Alpenmodule - oder "From Russia with Love"

  • Hallo Axel,


    danke für die tollen Infos zu dem Modulbausatz, der mich auch vollkommen begeistert.

    Vielleicht habe ich es auch verpasst aber hast du ggf mal die Holzstärke schon durchgegeben? Die Frage war für mich irgendwie noch offen.

    Hattest Du Zollgebühren für die Lieferung?


    LG

    Michael R

  • Hallo zusammen,


    Titebond ist wohl bekannt. Habe das aber noch nicht mit Ponal verglichen.

    Ansonsten weiß ich ja, dass ich Anders bin. (Ist der Ruf erst ruiniert, klebt man völlig ungeniert) Ich frage eigentlich nicht für was ein Produkt hergestellt wurde, sondern was man damit machen kann. Ich hätte das gesamte Modul schmerzfrei mit Sekundenkleber zusammengesetzt. Vor dem Haus hängen 2 Vogelhäuschen, die nach dem gleichen Prinzip wie Axels Module aus 6mm Pappelsperrholz hergestellt und mit Sekundenkleber nach dem Zusammenstecken fixiert wurden.

    Einen Winter hatte man mir Prophezeit. Hängen jetzt seit 10 Jahren.

    Axel : In der Tat keine Minitube Sekundenkleber aus dem Baumarkt, sondern 20gr. Hochviskos von Silisto und Aktivator. Sind die Passungen ohne Luftspalt mein Mittel der Wahl. (Vorher natürlich genau ausrichten.)


    Aber wie Friedrich sagt: Jeder so....:)


    Mit freundlichen Modellbahnergrüßen

    Thomas

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana

  • Hallo Zusammen

    Voooorsicht Festhalten...

    *#'

    Materialstärken in der Regel 3mm und die Spanten unten und Stirnbretter 6mm...

    Das ist sehr dünn, hält aber.

    Silisto ist ok, sehr feiner Kleber... sollte passen.

    Meiner Meinung nach sollte der Kleber nicht sehr viel härter als das Material sein, dass er verklebt.

    Sonst bricht es rund um den Kleber aus, wenn es mal Überlast bekommt.

    LG,

    Axel

  • Hallo Axel,


    Das sieht super aus!


    Bei meinen gelaserten Modulen fand ich es immer schwer die Schraubzwinge anzubringen. Das scheint hier auch nicht einfach.


    Der Kleber braucht Spannung, um eine gute Verbindung zu machen. Wie machst du dass mit diese Materialstarke und Konstruktion? Mit Schraubschwinge wird das schwierig, oder?


    Grüße,


    Edgar

  • Hallo Edgar

    Ich habe Schraubzwingen, die länger als 1m spannen können.

    Aber die habe ich gar nicht gebraucht. Ich verwende meistens Tackerklammern und 50mm Tesafilm, den ich beim Verkleben strecke.

    Man sollte mehrere Rollen parat haben. 65m sind schnell weg.

    Ansonsten habe ich noch Klinkersteine zur Hand, wenn es mit Gewicht geht.


    LG,

    Axel

  • Moin Leute... tolles Thema!:matrose:

    Wie Edgar schon schreibt: Spannen sollte man grundsätzlich.*glu2*

    Da ich eben kein! Tischler bin jage ich überall passende Spax Schrauben rein.:blush2:

    Und wenn es zusammen getrocknet ist hol ich sie (manchmal) wieder heraus. und schön gleichmäßig verschrauben damit kein Bogen entsteht.

    Aber auch das hat seine Macken… grundsätzlich vor bohren man hat ja schließlich eine gute Lehre genossen oder man(n) hat sich so manches abgeschaut. Übrigens macht ihr es nicht splittert es genau da wo ihr es absolut nicht gebrauchen könnt. Was man dann braucht sind halt zwei Akku Bohrmaschinen/Schrauber. Sonnst wird es nervig. :verrueckt:

    und nun klebt man schön, Zeit habt ihr ja und der Baumarkt ist (noch) auf und der Warenverkehr ist (noch) gesichert.:thumbsup:

    :matrose:

    Lieber Gruß

    Friedrich

  • Moin Axel,

    aus dem Homeoffice doch ungewohnt, aber eine wilkommene Pause.

    Ich habe gerade mal Deine Seite besucht und Dir "über die Schulter" geschaut. Bist Du sicher, dass das Pappel ist? Für mich sieht das nach Buchensperrholz aus. Die Verarbeitung ist wirklich Klasse. Ich bin sehr gespannt wie sich das unter "Wassereinfluss" beim Geländebau verhält.


    Viele Grüße

    Thomas

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana

  • Hallo Zusammen


    Es sieht nach Birke aus. Das stimmt. Es ist auch härter als Pappel.

    *#' Mist - schon wieder ein paar Gramm vertan....


    So - wieder am PC...

    img_1496-scaled-e1584628141483-800x600.jpg

    Der Inhalt des Päckchens mal auseinander sortiert...


    img_1497-scaled-e1584612597373-800x600.jpg

    Die Grundplatte entsteht (4-Geteilt)


    img_1498-scaled-e1584612746221-800x600.jpg

    Details: wie das "Locking" gelöst ist. Eine Art Puzzelverbindung mit Sperre durch den Spant.


    img_1500-scaled-e1584612620133-800x600.jpg

    Details: Spanten verleimen. Man beachte links das Klebeband ist schon an der richtigen Stelle hingeklebt...


    Nachher geht es weiter... Es ist weiter gegangen...


    img_1501-scaled-e1584628129707-800x600.jpg

    Längs- und Querspanten sowie Verstärkungsecken eingebaut.


    img_1503-800x600.jpg

    Professionelles Werkzeug hilft. In diesem Fall mit Gewicht.


    LG,

    Axel

  • Hallo Axel,

    die Brille wird´s ausmachen, daß das Gewicht stimmt. Nein, im Ernst: Ich bin zwar kein Bauingenieur oder Statiker, aber diese Holzkonstruktionen sind einfach faszinierend. Ich bin sicher, daß sie wesentlich stabiler und vor allem verwindungssicherer sind, als meine nach unten offenen Kästen aus 10mm Pappelsperrholz mit zwei Querspanten. Eine schöne und, wie mir scheint, eine sehr präzise Arbeit. Dafür muss ich dich beglückwünschen. Der Konstrukteur hat es anscheinend richtig gut drauf.

    Grüße

    Johannes

  • Hallo Axel,


    wie ich schon geschrieben habe diese Konstruktion ist faszinierend; Intelligenz statt Masse eben. Ich kann ja mit meinem gegenteilig konzipierten Overkill-Modulen aus 1,8cm Massivholzplatten nun nicht so ganz mitreden.

    Die russische Konstruktion hat dazu noch den entscheidenden Vorteil, daß sie schon allein durch bloßes Zusammenstecken stabil halten würde. Die Verklebung ist da nur ein zusätzlicher Faktor zur Sicherung. Die Klebeflächen sind auch rel. klein, allein würden sie das Modul nicht so stabil machen.

    Das ist eine ausgetickte Ingenieurskonstruktion und ein Musterbeispiel in Sachen Leichtbau.

  • Hallo Zusammen

    Danke für die Blumen - ich habe sie übersetzt und nach Russland weitergeleitet.

    Hier mal die Details des Bahndamms, auf die Andreas S so sehnsüchtig wartet:

    img_1504-scaled-e1584699662766-800x600.jpg

    Trassenbrett 2-Teilig im Vordergrund und die Steckkonstruktion des Unterbaus aufgeklebt.


    img_1505-800x600.jpg

    Unterbau im Detail


    img_1508-800x600.jpg

    Maximale Dammhöhe für den Fremo


    img_1506-800x600.jpg¨

    Dammhöhe bei B96


    img_1507-800x600.jpg

    Dammhöhe bei F96


    Ich werde beide Höhen für F96 und B96 mixen und den Damm von 1cm auf 3.5cm abfallen lassen. Nachher geht es weiter.


    LG,

    Axel

  • Hi Axel,

    danke für die Fotos. Sieht klasse aus.

    Wie viel Platz ist für die Beinhalterungen vorhanden? Wie befestigtst Du die Modulbeine?

    laimburgausfahrt-talgzmjlp.png

    Meine Module sind 10,6 cm hoch geplant (Laimburg ist so hoch gebaut) und sollen die eingezeichneten Brücken aufnehmen. Die Doppelbrücke wird bis zur "Bodenplatte" runtergehen + Styrodurplatte für den Landschaftsaufbau.

    Wird das mittlere Modul eigene Beine erhalten können? Oder wird es auf die äußeren auf einen Anschlag gelegt, was beim Abbauen immer gefährlich sein kann.


    Gruß

    Andreas

  • Hallo Zusammen

    Ich habe noch eine Mail von Valeriy erhalten... Hier ein Auszug...


    The modules are made of birch plywood at a factory in Karelia, the city of Syktyvkar - http://www.eng.plypan.com/. The plant has German equipment and German quality control. Additional quality certificates are not required to export this plywood to the European Union. Thank you for the information on the forum about our modules. Thin plywood 4 mm, not 3 mm.


    Here you can see our other works until you can leave the house https://www.youtube.com/channe…ZIbY1w?view_as=subscriber


    Was der Leichtbau aushalten kann, sieht man hier:

    unterbau1-600x800.jpg



    Ich schätze mal 80kg Gewicht und ca. 2-3cm Durchbiegung bei statischem Lastfall... .

    Ausserdem hat er mit eine Baudokumentation geschickt... Ich wünschte, andere Hersteller würden in dieser Qualität anbieten.


    Zu den Beinen bzw. den Haltern.


    Valeriy bietet hier zwei Arten an. Einen zum Abstützen des Nachbarmoduls und einen ohne Abstützen. Beide beruhen auf dem gleichen Konzept.

    Ein Winkel der in die Verstärkungen eingeharkt wird und mit der Verschraubung fixiert wird.

    img_1510-scaled-e1584795537719-800x600.jpg

    An den Langlöchern werden die Beine fixiert.


    img_1511-scaled-e1584795553775-800x600.jpg

    Wieder eine Steckkonstruktion


    img_1512-scaled-e1584795565666-800x600.jpg

    Verleimt


    img_1514-600x800.jpg

    Im Modul eingehakt - Variante ohne Aufstützen des Nachbarmoduls



    img_1513-600x800.jpg

    Im Modul eingehakt - Variante mit Aufstützen des Nachbarmoduls


    img_1515-600x800.jpg

    Im Modul eingehakt - Verschraubung durch die Modulplatte


    img_1518-scaled-e1584795584622-800x600.jpg

    Einmal Links, einmal Rechts, einmal So und einmal anders..


    img_1520-scaled-e1584795594534-800x600.jpg

    Das Fertige Modul F96 links auf B96 rechts. Die rechte untere Ecke ist die tiefste. Der Damm fällt ab.


    img_1522-800x600.jpg

    Unterschiedliche Niveaus...

    So - hoffentlich ist nun alles klar.



    LG,

    Axel