiebt er sich) der Pendelachse von der Mitte zum Zahnrad hin verschieben. Eben weil das Zahnrad durch die Antriebsmomente und der daraus resultierenden Kräfte einen Teil des Fahrzeuggewichte mitträgt. Allenfalls wird versucht das gegenüberliegende Rad anzuheben, was wegen des rel. langen Hebelarms mehr als unwahrscheinlich ist.


    Fall b) hier wird sich nur der resultierende mittige Auflagerpunkt der Pendelachse vom Zahnrad weg verschieben. Eben weil das Zahnrad durch die Antriebsmomente und der daraus resultierenden Kräfte einen Teil des Fahrzeuggewichte mitträgt. Hier ist es kritischer weil nun versucht wird das Rad anzuheben, also von der Schienen anzulupfen. Der mittige Auflagepunkt (rechnerisch w.o.) wird sich hierbei zur anderen Seite hin verschieben.
    Dem gegenüber steht jedoch das Eigengewicht welches dagegen hält.
    Solange das Eigengewicht größer ist als die aus dem Antriebsmoment resultierende, ich nenne sie mal so, Abhebekraft besteht keine Gefahr.


    Als Schlußfolgerung daraus:
    Die Räder der Pendelachse werden je nach Fahrtrichtung unterschiedlich belastet.
    Das kann man Kauf nehmen wenn man wie hier original Antrieb und Fahrgestell weitgehend erhalten und nur möglichst geringfügige Eingriffe in die Substanz vornehmen möchte. Eine Kompromißkröte die man schlucken muß, die aber recht klein ist.


    Anders sieht es aus wenn ich ein komplett neues Fahrgestell sowie Anstriebsstrang dafür machen würde.
    Die von Wolfgang erwähnten Lenkachsen halte ich nicht für notwendig. Die selbstständige Einstellung derselben ist hierbei, bedingt durch die rel. kleine Masse (Gewicht) von H0 Fahrzeugen, nicht gewährleistet. Wie meine eigenen Fahrversuche im 420mm Radius ergeben haben, auch mit einem 6m Fahrwerk ohne Lenkachsen geht es. Selbst bei grösseren Spurweiten wie LGB, deren 2-achs Fahrzeuge durchweg Lenkachsen in Form 1-Achsdrehgestellen haben funktioniert eine Radialstellung nur durch Zwangsanlenkung. Bei geschobenen Wagen sind diese Lenkachsen sogar kontraproduktiv weil sie sich, bedingt durch die unterschiedlichen Kreisumfänge von Innen- und Aussenschiene, genau entgegen gesetzt einstellen. Ich selber habe LGB Zahnradbahn und mir Wagen auf starre Achslagerung umgebaut unter gleichzeitiger verschmälerung des Untergestells. Jetzt sieht der Wagen dann auch nach Meterspur aus.


    Wenn ich Heute einen Schienenbus VT98 entwerfen würde.
    Hier würde ich auf die sog. Pager Motoren zurückgreifen von denen es einige Typen in Glockenankerausführung gibt. Des weiten würde ich für jeden Radsatz einen diskreten Antrieb vorsehen, d.h. in diesem Fall jeder Radsatz wird , wie beim Vorbild, von einem eigenen Motor angetrieben. Da diese Pager Motoren für höchstens 6V ausgelegt sind, weden beide Motoren elektrisch permanent in Serie geschaltet.
    Die Motoren werden fest im Rahmen angebracht und an sie ist ein Vorgelegegetriebe angeflanscht. Im Inneren der Vorgelege befindet sich eine Kombination von 2 hintereinander angeordneten Schneckenstufen. Damit werden die hohen Drehzahlen der Pager Motoren leise in ungefährliche Drehzahlbereiche reduziert.
    Die Kegelrad-Achsgetriebe würde ich achsreitend machen und mit dem Vorgelege durch eine Gelenkwelle verbinden.
    Beide Achsen können dann voll gefedert sein. Es muß lediglich eine intelligente Drehmomentstütze entworfen werden die die Federung der Radsatzachsen nicht behindert.
    So ein Antriebsstrang kann dann komplett unterhalb des Wagenbodens angeordnet werden, wobei die Fußbodenhöhe umgerechnet derjenigen des Vorbild entspricht. Versteht sich von selber, daß man das Wageninnere, gut sichtbar durch die vielen Fenster, dann mit Detailierungsorgien überziehen kann.
    Durch die ausschliessliche Verwendung von Subminiatur LEDs können lange und komplizierte Lichtleiter wegfallen weil die LEDs auch genau dort angeordnet weden können wo sie gebraucht werden.
    Für die Digitaltechnik in Form eines Spur N Decoders bleibt auch noch genug Platz, entweder unter dem Wagenboden oder unter dem Dach.
    Ich habe mich hinsichtlich des Antriebs eng an das Vorbild gehalten und so ähnlich würde ich auch die beiden Motoren/Vorgelege und Achsantriebe anordnen.
    Welche Firma könnte das machen? Jedenfalls keiner der großen etablierten Anbieter. Die haben das entweder verlernt oder müssen Rücksicht auf eine rückständige Kundschaft nehmen.


    Das sind aber alles Zukunftsträume :rosabrille:
    Es könnte so schön sein wenn dieser besagte Bremsanker in Mittelerde nicht wäre...


    Ich jedenfalls bin ja schon froh, daß man wenigstens dieses hier realisieren konnte:

  • Bewähren durfte er sich allerdings damit nicht. Als sich den mal auf Anraten eines im Finescale Bereich Aktiven zu einem finescaligen Treffen in Rhein-Main mitgebracht hatte, wurde mir gesagt, daß an solchen Fahrwerken keinerlei Interesse bestehen würde. Ja man brauche es nicht weil alle Module so genau gebaut würden, daß man es nicht nötig hätte und der VT98 würde nicht den Vorschriften entsprechen. Derweil versuchte der gute Mann eine Brawa Köf mit Hilfe des 5-Fingerschubsers in Betrieb zu setzen ...
    Kann vielleicht sein ich bin an den bzw. die Falschen geraten, aber mein Bekannter und ich haben jedenfalls reichlich angepisst dieses Treffen verlassen. Das war keine gute Werbung für den Finescalegedanken.
    Seitdem ist das Thema Finescale bei mir erst ad acta gelegt.

    Hallo Lutz


    Verzeih es ihm, denn er hatte schon seinen Gedanken in Form Finescale.
    Solche Leute sind die besten Beamten die nur nach <Vorschrift handeln ( Tunnelblick ).


    Soll ja nicht nur im Modellbahnbereich geben...

    Mit freundlichen Grüßen :hutab:
    Jürgen


    Wir sind weg, in Richtung Nimmerland ( Alles nur ein Traum, oder doch Realität )

  • Hallo Lutz u.a.
    Deine Gedanken sind durchaus folgerichtig, besonders die Betrachtungen unter den Punkten a und b.
    Wenn man das Fahrzeuggewicht in Relation zur Antriebsleistung und Haftung setzt, bleiben unter dem Strich nur theoretische
    Betrachtungen übrig.
    Diese werden dann aber relevant, wenn sich die entsprechenden Parameter verändern.
    Ein schönes Beispiel hast Du dafür geliefert wie sich Lenkachsen im Modell verhalten, (ähnliches gilt auch für Vorlaufräder).
    Diese stellen sich besonders bei leichten Wagen so wie sie es eigentlich nicht sollten.
    Wenn die Modellräder, die Lagerung und die Federung so beschaffen sind wie bei dem Original und die Gleise ebenso, wird sich schon
    die Lenkachse entsprechend einstellen. Meine Bedenken gegenüber der ungefederten Pendelachse treten dann ebenfalls auf, besonders wenn sich der Radsatz mit dem langen Achsstand durch den nicht erweiterten Gleisbogen zwängt.
    Deine praktischen Erfahrungen geben Dir auf jeden Fall recht, beruht doch das gesamte Rad-Schiene System industrieller Hersteller auf große Toleranzen,
    welche bei dem Original zu einem chaotischen Fahrverhalten führen würden.


    So betrachtet ist es nicht hoch genug einzuschätzen, dass "Ihr" bei der Gravita ein doch recht vorbildnahes und für die Modellentwicklung in H0 wegweisendes Antriebssystem entwickelt und produziert habt.
    Gruß Wolfgang

  • Hallo Lutz,


    Danke für die Beschreibung - dann werde ich wohl mal meinen Schienenbus überarbeiten... Wobei ich mittlerweile dazu übergegegangen bin, die Stromabnahme durch ELKOs (im Schienenbus in Verbindung mit einem alten Kühn-N25-Decoder 2 x 470 µF) zu unterstützen - damit habe ich schon ein ziemlich vernünftiges Fahrverhalten realisiert (immerhin missbrauche ich meinen Schienenbus zum rangieren...) - und wenn jetzt noch alle Räder aufliegen würden...


    Eine Frage zu deinen Messingstiften habe ich: sind die einfach nur plan, oder haben die eine abgerundete Form? Und noch was: du hast die Räder einfach auf RP25 abgedreht bzw. abgefeilt? Das wollte ich demnächst mittels Feile auch mal machen...


    Schöne Grüße,
    Erik

  • Hallo!


    @ Wolfgang:


    Diese 1-achs Drehgestelle sind seit den Zeiten der Gebrüder Klein bei manchen Modellbahnkonstrukteuren irgendwie eingebrannt.



    Der rechte Wagen hatte auch die 1-achs DG und ist mit seinem 8m Radstand und Fine Rädern wie abgebildet nicht betriebssicher fahrbar.
    Erst nach festlegen der 1-achs DG und Schaffung einer 3-Punktauflage war er betriebssicher. Der tat sich im 420mm Radius sehr schwer und man sollte ihm tunlichst doch grössere dem Vorbild angenäherte Radien gönnen. Das Vorbild kommt auch nicht durch einen 36,5m Radius.
    Da stellt sich schon die Frage nach Überpuffern.
    Beim Vorbild hat man sich damit beholfen:

    Zur Bedienung des Pneumant Reifenwerks an der Windbergbahn mit ähnlichen Großraumwagen hat man sich dieser Langkupplungen bedient.



    @ Axel:


    Der Messingstift ist einfach plan. Damals habe ich ihn noch eingeklebt. Heute würde ich da ein Gewinde schneiden und einen Gewindestift einschrauben.Damit kann man dann ganz bequem die Höhe einstellen.
    Ganz sauber kannst Du noch auf die Radsatzachse ein Stück Messingröhrchen als mittige Lagerbuchse aufbringen.


    Wenn Du den Schienenbus auf feinere Rädern umbauen möchtest, so habe ich diesen Vorschlag:
    Radsätze oder einzelne isolierte (Waggon) Radscheiben bei den einschlägigen Verdächtigen (Thomschke, Luck, etc.) beschaffen und diese statt der originalen Räder montieren. Zum Aufpressen kannst Du z.B. eine Tischbohrmaschine nehmen.


    Bezüglich Kondensatorpacks.
    Ich sehe das als eine weitere Möglichkeit unter vielen an, um die Betriebssicherheit von Modellbahntriebfahrzeugen zu verbessern.
    Nicht als das allein seeligmachende Allheilmittel, als das es mir oft dargestellt wird; hier herrscht leider noch viel Unklarheit.
    Nur so viel, in kleinen Fahrzeugen, die es bitter nötig hätten, ist oft nicht der Einbauraum für die Kondensatoren vorhanden. Der ist in grösseren Fahrzeugen vorhanden, die aber auch meistens mehr Radsätze aufweisen und demzufolge auch eine bessere Stromabnahme.
    Als logische Schlußfolgerung sollte man alle Register ziehen.


    Mich würde interessieren wie Du den Einbau der Kondensatoren gelöst hast.

  • Hallo Lutz,


    komm doch nach Krumbach (20.-23.08.2015) und bring Deinen VT 98 mit, denn ich würde ihn gerne in Aktion erleben. Ich gebe zu, dass wir tw. auch auf Code 55 Gleisen fahren, allerdings sind wir als H0-RE RP25 weltoffener und weniger verkrampft als es einige Finescaler es sind. Ich bin da sehr experimentierfreudig, denn nur so entsteht Zukunft. :thumbup:


    Interessant finde ich Deinen Vorschlag für die Motorisierung mit zwei hintereinanderliegenden Schnecken im Getriebe. Da würde ich gerne mehr darüber wissen, denn eines Tages steht der Bau von 2 B-Kupplern ins Haus, die auf der Strecke Oberschefflenz-Billigheim gefahren sind, die es aber nicht (zum Glück nicht) auf dem Markt zu haben sind.


    Was sind Pager-Motoren, wo kann man die bekommen?


    Gruß
    Andreas

  • Hallo Lutz
    Deine Frage müsste an Eric gehen - obwohl ich auch interessiert mitlese...
    Zu den Kondensatoren - ich habe mal irgendwo eine MoBa Seite gesehen, wo es "eckige" Gold-Caps gab.
    Ich hoffe ich kann mich in den nächsten Tagen draran erinnern.
    Wenn ich gefunden habe, stell ich es hier rein.


    LG,
    Axel

  • Hallo!


    Mein VT 98 hat auch Pendelachse, Neusilberräder, Originalmotor und Decoder mit Powerpack. Der brummt seit zwei Jahren anstandslos stundenlang über die Arrangements. Eine Radreinigung habe ich bis jetzt noch nicht durchführen müssen. Für ein Zweiachsfahrzeug finde ich das ganz erstaunlich - zeigt aber auch, das die Hersteller das Thema "ordentliche Laufeigenschaften" sehr stiefmütterlich behandeln.


    Servus
    Holger


  • Deine Frage müsste an Eric gehen - obwohl ich auch interessiert mitlese...
    Zu den Kondensatoren - ich habe mal irgendwo eine MoBa Seite gesehen, wo es "eckige" Gold-Caps gab.
    Ich hoffe ich kann mich in den nächsten Tagen draran erinnern.
    Wenn ich gefunden habe, stell ich es hier rein.




    Hallo zusammen,


    ich habe die Frage vor ein paar Tagen schon registriert - ich bin gerade dabei, meine T3 zu modernisieren, und werde mal schauen, was ich dazu schreiben kann. Wenn das nicht geht - ich habe in letzter Zeit einige Loks (KöfII, VT98, VT95 Brekina, V65, sogar die ELNA ist gleich mit Kondensator unterwegs...) umgebaut, und könnte da auch ein paar Fotos als Anregung einstellen. Alle Umbauten haben dazu geführt, dass ich nicht mehr putzen muss ;) Was eckige Goldcaps angeht: da wäre ich auch interssiert - ich kenne aber nur GoldCaps bis 5,5 V Spannung. Habe ich da was verschlafen?


    Schöne Grüße,
    erik

  • Hallo Zusammen
    Die Eckigen...
    Wie gesagt - irgendwo mal gesehen - ich habe alles der letzen 8 Wochen durchgeklickt und leider NIX gefunden.
    Ich weiss nur, die Dinger waren grünlich und eben eckig.
    Das "beste", was ich gefunden habe - wenn auch keine Gold-Caps ist das hier:


    http://blog.modellbahnfrokler.de/2013/05/diema-dl-6-teil-2/


    Weiter unten im Bericht geht der Frokler auf die Kondensatoren ein. So ähnlich haben die Dinger ausgesehen. Ich schau weiter. Wenn ich die Seite finde, sage bescheid!


    :-(


    LG,
    Axel

  • Hier an diese Kondensatoren müsste heran kommen:
    http://www.avx.com/prodinfo_pr…h&C=&word=Supercapacitors
    Die haben schon ein bischen mehr Bumms. Kapazitäten bis in den mF Bereich.
    Ich denke hier im Forum gibt es Elektronikspezialisten die eine bessere Beurteilung über die Eignung abgeben können als ich.
    Allerdings habe ich noch keine Bezugsquelle gefunden die diese Superkondensatoren in "haushaltsüblichen" Mengen verkauft.

  • Hallo zusammen,


    :offtopic: das ist zwar etwas ot zum Ursprungs-Post... ich habe bisher immer 470 µF-Elkos verwendet, die man beim großen C mit einem Durchmesser von 8 mm und Längen zwischen 11,5 und 15 mm für eine Spannung von 25 V kaufen kann. Bisher bin ich mit den 15 mm-ELKOs überall klar gekommen und habe einen oder mehrere in der Lok verstecken können - die Fleischmann-T3 weist mir aber Grenzen auf. Sobald ich die gelöst habe, werde ich einen eigenen Thread zum Thema Speicherkondensatoren starten...


    Was den Link von Lutz angeht: den kannte ich nicht. Allerdings kann man - wenn man die Augen zudrückt - nur die 20 V-Kondensatoren verwenden; diese haben bei einer Kapazität von 6,8 mF eine Größe von 28 x 17 x 6,5 mm³ - das ist auch nicht gerade klein. Unter Verwendung normaler ELKOs mit 3,3 mF benötigt man 16 mm (Durchmesser) x 25 mm x 2. Ich habe das Gefühl, dass ich diese beiden ELKOs eher unterbringen könnte, als den einen Klopper, der allerdings echt den Vorteil hat, dass er quaderförmig ist. Ich habe die Tantals aus dem Link vorher geprüft - die sind bei gleicher Kapazität als Gesamtvolumen auch eher groß - haben aber den Vorteil, dass man sie einfacher splitten kann. In der T3 bringt mir auch das nichts...


    Schöne Grüße,
    Erik