Wie läuft das eigentlich so mit einem Nahgüterzug?

  • Hallo,


    ich habe mal nach passenden Zugnummern für unser Projekt gesucht. Gefunden habe ich dieses:


    Für DR (ab1973):


    http://www.muehlenroda.de/dr/dr-zuggattungen.htm


    Für DB (ab1974):


    http://www.hauptbahn.de/Betrieb/balsine/zugnr74.htm


    http://www.hauptbahn.de/Betrieb/balsine/vbl69.htm


    Für unser Projekt bedeutet dies:


    Im Personeverkehr haben wir eine lokgeführte Personenzughin- und -rückfahrt, dann eine Triebwagenhin- und -rückfahrt.und anschliessend noch zwei lokgeführte Personenzughin- und -rückfahrten
    Im Güterzugbereich haben wir eine Ng-Hin- und -rückfahrt sowie eine Rüben- bzw. Holzzughin- und -rückfahrt, die jedoch nur eine Betriebsstelle anfährt.
    Dazu kommt noch eine "Sonder"-zughin- und -rückfahrt, wobei wir hier nicht aufgliedern wollen, ob es ein Personenzug (z.B. Reisebüro, Touristik oder Museum) oder G (Lü) ist.


    Welche Zugnummern muss ich nun vergeben? Denn ich werde aus den vielen Zahlen nicht ganz schlau.
    Begriffen habe ich, dass es bei der DB 5 Zahlen (nur bei Güterzügen???) sein müssen, bei der DR generell für alle Züge.
    Für unsere Personenzüge kämen die Zahlenreihen 0-39999 (DB) und 15000 - 19999 (DR) in Frage
    Sinnigerweise sollte man dann eine Zugnummer im Bereich 15000 - 19999 wählen ;-)


    Für den Güterzug (Ng) kämen die Zahlenreihen 63000-65999 (DB) und 60000 - 67999 (DR) in Frage.
    Sinnigerweise sollte man dann eine Zugnummer im Bereich 63000 - 65999 wählen ;-)


    Könnte man den Rüben-/Holzzug als Gag bezeichnen?
    Die Leerfahrt zur Betriebsstelle würde sinnigerweise ein Lgo (Leerwagenzüge aus O-Wagen gebildet) sein, welcher bei der DB und DR die Nummernreihe 59000-59999 hat,

    Als letztes der Sonderzug. Hier würde ich die Nummernreihe 81000 - 99999 (DR) nehmen, bei der DB wird noch zwischen Güter- und Personenzügen unterschieden. Da müsste man sich einfach für eine Nummernreihe entscheiden, also bei Güterzügen die Nummernreihen 72000-72999 und bei Personenzügen...keine Ahnung.


    Wer von euch kann mir weiterhelfen und den oben genannten Zügen Nummern verpassen. Also ich blicke da nicht so richtig durch, zumindest bei der DB fällt es mir recht schwer.
    Noch eine Frage: Hat die Höhe der Zugnummer irgendetwas mit der Wertigkeit des Zuges zu tun? Gerade im Bereich Personenzug kann die DB ja zwischen 1 und 39999 wählen, während die DR für Personennahverkehrszüge bereits fünfstellige Nummern zwischen 15000 - 19999 hat.
    Oder andersherum gefragt: Kann ein DB-Personenzug ohne Probleme mit der Nummernreihe 15000 - 19999 belegt werden, also z.B. P15420, oder gab es gar nicht so viele P-Züge, so dass vier Nummern ausreichten (wie im Beispiel von Balser aufgeführt: Pb2951)?


    Viele Grüsse
    Holger

  • Holger mach es nicht so kompliziert! Und lasse Dir vor allen Dingen keine Sorgenfalten und vorzeitigen grauen Haare wachsen.


    [irony]Einige ketzerische Anmerkungen zum "Deutschen Vorschriftenwesen":
    Die Deutschen Eisenbahnen, namentlich die Preußische, waren früher (Epoche 1) vor allem Ver- und Entsorgeanstalten für ausgemusterte Militärs. Nur wer gedient hatte, hatte Anspruch auf einen Versorgungsposten bei der Bahn. Wer wo auf welche Stelle gesetzt wurde richtete sich nicht nach der Qualifikation, sondern nach dem zuletzt innegehabten militärischen Dienstgrad. Für Feldwebel waren das beispielsweise u.a. Lokomotivführerposten.
    So ein Oberfeld hatte natürlich von Tuten und Blasen erst einmal keine Ahnung. Aber was er gelernt hatte, war Befehle zu befolgen. Also gab man ihm Vorschriften an die Hand, die quasi als ständiger Tagesbefehl aufzufassen waren. Nach einer Anlernphase und Unterweisungen (Lehrgänge) war der gute Oberfeld dann befähigt als Lokomotivführer Dienst zu tun.
    Später hatten dann auch Zivilisten die Möglichkeit bei der Bahn zu landen und Karriere zu machen. Diese mussten aber einen mühsamen und langwierigen Ausbildungsweg gehen und hatten es nicht so bequem wie der Oberfeld als Quereinsteiger.


    Was aber geblieben ist; das Vorschriftenwesen in der höchsten Sicherheitsstufe. Nein nicht narrensicher, nicht studentensicher, nicht handwerkersicher, auch nicht idiotensicher, sondern soldatensicher. Und Vorschriften entwickeln bei Uns Deutschen traditionell ein gewisses Eigenleben und Beharrungsvermögen.


    Deutsche Vorschriften waren und sind also von (hoffentlich!) klugen Köpfen für Idioten ausgelegt.


    Und bevor Einigen jetzt der Kamm schwillt. Das was ich oben beschrieben habe ist Mitte 19. Jahrhundert. Ein gewisses Mindestmaß an Vorschriften und Regeln ist definitiv erforderlich. Jedoch sollte man das Vorschriftenwesen um seiner selbst willen nicht grenzenlos ausufern lassen.
    Damals war es nicht opportun Vorschriften zu hinterfragen, das kam quasi einer Befehlsverweigerung und Meuterei gleich. Heute können wir das und so sinnlosen Ballast (den für Idioten welchen man jeden Handgriff einzeln und extra vorschreiben muß) abschütteln. Viele Vorschriften, für die große Bahn sinnvoll und relevant, sind für die Modellbahn sinnlos. Hier sollte man ausmisten und nur ein absolut notwendiges Rumpfgerippe stehen lassen. So habe ich das bei der Fremo Southwest Division kennengelernt. Allzuviel Vorschriftenquark verdirbt nämlich den Spaß bei der Session.


    Geblieben ist aber eine gewisse Hochmütigkeit ettlicher Deutscher Eisenbahner, auch gewisser Museumsbahner, gegenüber dem Normalbürger ("Sie haben keine Ahnung davon!"). Es hat schon seine guten Gründe warum ich einem gewissen Museumsbahnverein nicht beigetreten bin.
    [/irony]
    Also Holger, suche Dir ein paar schöne Zugnummern aus. Du hast ja schon das Spielfeld, die Nummernbereiche, kennen gelernt. Innerhalb und für diese Session kannst Du die Nummern dann frei vergeben. Da empfehle ich Dir aber auch, daß sich die Zugnummern deutlich in der Ziffernfolge unterscheiden sollen um die Verwechselungsgefahr zu minimieren. Nur Züge in der einen Richtung und deren Gegenzüge in die andere Richtung hatten direkt aufeinander folgende Nummern.


    Meine 2 €ent dazu

    Mit freundlichen Grüssen


    Lutz

    Einmal editiert, zuletzt von Lutz K ()


  • Hallo Holger,


    m.E. konntest Du keine verlässlicheren Quellen als Armin und Balsine finden.


    Rüben-/Holzzug als Gag würde ich eher so ab der Öffnung der Infrastruktur für private EVU sehen.


    Die Rübenzüge waren zwar lang und gingen zu einem einzigen Ziel. Aber sie wurden auf verschiedenen Ladestellen entlang einer/zweier Strecken gesammelt. Die Leerwagenverteilung entsprechend umgekehrt.


    Holz würde ich in den damaligen Zeiten ähnlich sehen.


    Nachfolgendes aus dem Gedächtnis: Zugnummern von Zügen, die die BD-Grenzen nicht verließen, konnten auch in anderen BD vergeben sein.


    Viele Grüße


    Michael

  • Hallo


    @Lutz: Du hast sicher recht und all zu kompliziert möchte ich es nicht machen. Nicht kompliziert, aber vielleicht dann doch abwechslungsreich. ;)


    @Michael G:Okay, kann ich beides nachvollziehen. Aber siehe oben, und zumal der Holz-/Rübenzug ja nur von einer Ladestelle zur Entladestelle und zurück fährt.


    Nun mal mein Vorschlag, aufgrund des Erlesenem und aus dem Bauch heraus:


    Für DB


    1. P-Zug
    N3101 (Schüler/Berufspendler ab Endbahnhof)
    2. P-Zug (Triebwagen)
    Nt8302/Nt8303
    3. P-Zug
    N8304/N8305
    4. P-Zug
    N3106 (Schüler/Berufspendler ab Schattenbahnhof, Gegenzug zu N3101)....oder müsste der die Zugnummer N3102 haben?


    Die 3000 und 8000 habe ich mir bei der Niddertalbahn abgeschaut.


    Ng
    Ng63208/Ng63209


    Rüben-/Holzzug
    Leer Lgo59210
    Voll Gag47211


    Sonderzug
    ??72550/72551


    DR
    P15101 (Schüler/Berufspendler ab Endbahnhof)
    2. P-Zug (Wendezug)
    P15302/P15303
    3. P-Zug
    P15304/P15305
    4. P-Zug
    P15106 (Schüler/Berufspendler ab Schattenbahnhof, Gegenzug zu P15101)


    Ng
    N63208/N63209


    Rüben-/Holzzug
    Leer Lgo59212
    Voll Gag56213


    Sonderzug
    ??82552/82553


    Was halten die Kenner davon? :sleeping:


    Viele Grüsse
    Holger

  • N' Abend Holger,


    ich bin zwar jetzt nicht wirklich DER Fahrplanexperte für den angesprochenen Zeitraum,
    aber du solltest es einfach so umsetzen!!


    Das passt schon! Und wenn es nicht zu 100% passen sollte, ist es aber im Grundsatz stimmig.
    Insbesondere dort wo DB und DR im "gleichen Nummernkreis" operieren, gibt es gar kein Problem;
    und der Rest geht immer irgendwie.
    Bei der DB hatten Reisezüge damals in der Regel vierstellige Zugnummern. Zudem orientierte sich
    auch die "Wertigkeit" der Züge an der Zugnummer: Je niedriger die Zugnummer war, desto "wichtiger"
    war der Zug! Soll heissen: Niedrige Zugnummer fährt vor der höheren Zugnummer.


    Ausserdem wird letztlich auch das Publikum nicht so tief in der Materie sein, als das es auffällt!!


    Wenn doch: So what!! Wir veranstalten das Ganze als Hobby! Wenn es da kleine Abweichungen
    gibt; nun ja, dann ist es eben so.

    Grüsse aus Höchst am Main


    Hartmut

  • Hallo Holger,


    ich stimme Lutz vollumfänglich zu. Also alles ein wenig einfacher; mich nerven im FREMO auch die "Übergenauen", die eine "korrekte Zugmeldung" einfordern, hier macht sich m.E. eine erhebliche Portion Wichtigtuerei breit ( die von Lutz angeführten gesellschaftlichen Randbedingungen will ich mal lieber nicht anwenden). However:


    Lass doch den berühmten P 4711/ 4712 fahren. Und auf der gleichen Linie dann den 4713/14 usf. Ein anderer Nummernkreis deutet eher auf eine andere Strecke hin, zB. bei einem Abzweigbahnhof oder einem umfangreicheren Arrangement mit mehreren Ästen.


    Ob ein Holzzug nun ein Gag (Ganzzug aus Großgüterwagen) ist, nun ja, siehe oben! Da er ja in aller Regel wohl nicht ganzjährig täglich verkehrt, im Ggs. zum Ng, sollte er schon eine deutlich andere Nummer aufweisen.


    Ich find´ es bemerkenswert, welche Eigendynamik so etwas bekommt.


    LG und viel Erfolg wünscht Bruno - bob -

    Es muss nicht alles perfekt sein was gut ist

  • Hallo


    Hartmut: Deine Hinweise hatte ich bereits berüchsichtigt, also Zugnummer abhängig zur Richtung und Wertigkeit :-) Wichtig für mich ist auch, dass P-Züge wohl nur vier Nummern hatten, obwohl man sich bis 39999 hätte austoben kõnnen.


    Bruno: Sicher hast du recht, aber wenn man schon beim Theoretisieren ist, warum bei der Hälfte dann aufhören :-)


    Was Gag, Lgo angeht, so werde ich noch mal "nachbessern".


    Viele Grüsse
    Holger

  • Hallo Holger,
    daß Ihr Euch Gedanken über Zugnummern und Fahrplan macht finde ich ganz prima.
    Dabei ist es jedoch prinzipiell erstmal völlig egal, welche Nummernkreise ( hier gehe ich mit dem P4711 von Bruno völlig konform ) Ihr einsetzt. Aber es vereinfacht den Betrieb m.E. deutlich. Dadurch bedingt es auch eine konsequent einzuhaltende Systematik...
    Im Gegensatz zu Brunos Wortmeldung würde ich jedoch auf eine Zugmeldung nicht unbedingt verzichten wollen. Ob dann der korrekte Wortlaut verwendet wird, ist auch ersteinmal nebensächlich- aber es verdeutlicht einen planmäßigen Betrieb...
    Ich habe mir mal den Hallenplan zu Gemüte geführt: auf Eurem Arrangement wird es eher beschaulich zugehen.
    Du hast es ja auch bei den einzusetzenden Zügen aufgeführt...ich denke aber auf den dreieinhalb ( Schattenbf; Trais=Münzenberg; dem dreigleisigen Zwischenbahnhof und dem Endbahnhof) läßt sich ordentlich Betrieb machen...
    Und genau das ist bei einere Ausstellung wichtig! Betrieb ist durch nichts zu ersetzen, außer durch Betrieb!
    Hier vielleicht auch an einige, auf den ersten Blick ineffektive Zugbewegungen denken...
    Auch finde ich Lokleerfahrten immer ganz spannend:
    Lokleerzug zum Zug hat die Zugnummer Lzz mit der zum Zug zugehörigen Zugnummer, die Fahrt vom Zug hat dann entsprechend Lzv.


    Ich wünsche Euch viel Spaß und vor allem interessierte Gäste!


    Viele Grüße
    Christian

  • Hallo Lutz,
    wenn Du wüßtest, wie recht Du mit Deinem ironisch gemeinten Beitrag hast. Dabei triffst Du mit Deinen Aussagen den Nagel auf den sprichwörtlichen Kopf!



    Was aber die Ver-/ Entsorgung von Militärischen Dienstgraden angeht- mag es für die Verwaltung stimmen. Sicherlich auch teilweise im Bereich Betrieb und Vekehr. Hier aber auch eher für den gehobenen Dienst.


    Für den Fahrdienst gilt dies eher nicht. Hier war der Lokomotivführer traditionell ein technischer Beamter (der u.U. auch eine gewisse Polizeigewalt innehatte).
    Und als dieser hatte er sich gefälligst "hochzudienen"!
    Also der Lokomotivführer hat erst einmal einen Metallberuf (Schlosser, Schmied oder ähnliches) gelernt. Danach erste Sporen im Schuppen verdient- ehe er überhaupt ersteinmal eine warme Lok von oben ansehen durfte. Das Betreten der Führerstände war auch damals nur durch Befugte erlaubt!
    Später bekam man dann eine Schaufel in die Hand gedrückt, und durfte die Loks während der Betriebspausen warmhalten.
    Wenn man dort keinen Blödsinn angestellt hat- kam man dann auf eine fahrende Lok. Aber auch erst nur auf dem heimischen Bf. Wenn man sich dort und im Güterzugdienst bewährt hatte, durfte man dann im Reisezugdienst arbeiten... und daß ggf recht lange.
    Zum Lokführer wurde man dann mehr oder weniger befördert- was natürlich im Laufe der Zeit immer mehr mit Schule verbunden war.
    Und selbst als Lokomotivführer hat man dann bei preußens und auch der DRG noch lange schippen dürfen.
    Sicherlich gab es auch unter den Lokomotivführern ausgediente Militärs- die kamen aber dann vorwiegend von der Marine. Und hatten daher auch eine technische Ausbildung.



    Soweit meine Gedanken


    Viele Grüße
    Christian

  • Moin,


    Ja, die Aufstellung und die Zugnummern passen (zumindest für DB 70er) soweit, der Rübenzug ist aber kein Gag, eher ein Bedarfs-Ng mit passender GZV.


    Eine kleine Besonderheit noch



    Lokleerzug zum Zug hat die Zugnummer Lzz mit der zum Zug zugehörigen Zugnummer, die Fahrt vom Zug hat dann entsprechend Lzv.


    Das gilt nur für DR, bei der DB hat man die Lz nicht danach unterschieden, ob es zum Zug oder zurück ins heimatliche Bw ging, sie hatten auch Lz-Nummern, die mit der Zugnummer nichts zu tun hatten.


    Eine Idee für eine kleine Nebenbahn: So viele Fahrzeuge müssen da gar nicht unterwegs sein. Und die Lok, die am späten Morgen die Stückgutwagen zum Endbahnhof bringt, kann sehr gut die dort noch vom Berufsverkehrszug abgehängten 2 Verstärkungswagen nehmen und damit einen Personenzug in die nahe Kreisstadt bilden.


    Für Ausstellungsbetrieb mit Modellzeituhr (um den Fahrplan und seine Einhaltung für die Zuschauer begreifbar zu machen) empfehle ich eine Sessiondauer von 12 Stunden, dan kann man nahtlos weiterspielen.
    Wichtig ist auch, dass die handelnden Personale kommunikativ veranlagt sind und das Publikum bei Rangierarbeiten etc einbeziehen - also erklären, warum der gedeckte Wagen da nun an Stückgutschuppen rangiert wird. Oder warum die Lok am Endbahnhof den Zug umläuft, bevor es zurück geht. Ich habe damit recht gute Erfahrungen bei mehreren Veranstaltungen des MEC Dülmen gemacht.

  • Hallo Zusammen
    der Hinweis zur Ausstellung ist gut - so ähnlich lief es in Mammendorf ab.
    Im Lauf des Tages waren immer mehr "Fremde" am Regler mit einem NG, DG oder PG unterwegs (in Begleitung eines "Kommunikativen"...).
    Wenn die Leute mal verstanden haben was da so geht, fangen sie meistens schnell Feuer und sind mit Freude dabei.


    LG,
    Axel

  • Hallo,


    und vielen Dank für die neuen Anregungen und auch Korrekturen.


    Christian: Ich werde wohl noch eine Üg einbauen.


    @Thomas: Der Gedanke kam mir auch


    Desweiteren werden wir natürlich auch telefonieren und interesierten Besuchern Rede und Antwort stehen.
    Viele von den Teilnehmern haben schon Austellungserfahrung :-)
    Bisher sind wir aber nur Zug rein - Zug raus gefahren.
    Daher war dies der ausdrückliche Wunsch es mal mit einem Fahrplan zu probieren, zumal wir bei unseren Treffen inzwischen auch viel nach Fahrplan fahren.


    Hab ich noch was vergessen? Erstmal nicht :-) ...........--ausser einem grossen Dankeschön an alle.


    Viele Grüsse
    Holger

  • Hallo zusammen,


    nach der angesprochenen Ausstellung möchte ich mich mit einem Fazit zurückmelden.


    Zunächst aber erst mal ein grosser Wermutstropfen:


    Da wir mit recht wenig Personal Betrieb machen mussten, konnte ich nur wenig Zeit in Bilder investieren. Beim Wechsel der Akkus wurde mir von der Kamera angezeigt, dass die Speicherkarte formatiert werden musste.......also alle Bilder futsch ;-(


    Daher habe ich zum Ausstellungsende noch paar Bilder auf die Schnelle geknipst.


    Einige Bilder konnte ich auch Ingo Bergmanns Homepage finden. Diese sind hier verlinkt:


    http://merziener-privatbahn-ag…g-zum-worlitzer.html#more



    Zunächst ein paar kleine Anmerkungen zur Organisation:
    Betrieb haben wir nach einem Fahrplan gemacht. Dieser war auf 55 Minuten ausgelegt und wurde zeitgenau eingehalten. Da wir jeweils einen Fahrplan DB und DR im Wechsel gefahren sind, haben wir diese fünf Minuten zur vollen Stunde benötigt, um die Schienen-und Straßenfahrzeuge zu wechseln, damit auch alles richtig zusammenpasste.


    Der Fahrplan selbst wurde bereits in vorangegangenen Beiträgen in seinen Grundzügen vorgestellt. Zu diesem Fahrplan kam noch eine Übergabe, um etwas mehr Bewegung zu generieren ;-)
    Wir haben zur Visualisierung unseres Betriebs einen Beamer verwandt, der einen einleitenden erklärenden Text und verschiedene Folien mit Zugbewegungen in entsprechenden Zeiträumen "an die Wand warf".
    Um authentisch zu sein, haben wir den Zügen auch passende Zugnummern gegeben.


    Somit konnte jeder Besucher erkennen,was gerade los war. Und richtig Interessierte konnten auch einige Informationen zum Vorbild aufschnappen......wenn sie wollten ;-)


    Nun aber zu meinen Erfahrungen:
    Fahrplan fahren auf einer Ausstellung hat was. Das Bedienpersonal kann in geregeltem Umfeld agieren und muss sich keinen Stress machen.
    Ob ein Betrieb nach Fahrplan bei einem überwiegend nicht fachkundigen Publikum ankommt, kann ich nicht genau beurteilen, da meine Mitstreiter und ich keine Rückmeldung bekamen.


    Allerdings verfolgten viele Besucher über längere Zeit den Betrieb.


    Die Präsentation mit dem Beamer haben die wenigsten auf Dauer verfolgt – schade!


    Nun weiss man jedoch, dass man abwägen kann, ob sich diese Mehrarbeit mit dem Beamer auf z.B. "Weihnachtsausstellungen" lohnt oder nicht.


    Insgesamt war es aber eine schöne Ausstellung mit weiteren gut gemachten Anlagen. Für Besucher, die neben dem Weihnachtsmarkt auch was anderes sehen wollten, sicher eine Bereicherung.


    Und für uns Bediener mal wieder eine Gelegenheit, Fahrplanbetrieb richtig auszukosten......und viel Spass miteinander zu haben.


    Hier nun ein paar Bilder von mir. Ingo zeigt ja Bilder vom DB-Fahrplan, meine Bilder zeigen Szenen zu Zeiten der DR.




    Übersichtsaufnahmen der Strecke vom Schattenbahnhof Charlottenthal nach Bad Orb


    Charlottenthal (Schattenbahnhof)



    Trais-Münzenberg




    Rotterode



    Strecke






    Bad Orb



    Ein paar Detailbilder








    Da hat sich doch glatt noch eine blau-beige 211 reingemogelt ;-)





    Viele Grüsse


    Holger

  • Hallo Holger,


    schön, dass euch der Fahrplanbetreb Spaß gemacht hat. Und wenn einige Zuschauer euch länger dabei beobachtet haben, klingt es ja auch positiv. Was sagen denn die Veranstalter der Ausstellung? Die bekommen am ehesten ein Feedback ala "da hinten - ach da fährt ja nix" mit.


    Mir fällt die Modulhöhe auf: Habt ihr da höhenverstellbare Beine oder einen kompletten Satz kurze Beine?


    mfg


    Thomas

  • Hallo Thomas,


    der Fahrplanbetrieb hat nicht nur Spaß gemacht, in meinen Augen war das dadurch ein sehr strukturierter Ausstellungsbetrieb.
    Sonst fahren ja die Züge meist nur im Kreis, ohne erkennbaren Sinn.


    Besonders wenn rangiert wurde, blieben Besucher stehen, und beobachteten das Treiben.


    Veranstalter war der Modellbahnclub Wittenberg, dem 3 Forumbahner angehören, unter Anderem auch MeinerEiner.
    Somit kann ich auch Feedback geben:


    Das ganze Konzept wurde sehr positiv aufgenommen, auch wenn 95% Weihnachtsmarktbesucher und vielleicht 5% Fachbesucher da waren.
    Einige Sachen hat ja Holger oben schon angesprochen, den Beamer mit der Präsentation kann man wohl auf solchen Ausstellungen weglassen.


    Dafür könnte ich mir vorstellen, dass eine Uhr an jedem Bahnhof, und eine Abfahrtstabelle (wie die gelben in jedem Bahnhof), vielleicht gut ankommen.
    Die Besucher haben schon gefragt, warum der Zug jetzt wartet, und was als nächstes passiert.
    Negatives Feedback, dass nichts fährt gab es m.W. nach überhaupt nicht.


    Die Modulhöhe haben wir auf 1,10m gesetzt. Dazu hat der Club einen kompletten Satz kurze (1,05m) Beine gesponsort, das war eine Vorgabe vom Veranstalter des Weihnachtsmarktes. Da die meisten Module Standardbeine (24x24mm) haben, war das problemlos möglich. Bei drei Modulen haben wir vor Ort schnell noch entsprechende Beinhalter montiert. Dadurch konnten wir auch den Vorhang vom Club (1m hoch) nutzen, Für Ausstellungen eine sehr gute Höhe.


    Insgesamt kamen knapp 900 Besucher, war auch ein neuer Rekord, und das für ein Dorf.


    So wie das aussieht, müssen wir wohl nächstes Jahr die ganze Halle füllen (200m²).


    Grüße


    Micha

  • Moin Leute

    So geht „Öffentlichkeitsarbeit“! Auch dann, wenn vieleicht kein Besucher jemals so Eisenbahn spielen wird. ^^
    Eines weiß er aber jetzt: Es muss nicht immer eine Platte mit einem Kreis sein. Und solle jemand abfällig lästern, dann sagen in der Regel genau diese Personen: Ich hab da aber mal etwas anderes gesehen und das war so… :sehrgut:
    das reicht schon meint Friedrich
    Lieber Gruß

  • Ich finde ja eh schon seit langem, dass man den Besuchern viel zu wenig zutraut. Zu Zeiten als ich noch in einem kleineren Modellbahnverein Mitglied war, hatten wir mal ein ca. drei Meter langes Containerterminal mit auf eine Ausstellung genommen - Trauben von Menschen waren das Ergebnis, die uns gefühlte Ewigkeiten beim Verschieben der Waggons, dem Be- und Entladen zugesehen haben.


    Geht doch... :thumbup:

    Den wahren Freund erkennt man in der Not. (Cicero)

  • Feut mich, dass es bei euch gut ankommt.


    Ich habe noch ein paar Bilder.





    Bild 1: meine Halter für den Vorhang, einfach ein Beinhalter mit einem Sperrholzstreifen an die Beine geklemmt


    Bild 2: Der Vorhhang wird befestigt


    Bild 3: Blick auf die linke Strecke vom FiddleYard (Charlottenthal) kommend, im Vordergrund Rotterode


    Bild 4: Rechter Streckenast nach Bad Orb


    Bild 5: Blick auf Bad Orb


    Bild 6: unsere Projektion


    Bild 7: an jeder Betriebsstelle hängt der Buch-und Bildfahrplan


    Bild 8: der Beweis, dass nicht immer alles mehrgleisig sein und im Kreis fahren muss...



    Insgesamt hatten wir pro Fahrplan 27 Folien, die wir an die Wand geworfen haben.
    Folgend ein paar:



    Folie 1: kleine Begrüßung....



    Folie 2: gleich früh am Morgen ein Nahgüterzug


    Folie 5: der NG kommt an, die Übergabe wird fertig gemacht...



    Folie 11; in Rotterode geht es eng zu, es gibt ja nur 3 Gleise....


    Folie 15: Das Kurpendel wird losgeschickt


    Folie 18: Holger hat einen Sonderzug eingebaut (SVT137, Rheingold, Goliat mit Tiefladewagen)


    Folie 26: Ende....


    Ich habe Holgers Fahrplan in 1:12 umgerechnet, dadurch konnte ein Betriebstag mit 12 Stunden dargestellt werden.


    Viele Grüße


    Micha